NAZI Parteistrategen

10. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

«Nazi-Ideologen im Fraktionsbüro. Seit der Landtagswahl zieht die NPD in Sachsen führende Parteistrategen zusammen. Sie entwerfen als Mitarbeiter der Landtagsfraktion im Hintergrund politische Konzepte für das Musterländle der Rechtsextremen - finanziert vom Steuerzahler»
so titelt die TAZ einen Tag vor Weihnachten im vergangenen Jahr und führt weiter aus, dass «die Namen dem Verfassungsschutz längst bekannt sind»

Und jetzt sitze ich da, starre in den Becher mit dem braunschwarzen Kaffee vor mir und überlege, was die TAZ mir mit diesen Sätzen wohl mitteilen will.
Falls Sie sich für die Vita unserer Politiker aller Couleur interessieren, sollten Sie sich die Zeit nehmen, den ganzen Artikel zu lesen.
Ich hatte die Zeit, wie schon erwähnt, wegen dem heißen Kaffee und habe ein bisschen gelesen, ein bisschen gepustet, ein bisschen getrunken, ein bisschen gelesen, ein bisschen gepustet und irgendwann hatte ich den Artikel gelesen und es war dank meinem schlechtem Timing noch etwas, in der Zwischenzeit, kalter Kaffee übrig.
Und genau das ist dieser Artikel in der TAZ – kalter Kaffee.

Da ist eine Partei, die NPD, die hat an einer demokratisch durchgeführten Wahl teilgenommen und hat etliche Wählerstimmen bekommen. Und jetzt ist sie im sächsischen Landtag. Und hat dort Büros. Und in den Büro sitzen Mitarbeiter der NPD. Und dass die vom Steuerzahler bezahlt werden müssen, dafür kann die NPD ja nichts, Die klauen sich das Geld ja nicht, sondern bekommen es entsprechend dem Anteil der Wählerstimmen, die sie gewonnen haben – wie die anderen Parteien übrigens auch alle.

Und auch das akribische Durchhecheln der einzelnen Personen und Entscheidungsträger der NPD verstärkt bei mir den Eindruck, dass der Schreiber dieses Artikels mir etwas sagen will, aber sich irgendwie nicht traut.
Ich gebe Ihnen ein Beispiel, da heißt es:
«Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx aus dem Saarland etwa war schon 1990 einer der Geburtshelfer der NPD in der noch bestehenden DDR. Der clevere Rechtsanwalt trat auch danach häufig als Redner in Sachsen auf. Vor allem aber zieht er hinter den Kulissen die Strippen in der Fraktion, wenn es um die Ausnutzung aller rechtlichen Optionen und Geschäftsordnungstricks geht.»
Jetzt ist der Herr Peter Marx ja nicht der einzige Rechtsanwalt in der Politik und der einzige Politiker in der BRddr, der aus dem Saarland kommt, clever ist und häufig als Redner auftritt ist er auch nicht. Und um die Strippen hinter den Kulissen ziehen zu können und alle rechtlichen Optionen und Geschäftsordnungstricks ausnutzen zu können, muss man nicht in der NPD sein. Das kann ein Politiker mit französischem Namen genauso gut wie der Herr Marx, dessen Abstammung wohl eher im östlichen Teil der erweiterten EU zu vermuten ist.

Noch ein Beispiel:
«Der 55-jährige Eigenfeld ist Landesvorsitzender der NPD in Niedersachsen und Bundesgeneralsekretär seiner Partei, deren Bundestagswahlkampf er 1998 leitete. Im Juni 2001 kandidierte er im sächsischen Sebnitz als Bürgermeister und erhielt dort 7,6 Prozent der Stimmen. Freien Kameradschaften gilt er als nicht radikal genug. Sie verdächtigen ihn sogar, Spitzel des Verfassungsschutzes zu sein.»
Ooooh, ein mutmaßlicher Spitzel des Verfassungsschutzes! Da fällt mir doch gleich dazu ein, dass das wohl der Grund war, warum die NPD von Bundesverfassungsgericht nicht verboten wurde, weil die Partei praktisch nur aus Spitzeln des Verfassungsschutzes bestand. Und dass er bei der Bürgermeisterwahl in Sebnitz kandidierte und 7,6 Prozent der Stimmen bekam, macht ihn mir jetzt auch nicht gerade verdächtig. Solange er als Bundesgeneralsekretär nicht auf der Gehaltsliste eines Energiekonzern als Doppel- oder Dreifachverdiener auftaucht, ist das doch nichts Verwerfliches.

Gucken wir uns doch noch eine Vita an:
«Karl Richter aus Bayern etwa kam über die Burschenschaft Danubia zu den Republikanern, die ihn 1990 allerdings wegen parteischädigenden Verhaltens ausschlossen. 1995 verurteilte ihn das Amtsgericht Coburg wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe. Jüngst hatte er als Komparse im Hitler-Film “Der Untergang” Gelegenheit, ganz legal den Hitlergruß zu zeigen.»
Da fällt mir (ganz spontan) noch jemand ein, der ein ähnliches Schicksal erlitten hat. Den haben sie auch aus der Partei ausgeschlossen, weil er am 3. Oktober des Jahres 2003 eine Rede über das „Tätervolk“ gehalten hat. Ob der aber in einer Burschenschaft gewesen ist oder schon mal in einem „Hitler-Film“ mitspielen durfte entzieht sich meiner Kenntnis. Ich müsste ihm mal schreiben – Hohmann heißt der und war lange Zeit in der Partei mit der Trauerfarbe.

Wollen Sie noch einen? Kommen Sie, jetzt sind Sie doch kein Frosch, einer geht noch.
«Der studierte Historiker Richter ist für diverse rechtsextreme Blätter publizistisch tätig. Er gilt als einer der führenden Ideologen der Szene. Als solcher sieht er im NPD-Einzug in den Sächsischen Landtag “womöglich den Beginn einer bundesdeutschen Zäsur” und will die Fraktion zu einer “rechten Denkfabrik” entwickeln. Wie Richter denkt, zeigt ein Tagungsbericht der “Deutschen Akademie”: Da entwirft er die Vision, dass “von einem herrschaftsfähigen deutschen Reichsvolk ausgehend” ein neues Reich entstehen könnte.»
Na sowas! Da kann doch tatsächlich einer in der NPD Lesen und Schreiben! Wer hätte das gedacht! Aber dass Parteimitglieder publizistisch tätig sind, ist nun wirklich keine Seltenheit.
Ohne groß nachzudenken, fallen mir dazu Lothar Späth und Oskar Lafontaine ein, die in bundesdeutschen Tageszeitungen und Magazinen ihre Gedanken unters Volk bringen.
Und in dem Glauben, dass „von einem herrschaftsfähigen deutschen Reichsvolk ausgehend ein neues Reich entstehen könnte“, irrt er vermutlich genauso, wie die Politiker, die nach der Wiedervereinigung „blühende Landschaften im Osten“ gesehen haben.

Und jetzt noch einen. Bitte! Nur einen noch! Ehrlich! Versprochen. Beim Mundgeruch meines Hundes!
«In derselben Akademie, in der die NPD ihren intellektuellen Nachwuchs schult, breitete auch der Diplom-Ökonom Arne Schimmer seine kapitalismuskritischen Thesen aus. Schimmer analysiert die inhumanen Folgen der Globalisierung. Seine krausen Schlüsse laufen allerdings auf Verstaatlichungen und eine “nationale Marktwirtschaft” hinaus: Theorien, mit denen sich nach eigenem Bekunden jetzt auch Ministerpräsident Georg Milbradt auseinander setzt, um bei Debatten kontern zu können.»
Als ich das gelesen haben, war ich eigentlich nur überrascht, dass die NPD ihren „intellektuellen Nachwuchs“ schult. Aus der Berichterstattung in der Presse hatte ich eigentlich immer den Eindruck, dass in der NPD ziemliche Dumpfbacken zusammenhocken. Aber wenn die jetzt sogar eine Akademie haben um ihren intellektuellen Nachschub zu schulen, dann kann ja das ja nicht die ganze Wahrheit sein. Jetzt passt es natürlich auch wie die Faust aufs Auge, dass der Herr Schimmer ein Diplom-Ökonom ist, genau wie sein Berufskollege Prof. Dr. Norbert Walter, Chef-Ökonom der Deutschen Bank. Der will zwar die Wirtschaft nicht verstaatlichen (das würde ihm sein Arbeitgeber ja was erzählen), aber er will die Arbeitszeit verlängern indem, Raucher- und Teepausen vom Gehalt abgezogen werden.
Interessant ist auch, dass sich Konteradmiral und Ministerpräsident Georg Milbradt mit dem Thema der Globalisierung auseinandersetzt. Und zwar erst seit die NPD im Landtag eingezogen ist.
Das ist doch schon mal was Positives, dass sich die Politiker der anderen Parteien jetzt mit Themen beschäftigen, die ihnen vorher anscheinend am Arsch vorbeigegangen sind.

Zu dem Artikel von der TAZ wäre noch genügend zu sagen, aber ich will es jetzt mal gut sein lassen.
Aber eines verstehe ich nicht. Vorausgesetzt ich interpretiere den Artikel nicht falsch, dann gehe ich wohl recht in der Annahme, dass der Autor die NPD und/oder deren „Mitarbeiter“ nicht mag.

Ist sein gutes Recht!
Aber warum sagt er dann nicht einfach, dass er die NPD scheiße findet?
Statt rum zu sticheln, dass die NPD im sächsischen Landtag ist und sich über deren Parteikader auszuhecheln, sollte man doch lieber mal nach den Gründen fragen warum die NPD im Landtag ist.

Man braucht doch über eine politische Partei, die bei der Bundestagswahl im Jahr 2002 mal gerade 0,4 % der abgegebenen Wählerstimmen bekam, nicht mit derart viel Mediengedöns herzuziehen, wenn man ihr durch eine vernünftige volksnahe Politik, mit der sich die Wähler identifizieren können, ganz einfach die Grundlage entziehen könnte.

Oder sehe ich das jetzt zu sehr aus der Sicht eines kleinen nichtsächsischen Wählerwürstchens?

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. Januar 2005 um 05:45:21 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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NAZI Parteistrategen

10. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

«Nazi-Ideologen im Fraktionsbüro. Seit der Landtagswahl zieht die NPD in Sachsen führende Parteistrategen zusammen. Sie entwerfen als Mitarbeiter der Landtagsfraktion im Hintergrund politische Konzepte für das Musterländle der Rechtsextremen - finanziert vom Steuerzahler»
so titelt die TAZ einen Tag vor Weihnachten im vergangenen Jahr und führt weiter aus, dass «die Namen dem Verfassungsschutz längst bekannt sind»

Und jetzt sitze ich da, starre in den Becher mit dem braunschwarzen Kaffee vor mir und überlege, was die TAZ mir mit diesen Sätzen wohl mitteilen will.
Falls Sie sich für die Vita unserer Politiker aller Couleur interessieren, sollten Sie sich die Zeit nehmen, den ganzen Artikel zu lesen.
Ich hatte die Zeit, wie schon erwähnt, wegen dem heißen Kaffee und habe ein bisschen gelesen, ein bisschen gepustet, ein bisschen getrunken, ein bisschen gelesen, ein bisschen gepustet und irgendwann hatte ich den Artikel gelesen und es war dank meinem schlechtem Timing noch etwas, in der Zwischenzeit, kalter Kaffee übrig.
Und genau das ist dieser Artikel in der TAZ – kalter Kaffee.

Da ist eine Partei, die NPD, die hat an einer demokratisch durchgeführten Wahl teilgenommen und hat etliche Wählerstimmen bekommen. Und jetzt ist sie im sächsischen Landtag. Und hat dort Büros. Und in den Büro sitzen Mitarbeiter der NPD. Und dass die vom Steuerzahler bezahlt werden müssen, dafür kann die NPD ja nichts, Die klauen sich das Geld ja nicht, sondern bekommen es entsprechend dem Anteil der Wählerstimmen, die sie gewonnen haben – wie die anderen Parteien übrigens auch alle.

Und auch das akribische Durchhecheln der einzelnen Personen und Entscheidungsträger der NPD verstärkt bei mir den Eindruck, dass der Schreiber dieses Artikels mir etwas sagen will, aber sich irgendwie nicht traut.
Ich gebe Ihnen ein Beispiel, da heißt es:
«Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx aus dem Saarland etwa war schon 1990 einer der Geburtshelfer der NPD in der noch bestehenden DDR. Der clevere Rechtsanwalt trat auch danach häufig als Redner in Sachsen auf. Vor allem aber zieht er hinter den Kulissen die Strippen in der Fraktion, wenn es um die Ausnutzung aller rechtlichen Optionen und Geschäftsordnungstricks geht.»
Jetzt ist der Herr Peter Marx ja nicht der einzige Rechtsanwalt in der Politik und der einzige Politiker in der BRddr, der aus dem Saarland kommt, clever ist und häufig als Redner auftritt ist er auch nicht. Und um die Strippen hinter den Kulissen ziehen zu können und alle rechtlichen Optionen und Geschäftsordnungstricks ausnutzen zu können, muss man nicht in der NPD sein. Das kann ein Politiker mit französischem Namen genauso gut wie der Herr Marx, dessen Abstammung wohl eher im östlichen Teil der erweiterten EU zu vermuten ist.

Noch ein Beispiel:
«Der 55-jährige Eigenfeld ist Landesvorsitzender der NPD in Niedersachsen und Bundesgeneralsekretär seiner Partei, deren Bundestagswahlkampf er 1998 leitete. Im Juni 2001 kandidierte er im sächsischen Sebnitz als Bürgermeister und erhielt dort 7,6 Prozent der Stimmen. Freien Kameradschaften gilt er als nicht radikal genug. Sie verdächtigen ihn sogar, Spitzel des Verfassungsschutzes zu sein.»
Ooooh, ein mutmaßlicher Spitzel des Verfassungsschutzes! Da fällt mir doch gleich dazu ein, dass das wohl der Grund war, warum die NPD von Bundesverfassungsgericht nicht verboten wurde, weil die Partei praktisch nur aus Spitzeln des Verfassungsschutzes bestand. Und dass er bei der Bürgermeisterwahl in Sebnitz kandidierte und 7,6 Prozent der Stimmen bekam, macht ihn mir jetzt auch nicht gerade verdächtig. Solange er als Bundesgeneralsekretär nicht auf der Gehaltsliste eines Energiekonzern als Doppel- oder Dreifachverdiener auftaucht, ist das doch nichts Verwerfliches.

Gucken wir uns doch noch eine Vita an:
«Karl Richter aus Bayern etwa kam über die Burschenschaft Danubia zu den Republikanern, die ihn 1990 allerdings wegen parteischädigenden Verhaltens ausschlossen. 1995 verurteilte ihn das Amtsgericht Coburg wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe. Jüngst hatte er als Komparse im Hitler-Film “Der Untergang” Gelegenheit, ganz legal den Hitlergruß zu zeigen.»
Da fällt mir (ganz spontan) noch jemand ein, der ein ähnliches Schicksal erlitten hat. Den haben sie auch aus der Partei ausgeschlossen, weil er am 3. Oktober des Jahres 2003 eine Rede über das „Tätervolk“ gehalten hat. Ob der aber in einer Burschenschaft gewesen ist oder schon mal in einem „Hitler-Film“ mitspielen durfte entzieht sich meiner Kenntnis. Ich müsste ihm mal schreiben – Hohmann heißt der und war lange Zeit in der Partei mit der Trauerfarbe.

Wollen Sie noch einen? Kommen Sie, jetzt sind Sie doch kein Frosch, einer geht noch.
«Der studierte Historiker Richter ist für diverse rechtsextreme Blätter publizistisch tätig. Er gilt als einer der führenden Ideologen der Szene. Als solcher sieht er im NPD-Einzug in den Sächsischen Landtag “womöglich den Beginn einer bundesdeutschen Zäsur” und will die Fraktion zu einer “rechten Denkfabrik” entwickeln. Wie Richter denkt, zeigt ein Tagungsbericht der “Deutschen Akademie”: Da entwirft er die Vision, dass “von einem herrschaftsfähigen deutschen Reichsvolk ausgehend” ein neues Reich entstehen könnte.»
Na sowas! Da kann doch tatsächlich einer in der NPD Lesen und Schreiben! Wer hätte das gedacht! Aber dass Parteimitglieder publizistisch tätig sind, ist nun wirklich keine Seltenheit.
Ohne groß nachzudenken, fallen mir dazu Lothar Späth und Oskar Lafontaine ein, die in bundesdeutschen Tageszeitungen und Magazinen ihre Gedanken unters Volk bringen.
Und in dem Glauben, dass „von einem herrschaftsfähigen deutschen Reichsvolk ausgehend ein neues Reich entstehen könnte“, irrt er vermutlich genauso, wie die Politiker, die nach der Wiedervereinigung „blühende Landschaften im Osten“ gesehen haben.

Und jetzt noch einen. Bitte! Nur einen noch! Ehrlich! Versprochen. Beim Mundgeruch meines Hundes!
«In derselben Akademie, in der die NPD ihren intellektuellen Nachwuchs schult, breitete auch der Diplom-Ökonom Arne Schimmer seine kapitalismuskritischen Thesen aus. Schimmer analysiert die inhumanen Folgen der Globalisierung. Seine krausen Schlüsse laufen allerdings auf Verstaatlichungen und eine “nationale Marktwirtschaft” hinaus: Theorien, mit denen sich nach eigenem Bekunden jetzt auch Ministerpräsident Georg Milbradt auseinander setzt, um bei Debatten kontern zu können.»
Als ich das gelesen haben, war ich eigentlich nur überrascht, dass die NPD ihren „intellektuellen Nachwuchs“ schult. Aus der Berichterstattung in der Presse hatte ich eigentlich immer den Eindruck, dass in der NPD ziemliche Dumpfbacken zusammenhocken. Aber wenn die jetzt sogar eine Akademie haben um ihren intellektuellen Nachschub zu schulen, dann kann ja das ja nicht die ganze Wahrheit sein. Jetzt passt es natürlich auch wie die Faust aufs Auge, dass der Herr Schimmer ein Diplom-Ökonom ist, genau wie sein Berufskollege Prof. Dr. Norbert Walter, Chef-Ökonom der Deutschen Bank. Der will zwar die Wirtschaft nicht verstaatlichen (das würde ihm sein Arbeitgeber ja was erzählen), aber er will die Arbeitszeit verlängern indem, Raucher- und Teepausen vom Gehalt abgezogen werden.
Interessant ist auch, dass sich Konteradmiral und Ministerpräsident Georg Milbradt mit dem Thema der Globalisierung auseinandersetzt. Und zwar erst seit die NPD im Landtag eingezogen ist.
Das ist doch schon mal was Positives, dass sich die Politiker der anderen Parteien jetzt mit Themen beschäftigen, die ihnen vorher anscheinend am Arsch vorbeigegangen sind.

Zu dem Artikel von der TAZ wäre noch genügend zu sagen, aber ich will es jetzt mal gut sein lassen.
Aber eines verstehe ich nicht. Vorausgesetzt ich interpretiere den Artikel nicht falsch, dann gehe ich wohl recht in der Annahme, dass der Autor die NPD und/oder deren „Mitarbeiter“ nicht mag.

Ist sein gutes Recht!
Aber warum sagt er dann nicht einfach, dass er die NPD scheiße findet?
Statt rum zu sticheln, dass die NPD im sächsischen Landtag ist und sich über deren Parteikader auszuhecheln, sollte man doch lieber mal nach den Gründen fragen warum die NPD im Landtag ist.

Man braucht doch über eine politische Partei, die bei der Bundestagswahl im Jahr 2002 mal gerade 0,4 % der abgegebenen Wählerstimmen bekam, nicht mit derart viel Mediengedöns herzuziehen, wenn man ihr durch eine vernünftige volksnahe Politik, mit der sich die Wähler identifizieren können, ganz einfach die Grundlage entziehen könnte.

Oder sehe ich das jetzt zu sehr aus der Sicht eines kleinen nichtsächsischen Wählerwürstchens?

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. Januar 2005 um 05:45:21 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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