Welcome 2005

1. Januar 2005 05:45

Mein lieber Freund!

Na, schon wach?
War wohl etwas viel Bowle gestern Abend?
Oder war es die Neujahrsansprache vom Bundeskasper?
Oder einfach nur Lethargie?
Oder schon Koma?

Na, wie auch immer, wir sind irgendwie in ein neues Jahr gekommen und jetzt fängt der ganze Ärger wieder von vorne an.
Brauchen Sie auch immer Wochen dazu, bis Sie sich beim Briefe schreiben an die neue Jahreszahl gewöhnt haben?
Na, ja zumindest gibt es dieses Jahr nicht schon wieder eine neue Währung. Nur die üblichen Preiserhöhung.
Die Post erhöht die Paketpreise.
Die Autobahnmaut soll kommen
Und die ELSTER treibt jetzt die Steuererklärungen elektronisch ein.
Das Zuwanderungsgesetz ist in Kraft
Und die ALG II Bezieher sollen auch Geld bekommen, wenn die Banken ihre Kontonummern an die Überweisungen der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit angepasst haben.

Hans Eichel, der Meister der Neuverschuldung, kreativer Buchführung und Herr über die „Soll-Gehabt-Haben-Konten“ der rot-grünen Regierung, hat die ersten Finanzlöcher auch gut ins neue Jahr herübergerettet, damit der Ausverkauf der Republik in die nächste Runde gehen kann.
Hatte die Regierung unter Helmut Kohl „nur“ einen gigantischen Schuldenberg aufgehäuft, so hat sich die Regierung Schröder endgültig für den Verkauf des letzten Hemdes entschieden.
Egal was es auch immer ist, egal um welchen Preis, es wird versilbert und verhökert und in Cash umgewandelt, das in den Löchern einer staatlichen Misswirtschaft wirkungslos versickert.

Jeder, der nicht gerade total teilnahmslos durch die Gegend latscht und trotz PISA, Big Brother und ähnlicher Medienkotze noch bis drei zählen kann, kann das erkennen.

Aber die Menschen stürzen nicht auf die Straße, keine Welle der Empörung rast durch dieses Land, kein Ruck geht durch diese Gesellschaft.

Nichts geschieht, von stellenweisem Murren und einzelnen Aktionen mal abgesehen.
Was ist das für eine Verhaltensweise?
Was ist das für eine Denkweise?
Was ist das?
Gleichgültigkeit?
Desinteresse?
„Leck mich am Arsch“ und „Nützt ja doch nix“ Mentalität.

Angst?
Feigheit?
Dummheit?

Oder sind Sie zufrieden? Oder gar glücklich? Oder glauben Sie, dass es nicht noch schlimmer kommen kann? Das haben Sie vor einigen Jahren sicher auch gedacht.
Damals haben Sie auch geglaubt, was man Ihnen erzählt hat. Und heute?
Glauben Sie heute immer noch?
Wollen Sie so weitermachen?
So nach dem Motto „Hauptsache es erwischt nur die Nachbarn“ und Sie kommen einigermaßen ungeschoren davon?.
Das haben Ihre Nachbarn auch gedacht.
Was wird mit Ihnen geschehen, wenn Sie Ihren Job verlieren?
Wie lange können Sie durchhalten, bis Sie Ihre Miete nicht mehr bezahlen können oder die Raten für die Hypothek?
Ein Jahr? Zwei Jahre?
Wie alt sind Sie jetzt?
Zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig?
Was machen Sie in zwei Jahren?
ALG II beantragen?
Vergessen Sie es!
Lesen Sie keine Zeitung, hören Sie keine Nachrichten, haben Sie keine Augen, können Sie nicht zwei und zwei zusammenzählen?
Warum sollte ausgerechnet bei Ihnen der Weg nach unten anders und weniger schnell gehen?
Weil Sie cleverer sind als andere? Weil Sie flexibler sind, dynamischer, durchsetzungsstärker?
Das haben andere vor Ihnen auch gedacht, bis sie früher oder später nach 200 Bewerbungen und einigen Vorstellungsgesprächen die Redewendungen der Ablehnungsbescheide auswendig kannten.

Und denken Sie mal an Ihre „Bedarfsgemeinschaft“. Wenn Sie untergehen, reißen Sie andere Menschen aus Ihrer Verwandtschaft mit.
Und glauben Sie nur nicht, dass Ihnen jemand hilft.
„Freunde in der Not – gehen tausend auf ein Lot“, das ist eines der Sprichwörter die stimmen.
Wenn Sie Ihren Job verlieren und keinen Job mehr finden, von dem Sie LEBEN können, dann können Sie sich die Kugel geben, den Strick nehmen oder vom Kirchturm hüpfen!

Also wachen Sie auf.
Und glauben Sie nicht daran, dass Ihnen das nicht passiert.
ES WIRD IHNEN PASSIEREN!
SIE KÖNNEN DAS NICHT AUSSITZEN ODER IGNORIEREN!
Wenn Sie den Kopf in den Sand stecken, werden Sie halt am Arsch rasiert.
Dem Rasiermesser ist das egal.

Wo bleibt Ihr Aufschrei?

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 1. Januar 2005 um 05:45:32 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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War wohl etwas viel Bowle gestern Abend?
Oder war es die Neujahrsansprache vom Bundeskasper?
Oder einfach nur Lethargie?
Oder schon Koma?

Na, wie auch immer, wir sind irgendwie in ein neues Jahr gekommen und jetzt fängt der ganze Ärger wieder von vorne an.
Brauchen Sie auch immer Wochen dazu, bis Sie sich beim Briefe schreiben an die neue Jahreszahl gewöhnt haben?
Na, ja zumindest gibt es dieses Jahr nicht schon wieder eine neue Währung. Nur die üblichen Preiserhöhung.
Die Post erhöht die Paketpreise.
Die Autobahnmaut soll kommen
Und die ELSTER treibt jetzt die Steuererklärungen elektronisch ein.
Das Zuwanderungsgesetz ist in Kraft
Und die ALG II Bezieher sollen auch Geld bekommen, wenn die Banken ihre Kontonummern an die Überweisungen der Bundesagentur für Arbeitslosigkeit angepasst haben.

Hans Eichel, der Meister der Neuverschuldung, kreativer Buchführung und Herr über die „Soll-Gehabt-Haben-Konten“ der rot-grünen Regierung, hat die ersten Finanzlöcher auch gut ins neue Jahr herübergerettet, damit der Ausverkauf der Republik in die nächste Runde gehen kann.
Hatte die Regierung unter Helmut Kohl „nur“ einen gigantischen Schuldenberg aufgehäuft, so hat sich die Regierung Schröder endgültig für den Verkauf des letzten Hemdes entschieden.
Egal was es auch immer ist, egal um welchen Preis, es wird versilbert und verhökert und in Cash umgewandelt, das in den Löchern einer staatlichen Misswirtschaft wirkungslos versickert.

Jeder, der nicht gerade total teilnahmslos durch die Gegend latscht und trotz PISA, Big Brother und ähnlicher Medienkotze noch bis drei zählen kann, kann das erkennen.

Aber die Menschen stürzen nicht auf die Straße, keine Welle der Empörung rast durch dieses Land, kein Ruck geht durch diese Gesellschaft.

Nichts geschieht, von stellenweisem Murren und einzelnen Aktionen mal abgesehen.
Was ist das für eine Verhaltensweise?
Was ist das für eine Denkweise?
Was ist das?
Gleichgültigkeit?
Desinteresse?
„Leck mich am Arsch“ und „Nützt ja doch nix“ Mentalität.

Angst?
Feigheit?
Dummheit?

Oder sind Sie zufrieden? Oder gar glücklich? Oder glauben Sie, dass es nicht noch schlimmer kommen kann? Das haben Sie vor einigen Jahren sicher auch gedacht.
Damals haben Sie auch geglaubt, was man Ihnen erzählt hat. Und heute?
Glauben Sie heute immer noch?
Wollen Sie so weitermachen?
So nach dem Motto „Hauptsache es erwischt nur die Nachbarn“ und Sie kommen einigermaßen ungeschoren davon?.
Das haben Ihre Nachbarn auch gedacht.
Was wird mit Ihnen geschehen, wenn Sie Ihren Job verlieren?
Wie lange können Sie durchhalten, bis Sie Ihre Miete nicht mehr bezahlen können oder die Raten für die Hypothek?
Ein Jahr? Zwei Jahre?
Wie alt sind Sie jetzt?
Zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig?
Was machen Sie in zwei Jahren?
ALG II beantragen?
Vergessen Sie es!
Lesen Sie keine Zeitung, hören Sie keine Nachrichten, haben Sie keine Augen, können Sie nicht zwei und zwei zusammenzählen?
Warum sollte ausgerechnet bei Ihnen der Weg nach unten anders und weniger schnell gehen?
Weil Sie cleverer sind als andere? Weil Sie flexibler sind, dynamischer, durchsetzungsstärker?
Das haben andere vor Ihnen auch gedacht, bis sie früher oder später nach 200 Bewerbungen und einigen Vorstellungsgesprächen die Redewendungen der Ablehnungsbescheide auswendig kannten.

Und denken Sie mal an Ihre „Bedarfsgemeinschaft“. Wenn Sie untergehen, reißen Sie andere Menschen aus Ihrer Verwandtschaft mit.
Und glauben Sie nur nicht, dass Ihnen jemand hilft.
„Freunde in der Not – gehen tausend auf ein Lot“, das ist eines der Sprichwörter die stimmen.
Wenn Sie Ihren Job verlieren und keinen Job mehr finden, von dem Sie LEBEN können, dann können Sie sich die Kugel geben, den Strick nehmen oder vom Kirchturm hüpfen!

Also wachen Sie auf.
Und glauben Sie nicht daran, dass Ihnen das nicht passiert.
ES WIRD IHNEN PASSIEREN!
SIE KÖNNEN DAS NICHT AUSSITZEN ODER IGNORIEREN!
Wenn Sie den Kopf in den Sand stecken, werden Sie halt am Arsch rasiert.
Dem Rasiermesser ist das egal.

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