Leitkultur

15. Dezember 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Sind Sie es nicht auch bald leid, diese Debatte mit der Leitkultur?
Jetzt hat sich auch noch Angie „Miss Griff“ Merkel des Themas angenommen.

Auf ihrem Weg zur Macht rennt sie wie ein Hündchen jedem Prügel nach, der egal von wem und wohin auch immer, geworfen wird.
Diese Frau hat keine eigene Ideen, keine Visionen, kein Garnichts.
Ihr ist wirklich kein Trittbrett zu schmal, keine Lücke zwischen den Stühlen zu groß und kein Darm zu eng – Angie „Missgriff“ Merkel ist drauf, dazwischen oder drin.
Erst war es der Irakkrieg, dann der EU-Beitritt der Türkei und jetzt ist es die Integration von Ausländern. Wir dürfen gespannt sein, was es morgen ist, denn bis zur Bundestagwahl ist noch ein bisschen hin und die K-Frage könnte sich dann durchaus selbst beantworten.
Eeen meene schmuh – und raus bist du.

Jetzt, passend zum Nikolaustag, holt Angie die gute alte „Leitkultur“ von Friedrich Merz aus dem Sack, nachdem der erst mit Angie das Betttuch geteilt, dann das Tischtuch zerschnitten und (vorerst) das Handtuch geworfen hat.

Merkel fordert Orientierung an Leitkultur in Deutschland und erklärt das Konzept einer multikulturellen Gesellschaft für gescheitert.
«”Die Idee einer multikulturellen Gesellschaft kann nicht gelingen”, sagte Merkel in ihrer Grundsatzrede auf dem CDU-Bundesparteitag in Düsseldorf. “Das Ideal einer Multikultur führt zum Nebeneinander, nicht zum Miteinander.” Merkel betonte, in Deutschland müssten für alle, etwa auch für türkische Frauen, gleichermaßen die Werte des Grundgesetzes und der europäischen Menschenrechtskonvention gelten. “Aus diesem geistigen Fundament speist sich ganz wesentlich unsere freiheitlich demokratische Leitkultur. Und ich sage dies ganz bewusst im Gegensatz zu Multikulti.”»

Es ist echt erstaunlich welche Halbwertzeit diese Frau(?) besitzt, sind es doch die gleichen Worte die auch CDU-Fraktionschef Friedrich Merz im Jahr 2000 verwendet hat. Ich will ja jetzt nicht behaupten, dass die gute Angie einfach nur schamlos bei ihrem Parteikollegen Merz abgeschrieben hat, sondern ihr eher zugute halten, dass der Denkprozess bei ihr eben solange gedauert hat.

«Merkel warb erneut für die Haltung von CDU und CSU, der Türkei keine Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) anzubieten, sondern lediglich eine privilegierte Partnerschaft. Wer glaube, die Europäische Union sei mit einem Mitglied Türkei die gleiche wie vorher, erliege einer Lebenslüge.»

Ich musste im Duden nachschlagen um mich über den Begriff „Lebenslüge“ schlau zu machen, hatte ich den Begriff doch irgendwie mit „Illusion“ und „Selbsttäuschung“ in Zusammenhang gebracht. Jetzt ist es nicht so, dass ich mich nie getäuscht hätte.
Ich hatte mal die Illusion, dass es den Menschen in der Europäischen Union mal besser gehen würde, dass es ein Europa der Kulturen und der Bürger werden würde, die über ihre Verfassung auch selbst entscheiden können.
Ich hatte mal die Illusion, dass mit der Europäischen Union weniger nationale Bürokratie und mehr steuerliche Gerechtigkeit kommen würden und mit dem Euro mehr finanzielle Sicherheit, Preisstabilität, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit.
Jetzt kann ich der Frau Merkel nicht ganz folgen, warum ausgerechnet der Beitritt der Türkei in 10 oder mehr Jahren das herrschende Desaster noch vergrößern könnte.
Der erschwindelte EU-Beitritt Griechenlands hat ja auch keine Konsequenzen gehabt und immerhin hatten wir damit die Olympischen Spiele in der EU und nicht irgendwo auf dem Balkan.
Der Beitritt der Türkei zur EU hätte meiner Meinung nach erhebliche Vorteile.
So könnten zum Beispiel die Türken deutscher Nation mit deutschen Autos auf europäischen Autobahnen nach Hause fahren und die EU hätte endlich Zugang zum Schwarzen Meer und Außengrenzen mit 6 neuen Nachbarstaaten wie Georgien, Armenien, Aserbaidschan, dem Iran, dem Irak und Syrien. Das wären so summa summarum ca. 2000 Kilometer neue Grenzen die gegen Wirtschaftsflüchtlinge bewacht und geschützt werden müssten. Das würde Arbeitsplätze schaffen ohne Ende.
Vielleicht könnte man ja vor dem Beitritt der Türkei zur EU die „Europäische Union“ in „Eurasische Union“ umbenennen und das vor der Atlantikküste treibende und immer noch herumzickende Großbritannien, wenn es sich immer noch weigert eine gemeinsame Währung einzuführen, einfach aus der neuen EU ausschließen.

Geradezu vehement machte sich Angie Merkel auf dem Partei für den Antrag der CDU-Spitze zur Integrationsförderung stark, den die CDU auf ihrem Parteitag beschließen soll:
«Die CDU-Spitze stellt Deutschkenntnisse und Integrationsbereitschaft der Einwanderer in den Mittelpunkt. Die Sprachförderung müsse bereits in der Vorschule beginnen, der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen müsse in deutscher Sprache und unter deutscher Schulaufsicht geführt werden. Wer als Erwachsener nicht an Integrationskursen teilnehmen wolle, müsse auch mit einer Ausweisung rechnen. Außerdem müsse die Chancengleichheit der eingewanderten Frauen gewahrt werden. Die moslemischen Institutionen in Deutschland werden in dem Papier aufgefordert, sich klar vom Islamismus abzugrenzen. “Wer unsere Wertordnung - unsere freiheitliche demokratische Leitkultur - ablehnt oder sie gar verhöhnt und bekämpft, für den ist in unserem Land kein Platz.”»

Jawohl, jawohl jawohl!
Und wer das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit Füßen tritt, gegen seinen Eid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verstößt und die Rechte der Bürger missachtet, ihnen durch permanente Erhöhung der Abgabenlast die finanzielle Lebensgrundlage entzieht - der kann gleich mitgehen!

Ich müsste mich mal mit dem persönlichen Referenten von Frau Merkel in Verbindung setzen, damit Angie diese Idee als Basis ihrer weiteren politischen Karriere benützen kann, um eventuell die K-Frage frühzeitig zu entscheiden.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 15. Dezember 2004 um 05:45:31 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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15. Dezember 2004 05:45

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Jetzt hat sich auch noch Angie „Miss Griff“ Merkel des Themas angenommen.

Auf ihrem Weg zur Macht rennt sie wie ein Hündchen jedem Prügel nach, der egal von wem und wohin auch immer, geworfen wird.
Diese Frau hat keine eigene Ideen, keine Visionen, kein Garnichts.
Ihr ist wirklich kein Trittbrett zu schmal, keine Lücke zwischen den Stühlen zu groß und kein Darm zu eng – Angie „Missgriff“ Merkel ist drauf, dazwischen oder drin.
Erst war es der Irakkrieg, dann der EU-Beitritt der Türkei und jetzt ist es die Integration von Ausländern. Wir dürfen gespannt sein, was es morgen ist, denn bis zur Bundestagwahl ist noch ein bisschen hin und die K-Frage könnte sich dann durchaus selbst beantworten.
Eeen meene schmuh – und raus bist du.

Jetzt, passend zum Nikolaustag, holt Angie die gute alte „Leitkultur“ von Friedrich Merz aus dem Sack, nachdem der erst mit Angie das Betttuch geteilt, dann das Tischtuch zerschnitten und (vorerst) das Handtuch geworfen hat.

Merkel fordert Orientierung an Leitkultur in Deutschland und erklärt das Konzept einer multikulturellen Gesellschaft für gescheitert.
«”Die Idee einer multikulturellen Gesellschaft kann nicht gelingen”, sagte Merkel in ihrer Grundsatzrede auf dem CDU-Bundesparteitag in Düsseldorf. “Das Ideal einer Multikultur führt zum Nebeneinander, nicht zum Miteinander.” Merkel betonte, in Deutschland müssten für alle, etwa auch für türkische Frauen, gleichermaßen die Werte des Grundgesetzes und der europäischen Menschenrechtskonvention gelten. “Aus diesem geistigen Fundament speist sich ganz wesentlich unsere freiheitlich demokratische Leitkultur. Und ich sage dies ganz bewusst im Gegensatz zu Multikulti.”»

Es ist echt erstaunlich welche Halbwertzeit diese Frau(?) besitzt, sind es doch die gleichen Worte die auch CDU-Fraktionschef Friedrich Merz im Jahr 2000 verwendet hat. Ich will ja jetzt nicht behaupten, dass die gute Angie einfach nur schamlos bei ihrem Parteikollegen Merz abgeschrieben hat, sondern ihr eher zugute halten, dass der Denkprozess bei ihr eben solange gedauert hat.

«Merkel warb erneut für die Haltung von CDU und CSU, der Türkei keine Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) anzubieten, sondern lediglich eine privilegierte Partnerschaft. Wer glaube, die Europäische Union sei mit einem Mitglied Türkei die gleiche wie vorher, erliege einer Lebenslüge.»

Ich musste im Duden nachschlagen um mich über den Begriff „Lebenslüge“ schlau zu machen, hatte ich den Begriff doch irgendwie mit „Illusion“ und „Selbsttäuschung“ in Zusammenhang gebracht. Jetzt ist es nicht so, dass ich mich nie getäuscht hätte.
Ich hatte mal die Illusion, dass es den Menschen in der Europäischen Union mal besser gehen würde, dass es ein Europa der Kulturen und der Bürger werden würde, die über ihre Verfassung auch selbst entscheiden können.
Ich hatte mal die Illusion, dass mit der Europäischen Union weniger nationale Bürokratie und mehr steuerliche Gerechtigkeit kommen würden und mit dem Euro mehr finanzielle Sicherheit, Preisstabilität, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit.
Jetzt kann ich der Frau Merkel nicht ganz folgen, warum ausgerechnet der Beitritt der Türkei in 10 oder mehr Jahren das herrschende Desaster noch vergrößern könnte.
Der erschwindelte EU-Beitritt Griechenlands hat ja auch keine Konsequenzen gehabt und immerhin hatten wir damit die Olympischen Spiele in der EU und nicht irgendwo auf dem Balkan.
Der Beitritt der Türkei zur EU hätte meiner Meinung nach erhebliche Vorteile.
So könnten zum Beispiel die Türken deutscher Nation mit deutschen Autos auf europäischen Autobahnen nach Hause fahren und die EU hätte endlich Zugang zum Schwarzen Meer und Außengrenzen mit 6 neuen Nachbarstaaten wie Georgien, Armenien, Aserbaidschan, dem Iran, dem Irak und Syrien. Das wären so summa summarum ca. 2000 Kilometer neue Grenzen die gegen Wirtschaftsflüchtlinge bewacht und geschützt werden müssten. Das würde Arbeitsplätze schaffen ohne Ende.
Vielleicht könnte man ja vor dem Beitritt der Türkei zur EU die „Europäische Union“ in „Eurasische Union“ umbenennen und das vor der Atlantikküste treibende und immer noch herumzickende Großbritannien, wenn es sich immer noch weigert eine gemeinsame Währung einzuführen, einfach aus der neuen EU ausschließen.

Geradezu vehement machte sich Angie Merkel auf dem Partei für den Antrag der CDU-Spitze zur Integrationsförderung stark, den die CDU auf ihrem Parteitag beschließen soll:
«Die CDU-Spitze stellt Deutschkenntnisse und Integrationsbereitschaft der Einwanderer in den Mittelpunkt. Die Sprachförderung müsse bereits in der Vorschule beginnen, der islamische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen müsse in deutscher Sprache und unter deutscher Schulaufsicht geführt werden. Wer als Erwachsener nicht an Integrationskursen teilnehmen wolle, müsse auch mit einer Ausweisung rechnen. Außerdem müsse die Chancengleichheit der eingewanderten Frauen gewahrt werden. Die moslemischen Institutionen in Deutschland werden in dem Papier aufgefordert, sich klar vom Islamismus abzugrenzen. “Wer unsere Wertordnung - unsere freiheitliche demokratische Leitkultur - ablehnt oder sie gar verhöhnt und bekämpft, für den ist in unserem Land kein Platz.”»

Jawohl, jawohl jawohl!
Und wer das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit Füßen tritt, gegen seinen Eid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verstößt und die Rechte der Bürger missachtet, ihnen durch permanente Erhöhung der Abgabenlast die finanzielle Lebensgrundlage entzieht - der kann gleich mitgehen!

Ich müsste mich mal mit dem persönlichen Referenten von Frau Merkel in Verbindung setzen, damit Angie diese Idee als Basis ihrer weiteren politischen Karriere benützen kann, um eventuell die K-Frage frühzeitig zu entscheiden.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 15. Dezember 2004 um 05:45:31 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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