Arbeitsmarktzahlen

10. Dezember 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Jeder rechnet sich die Wahrheit so schön wie er kann.
Besonders wenn die Wahrheit nicht ins Konzept passt.
Nach den Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit kommen jetzt Zahlen des Sachverständigenrates in die Medien.

Von Kritikern der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik hat es ja schon seit Jahren immer wieder Horrormeldungen mit 6 bis 7 Millionen Arbeitslosen gegeben, die aber in schöner Regelmäßigkeit von den “staatlichen“ Stellen dementiert wurden.

Schon vor einigen Wochen hat der Herr Weise von der Bundesagentur für Arbeit schon mal sicherheitshalber darauf hingewiesen hat, dass es ab Januar 2005 reformbedingt etwa 500.000 Arbeitslose mehr geben wird und nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Zahl der Arbeitslosen über 5 Millionen steigen könnte.

Jetzt deckt der Sachverständigenrat mit seinem Herbstgutachten, über das sich der Bundesgerd so gefreut hat, auf, dass es da noch ca. 1.625.000 „verdeckte“ Arbeitslose gibt.
Verdeckt Arbeitslose erhalten staatlich geförderte arbeitsmarktpolitische Leistungen, sind aber nicht offiziell als Arbeitslose registriert, aber der BA natürlich bekannt.

Wenn wir jetzt die Zahlen von dem Herrn Weise und die Zahlen des Sachverständigenrates zusammenfassen, dann sind wir doch bei 7-8 Millionen und übertreffen die angeblich so falschen Horrormeldungen der Systemkritiker doch locker.

Dabei sollen die Zahlen des Sachverständigenrates noch zu niedrig gegriffen sein. Nicht berücksichtigt sind Teilnehmer an Maßnahmen zur Eingliederung in reguläre Beschäftigung, weil sich deren Grad an Arbeitslosigkeit nicht bemessen lässt. Nicht berücksichtigt sind aber vor allem die Personen aus der stillen Reserve, die gerne arbeiten würden, die aber weder als Arbeitslose registriert sind noch durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gefördert werden.

Es geht also zu wie beim Skat, es wird taktiert und gesteigert und irgendwann sagt einer „Passe“ und ist aus dem „Schneider“ – oder so ähnlich.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. Dezember 2004 um 05:45:23 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Jeder rechnet sich die Wahrheit so schön wie er kann.
Besonders wenn die Wahrheit nicht ins Konzept passt.
Nach den Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit kommen jetzt Zahlen des Sachverständigenrates in die Medien.

Von Kritikern der rot-grünen Arbeitsmarktpolitik hat es ja schon seit Jahren immer wieder Horrormeldungen mit 6 bis 7 Millionen Arbeitslosen gegeben, die aber in schöner Regelmäßigkeit von den “staatlichen“ Stellen dementiert wurden.

Schon vor einigen Wochen hat der Herr Weise von der Bundesagentur für Arbeit schon mal sicherheitshalber darauf hingewiesen hat, dass es ab Januar 2005 reformbedingt etwa 500.000 Arbeitslose mehr geben wird und nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Zahl der Arbeitslosen über 5 Millionen steigen könnte.

Jetzt deckt der Sachverständigenrat mit seinem Herbstgutachten, über das sich der Bundesgerd so gefreut hat, auf, dass es da noch ca. 1.625.000 „verdeckte“ Arbeitslose gibt.
Verdeckt Arbeitslose erhalten staatlich geförderte arbeitsmarktpolitische Leistungen, sind aber nicht offiziell als Arbeitslose registriert, aber der BA natürlich bekannt.

Wenn wir jetzt die Zahlen von dem Herrn Weise und die Zahlen des Sachverständigenrates zusammenfassen, dann sind wir doch bei 7-8 Millionen und übertreffen die angeblich so falschen Horrormeldungen der Systemkritiker doch locker.

Dabei sollen die Zahlen des Sachverständigenrates noch zu niedrig gegriffen sein. Nicht berücksichtigt sind Teilnehmer an Maßnahmen zur Eingliederung in reguläre Beschäftigung, weil sich deren Grad an Arbeitslosigkeit nicht bemessen lässt. Nicht berücksichtigt sind aber vor allem die Personen aus der stillen Reserve, die gerne arbeiten würden, die aber weder als Arbeitslose registriert sind noch durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen gefördert werden.

Es geht also zu wie beim Skat, es wird taktiert und gesteigert und irgendwann sagt einer „Passe“ und ist aus dem „Schneider“ – oder so ähnlich.

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