Fahndungsaufruf

6. Dezember 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Jedes Jahr am 6. Dezember wird offensichtlich, dass es Personen gibt, die unterjährig vollkommen unauffällig sind, um sich dann plötzlich ihrem seltsamen Treiben mit vollem Körpereinsatz hinzugeben.

Sie tauchen teilweise schon in den frühen Morgenstunden des 6.Dezember in den Städten und Dörfern unseres Landes auf, wagen sich sogar in Geschäfte und Kaufhäuser, behaupten Gutes zu tun und verweisen in diesem Zusammenhang auf den mysteriösen Inhalt eines Sackes, vermutlich aus biologisch nicht einwandfreiem Material, den sie mit sich führen.
Es sind auch Fälle bekannt geworden, wonach sich diese Personen unter offensichtlich falscher Identität Zugang zu den Wohnungen gutgläubiger Bundesbürger verschaffen. Selbst vor Familien mit Kindern schrecken sie nicht zurück und versuchen mit der Frage “Bist du auch immer schön brav gewesen?” und dem Hinweis auf Geschenke, sich das Vertrauen der Kinder zu erschleichen.
Psychologen weisen darauf hin, dass schon der bloße Anblick einer solchen, vermutlich maskierten Person und deren einschüchterndes und demütigendes Verhalten gerade bei Kleinkindern zu typischen Angstreaktionen wie Bettnässen, Übelkeit und Schlafstörungen führen kann

Auch gibt es Hinweise, dass die Verdächtigen ein Schlagwerkzeug in Form von zusammengebundenen dürren Zweigen, die vermutlich aus einem früheren Forstdiebstahl stammen, mit sich führen.
Vereinzelt konnte beobachtet werden, dass bei der Ausübung der unerlaubten Tätigkeit auch ein Buch mit personenbezogenen Informationen, die nur unter Umgehung der geltenden Datenschutzbestimmungen beschafft worden sein konnten, Verwendung fand.

Nach gesicherten Erkenntnissen muss vermutet werden, dass es sich nach Aussehen und Sprache um bandenmäßig organisierte Personen aus Ländern außerhalb der erweiterten Europäischen Union handeln könnte. Es sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen die offensichtlich vermummten Personen mit dem Ruf „Hoo Hoo Hoo“ geantwortet haben sollen, wenn sie bei ihrem undurchsichtigem Treiben gestellt wurden.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Personen nicht im Besitz einer gültigen Gewerbelizenz sein dürften, denn eine Umfrage des Bundesfinanzministerium bei den örtlichen Finanzämtern und Ortsbehörden ergab keine derartigen Erkenntnisse.
Auch durch konzertierte Aktionen von BKA, BND, ZOLL und BGS war es nicht möglich diesen Personen habhaft zu werden, da sie ihre Tätigkeit geschickt außerhalb der normalen Dienstzeit, in die Abendstunden des 6. Dezember verlegt haben. Es steht zu vermuten, dass dieses Verhalten durch die unerlaubte Weitergabe fahndungssensibler Informationen durch untergeordnete Dienststellen des Bundes und der Länder ermöglicht wurde. Hier wurden von den zuständigen Strafermittlungsbehörden bereits Ermittlungen eingeleitet, die jedoch, bedingt durch die überraschend immer am 6. Dezember eines jeden Jahres auftretenden Aktivitäten der mutmaßlichen Täter, noch nicht zu ersten Fahndungserfolgen führen konnten.

Auch ist nicht bekannt, woher diese fremdländisch aussehenden Personen, die meist mit einer pelzverbrämten roten Uniform mit Hoheitszeichen unbekannter Herkunft auftreten, in die wiedervereinigte BRddr einreisen und welche Waren oder Erzeugnisse sie in den großen Säcken mit sich führen. Unbekannt ist auch, wo diese Personen polizeilich gemeldet sind, ihren Hauptwohnsitz haben, zu Sozialabgaben herangezogen werden und der Erklärung ihrer Steuerschuld nachkommen müssen.

Für Hinweise und Angaben zum Aufenthalt und Verbleib dieser Personen vor und nach dem 6. Dezember ist vom Bundesministerium für innere Verunsicherung daher, in Anbetracht der prekären finanziellen Lage der Republik, eine Belohnung von 1 Euro je Stunde ausgelobt worden.

Sackdienliche Hinweise nimmt auch jede Polizeibehörde entgegen

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. Dezember 2004 um 05:45:58 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Mein lieber Freund!

Jedes Jahr am 6. Dezember wird offensichtlich, dass es Personen gibt, die unterjährig vollkommen unauffällig sind, um sich dann plötzlich ihrem seltsamen Treiben mit vollem Körpereinsatz hinzugeben.

Sie tauchen teilweise schon in den frühen Morgenstunden des 6.Dezember in den Städten und Dörfern unseres Landes auf, wagen sich sogar in Geschäfte und Kaufhäuser, behaupten Gutes zu tun und verweisen in diesem Zusammenhang auf den mysteriösen Inhalt eines Sackes, vermutlich aus biologisch nicht einwandfreiem Material, den sie mit sich führen.
Es sind auch Fälle bekannt geworden, wonach sich diese Personen unter offensichtlich falscher Identität Zugang zu den Wohnungen gutgläubiger Bundesbürger verschaffen. Selbst vor Familien mit Kindern schrecken sie nicht zurück und versuchen mit der Frage “Bist du auch immer schön brav gewesen?” und dem Hinweis auf Geschenke, sich das Vertrauen der Kinder zu erschleichen.
Psychologen weisen darauf hin, dass schon der bloße Anblick einer solchen, vermutlich maskierten Person und deren einschüchterndes und demütigendes Verhalten gerade bei Kleinkindern zu typischen Angstreaktionen wie Bettnässen, Übelkeit und Schlafstörungen führen kann

Auch gibt es Hinweise, dass die Verdächtigen ein Schlagwerkzeug in Form von zusammengebundenen dürren Zweigen, die vermutlich aus einem früheren Forstdiebstahl stammen, mit sich führen.
Vereinzelt konnte beobachtet werden, dass bei der Ausübung der unerlaubten Tätigkeit auch ein Buch mit personenbezogenen Informationen, die nur unter Umgehung der geltenden Datenschutzbestimmungen beschafft worden sein konnten, Verwendung fand.

Nach gesicherten Erkenntnissen muss vermutet werden, dass es sich nach Aussehen und Sprache um bandenmäßig organisierte Personen aus Ländern außerhalb der erweiterten Europäischen Union handeln könnte. Es sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen die offensichtlich vermummten Personen mit dem Ruf „Hoo Hoo Hoo“ geantwortet haben sollen, wenn sie bei ihrem undurchsichtigem Treiben gestellt wurden.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Personen nicht im Besitz einer gültigen Gewerbelizenz sein dürften, denn eine Umfrage des Bundesfinanzministerium bei den örtlichen Finanzämtern und Ortsbehörden ergab keine derartigen Erkenntnisse.
Auch durch konzertierte Aktionen von BKA, BND, ZOLL und BGS war es nicht möglich diesen Personen habhaft zu werden, da sie ihre Tätigkeit geschickt außerhalb der normalen Dienstzeit, in die Abendstunden des 6. Dezember verlegt haben. Es steht zu vermuten, dass dieses Verhalten durch die unerlaubte Weitergabe fahndungssensibler Informationen durch untergeordnete Dienststellen des Bundes und der Länder ermöglicht wurde. Hier wurden von den zuständigen Strafermittlungsbehörden bereits Ermittlungen eingeleitet, die jedoch, bedingt durch die überraschend immer am 6. Dezember eines jeden Jahres auftretenden Aktivitäten der mutmaßlichen Täter, noch nicht zu ersten Fahndungserfolgen führen konnten.

Auch ist nicht bekannt, woher diese fremdländisch aussehenden Personen, die meist mit einer pelzverbrämten roten Uniform mit Hoheitszeichen unbekannter Herkunft auftreten, in die wiedervereinigte BRddr einreisen und welche Waren oder Erzeugnisse sie in den großen Säcken mit sich führen. Unbekannt ist auch, wo diese Personen polizeilich gemeldet sind, ihren Hauptwohnsitz haben, zu Sozialabgaben herangezogen werden und der Erklärung ihrer Steuerschuld nachkommen müssen.

Für Hinweise und Angaben zum Aufenthalt und Verbleib dieser Personen vor und nach dem 6. Dezember ist vom Bundesministerium für innere Verunsicherung daher, in Anbetracht der prekären finanziellen Lage der Republik, eine Belohnung von 1 Euro je Stunde ausgelobt worden.

Sackdienliche Hinweise nimmt auch jede Polizeibehörde entgegen

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