Krankengeschichte der U.

3. Dezember 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Wenn man so am Bildschirm sitzt und News konsumiert und recherchiert, hat man manchmal so das Gefühl „da war doch schon mal was“ und „Bingo“, da haben die kleinen grauen Zellen doch mal wieder recht gehabt und dazu beigetragen, dass man sich nicht für blöd verkaufen lässt.
Nun gibt es aber auch Vorgänge, die kommen so häufig wieder, dass sogar ein an chronischer Altersdemenz leidender Bürger sich daran erinnern und fast daran gewöhnen kann – die Betragssenkungen im Gesundheitswesen.

Lesen Sie doch zu Einstimmung auf das Thema einfach mal das Interview das Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt der Zeitschrift FOCUS am 28. Juli 2003 gegeben hat. Sie finden den Wortlaut des Interviews (erstaunlicherweise noch) auf den Internetseiten der Bundesregierung.
Interessant sind aus heutiger Sicht u.a. auch die Einschätzung der Ministerin zu den geplanten Mehreinnahmen aus der Erhöhung der Tabaksteuer.

L M A O - laughing my a*** off

OK? Interview gelesen?
Nein? Auch nicht weiter tragisch, denn die ministerielle Einschätzung der Lage im Gesundheitswesen hat sich seitdem nicht geändert.

Landesärztekammer Baden-Württemberg
11.11.2003 Kaum sinkende Beiträge im Januar
«Die Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen wird ihre Beiträge zum 1. Januar 2004 nicht senken. Die belegt eine Umfrage des ZDF-Magazins WISO unter 207 gesetzlichen deutschen Krankenkassen.
Nach der WISO-Umfrage planen lediglich 19 Kassen zum 1. Januar 2004 eine Beitragssenkung, darunter als einzige große Kasse die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). Dabei zeichnet sich ab, dass die Beitragssenkungen wesentlich niedriger ausfallen, als die von Sozialministerin Ulla Schmidt anvisierten 0,7 Prozentpunkte.
Auch die führenden Wirtschaftsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten nicht von einer Entlastung der Beitragszahler aus.»

Landesärztekammer Baden-Württemberg
03.12..03 Kassenbeiträge sinken langsamer als erhofft
«Die Senkung der Kassenbeiträge scheint länger als geplant auf sich warten zu lassen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt räumte Medienberichten zufolge ein, dass das geplante Ziel der Senkung der durchschnittlichen Beiträge von 14,4 auf 13,6 Prozent bis zum Frühherbst 2004 nur erreicht werden könne, wenn es konjunkturell gut laufen würde. Sonst würden einige Monate des Wartens hinzukommen.
Aufgrund der angespannten Finanzlage hatten einige Kassen angekündigt, dass sie ihre Beiträge nur in geringem Maße senken könnten. Die 17 Allgemeinen Ortskrankenkassen ließen verlauten, dass sie ihre Beiträge nur um maximal 0,4 Prozentpunkte senken können. Diese Senkung würde allerdings das angestrebte Ziel der Gesundheitsreform nicht erfüllen.»

Welt am Sonntag
05.12.2003 Beiträge sinken spürbar – Auszug aus einem Interview mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
«WamS: Frau Schmidt, nach der Gesundheitsreform sollten die Beiträge sinken. Wann ist es wirklich soweit?
Schmidt: Die Beiträge werden im nächsten Jahr spürbar sinken. Große und kleine Kassen haben Senkungen bereits angekündigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Wettbewerb um die Kunden im nächsten Jahr da einiges in Bewegung bringen wird. Klar ist: Das Einsparpotential bei den Kassen liegt 2004 unbestritten bei knapp zehn Milliarden Euro. Das allein ist die größte Senkungsaktion der Kassengeschichte.
WamS: Was werden uns die Krankenkassen im nächsten Jahr noch bescheren?
Schmidt: Es wird enorme Veränderungen geben. Die Kassen werden sich anstrengen, ihre Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen. Diesen Wettbewerb werden sie über den Preis, also den Beitrag, führen.
Wams: Wie viele Menschen werden von der Beitragssenkung profitieren?
Schmidt: Theoretisch könnte jeder und jede davon profitieren, die auf Kassen- Leistungen Anspruch haben. Das sind 70 Millionen Menschen. Aber das ist natürlich etwas fantastisch gedacht.»

ARD Magazin PlusMinus
20.01.2004 Krankheitskosten
« Mit 10 Milliarden Euro werden die gesetzlichen Kassen in diesem Jahr entlastet. Das sollen sie an die Versicherten weitergeben. Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt spricht von durchschnittlich 0,7 Prozentpunkten Beitragssenkung und sie ist überzeugt, 2004 wird das Jahr der Beitragssenkung. Experten der Rürup-Kommission orakeln dagegen, die Beiträge könnten durchschnittlich auf 15 Prozent steigen. Sicher sind nur die Zuzahlungen für den Patienten.»

Manager Magazin
01.06.2004 Zehn Prozent weniger Arztbesuche «Berlin - “Wir werden deutlich unter 14 Prozent in diesem Jahr kommen”, sagte Schmidt am Dienstag in der ARD. “Die meisten Kassen werden Beiträge absenken.” Sie erklärte, die Reform des Gesundheitswesens beginne zu greifen und der Trend sei gebrochen, dass immer alles teurer werde.»

Stern Shortnews
18.06.2004 Gesundheitsreform bleibt bislang erfolglos - Keine Beitragssenkung erreicht
Quelle: Rheinzeitung / SternShortNews.
« Der Krankenkassenverband geht davon aus, dass der Beitragssatz dieses Jahr bei 14 Prozent bleiben wird. Demnach wird die von Ulla Schmidt angekündigte Senkung der Kassenbeiträge wohl nicht eintreten.
Die Gesundheitsministerin Schmidt zeigt sich jedoch sicher, dass die gesetzlich Krankenversicherten zum Jahresende mit gesenkten Beiträgen rechnen können.»

FOCUS
14.11.04 Krankenversicherung - Ab 2005 zahlen die meisten Arbeitnehmer mehr
« Nur 23 Krankenkassen planen bisher zum Jahresende Beitragssenkungen.
Trotz der Appelle von Bundesgesundheitsmininsterin Ulla Schmidt (SPD) planen bisher nur 23 Krankenkassen, ihre Beiträge zum 1. Januar 2005 zu senken, mindestens elf Anbieter verlangen im kommenden Jahr sogar mehr.
Das ergab eine Umfrage von FOCUS, an der 191 der 271 gesetzlichen Kassen teilnahmen. Unter den Beitragssenkern befinden sich neben der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, die von 14,4 auf 14,2 oder sogar 14 Prozent geht, vor allem Betriebskrankenkassen (BKK). Dass die eingeleiteten Reformen ausreichen, um die Beitragssätze mittelfristig zu senken, glauben nur acht Prozent der befragten Kassen.
Arbeitnehmer müssen ab Juli 2005 für ihren Gesundheitsschutz tiefer in die Tasche greifen, wenn der Arbeitgeberanteil zu Zahnersatz und Krankengeld wegfällt. Zwei Drittel der Kassen gehen laut der FOCUS-Umfrage nicht davon aus, dass die von Gesundheitsministerin Schmidt angeordnete Beitragssenkung ausreicht, um diese Zusatzbelastung zu kompensieren.»

Spiegel
19.11.04 KASSENBEITRÄGE - Schmidt verspricht fast 13 Prozent
« Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Einsparungen durch die Gesundheitsreform nach Einschätzung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt noch nicht vollständig an die Versicherten weitergegeben. Sie rechnet bis Mitte nächsten Jahres mit sinkenden Beiträgen - auch die Versicherten könnten dazu beitragen.»

N-TV
19.11.2004 Optimistische Frau Schmidt - Beiträge nahe 13 Prozent
« Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnet offenbar bis Mitte nächsten Jahres mit sinkenden Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung. “Wir werden am 1. Juli 2005 nahe an 13 Prozent herankommen”, sagte die Ministerin der “Bild”-Zeitung vom Freitag.
Schmidt hat die Krankenkassen wiederholt zu Senkungen aufgefordert. Vor einigen Tagen hatte sie gesagt, sie sehe ein Senkungspotenzial von mindestens 0,2 Prozentpunkten. Derzeit beträgt der durchschnittliche Beitragssatz 14,2 Prozent.
Indirekt habe Schmidt die Versicherten zudem zu einem Wechsel der Kasse aufgefordert, hieß es. “Den stärksten Druck können die Versicherten machen - indem sie sich eine günstige Kasse suchen“, zitierte das Blatt die Ministerin.»

Also JETZT bin ich aber echt platt.
Das Ergebnis dieser „großen Gesundheitsreform“ ist also, dass die Beitragszahler zuerst durch Praxisgebühren und Arzneimittelzuzahlungen einen Haufen Geld zuzahlen müssen, um sich dann eine andere Krankenversicherung suchen zu dürfen.
Woher soll denn Wettbewerb unter den Krankenkassen kommen, wenn sich durch die erzwungene Gleichmacherei des Risikostrukturausgleichs die schlechten Kassen auch noch auf Kosten der guten Kassen sanieren können?

Mich veranlasst das Gelesene zu einem offenen kurzen Brief an die Bundesgesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt, zu dem mich auch das nebenstehende Foto heftigst transpiriert hat.

Liebe Ulla,

sei mir bitte nicht bös, aber dich würde ich lieber heute als morgen von hinten sehen, denn ich kann einfach deinen Realitätsverlust nicht mehr ertragen!
Es bereitet mir körperliche Schmerzen und schadest meiner Gesundheit, wenn ich mitansehen muss wie sich deine Krankheit von Tag zu Tag verschlimmert.

Tu mir einen Gefallen und sag zum Abschied nicht „Leb wohl“ und nicht „Ade“ denn die Worte tun mir weh,

Sag nur „Ciao“ oder besser noch Servus, denn das passt noch am besten zur Qualität deiner Arbeit.

Dein

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. Dezember 2004 um 05:45:18 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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3. Dezember 2004 05:45

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Wenn man so am Bildschirm sitzt und News konsumiert und recherchiert, hat man manchmal so das Gefühl „da war doch schon mal was“ und „Bingo“, da haben die kleinen grauen Zellen doch mal wieder recht gehabt und dazu beigetragen, dass man sich nicht für blöd verkaufen lässt.
Nun gibt es aber auch Vorgänge, die kommen so häufig wieder, dass sogar ein an chronischer Altersdemenz leidender Bürger sich daran erinnern und fast daran gewöhnen kann – die Betragssenkungen im Gesundheitswesen.

Lesen Sie doch zu Einstimmung auf das Thema einfach mal das Interview das Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt der Zeitschrift FOCUS am 28. Juli 2003 gegeben hat. Sie finden den Wortlaut des Interviews (erstaunlicherweise noch) auf den Internetseiten der Bundesregierung.
Interessant sind aus heutiger Sicht u.a. auch die Einschätzung der Ministerin zu den geplanten Mehreinnahmen aus der Erhöhung der Tabaksteuer.

L M A O - laughing my a*** off

OK? Interview gelesen?
Nein? Auch nicht weiter tragisch, denn die ministerielle Einschätzung der Lage im Gesundheitswesen hat sich seitdem nicht geändert.

Landesärztekammer Baden-Württemberg
11.11.2003 Kaum sinkende Beiträge im Januar
«Die Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen wird ihre Beiträge zum 1. Januar 2004 nicht senken. Die belegt eine Umfrage des ZDF-Magazins WISO unter 207 gesetzlichen deutschen Krankenkassen.
Nach der WISO-Umfrage planen lediglich 19 Kassen zum 1. Januar 2004 eine Beitragssenkung, darunter als einzige große Kasse die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). Dabei zeichnet sich ab, dass die Beitragssenkungen wesentlich niedriger ausfallen, als die von Sozialministerin Ulla Schmidt anvisierten 0,7 Prozentpunkte.
Auch die führenden Wirtschaftsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten nicht von einer Entlastung der Beitragszahler aus.»

Landesärztekammer Baden-Württemberg
03.12..03 Kassenbeiträge sinken langsamer als erhofft
«Die Senkung der Kassenbeiträge scheint länger als geplant auf sich warten zu lassen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt räumte Medienberichten zufolge ein, dass das geplante Ziel der Senkung der durchschnittlichen Beiträge von 14,4 auf 13,6 Prozent bis zum Frühherbst 2004 nur erreicht werden könne, wenn es konjunkturell gut laufen würde. Sonst würden einige Monate des Wartens hinzukommen.
Aufgrund der angespannten Finanzlage hatten einige Kassen angekündigt, dass sie ihre Beiträge nur in geringem Maße senken könnten. Die 17 Allgemeinen Ortskrankenkassen ließen verlauten, dass sie ihre Beiträge nur um maximal 0,4 Prozentpunkte senken können. Diese Senkung würde allerdings das angestrebte Ziel der Gesundheitsreform nicht erfüllen.»

Welt am Sonntag
05.12.2003 Beiträge sinken spürbar – Auszug aus einem Interview mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
«WamS: Frau Schmidt, nach der Gesundheitsreform sollten die Beiträge sinken. Wann ist es wirklich soweit?
Schmidt: Die Beiträge werden im nächsten Jahr spürbar sinken. Große und kleine Kassen haben Senkungen bereits angekündigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Wettbewerb um die Kunden im nächsten Jahr da einiges in Bewegung bringen wird. Klar ist: Das Einsparpotential bei den Kassen liegt 2004 unbestritten bei knapp zehn Milliarden Euro. Das allein ist die größte Senkungsaktion der Kassengeschichte.
WamS: Was werden uns die Krankenkassen im nächsten Jahr noch bescheren?
Schmidt: Es wird enorme Veränderungen geben. Die Kassen werden sich anstrengen, ihre Mitglieder zu halten und neue zu gewinnen. Diesen Wettbewerb werden sie über den Preis, also den Beitrag, führen.
Wams: Wie viele Menschen werden von der Beitragssenkung profitieren?
Schmidt: Theoretisch könnte jeder und jede davon profitieren, die auf Kassen- Leistungen Anspruch haben. Das sind 70 Millionen Menschen. Aber das ist natürlich etwas fantastisch gedacht.»

ARD Magazin PlusMinus
20.01.2004 Krankheitskosten
« Mit 10 Milliarden Euro werden die gesetzlichen Kassen in diesem Jahr entlastet. Das sollen sie an die Versicherten weitergeben. Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt spricht von durchschnittlich 0,7 Prozentpunkten Beitragssenkung und sie ist überzeugt, 2004 wird das Jahr der Beitragssenkung. Experten der Rürup-Kommission orakeln dagegen, die Beiträge könnten durchschnittlich auf 15 Prozent steigen. Sicher sind nur die Zuzahlungen für den Patienten.»

Manager Magazin
01.06.2004 Zehn Prozent weniger Arztbesuche «Berlin - “Wir werden deutlich unter 14 Prozent in diesem Jahr kommen”, sagte Schmidt am Dienstag in der ARD. “Die meisten Kassen werden Beiträge absenken.” Sie erklärte, die Reform des Gesundheitswesens beginne zu greifen und der Trend sei gebrochen, dass immer alles teurer werde.»

Stern Shortnews
18.06.2004 Gesundheitsreform bleibt bislang erfolglos - Keine Beitragssenkung erreicht
Quelle: Rheinzeitung / SternShortNews.
« Der Krankenkassenverband geht davon aus, dass der Beitragssatz dieses Jahr bei 14 Prozent bleiben wird. Demnach wird die von Ulla Schmidt angekündigte Senkung der Kassenbeiträge wohl nicht eintreten.
Die Gesundheitsministerin Schmidt zeigt sich jedoch sicher, dass die gesetzlich Krankenversicherten zum Jahresende mit gesenkten Beiträgen rechnen können.»

FOCUS
14.11.04 Krankenversicherung - Ab 2005 zahlen die meisten Arbeitnehmer mehr
« Nur 23 Krankenkassen planen bisher zum Jahresende Beitragssenkungen.
Trotz der Appelle von Bundesgesundheitsmininsterin Ulla Schmidt (SPD) planen bisher nur 23 Krankenkassen, ihre Beiträge zum 1. Januar 2005 zu senken, mindestens elf Anbieter verlangen im kommenden Jahr sogar mehr.
Das ergab eine Umfrage von FOCUS, an der 191 der 271 gesetzlichen Kassen teilnahmen. Unter den Beitragssenkern befinden sich neben der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, die von 14,4 auf 14,2 oder sogar 14 Prozent geht, vor allem Betriebskrankenkassen (BKK). Dass die eingeleiteten Reformen ausreichen, um die Beitragssätze mittelfristig zu senken, glauben nur acht Prozent der befragten Kassen.
Arbeitnehmer müssen ab Juli 2005 für ihren Gesundheitsschutz tiefer in die Tasche greifen, wenn der Arbeitgeberanteil zu Zahnersatz und Krankengeld wegfällt. Zwei Drittel der Kassen gehen laut der FOCUS-Umfrage nicht davon aus, dass die von Gesundheitsministerin Schmidt angeordnete Beitragssenkung ausreicht, um diese Zusatzbelastung zu kompensieren.»

Spiegel
19.11.04 KASSENBEITRÄGE - Schmidt verspricht fast 13 Prozent
« Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Einsparungen durch die Gesundheitsreform nach Einschätzung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt noch nicht vollständig an die Versicherten weitergegeben. Sie rechnet bis Mitte nächsten Jahres mit sinkenden Beiträgen - auch die Versicherten könnten dazu beitragen.»

N-TV
19.11.2004 Optimistische Frau Schmidt - Beiträge nahe 13 Prozent
« Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnet offenbar bis Mitte nächsten Jahres mit sinkenden Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung. “Wir werden am 1. Juli 2005 nahe an 13 Prozent herankommen”, sagte die Ministerin der “Bild”-Zeitung vom Freitag.
Schmidt hat die Krankenkassen wiederholt zu Senkungen aufgefordert. Vor einigen Tagen hatte sie gesagt, sie sehe ein Senkungspotenzial von mindestens 0,2 Prozentpunkten. Derzeit beträgt der durchschnittliche Beitragssatz 14,2 Prozent.
Indirekt habe Schmidt die Versicherten zudem zu einem Wechsel der Kasse aufgefordert, hieß es. “Den stärksten Druck können die Versicherten machen - indem sie sich eine günstige Kasse suchen“, zitierte das Blatt die Ministerin.»

Also JETZT bin ich aber echt platt.
Das Ergebnis dieser „großen Gesundheitsreform“ ist also, dass die Beitragszahler zuerst durch Praxisgebühren und Arzneimittelzuzahlungen einen Haufen Geld zuzahlen müssen, um sich dann eine andere Krankenversicherung suchen zu dürfen.
Woher soll denn Wettbewerb unter den Krankenkassen kommen, wenn sich durch die erzwungene Gleichmacherei des Risikostrukturausgleichs die schlechten Kassen auch noch auf Kosten der guten Kassen sanieren können?

Mich veranlasst das Gelesene zu einem offenen kurzen Brief an die Bundesgesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt, zu dem mich auch das nebenstehende Foto heftigst transpiriert hat.

Liebe Ulla,

sei mir bitte nicht bös, aber dich würde ich lieber heute als morgen von hinten sehen, denn ich kann einfach deinen Realitätsverlust nicht mehr ertragen!
Es bereitet mir körperliche Schmerzen und schadest meiner Gesundheit, wenn ich mitansehen muss wie sich deine Krankheit von Tag zu Tag verschlimmert.

Tu mir einen Gefallen und sag zum Abschied nicht „Leb wohl“ und nicht „Ade“ denn die Worte tun mir weh,

Sag nur „Ciao“ oder besser noch Servus, denn das passt noch am besten zur Qualität deiner Arbeit.

Dein

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. Dezember 2004 um 05:45:18 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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