Offenbar abgelenkt

12. November 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Marketingtechnisch betrachtet ist mir noch nicht ganz klar, ob es sich bei der versuchten Verlegung des deutschen Nationalfeiertages um einen Offenbarungseid oder um ein Ablenkungsmanöver handelt.
Oder es handelt sich um eine Mischform von beidem, zum Beispiel einen abgelenkten Offenbarungseid oder ein offenbares Ablenkungsmanöver oder ein abgelenktes Offenbarungsmanöver beziehungsweise ein offenbarter Ablenkungseid.

Also entweder strunzdumm oder clever gemacht. Wer den Müntedinges im TV mit seinem süffisanten Lächeln und der Aussage: „Die Führung der Grünen war gerade unterwegs und da haben wir gedacht …“ gehört hat, muss sich seinen Teil denken. Wenn bei dieser Angelegenheit überhaupt jemand gedacht hat, dann wohl nur , „dass die Gelegenheit jetzt günstig ist“.

WIE der Sachverhalt auch immer war, wird sich wohl nicht mehr feststellen lassen. Ist eigentlich auch egal!
Viel mehr sollte uns die Frage beschäftigen, WARUM die Jungs auf die Idee gekommen sind einen solchen Taschenspielertrick zu versuchen. Bestimmt nicht grundlos, nur aus Spaß an der Freud. Nein, das bestimmt nicht!
Ganz am Anfang, als die Empörung noch nicht so hohe Wellen schlug, war der Grund mal kurz sichtbar. Das war bevor die Brecher ihn mit wild gurgelndem Wasser und Schaumkrönchen bedeckten.
Ich habe den Grund gesehen und an einigen Stellen in der Presse auch darüber gelesen. Der Grund ist immer noch da, aber man kann ihn nur noch mit Taucherbrille sehen.
Der Grund sind die „Nullkommaeinsprozent“ Wirtschaftswachstum, die dem Finanzhans zum Schönrechnen seines Patchwork-Finanzhaushaltes fehlen.
Denn jeder zusätzliche Arbeitstag soll Nullkommaeins (0,1) Prozentpunkte bringen.
Wenn dem ist, dann gehen 0,5 Prozent des für 2005 vorhergesagte Wirtschaftswachstums auf das Konto von kalenderbedingten Mehrarbeitstagen und nicht auf das Konto der Reformen der Bundesregierung.

Es könnte als Versuchsrakete gemeint gewesen sein – es wurde aber ein Schuss in den Ofen mit heftigen Querschlägern. Jetzt üben sich die Verantwortlichen erst mal in kollektivem Schmollen und Schuldzuweisungen. Die Roten und die Grünen fordern sich nun gegenseitig auf weitere alte naive Vorschläge zur Verbesserung der Kassenlage zu machen, die man den Bürgern als Sparpaket, der EU als Einhaltung des Stabilitätspakts und der Opposition nebst Bundeshotte als verfassungskonformen Haushalt aufschwatzen kann.
Das sei eine Bringschuld vom Finanzhans meinte die Parteichefin der Grünen, Claudia Roth. Der sieht das natürlich ganz anders und spricht von „grüner Opposition“ und mangelnder Kooperation.
Alle sagen, das geht nicht, aber niemand sagt, was er stattdessen will“, betonte der Finanzhans. “Dieses dumme Spiel muss aufhören.”

Da bin ich mit dem Finanzhans einer Meinung. Dieses dumme Spiel muss endlich aufhören!
Wenn Wohl und Wehe dieser Republik und ein verfassungskonformer Bundeshaushalt von einem zusätzlichen Arbeitstag in 2005 abhängig ist – dann wird wohl jedem Bürger langsam klar werden müssen, was Rot-Grün in den letzten sechs Jahren da angerichtet hat und wie tief sie sich mit der Schönrechnerei und dem Lügen in die eigene Tasche in die Fäkalien manövriert haben.
Und jetzt eingestanden werden müsste, dass der vielgepriesen Reformenweg eine Sackgasse ist und es auch kein Licht am Ende des Tunnels gibt.
Aber wer gibt schon gerne zu, dass er versagt hat und pleite ist.
Die einen hüpfen aus dem Fenster, die anderen geben sich die Kugel.
Und ganz Clevere gehen mit der Strumpfmaske zur Bank zum Geldabheben.

Wir dürfen gespannt sein, mit welchem Ende uns der Film „THE EURO HUNTER“ überrascht.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. November 2004 um 05:45:47 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)
 

Offenbar abgelenkt

12. November 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Marketingtechnisch betrachtet ist mir noch nicht ganz klar, ob es sich bei der versuchten Verlegung des deutschen Nationalfeiertages um einen Offenbarungseid oder um ein Ablenkungsmanöver handelt.
Oder es handelt sich um eine Mischform von beidem, zum Beispiel einen abgelenkten Offenbarungseid oder ein offenbares Ablenkungsmanöver oder ein abgelenktes Offenbarungsmanöver beziehungsweise ein offenbarter Ablenkungseid.

Also entweder strunzdumm oder clever gemacht. Wer den Müntedinges im TV mit seinem süffisanten Lächeln und der Aussage: „Die Führung der Grünen war gerade unterwegs und da haben wir gedacht …“ gehört hat, muss sich seinen Teil denken. Wenn bei dieser Angelegenheit überhaupt jemand gedacht hat, dann wohl nur , „dass die Gelegenheit jetzt günstig ist“.

WIE der Sachverhalt auch immer war, wird sich wohl nicht mehr feststellen lassen. Ist eigentlich auch egal!
Viel mehr sollte uns die Frage beschäftigen, WARUM die Jungs auf die Idee gekommen sind einen solchen Taschenspielertrick zu versuchen. Bestimmt nicht grundlos, nur aus Spaß an der Freud. Nein, das bestimmt nicht!
Ganz am Anfang, als die Empörung noch nicht so hohe Wellen schlug, war der Grund mal kurz sichtbar. Das war bevor die Brecher ihn mit wild gurgelndem Wasser und Schaumkrönchen bedeckten.
Ich habe den Grund gesehen und an einigen Stellen in der Presse auch darüber gelesen. Der Grund ist immer noch da, aber man kann ihn nur noch mit Taucherbrille sehen.
Der Grund sind die „Nullkommaeinsprozent“ Wirtschaftswachstum, die dem Finanzhans zum Schönrechnen seines Patchwork-Finanzhaushaltes fehlen.
Denn jeder zusätzliche Arbeitstag soll Nullkommaeins (0,1) Prozentpunkte bringen.
Wenn dem ist, dann gehen 0,5 Prozent des für 2005 vorhergesagte Wirtschaftswachstums auf das Konto von kalenderbedingten Mehrarbeitstagen und nicht auf das Konto der Reformen der Bundesregierung.

Es könnte als Versuchsrakete gemeint gewesen sein – es wurde aber ein Schuss in den Ofen mit heftigen Querschlägern. Jetzt üben sich die Verantwortlichen erst mal in kollektivem Schmollen und Schuldzuweisungen. Die Roten und die Grünen fordern sich nun gegenseitig auf weitere alte naive Vorschläge zur Verbesserung der Kassenlage zu machen, die man den Bürgern als Sparpaket, der EU als Einhaltung des Stabilitätspakts und der Opposition nebst Bundeshotte als verfassungskonformen Haushalt aufschwatzen kann.
Das sei eine Bringschuld vom Finanzhans meinte die Parteichefin der Grünen, Claudia Roth. Der sieht das natürlich ganz anders und spricht von „grüner Opposition“ und mangelnder Kooperation.
Alle sagen, das geht nicht, aber niemand sagt, was er stattdessen will“, betonte der Finanzhans. “Dieses dumme Spiel muss aufhören.”

Da bin ich mit dem Finanzhans einer Meinung. Dieses dumme Spiel muss endlich aufhören!
Wenn Wohl und Wehe dieser Republik und ein verfassungskonformer Bundeshaushalt von einem zusätzlichen Arbeitstag in 2005 abhängig ist – dann wird wohl jedem Bürger langsam klar werden müssen, was Rot-Grün in den letzten sechs Jahren da angerichtet hat und wie tief sie sich mit der Schönrechnerei und dem Lügen in die eigene Tasche in die Fäkalien manövriert haben.
Und jetzt eingestanden werden müsste, dass der vielgepriesen Reformenweg eine Sackgasse ist und es auch kein Licht am Ende des Tunnels gibt.
Aber wer gibt schon gerne zu, dass er versagt hat und pleite ist.
Die einen hüpfen aus dem Fenster, die anderen geben sich die Kugel.
Und ganz Clevere gehen mit der Strumpfmaske zur Bank zum Geldabheben.

Wir dürfen gespannt sein, mit welchem Ende uns der Film „THE EURO HUNTER“ überrascht.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. November 2004 um 05:45:47 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)