Narrenkappe

11. November 2004 05:45

Mein lieber Freund!

„Im Irrtum verharren ist Vorrecht der Narren“, meinte einst Cicero und rechtzeitig zum Beginn der Narrenzeit scheinen die „führenden Narren“ wieder dem kollektiven Schwachsinn verfallen zu sein. Getreu nach dem Motto „Draußen steht noch ne Schnapsidee“ ergehen sie sich zum zunehmenden Grausen des Publikums im Ruf „wolle mer se roilasse?“

Erst wolle se die Arbeitslosigkeit vertreibe, dann dun se die nur anners verwalte.
Erst wolle se de Steuern senke, dann mache se neue.
Erst sache se, mit dem Euro wird alles besser, dann wird aber alles nur teurer
Erst dun se die Tabaksteuer erhöhe und dann schimpfe se, dass mer weniger raache
Erst wolle se dass mer weniger schaffe und dann schreie se nach Mehrarbeit
Erst sache se mir solle mehr kaafe un dann nemme se uns des Geld vorher weg
Erst wollten sie den Nationalfeiertag verschieben, dann halt irgend an andern Feiertag.

Der Volksmund hat halt schon recht, wenn er sagt „Jedem Narr gfällt halt sei Kapp“.

Und dann sage se noch, -des het isch fast vergesst - dass wenn mer der Gürtel jetzt enger schnallen, dann werd alles besser.

Doch der Volksmund sagt: „Gegenwärtiger Freuden zu entsagen und auf zukünftige zu hoffen ist nicht kluger Leute Art“.

Also wenn isch mir det so rischdisch überlegen tun tät, dann wär isch daför den Aschermittwoch ausfalle zu losse – denn dann wär et immer Karneval!
Und dann dunne mer de Reichstag in Berlin einzäune, denn dann hätte mer en Käfig voller Jecke.

Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten“, sagte Abraham Lincoln.

Recht hadder - der „Abraham“. War des net der gewese, der gege die Sklavenarbeit wor?

In diesem Sinne, „Narri Narro, Helau und Alaaf“.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 11. November 2004 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Mein lieber Freund!

„Im Irrtum verharren ist Vorrecht der Narren“, meinte einst Cicero und rechtzeitig zum Beginn der Narrenzeit scheinen die „führenden Narren“ wieder dem kollektiven Schwachsinn verfallen zu sein. Getreu nach dem Motto „Draußen steht noch ne Schnapsidee“ ergehen sie sich zum zunehmenden Grausen des Publikums im Ruf „wolle mer se roilasse?“

Erst wolle se die Arbeitslosigkeit vertreibe, dann dun se die nur anners verwalte.
Erst wolle se de Steuern senke, dann mache se neue.
Erst sache se, mit dem Euro wird alles besser, dann wird aber alles nur teurer
Erst dun se die Tabaksteuer erhöhe und dann schimpfe se, dass mer weniger raache
Erst wolle se dass mer weniger schaffe und dann schreie se nach Mehrarbeit
Erst sache se mir solle mehr kaafe un dann nemme se uns des Geld vorher weg
Erst wollten sie den Nationalfeiertag verschieben, dann halt irgend an andern Feiertag.

Der Volksmund hat halt schon recht, wenn er sagt „Jedem Narr gfällt halt sei Kapp“.

Und dann sage se noch, -des het isch fast vergesst - dass wenn mer der Gürtel jetzt enger schnallen, dann werd alles besser.

Doch der Volksmund sagt: „Gegenwärtiger Freuden zu entsagen und auf zukünftige zu hoffen ist nicht kluger Leute Art“.

Also wenn isch mir det so rischdisch überlegen tun tät, dann wär isch daför den Aschermittwoch ausfalle zu losse – denn dann wär et immer Karneval!
Und dann dunne mer de Reichstag in Berlin einzäune, denn dann hätte mer en Käfig voller Jecke.

Man kann alle Leute einige Zeit und einige Leute alle Zeit, aber nicht alle Leute alle Zeit zum Narren halten“, sagte Abraham Lincoln.

Recht hadder - der „Abraham“. War des net der gewese, der gege die Sklavenarbeit wor?

In diesem Sinne, „Narri Narro, Helau und Alaaf“.

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