Freier Freigang

30. Oktober 2006 05:45

In dieser Republik wird nichts freier.
Noch nicht einmal mehr der freie Zugang zum Arbeitsmarkt wird freier!
Egal in welcher Position, Stellung oder Lage sich der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin befindet und um welche Position, Stellung oder Lage es sich handelt, wichtig ist vor allem dass der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin diese Tätigkeit freiwillig und nicht unter Zwang ausübt.
Alles andere soll jetzt durch Gesetz verboten werden und unter Strafe gestellt werden.
Zuwiderhandlungen können mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden“, vertickerte der CDU-Rechtspolitiker Siegfried Kauder der „Welt am Sonntag“.

Na das ist doch endlich mal eine durchschlagende und seit langem fällige Reform des Arbeitsmarktes. Dass da nicht schon der Bundesschröder drauf gekommen ist!
Dann müsste er jetzt nicht schon Memoiren vorstellen, sondern könnte noch weiter an seiner Vision von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen herumdoktern.

Kauder, der bundesweit durch seine regelmäßig unregelmäßig in der Presse unter dem Titel „Kauder’s Welsch“ veröffentlichten Kalauer bekannte Autor für unterhaltsame Volksverdummung, bezeichnete außerdem das „italienische Modell“ als ein faires Angebot für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Nun sind ja zwischenzeitlich die Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hellwach, wenn irgendein Politiker etwas für „gut“ findet, erwies es sich doch in der Vergangenheit meist als das Gegenteil für die Betroffenen, das man nur noch mit „eye alder, eye echt super eye!“ kommentieren konnte.

So natürlich auch wieder in diesem Fall.
Wie immer wenn sich Politiker per Gesetz in den zwischenmenschlichen Bereich drängen, ist das Ergebnis nicht nur einen mittlere Katastrophe.
Nein, es ist (noch) nicht die angedrohte Regelung des innerfamiliären Rauchverbots oder die erste Stufe der Vorschrift über „Gesunde Ernährung in der Bedarfgemeinschaft zur Vermeidung volkswirtschaftlicher Schäden“.
Es ist auch nicht, wie Sie vielleicht befürchten, die rechtsverbindliche „Anleitung für Ein- und Mehrpersonenhaushalte zur Informationsgewinnung aus Angeboten der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten“, als Basis zur Erhebung einer lebenslangen Pro-Kopf Medienpauschale, bei der auf Antrag für Kleinkinder bis zum Eintritt in den Kindergarten eine großzügige Übergangsregelung vorgesehen ist.
Nein, nein, nein, das ist es leider alles nicht!
Es ist noch viel, viel schlimmer und wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Es ist schlimmer als Hartz IV und ALG II und die weiter oben erwähnten von kranken Hirnen auserdachten Regelwerke für die unteren Gesellschaftschichten der deutsche Nation.

Es geht um die Regelung beim ….
Ach wie schreibe ich das jetzt ohne gleich wieder per Google irgendwelche abartig veranlagten Widerlinge anzulocken?
Also, es geht um das, was die meisten von uns meist heimlich zu Hause machen, es geht ums F*****.
Nein es geht nicht ums Furzen im Privatbereich, das gehört noch (die Betonung liegt auf NOCH) zur Intimsphäre, die nach Ansicht des Bundesgerichtshofes auch gewahrt bleibt wenn Sie zu Hause im Team furzen. Wir haben ja schließlich noch ein Grundgesetz, auch wenn dort diese Art der Freizeitgestaltung nicht explizit erwähnt ist.
Nein, na wie sag ich das jetzt. Also, es geht um das was „die Männer immer wollen“ und die Frauen nicht, obwohl man dazu (normalerweise) mindestens einen Mann und mindestens eine Frau braucht.
Nein, ich meine jetzt nicht „HEIRATEN“, das Wort das ich suche ist kürzer und der Vorgang dauert auch nicht so lange.
Ich versuche es mal andersrum.
Wissen Sie was „Kranzgeld“ ist?
Wenn Sie glauben, dass das die Kosten für den letzten Blumenschmuck auf ihrer Grabstelle sind und Sie auch keinen Joker mehr haben, dann sollten Sie mal rasch bei Wikipedia nachschlagen und danach erst weiter lesen.

Na, alles klar?
Es geht um die „Beiwohnung“ und deren Folgen:
«Das Kranzgeld ist also einer der Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Ledige oder die Witwe hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr „unbescholten“, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. Wobei sich der Begriff „unbescholten“ nicht nur auf die Jungfräulichkeit bezog, sondern auch auf andere Sachverhalte, wie z.B. Gefängnisaufenthalte

Will heißen, dass man mit vorbestraften Frauen ins Bett hüpfen konnte, so oft es eben ging und dennoch niemals garnienicht dafür bezahlen musste.
Der entsprechende §1300 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wurde übrigens am 4. Mai 1998 im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Wenn ich mich recht erinnere, dann war das noch vor der Machtergreifung durch die rot-grünen Chaoten unter Gerhard dem Schredder.

Nun sind die Schwarz-Roten unter Angela der Schrecklichen auf die Idee gekommen, die „Beiwohnung“ generell wieder unter Strafe zu stellen, auch wenn der Verlust der Jungfräulichkeit schon verjährt ist und das „Kranzgeld“, das die Juristen und Finanzbehörden jetzt „Hurenlohn“ nennen, vom Freier bereits vor der Beiwohnung oder neudeutsch „Beischlafung“ gezahlt wurde. Dabei spielt es, wie eingangs ausgeführt, auch keine Rolle mehr in welcher Position, Stellung oder Lage diese „Beischlafung“ stattfindet.
Wichtig ist allein nur noch die Sache mit dem Zwang, wobei darunter nun nicht der Zwang des Freiers zu verstehen ist, seinen hormonellen Überdruck abbauen zu wollen. Dafür gibt es noch nicht einmal mildernde Umstände.
Wichtig ist für den Gesetzgeber allein der Zwang dem die Beschlafene/der Beschlafene unterliegt.

So berichtet es das Handelblatt.
«Dem Bericht zufolge sollen Freier, die bewusst Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Bisher ist Verkehr mit Zwangsprostituierten straffrei. Freier, die leichtfertig nicht erkennen, dass sie Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, sollen mit zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden können.»

FreierJetzt können wir darauf warten, bis die ersten Schulungskurse zur zweifelfreien Erkennung von menschengehandelten Zwangprostituierten an den Volkshochschulen angeboten werden.
Denn Experten halten das Risiko für enorm groß, auf der Suche nach 5 Minuten Entspannung für 5 Jahre hinter Gittern zu landen.
Nur am Rande sei erwähnt, dass das Gesetz selbstverständlich auch für Freierinnen gilt.
Wenn also Mutti von ihrer abendlichen Bauch-Bein-Po-Turnstunde nicht mehr nach Hause kommt, dann wenden Sie sich zukünftig vertrauensvoll an das nächste Polizeirevier.

Und jetzt wollen Sie sicher noch wissen was in diesem Zusammenhang das vom Rechtsexperten Kauder erwähnte „italienische Modell“ bedeutet.
Bevor ich das jetzt lang, breit und umständlich erkläre, guckst du einfach hier.
Und Autodidakten aufgepasst, denn die über Google durchgeführte Selbstaufschlauung zum „italienischen Modell“ ist eher verwirrend.

An dem Gerücht, dass diese vom Rechtsexperten Kauder kommentierte Gesetzesänderung durch den intimen Umgang eines Frankfurter Rechtsanwaltes mit polnischen Zwangsprostituierten initiiert wurde, ist sicher nichts dran. Denn bis zu seiner Verurteilung als Polennuttenficker hat der friedliche Mann unentwegt an seiner missionarischen Stellung als “schlechtes Gewissen” der Nation gearbeitet und niemand hätte ihm auch nur ein Schäferstündchen zugetraut.
Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, ein weniger juristisch versierter Mann gerät in einer hormonell bedingten Notlage an eine ihm vollkommen unbekannte Dame, welche nach erfolgter Beschlafung behauptet, sie wäre zu dem Akt „gezwungen“ worden und eigentlich ein Opfer des Menschenhandels.
Warum sie das tun sollte?
Na, seit die rot-grünen Sozialchaoten nicht mehr an der Macht sind und der Aussenjoschka statt seine Gedächtnislücken in der VISA-Affäre vor dem Untersuchungsausschuss zu präsentieren, lieber sein staatsmännisches Wissen vor Studenten zum Besten gibt, ist es verhältnismäßig schwierig geworden eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für das Bundesgebiet zu bekommen.
Und mit dem „italienischen Modell“ darf man als Zwangsprostituierte zumindest bis zum Prozessende in Deutschland bleiben, was bei der Arbeitsgeschwindigkeit deutscher Gerichte Jahre dauern kann, ohne dass damit der Weg durch die Instanzen voll ausgeschöpft wäre.

Bundesdeutsche Kegel- und Skatbrüder sollten angesichts dieser neuen Sachlage deshalb gut überlegen, ob sie den nächsten Ausflug nicht doch lieber ins technische Museum nach München machen sollten.
Denn wenn der Kauder recht hat … dann hört der Menschenhandel erst auf, wenn alle Freier hinter Gitter sitzen.
Wäre es da nicht besser und auch billiger statt dem bürgerlichen Freier erst mal die Zuhälter aus dem Verkehr zu ziehen und hinter Gitter zu bringen?
Aber die sind ja nicht so blöd und kommen zur Verhaftung auch noch selbst in den Puff gelaufen. Die telefonieren lieber …


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. Oktober 2006 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

2 Antworten zu “Freier Freigang”

  1. mattin meint:

    Hier die wahren Gründe für dieses interessante Gesetzesvorhaben.
    Es geht um die staatlichen Bemühungen mehr Einnahmen aus der Prostitution abzuschöpfen.
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14084Zwangsprostitution.html

  2. pathologe meint:

    Schäferstündchen ist ein treffender Ausdruck. Hat der nette Herr inzwischen wohl maximal 24 Stunden am Tag, oder? Ach, und ist Paolo nicht auch ein italienischer Vorname?

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Freier Freigang

30. Oktober 2006 05:45

In dieser Republik wird nichts freier.
Noch nicht einmal mehr der freie Zugang zum Arbeitsmarkt wird freier!
Egal in welcher Position, Stellung oder Lage sich der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin befindet und um welche Position, Stellung oder Lage es sich handelt, wichtig ist vor allem dass der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin diese Tätigkeit freiwillig und nicht unter Zwang ausübt.
Alles andere soll jetzt durch Gesetz verboten werden und unter Strafe gestellt werden.
Zuwiderhandlungen können mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden“, vertickerte der CDU-Rechtspolitiker Siegfried Kauder der „Welt am Sonntag“.

Na das ist doch endlich mal eine durchschlagende und seit langem fällige Reform des Arbeitsmarktes. Dass da nicht schon der Bundesschröder drauf gekommen ist!
Dann müsste er jetzt nicht schon Memoiren vorstellen, sondern könnte noch weiter an seiner Vision von der Halbierung der Arbeitslosenzahlen herumdoktern.

Kauder, der bundesweit durch seine regelmäßig unregelmäßig in der Presse unter dem Titel „Kauder’s Welsch“ veröffentlichten Kalauer bekannte Autor für unterhaltsame Volksverdummung, bezeichnete außerdem das „italienische Modell“ als ein faires Angebot für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.

Nun sind ja zwischenzeitlich die Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen hellwach, wenn irgendein Politiker etwas für „gut“ findet, erwies es sich doch in der Vergangenheit meist als das Gegenteil für die Betroffenen, das man nur noch mit „eye alder, eye echt super eye!“ kommentieren konnte.

So natürlich auch wieder in diesem Fall.
Wie immer wenn sich Politiker per Gesetz in den zwischenmenschlichen Bereich drängen, ist das Ergebnis nicht nur einen mittlere Katastrophe.
Nein, es ist (noch) nicht die angedrohte Regelung des innerfamiliären Rauchverbots oder die erste Stufe der Vorschrift über „Gesunde Ernährung in der Bedarfgemeinschaft zur Vermeidung volkswirtschaftlicher Schäden“.
Es ist auch nicht, wie Sie vielleicht befürchten, die rechtsverbindliche „Anleitung für Ein- und Mehrpersonenhaushalte zur Informationsgewinnung aus Angeboten der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten“, als Basis zur Erhebung einer lebenslangen Pro-Kopf Medienpauschale, bei der auf Antrag für Kleinkinder bis zum Eintritt in den Kindergarten eine großzügige Übergangsregelung vorgesehen ist.
Nein, nein, nein, das ist es leider alles nicht!
Es ist noch viel, viel schlimmer und wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Es ist schlimmer als Hartz IV und ALG II und die weiter oben erwähnten von kranken Hirnen auserdachten Regelwerke für die unteren Gesellschaftschichten der deutsche Nation.

Es geht um die Regelung beim ….
Ach wie schreibe ich das jetzt ohne gleich wieder per Google irgendwelche abartig veranlagten Widerlinge anzulocken?
Also, es geht um das, was die meisten von uns meist heimlich zu Hause machen, es geht ums F*****.
Nein es geht nicht ums Furzen im Privatbereich, das gehört noch (die Betonung liegt auf NOCH) zur Intimsphäre, die nach Ansicht des Bundesgerichtshofes auch gewahrt bleibt wenn Sie zu Hause im Team furzen. Wir haben ja schließlich noch ein Grundgesetz, auch wenn dort diese Art der Freizeitgestaltung nicht explizit erwähnt ist.
Nein, na wie sag ich das jetzt. Also, es geht um das was „die Männer immer wollen“ und die Frauen nicht, obwohl man dazu (normalerweise) mindestens einen Mann und mindestens eine Frau braucht.
Nein, ich meine jetzt nicht „HEIRATEN“, das Wort das ich suche ist kürzer und der Vorgang dauert auch nicht so lange.
Ich versuche es mal andersrum.
Wissen Sie was „Kranzgeld“ ist?
Wenn Sie glauben, dass das die Kosten für den letzten Blumenschmuck auf ihrer Grabstelle sind und Sie auch keinen Joker mehr haben, dann sollten Sie mal rasch bei Wikipedia nachschlagen und danach erst weiter lesen.

Na, alles klar?
Es geht um die „Beiwohnung“ und deren Folgen:
«Das Kranzgeld ist also einer der Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Ledige oder die Witwe hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr „unbescholten“, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. Wobei sich der Begriff „unbescholten“ nicht nur auf die Jungfräulichkeit bezog, sondern auch auf andere Sachverhalte, wie z.B. Gefängnisaufenthalte

Will heißen, dass man mit vorbestraften Frauen ins Bett hüpfen konnte, so oft es eben ging und dennoch niemals garnienicht dafür bezahlen musste.
Der entsprechende §1300 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wurde übrigens am 4. Mai 1998 im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Wenn ich mich recht erinnere, dann war das noch vor der Machtergreifung durch die rot-grünen Chaoten unter Gerhard dem Schredder.

Nun sind die Schwarz-Roten unter Angela der Schrecklichen auf die Idee gekommen, die „Beiwohnung“ generell wieder unter Strafe zu stellen, auch wenn der Verlust der Jungfräulichkeit schon verjährt ist und das „Kranzgeld“, das die Juristen und Finanzbehörden jetzt „Hurenlohn“ nennen, vom Freier bereits vor der Beiwohnung oder neudeutsch „Beischlafung“ gezahlt wurde. Dabei spielt es, wie eingangs ausgeführt, auch keine Rolle mehr in welcher Position, Stellung oder Lage diese „Beischlafung“ stattfindet.
Wichtig ist allein nur noch die Sache mit dem Zwang, wobei darunter nun nicht der Zwang des Freiers zu verstehen ist, seinen hormonellen Überdruck abbauen zu wollen. Dafür gibt es noch nicht einmal mildernde Umstände.
Wichtig ist für den Gesetzgeber allein der Zwang dem die Beschlafene/der Beschlafene unterliegt.

So berichtet es das Handelblatt.
«Dem Bericht zufolge sollen Freier, die bewusst Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Bisher ist Verkehr mit Zwangsprostituierten straffrei. Freier, die leichtfertig nicht erkennen, dass sie Sex mit einem Opfer von Menschenhandel haben, sollen mit zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden können.»

FreierJetzt können wir darauf warten, bis die ersten Schulungskurse zur zweifelfreien Erkennung von menschengehandelten Zwangprostituierten an den Volkshochschulen angeboten werden.
Denn Experten halten das Risiko für enorm groß, auf der Suche nach 5 Minuten Entspannung für 5 Jahre hinter Gittern zu landen.
Nur am Rande sei erwähnt, dass das Gesetz selbstverständlich auch für Freierinnen gilt.
Wenn also Mutti von ihrer abendlichen Bauch-Bein-Po-Turnstunde nicht mehr nach Hause kommt, dann wenden Sie sich zukünftig vertrauensvoll an das nächste Polizeirevier.

Und jetzt wollen Sie sicher noch wissen was in diesem Zusammenhang das vom Rechtsexperten Kauder erwähnte „italienische Modell“ bedeutet.
Bevor ich das jetzt lang, breit und umständlich erkläre, guckst du einfach hier.
Und Autodidakten aufgepasst, denn die über Google durchgeführte Selbstaufschlauung zum „italienischen Modell“ ist eher verwirrend.

An dem Gerücht, dass diese vom Rechtsexperten Kauder kommentierte Gesetzesänderung durch den intimen Umgang eines Frankfurter Rechtsanwaltes mit polnischen Zwangsprostituierten initiiert wurde, ist sicher nichts dran. Denn bis zu seiner Verurteilung als Polennuttenficker hat der friedliche Mann unentwegt an seiner missionarischen Stellung als “schlechtes Gewissen” der Nation gearbeitet und niemand hätte ihm auch nur ein Schäferstündchen zugetraut.
Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, ein weniger juristisch versierter Mann gerät in einer hormonell bedingten Notlage an eine ihm vollkommen unbekannte Dame, welche nach erfolgter Beschlafung behauptet, sie wäre zu dem Akt „gezwungen“ worden und eigentlich ein Opfer des Menschenhandels.
Warum sie das tun sollte?
Na, seit die rot-grünen Sozialchaoten nicht mehr an der Macht sind und der Aussenjoschka statt seine Gedächtnislücken in der VISA-Affäre vor dem Untersuchungsausschuss zu präsentieren, lieber sein staatsmännisches Wissen vor Studenten zum Besten gibt, ist es verhältnismäßig schwierig geworden eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für das Bundesgebiet zu bekommen.
Und mit dem „italienischen Modell“ darf man als Zwangsprostituierte zumindest bis zum Prozessende in Deutschland bleiben, was bei der Arbeitsgeschwindigkeit deutscher Gerichte Jahre dauern kann, ohne dass damit der Weg durch die Instanzen voll ausgeschöpft wäre.

Bundesdeutsche Kegel- und Skatbrüder sollten angesichts dieser neuen Sachlage deshalb gut überlegen, ob sie den nächsten Ausflug nicht doch lieber ins technische Museum nach München machen sollten.
Denn wenn der Kauder recht hat … dann hört der Menschenhandel erst auf, wenn alle Freier hinter Gitter sitzen.
Wäre es da nicht besser und auch billiger statt dem bürgerlichen Freier erst mal die Zuhälter aus dem Verkehr zu ziehen und hinter Gitter zu bringen?
Aber die sind ja nicht so blöd und kommen zur Verhaftung auch noch selbst in den Puff gelaufen. Die telefonieren lieber …


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. Oktober 2006 um 05:45:41 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

2 Antworten zu “Freier Freigang”

  1. mattin meint:

    Hier die wahren Gründe für dieses interessante Gesetzesvorhaben.
    Es geht um die staatlichen Bemühungen mehr Einnahmen aus der Prostitution abzuschöpfen.
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/14084Zwangsprostitution.html

  2. pathologe meint:

    Schäferstündchen ist ein treffender Ausdruck. Hat der nette Herr inzwischen wohl maximal 24 Stunden am Tag, oder? Ach, und ist Paolo nicht auch ein italienischer Vorname?

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