Sparschwein

31. Oktober 2006 05:45

Wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 30. Oktober 2006 mitteilte, haben die Einwohner in Deutschland in den ersten sechs Monaten diesen Jahres durchschnittlich 160 Euro monatlich auf die Seite gelegt.

Leider erfährt man aus dem Text des Statististischen Bundesamtes nicht so ganz genau, auf welche Seite die Einwohner Deutschlands diese 78 Milliarden Euro gelegt haben.
War es eher die rechte Seite oder die linke Seite, war es auf der linksrheinischen oder rechtsrheinisch Seite?
War es im Osten oder im Westen oder nördlich des Mains oder südlich davon?

Die Einwohner Deutschlands sollten doch schon wissen, wo sie diese statistischen 10,4% ihres verfügbaren Einkommens hingelegt haben.
Zumindest von den Angehörigen der Unterschicht und den Hartz IV Empfängern sollte man doch schon rwarten können, dass sie mit dem Geld sorgsam umgehen und es nicht einfach irgend hinlegen!
Bei so einem ALGII machen die 160 Euro immerhin fast ein Viertel seines monatlich verfügbaren Einkommens aus!
Da ist es schon eine starke Leistung 160 Euro im Monat auf die Seite zu legen!
Da zeigt sich doch noch erhebliches Einsparpotential bei den Beziehern staatlicher Transferleistungen!
Da wird sicher über eine unverzügliche Erhöhung des parteipolitische Drangsalierungsfaktors zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen nachgedacht werden müssen!

SparschweinOder könnte es sein, dass die Sparneigung einem gewissen Gefälle unterliegt?
Nord-Süd zum Beispiel oder Oben-Unten, denn wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, «lag das in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparen der privaten Haushalte saisonbereinigt auf der Höhe des Vorjahres. Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es im Einzelfall natürlich deutliche Unterschiede zwischen den Haushalten. Aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kann jedoch nur der Durchschnitt ermittelt werden.»

Daher dürfte sich die Bevölkerungsgruppe vom Durchschnittsbürger bis zum Angehörigen der Unterschicht primär dafür interessieren auf welche Seite das für sie Gesparte gelegt wurde.
Oder glauben Sie, dass es bei der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eine Rolle spielt „wer da an wem gespart hat?“

Anfragen richten Sie am besten an das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, denn die haben die Meldung zum Weltspartag auch ausbaldowert.
Einen ausgefüllten Überweisungsträger an die „Sparschweine der Nation“ denen man permanent den „Sparerfreibetrag“ kürzt, können Sie dem Anschreiben auch gleich beifügen.
Bankverbindung nicht vergessen, auch wenn aus Ihrem Soll/Haben-Konto zwischenzeitlich ein existenzgefährdendes Soll/Gehabthaben-Konto geworden ist.

Zahlbar binnen 14 Tagen rein netto ohne Abzug!
Ansonsten Androhung von Zwangsmaßnahmen!
Erhöhen Sie doch einfach mal Ihrerseits den Drangsalierungsfaktor :-)


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 31. Oktober 2006 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Sparschwein”

  1. mitdenker meint:

    Also da komme ich nicht ganz klar mit. Wenn ich so nach der Mathematik rechne, wie ich sie vor fast fünfzig Jahren gelernt habe (gelehrt bekam), sind bei 160 Euro Sparvolumen pro Monat und der Angabe von 1/4 bei ALG2-Empfängern als monatliches verfügbaren Einkommens das Gesamteinkommen (verfügbar) also 640 Euro? Ich habe mal etwas von 345 Euro gehört - in den alten Bundesländern. In den Neuen soll es ja sogar noch weniger sein (oder war es mal, weil ja dort alles viiiiiiel billiger ist…).
    Kein Wunder also, wenn die Münteferings da sparen wollen…
    Aber noch eine Zahl scheint im Zusammenhang mit diesem Weltspartag interessant zu sein. Laut Presse sollen es über 2,6 (fast 2,7) Billionen Euro sein, die die Deutschen im Sparstrumpf haben als private Ersparnisse. Und da sind die Guthaben in der Schweiz, Lichtenstein, den Bermudas und sonstwo nicht einmal mitgezählt… 2,6 Billionen bei 1,6 Billionen Staatsverschuldung - kein Wunder, wenn das Peer i tag dalye da abschröpfen will. Mit einem Schlag schuldenfrei - ein Traum für jeden Fisen Minister -tschuldigung Finanzminister. Immer diese Schreibfehler - wie in der Rütli-Schule.
    Ach ja, die vom StaBA haben auch errechnet, dass jeder damit über 30.000 Euro im Strümpfle hat. Und nu such ich den Schurken, der meine fast 30.000 Euro eingesackt hat. Wenn ich den erwische…
    Aber immerhin können wir jetzt alle viel beruhigter schlafen - schliesslich sind wir (denn wir sind der Staat) doch nach diesen Angaben mehr als kreditwürdig. Also feste weiter Kredite aufnehmen. Wir haben es doch…
    So wie die vielen Kreditangebote der Banken, die jetzt verteilt werden. Jetzt sparen, weil die Märchensteuer erhöht wird. Schnell noch einen Kredit aufnehmen und einkaufen gehen. So kann man gewaltig sparen. Hab mal nachgerechnet bei so einem Volksbank-Angebot. Bei 20.000 Euro nur 10,44 Euro pro Tag über 84 Monate. Toll.
    Macht einen läppischen Mehraufwand von nur gut 5.500 Euro (ohne Verzinsung, würde man die 10,44 täglich anlegen) gegenüber einem Sparpotential von nicht einmal 500 Euro gesparter Märchensteuer. Ist das nicht verlockend? Einfach nur toll. So schafft man es dann tatsächlich mit den privaten Spareinlagen. Nur - das ist der Krux - eben bei denen, die es sowieso schon haben, also den “Geldgebern”. Aber für die Statistik ist das natürlich hervorragend.

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Sparschwein

31. Oktober 2006 05:45

Wie das Statistische Bundesamt zum Weltspartag am 30. Oktober 2006 mitteilte, haben die Einwohner in Deutschland in den ersten sechs Monaten diesen Jahres durchschnittlich 160 Euro monatlich auf die Seite gelegt.

Leider erfährt man aus dem Text des Statististischen Bundesamtes nicht so ganz genau, auf welche Seite die Einwohner Deutschlands diese 78 Milliarden Euro gelegt haben.
War es eher die rechte Seite oder die linke Seite, war es auf der linksrheinischen oder rechtsrheinisch Seite?
War es im Osten oder im Westen oder nördlich des Mains oder südlich davon?

Die Einwohner Deutschlands sollten doch schon wissen, wo sie diese statistischen 10,4% ihres verfügbaren Einkommens hingelegt haben.
Zumindest von den Angehörigen der Unterschicht und den Hartz IV Empfängern sollte man doch schon rwarten können, dass sie mit dem Geld sorgsam umgehen und es nicht einfach irgend hinlegen!
Bei so einem ALGII machen die 160 Euro immerhin fast ein Viertel seines monatlich verfügbaren Einkommens aus!
Da ist es schon eine starke Leistung 160 Euro im Monat auf die Seite zu legen!
Da zeigt sich doch noch erhebliches Einsparpotential bei den Beziehern staatlicher Transferleistungen!
Da wird sicher über eine unverzügliche Erhöhung des parteipolitische Drangsalierungsfaktors zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen nachgedacht werden müssen!

SparschweinOder könnte es sein, dass die Sparneigung einem gewissen Gefälle unterliegt?
Nord-Süd zum Beispiel oder Oben-Unten, denn wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, «lag das in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ermittelte Sparen der privaten Haushalte saisonbereinigt auf der Höhe des Vorjahres. Je nach Sparneigung und Einkommen gibt es im Einzelfall natürlich deutliche Unterschiede zwischen den Haushalten. Aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen kann jedoch nur der Durchschnitt ermittelt werden.»

Daher dürfte sich die Bevölkerungsgruppe vom Durchschnittsbürger bis zum Angehörigen der Unterschicht primär dafür interessieren auf welche Seite das für sie Gesparte gelegt wurde.
Oder glauben Sie, dass es bei der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung eine Rolle spielt „wer da an wem gespart hat?“

Anfragen richten Sie am besten an das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, denn die haben die Meldung zum Weltspartag auch ausbaldowert.
Einen ausgefüllten Überweisungsträger an die „Sparschweine der Nation“ denen man permanent den „Sparerfreibetrag“ kürzt, können Sie dem Anschreiben auch gleich beifügen.
Bankverbindung nicht vergessen, auch wenn aus Ihrem Soll/Haben-Konto zwischenzeitlich ein existenzgefährdendes Soll/Gehabthaben-Konto geworden ist.

Zahlbar binnen 14 Tagen rein netto ohne Abzug!
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Erhöhen Sie doch einfach mal Ihrerseits den Drangsalierungsfaktor :-)


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  1. mitdenker meint:

    Also da komme ich nicht ganz klar mit. Wenn ich so nach der Mathematik rechne, wie ich sie vor fast fünfzig Jahren gelernt habe (gelehrt bekam), sind bei 160 Euro Sparvolumen pro Monat und der Angabe von 1/4 bei ALG2-Empfängern als monatliches verfügbaren Einkommens das Gesamteinkommen (verfügbar) also 640 Euro? Ich habe mal etwas von 345 Euro gehört - in den alten Bundesländern. In den Neuen soll es ja sogar noch weniger sein (oder war es mal, weil ja dort alles viiiiiiel billiger ist…).
    Kein Wunder also, wenn die Münteferings da sparen wollen…
    Aber noch eine Zahl scheint im Zusammenhang mit diesem Weltspartag interessant zu sein. Laut Presse sollen es über 2,6 (fast 2,7) Billionen Euro sein, die die Deutschen im Sparstrumpf haben als private Ersparnisse. Und da sind die Guthaben in der Schweiz, Lichtenstein, den Bermudas und sonstwo nicht einmal mitgezählt… 2,6 Billionen bei 1,6 Billionen Staatsverschuldung - kein Wunder, wenn das Peer i tag dalye da abschröpfen will. Mit einem Schlag schuldenfrei - ein Traum für jeden Fisen Minister -tschuldigung Finanzminister. Immer diese Schreibfehler - wie in der Rütli-Schule.
    Ach ja, die vom StaBA haben auch errechnet, dass jeder damit über 30.000 Euro im Strümpfle hat. Und nu such ich den Schurken, der meine fast 30.000 Euro eingesackt hat. Wenn ich den erwische…
    Aber immerhin können wir jetzt alle viel beruhigter schlafen - schliesslich sind wir (denn wir sind der Staat) doch nach diesen Angaben mehr als kreditwürdig. Also feste weiter Kredite aufnehmen. Wir haben es doch…
    So wie die vielen Kreditangebote der Banken, die jetzt verteilt werden. Jetzt sparen, weil die Märchensteuer erhöht wird. Schnell noch einen Kredit aufnehmen und einkaufen gehen. So kann man gewaltig sparen. Hab mal nachgerechnet bei so einem Volksbank-Angebot. Bei 20.000 Euro nur 10,44 Euro pro Tag über 84 Monate. Toll.
    Macht einen läppischen Mehraufwand von nur gut 5.500 Euro (ohne Verzinsung, würde man die 10,44 täglich anlegen) gegenüber einem Sparpotential von nicht einmal 500 Euro gesparter Märchensteuer. Ist das nicht verlockend? Einfach nur toll. So schafft man es dann tatsächlich mit den privaten Spareinlagen. Nur - das ist der Krux - eben bei denen, die es sowieso schon haben, also den “Geldgebern”. Aber für die Statistik ist das natürlich hervorragend.

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