Tafelwasser

25. Oktober 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Bonaqua – das war mal, vor langer langer Zeit, gleich nach dem großen Krieg, die Hauptstadt dieses Landes und lag, wie der Name schon sagt, am Ufer des größten und schönsten aller Flüsse, nach dem sogar eines unserer Bundesländer benannt wurde.

Dann wurde irgendwann die Hauptstadt an einen anderen Ort verlegt und der Name zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen an ein Unternehmen verkauft, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Leitungswasser der Städtischen Wasserwerke in Flaschen zu füllen und als Tafelwasser zu verkaufen. Es soll ein äußerst lukratives Geschäft sein – hat man mir mal erzählt, denn ich bin auf diesem Gebiet sehr unerfahren und brauche Wasser nur zum Waschen und zum Baden und zum Duschen und zum Kochen und last but not least zum Spülen. Trinken tue ich was Anderes, aber das würde jetzt den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Ich sag nur ein Wort mit “Jot” – Aljohol.

Weil ich mich, wie gesagt, mal über Bonaqa schlau machen wollte, habe ich mich im Internet (übrigens eine ganz geile Erfindung, wenn man das als älterer Mitbürger dieser Republik mal so salopp äußern darf), nach Bonaqa erkundigt und dort gelesen, dass Bonaqa ein Tafelwasser ist und unter diesem Link erfahren, dass «Tafelwasser ein Getränk ist, das hauptsächlich Trinkwasser enthält und welches die Anforderungen an Mineralwasser nicht erfüllt. Es dürfen fast beliebig Zusatzstoffe im Rahmen des allgemeinen Lebensmittelrechts zugegeben sein. In der Regel wird es in einer Fabrik abgefüllt, die einen Zulauf aus dem örtlichen Trinkwasser-Netz hat.»

Und dann hat mich fast der Schlag getroffen.
ICH bin bei Wikipedia erwähnt! ICH! Ja ehrlich! Nein, ich bin nicht betrunken! Der Alkoholspiegel liegt unter Normalnull. Echtes Biertrinkerehrenwort!
Also wenn Sie mir das nicht glauben, dann gucken Sie selber halt mal nach.

HIER
Ganz unten unter Weblinks, bei “Weblogartikel zu Dasani” – DAS bin ICH.
ICH bin bei Wikipedia erwähnt!
Freu - Strahl – Stolz – Schulterkopf – Brust schwell.

Jetzt noch das Kinn hoch, damit man das zweite auch mal sieht. Und dann brauch ich nur noch jemand, der mich für das Bundesverdienstkreuz mit Schwertern und Brillianten vorschlägt. Ich würde für die Verleihung sogar einen Tag Urlaub nehmen und auf eigene Kosten sogar nach Berlin fahren – obwohl Bonaqa wäre halt schon näher gewesen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 25. Oktober 2004 um 05:45:34 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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25. Oktober 2004 05:45

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Bonaqua – das war mal, vor langer langer Zeit, gleich nach dem großen Krieg, die Hauptstadt dieses Landes und lag, wie der Name schon sagt, am Ufer des größten und schönsten aller Flüsse, nach dem sogar eines unserer Bundesländer benannt wurde.

Dann wurde irgendwann die Hauptstadt an einen anderen Ort verlegt und der Name zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen an ein Unternehmen verkauft, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, Leitungswasser der Städtischen Wasserwerke in Flaschen zu füllen und als Tafelwasser zu verkaufen. Es soll ein äußerst lukratives Geschäft sein – hat man mir mal erzählt, denn ich bin auf diesem Gebiet sehr unerfahren und brauche Wasser nur zum Waschen und zum Baden und zum Duschen und zum Kochen und last but not least zum Spülen. Trinken tue ich was Anderes, aber das würde jetzt den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Ich sag nur ein Wort mit “Jot” – Aljohol.

Weil ich mich, wie gesagt, mal über Bonaqa schlau machen wollte, habe ich mich im Internet (übrigens eine ganz geile Erfindung, wenn man das als älterer Mitbürger dieser Republik mal so salopp äußern darf), nach Bonaqa erkundigt und dort gelesen, dass Bonaqa ein Tafelwasser ist und unter diesem Link erfahren, dass «Tafelwasser ein Getränk ist, das hauptsächlich Trinkwasser enthält und welches die Anforderungen an Mineralwasser nicht erfüllt. Es dürfen fast beliebig Zusatzstoffe im Rahmen des allgemeinen Lebensmittelrechts zugegeben sein. In der Regel wird es in einer Fabrik abgefüllt, die einen Zulauf aus dem örtlichen Trinkwasser-Netz hat.»

Und dann hat mich fast der Schlag getroffen.
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Also wenn Sie mir das nicht glauben, dann gucken Sie selber halt mal nach.

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Jetzt noch das Kinn hoch, damit man das zweite auch mal sieht. Und dann brauch ich nur noch jemand, der mich für das Bundesverdienstkreuz mit Schwertern und Brillianten vorschlägt. Ich würde für die Verleihung sogar einen Tag Urlaub nehmen und auf eigene Kosten sogar nach Berlin fahren – obwohl Bonaqa wäre halt schon näher gewesen.

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