Rentengeier

7. November 2006 05:45

Wie man der „Rente mit 67“ entgeht, darüber hat sich das Handelsblatt ausführliche Gedanken gemacht.
Falls Sie es noch nicht wissen, «sollen ab dem Jahr 2029 Arbeitnehmer in Deutschland erst mit 67 Jahren in Rente gehen können, ohne dass sie Abschläge bei ihren Altersbezügen hinnehmen müssen.»
Wer jetzt glaubt durch die „Gnade der frühen Geburt“ von dieser Zäsur nicht betroffen zu sein, der irrt, denn vom Jahr 2012 bis zum Jahr 2029 steigt die Regelaltersgrenze in Schritten von einem oder zwei Monaten je Geburtsjahrgang an. Diese schleichende Einführung der Lebensarbeitszeit gilt also auch schon für Geburtenjahrgänge vor 1964.

Daher ist es wichtig, wie man als stetig alternder Mensch und noch in Lohn und Brot stehender Arbeitnehmer diesem System ein Schnippchen schlagen kann.
Das Handelsblatt nennt dazu folgende Stichpunkte:
Erste Ausnahme: 45 Beitragsjahre.
Zweite Ausnahme: 35 Versicherungsjahre.
Dritte Ausnahme: Altersteilzeit für Jahrgänge vor 1954 bzw. 1951
Vierte Ausnahme: Erwerbsminderung.

RentengeierZusammenfassend heißt das, dass überwiegend männliche Arbeitnehmer der Jahrgänge vor 1954 und ohne akademische Bildung der längeren Lebensarbeitszeit und/oder Rentenkürzungen entkommen könnten, außer die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für ältere Arbeitnehmerinnen werden noch drastisch verändert.

Alle anderen Werktätigen sehen ziemlich alt aus, bis sie in Rente gehen können.

Außer …

Es gibt da noch eine Möglichkeit dem System ein Schnippchen zu schlagen.
Ein Möglichkeit, die (natürlich) nicht im Handelsblatt steht.
Eine ganz legale Möglichkeit und dennoch der wertvollste Beitrag zur Demografieverbesserung und nachhaltigen Gesundung unserer Rentensystems:
„Geben Sie sich doch einfach selbst die Kugel“.

Oder besser noch, legen Sie vorher noch einen von den Halunken um, die sich dieses perfide System des Betruges ausgedacht haben.

HTH (Hope this helps)


(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 7. November 2006 um 05:45:03 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

11 Antworten zu “Rentengeier”

  1. mitdenker meint:

    Also das verstehe ich wieder nicht. Nachdem mich dieses mitt- bis endzwanzigjährige Mädel bei einem der hochinteressanten Sendungen von Sabinchen doch aber so etwas von überzeugt hat mit ihrem Geplapper von der rasanten Entwicklung des älterwerdens in diesem Ländle seit den 60er Jahren. Ja, soll man auf der Seite der Buntesregierung nachlesen können. Hat sie gesagt. Warscheinlich als Beweis für die fehlerhafte Interpretation der PISA-Studie – SIE kann schließlich lesen und schreiben. Hurra. Schließlich hat SIE einen ganzen Roman geschrieben. Mit Auszeichnung. Und deshalb ist SIE bestimmt auch prädestiniert für obrige Aussage. Nur mit dem rechnen klappt es nicht so recht. Aber das ist meine Interpretation.
    Ich hätte sie nämlich gern gefragt, wie lange sie an diesem Roman geschrieben hat bis zur Drucklegung. Und wie lange es wohl in den 60er Jahren gedauert hätte einschließlich der auf einer vielleicht OLYMPIA getippten vielfältigen Korrekturseiten und dem Verbrauch an TIPPEX. Die Differenz nennt man wohl Arbeitsproduktivität. Und die wird nicht durch die Regierenden gesteigert, sondern durch die Menschen, die denn in dieser Zeit gearbeitet haben und eben mit ihrer Arbeit diese gesteigert haben. Mit dieser gesteigerten Produktivität haben sie eigentlich SICH die Grundlagen geschaffen für ein Leben nach dem „Erwerbsleben“. Aber, aber – so der Krux, die Ergebnisse dieser Produktivitätssteigerung wollen (wie so oft) die für sich behalten, die meinen, das sie ihnen gehört. Schließlich sind sie doch die „Leistungsträger“. Dieses wird jedoch nie (und wirklich nie) an- geschweige denn ausgesprochen. Schon gar nicht von diesen Leistungsträgern. Schließlich haben sie doch so schwer zu tragen – an ihren „Leistungen“.

    Und was lese ich da am Ende des Artikels?:
    „Geben Sie sich doch einfach selbst die Kugel“.
    Kugel geben? Die Frage ist, in welcher Form. Die Dinger wie sie Adolf und Herrmann genommen und Magda ihren Kindern verabreicht hat? Oder die Dinger, die zusätzlich eines mechanischen Gerätes bedürfen?
    Das Problem ist doch, dass beide Arten die Statistik versauen:

    „Von den 11 150 tödlichen Suiziden in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2003 wurden folgende Todesarten erfasst:
    • Erhängen/Ersticken 5.538 (50 %)
    • Sturz in die Tiefe 1.100 (10 %)
    • Vergiftung durch Medikamente 940 (8 %)
    • Erschießen 572 (5 %)
    • Sich vor den Zug oder vor Autos werfen 556 (5 %)
    • Abgase ins Auto leiten 216 (2 %)“

    Und die große Frage ist doch auch, ob all diese externen Unterstützer überhaupt notwendig sind. Schließlich wird doch schon seit Jahren von den Dank unserer aktiven Unterstützung der uns Regierenden eine wesentlich effektivere Methode erarbeitet und in Bälde auch in Praxis eingeführt: die (so genannte) Gesundheitsreform. Da bedarf es dann keines der oben genannten Hilfsmittel mehr. Zugegeben, es dauert dann für viele ein wenig länger bis zur finalen Rettung aus dieser Besten und auch für die Menschen hier einzig vorstellbaren/praktizierbaren gesellschaftlichen Ordnung. Ist häufig auch mit ein wenig längeren Schmerzen verbunden. Aber was soll’s nicht der Weg ist schließlich entscheidend, nur das Ziel zählt (jedenfalls in dieser gesellschaftlichen Ordnung).
    Und für den noch gerade so vorhandenen so genannten Mittelstand in diesem Ländle gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die letzten Groschen – sorry, Cent für einen einmaligen Ausflug in die Schweiz ohne Rückfahrkarte zu Exit oder Dignitas auszugeben.

  2. xy12 meint:

    Rente? Schwachsinn! Gibt es doch eh nicht mehr, wenn die heute Jungen alt sind…

  3. pathologe meint:

    @mitdenker: Gesundheitsreform: ist das nicht eigentlich Beihilfe zur Republikflucht? Und damit strafbar? Ach nein, fiel ja ab 89 flach.

  4. mitdenker meint:

    @pathologe
    Eigentlich ja. Aber….
    Meist sind wir Deutschen ja ein wenig blind. Dieses Kunstwort „Republikflucht“ ist typisch für die Ex-DDR, in der es auch keine Spots gab sondern nur Such- und Verfolgungsscheinwerfer (lt. Prospekt NARVA). Ich jedenfalls kann mich noch entsinnen, dass es im StGB der BRD und vieler anderer Länder einen Paragraphen für illegalen Grenzübertritt gab (gibt?). In anderen Ländern gibt es ihn tatsächlich noch (guckst du):

    Nach Art. 85 und/oder nach Art. 89 des vietnamesischen Strafgesetzbuches (VStGB).
    Der englische Wortlaut des Artikel 85 VStGB lautet:
    Art. 85 VStGB: The crime of fleeing to a foreign country or fleeing to and remaining in a foreign country with the intent to oppose the people’s government.
    1. The penalty for anyone who flees to a foreign country or flees to a foreign country and remains there with the intent to oppose the people’s government is from 3 to 12 years in prison.
    2. The penalty for persons who organize, force or incite such attempts is from 5 to 15 years in prison.
    3. The penalty for this in especially serious cases is from 12 to 20 years in prison or life in prison.
    Für Republikflucht in Zusammenhang mit der Absicht, im Ausland gegen die vietnamesische Regierung zu opponieren, steht Gefängnisstrafe von drei bis zu zwölf Jahren, für die Organisatoren beträgt das Strafmaß fünf bis 15 Jahre und in besonders schweren Fällen zwölf bis 20 Jahre oder sogar lebenslange Freiheitsstrafe.
    Und:
    Unter Einsatz seines Lebens hat sich ein Südkoreaner auf in den Norden gemacht. Trotz Warnschüssen südkoreanischer Soldaten auf sein Boot hat er sich nach Militärangaben über die Seegrenze in den Norden abgesetzt. Etwa 20 Maschinengewehrsalven hätten Soldaten von Land aus auf das Fischerboot abgefeuert - einschüchtern ließ sich der Flüchtling davon nicht.
    (Stern 13.05.2005)
    Also nichts mit 1989 vorbei….
    Nach WILSON & DONNAN (1998) begannen die Menschen, Grenzen zu ziehen, um ihre eigenen und die natürlichen Ressourcen zu schützen. Heutzutage haben Grenzen oftmals eine rein strategische Bedeutung.
    Ach, und wie nennt man eigentlich die Menschen, die jüngst vor den Küsten der Kanaren, Italiens usw. auftauchen? Und was tut man? Abschottung und Aufrüstung der Außengrenzen….
    Auch in den USA. Huch? Mauerbau im freiheitlichsten Staat der Welt?
    Was nicht heißen soll, das ich den Berliner Mauerbau verteidigen will. Ich will nur klarmachen, dass die meisten Menschen eigentlich nur Spielball einiger weniger politischer Spinner sind und darunter zu leiden haben. Und zu viele Dinge aus eben nur politisch motivierten Blickwinkel betrachtet werden.
    Egal ob es sich um Rente, Arbeitslosigkeit, Gesundheit oder weiß der Geier um welche Probleme menschlischen Lebens es sich handelt. Mit einem politisch motivierten Blickwinkel hat man IMMER Scheuklappen auf.

  5. bigbang meint:

    mitdenker: ich sehe, du denkst mit. prima. 1 setzen. leider lässt das bildungssystem in diesem land nicht zu, dass sich die mitdenker vermehren…

  6. Machopan meint:

    Als Kugel zur mechanischen Verabreichung würde ich “Dum Dum”-Geschosse bevorzugen, denn die sollen beim Austritt auch in hohlen Birnen noch große Löcher hinterlassen.
    Selbst wenn dadurch die Suizid-Statistik verbogen wird.
    Und beim Schießen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Schuß von rechts kommt, damit auch die Statistik der “Straftaten von rechts” davon profitieren kann :-) .

  7. Hansi meint:

    @mitdenker

    • Abgase ins Auto leiten 216 (2 %)

    Benziner oder Diesel? Wird wohl nicht erfaßt?

  8. Machopan meint:

    Benzin oder Diesel ist unwichtig, da beides aus fossilen Brennstoffen
    Aber Typ, Modell, Hubraum und Motorleistung und Standort sind vor dem Ableben unter Vorlage des KFZ-Scheins an die KFZ-Zulassungsstelle zu melden. :-)

  9. pathologe meint:

    Und ans Finanzamt, zwecks der Erhöhung der KFZ-Steuer. Wegen Überschreitung der Abgasgrenzwerte der Euro-Norm.

  10. mitdenker meint:

    @Hansi, @Machopan
    …und, im Falle eines privat genutzten Dienstwagens ist natürlich eine entsprechende Genehmigung zur “nicht sachgerechten Nutzung des überlassenen Gebrauchsgegenstandes” an den entsprechenden Arbeitgeber zu stellen und natürlich genehmigen zu lassen. Bei Nutzern über 50 Lebensjahren kein Problem. Nur muss das Auto anschließend im gesäuberten und gebrauchsgerechten Zustand zurückgegeben werden.
    Deshalb ist der Prozentsatz auch so gering. Wer säubert schon den Dienstwagen mit der Sarggarnitur, in der er dann viele Jahre liegen muss….

  11. Machopan meint:

    In einem solchem Fall stellt sich natürlich in unserem Land die (arbeitsrechtlich-fiskalische) Frage, ob das Sterben im vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Fahrzeug mit der 1%-Regelung für private Nutzung bereits abgedeckt ist oder durch Hinzurechnung eines “Sondernutzungsfaktors”
    a. vom Arbeitgeber bei der Lohnabrechnung pauschaliert oder
    b. vom Arbeitnehmer im Rahmen derLohn-/Einkommensteuererklärung  individuell
    erklärt werden muss.
    Oder gibt es hierfür bereits ein innerstaatliches Doppelversteuerungsabkommen von anno dunnemal?

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Rentengeier

7. November 2006 05:45

Wie man der „Rente mit 67“ entgeht, darüber hat sich das Handelsblatt ausführliche Gedanken gemacht.
Falls Sie es noch nicht wissen, «sollen ab dem Jahr 2029 Arbeitnehmer in Deutschland erst mit 67 Jahren in Rente gehen können, ohne dass sie Abschläge bei ihren Altersbezügen hinnehmen müssen.»
Wer jetzt glaubt durch die „Gnade der frühen Geburt“ von dieser Zäsur nicht betroffen zu sein, der irrt, denn vom Jahr 2012 bis zum Jahr 2029 steigt die Regelaltersgrenze in Schritten von einem oder zwei Monaten je Geburtsjahrgang an. Diese schleichende Einführung der Lebensarbeitszeit gilt also auch schon für Geburtenjahrgänge vor 1964.

Daher ist es wichtig, wie man als stetig alternder Mensch und noch in Lohn und Brot stehender Arbeitnehmer diesem System ein Schnippchen schlagen kann.
Das Handelsblatt nennt dazu folgende Stichpunkte:
Erste Ausnahme: 45 Beitragsjahre.
Zweite Ausnahme: 35 Versicherungsjahre.
Dritte Ausnahme: Altersteilzeit für Jahrgänge vor 1954 bzw. 1951
Vierte Ausnahme: Erwerbsminderung.

RentengeierZusammenfassend heißt das, dass überwiegend männliche Arbeitnehmer der Jahrgänge vor 1954 und ohne akademische Bildung der längeren Lebensarbeitszeit und/oder Rentenkürzungen entkommen könnten, außer die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für ältere Arbeitnehmerinnen werden noch drastisch verändert.

Alle anderen Werktätigen sehen ziemlich alt aus, bis sie in Rente gehen können.

Außer …

Es gibt da noch eine Möglichkeit dem System ein Schnippchen zu schlagen.
Ein Möglichkeit, die (natürlich) nicht im Handelsblatt steht.
Eine ganz legale Möglichkeit und dennoch der wertvollste Beitrag zur Demografieverbesserung und nachhaltigen Gesundung unserer Rentensystems:
„Geben Sie sich doch einfach selbst die Kugel“.

Oder besser noch, legen Sie vorher noch einen von den Halunken um, die sich dieses perfide System des Betruges ausgedacht haben.

HTH (Hope this helps)


(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 7. November 2006 um 05:45:03 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

11 Antworten zu “Rentengeier”

  1. mitdenker meint:

    Also das verstehe ich wieder nicht. Nachdem mich dieses mitt- bis endzwanzigjährige Mädel bei einem der hochinteressanten Sendungen von Sabinchen doch aber so etwas von überzeugt hat mit ihrem Geplapper von der rasanten Entwicklung des älterwerdens in diesem Ländle seit den 60er Jahren. Ja, soll man auf der Seite der Buntesregierung nachlesen können. Hat sie gesagt. Warscheinlich als Beweis für die fehlerhafte Interpretation der PISA-Studie – SIE kann schließlich lesen und schreiben. Hurra. Schließlich hat SIE einen ganzen Roman geschrieben. Mit Auszeichnung. Und deshalb ist SIE bestimmt auch prädestiniert für obrige Aussage. Nur mit dem rechnen klappt es nicht so recht. Aber das ist meine Interpretation.
    Ich hätte sie nämlich gern gefragt, wie lange sie an diesem Roman geschrieben hat bis zur Drucklegung. Und wie lange es wohl in den 60er Jahren gedauert hätte einschließlich der auf einer vielleicht OLYMPIA getippten vielfältigen Korrekturseiten und dem Verbrauch an TIPPEX. Die Differenz nennt man wohl Arbeitsproduktivität. Und die wird nicht durch die Regierenden gesteigert, sondern durch die Menschen, die denn in dieser Zeit gearbeitet haben und eben mit ihrer Arbeit diese gesteigert haben. Mit dieser gesteigerten Produktivität haben sie eigentlich SICH die Grundlagen geschaffen für ein Leben nach dem „Erwerbsleben“. Aber, aber – so der Krux, die Ergebnisse dieser Produktivitätssteigerung wollen (wie so oft) die für sich behalten, die meinen, das sie ihnen gehört. Schließlich sind sie doch die „Leistungsträger“. Dieses wird jedoch nie (und wirklich nie) an- geschweige denn ausgesprochen. Schon gar nicht von diesen Leistungsträgern. Schließlich haben sie doch so schwer zu tragen – an ihren „Leistungen“.

    Und was lese ich da am Ende des Artikels?:
    „Geben Sie sich doch einfach selbst die Kugel“.
    Kugel geben? Die Frage ist, in welcher Form. Die Dinger wie sie Adolf und Herrmann genommen und Magda ihren Kindern verabreicht hat? Oder die Dinger, die zusätzlich eines mechanischen Gerätes bedürfen?
    Das Problem ist doch, dass beide Arten die Statistik versauen:

    „Von den 11 150 tödlichen Suiziden in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2003 wurden folgende Todesarten erfasst:
    • Erhängen/Ersticken 5.538 (50 %)
    • Sturz in die Tiefe 1.100 (10 %)
    • Vergiftung durch Medikamente 940 (8 %)
    • Erschießen 572 (5 %)
    • Sich vor den Zug oder vor Autos werfen 556 (5 %)
    • Abgase ins Auto leiten 216 (2 %)“

    Und die große Frage ist doch auch, ob all diese externen Unterstützer überhaupt notwendig sind. Schließlich wird doch schon seit Jahren von den Dank unserer aktiven Unterstützung der uns Regierenden eine wesentlich effektivere Methode erarbeitet und in Bälde auch in Praxis eingeführt: die (so genannte) Gesundheitsreform. Da bedarf es dann keines der oben genannten Hilfsmittel mehr. Zugegeben, es dauert dann für viele ein wenig länger bis zur finalen Rettung aus dieser Besten und auch für die Menschen hier einzig vorstellbaren/praktizierbaren gesellschaftlichen Ordnung. Ist häufig auch mit ein wenig längeren Schmerzen verbunden. Aber was soll’s nicht der Weg ist schließlich entscheidend, nur das Ziel zählt (jedenfalls in dieser gesellschaftlichen Ordnung).
    Und für den noch gerade so vorhandenen so genannten Mittelstand in diesem Ländle gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die letzten Groschen – sorry, Cent für einen einmaligen Ausflug in die Schweiz ohne Rückfahrkarte zu Exit oder Dignitas auszugeben.

  2. xy12 meint:

    Rente? Schwachsinn! Gibt es doch eh nicht mehr, wenn die heute Jungen alt sind…

  3. pathologe meint:

    @mitdenker: Gesundheitsreform: ist das nicht eigentlich Beihilfe zur Republikflucht? Und damit strafbar? Ach nein, fiel ja ab 89 flach.

  4. mitdenker meint:

    @pathologe
    Eigentlich ja. Aber….
    Meist sind wir Deutschen ja ein wenig blind. Dieses Kunstwort „Republikflucht“ ist typisch für die Ex-DDR, in der es auch keine Spots gab sondern nur Such- und Verfolgungsscheinwerfer (lt. Prospekt NARVA). Ich jedenfalls kann mich noch entsinnen, dass es im StGB der BRD und vieler anderer Länder einen Paragraphen für illegalen Grenzübertritt gab (gibt?). In anderen Ländern gibt es ihn tatsächlich noch (guckst du):

    Nach Art. 85 und/oder nach Art. 89 des vietnamesischen Strafgesetzbuches (VStGB).
    Der englische Wortlaut des Artikel 85 VStGB lautet:
    Art. 85 VStGB: The crime of fleeing to a foreign country or fleeing to and remaining in a foreign country with the intent to oppose the people’s government.
    1. The penalty for anyone who flees to a foreign country or flees to a foreign country and remains there with the intent to oppose the people’s government is from 3 to 12 years in prison.
    2. The penalty for persons who organize, force or incite such attempts is from 5 to 15 years in prison.
    3. The penalty for this in especially serious cases is from 12 to 20 years in prison or life in prison.
    Für Republikflucht in Zusammenhang mit der Absicht, im Ausland gegen die vietnamesische Regierung zu opponieren, steht Gefängnisstrafe von drei bis zu zwölf Jahren, für die Organisatoren beträgt das Strafmaß fünf bis 15 Jahre und in besonders schweren Fällen zwölf bis 20 Jahre oder sogar lebenslange Freiheitsstrafe.
    Und:
    Unter Einsatz seines Lebens hat sich ein Südkoreaner auf in den Norden gemacht. Trotz Warnschüssen südkoreanischer Soldaten auf sein Boot hat er sich nach Militärangaben über die Seegrenze in den Norden abgesetzt. Etwa 20 Maschinengewehrsalven hätten Soldaten von Land aus auf das Fischerboot abgefeuert - einschüchtern ließ sich der Flüchtling davon nicht.
    (Stern 13.05.2005)
    Also nichts mit 1989 vorbei….
    Nach WILSON & DONNAN (1998) begannen die Menschen, Grenzen zu ziehen, um ihre eigenen und die natürlichen Ressourcen zu schützen. Heutzutage haben Grenzen oftmals eine rein strategische Bedeutung.
    Ach, und wie nennt man eigentlich die Menschen, die jüngst vor den Küsten der Kanaren, Italiens usw. auftauchen? Und was tut man? Abschottung und Aufrüstung der Außengrenzen….
    Auch in den USA. Huch? Mauerbau im freiheitlichsten Staat der Welt?
    Was nicht heißen soll, das ich den Berliner Mauerbau verteidigen will. Ich will nur klarmachen, dass die meisten Menschen eigentlich nur Spielball einiger weniger politischer Spinner sind und darunter zu leiden haben. Und zu viele Dinge aus eben nur politisch motivierten Blickwinkel betrachtet werden.
    Egal ob es sich um Rente, Arbeitslosigkeit, Gesundheit oder weiß der Geier um welche Probleme menschlischen Lebens es sich handelt. Mit einem politisch motivierten Blickwinkel hat man IMMER Scheuklappen auf.

  5. bigbang meint:

    mitdenker: ich sehe, du denkst mit. prima. 1 setzen. leider lässt das bildungssystem in diesem land nicht zu, dass sich die mitdenker vermehren…

  6. Machopan meint:

    Als Kugel zur mechanischen Verabreichung würde ich “Dum Dum”-Geschosse bevorzugen, denn die sollen beim Austritt auch in hohlen Birnen noch große Löcher hinterlassen.
    Selbst wenn dadurch die Suizid-Statistik verbogen wird.
    Und beim Schießen sollte man unbedingt darauf achten, dass der Schuß von rechts kommt, damit auch die Statistik der “Straftaten von rechts” davon profitieren kann :-) .

  7. Hansi meint:

    @mitdenker

    • Abgase ins Auto leiten 216 (2 %)

    Benziner oder Diesel? Wird wohl nicht erfaßt?

  8. Machopan meint:

    Benzin oder Diesel ist unwichtig, da beides aus fossilen Brennstoffen
    Aber Typ, Modell, Hubraum und Motorleistung und Standort sind vor dem Ableben unter Vorlage des KFZ-Scheins an die KFZ-Zulassungsstelle zu melden. :-)

  9. pathologe meint:

    Und ans Finanzamt, zwecks der Erhöhung der KFZ-Steuer. Wegen Überschreitung der Abgasgrenzwerte der Euro-Norm.

  10. mitdenker meint:

    @Hansi, @Machopan
    …und, im Falle eines privat genutzten Dienstwagens ist natürlich eine entsprechende Genehmigung zur “nicht sachgerechten Nutzung des überlassenen Gebrauchsgegenstandes” an den entsprechenden Arbeitgeber zu stellen und natürlich genehmigen zu lassen. Bei Nutzern über 50 Lebensjahren kein Problem. Nur muss das Auto anschließend im gesäuberten und gebrauchsgerechten Zustand zurückgegeben werden.
    Deshalb ist der Prozentsatz auch so gering. Wer säubert schon den Dienstwagen mit der Sarggarnitur, in der er dann viele Jahre liegen muss….

  11. Machopan meint:

    In einem solchem Fall stellt sich natürlich in unserem Land die (arbeitsrechtlich-fiskalische) Frage, ob das Sterben im vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Fahrzeug mit der 1%-Regelung für private Nutzung bereits abgedeckt ist oder durch Hinzurechnung eines “Sondernutzungsfaktors”
    a. vom Arbeitgeber bei der Lohnabrechnung pauschaliert oder
    b. vom Arbeitnehmer im Rahmen derLohn-/Einkommensteuererklärung  individuell
    erklärt werden muss.
    Oder gibt es hierfür bereits ein innerstaatliches Doppelversteuerungsabkommen von anno dunnemal?

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