Unverkennbar misstrauisch

10. November 2006 05:45

«Unverkennbar misstrauisch, mit fundamental zunehmender Tendenz, begegne das „Volk“ den „demokratischen Institutionen“ und besonders den Parteien und Regenten», kann man im Spiegel und anderswo lesen.

Na wen wundert’s?
Auf jeden Fall niemand, der in den letzten Jahren mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand seinen Aufenthalt in diesem Land hatte.
Schauen Sie sich doch mal um.
Überall nur noch Sozialschmarotzer, Langzeitfaulenzer, Arbeitslose, Geringverdiener, Ungelernte, Schwervermittelbare, Zeitarbeiter, Schwarzarbeiter, Steuerzahler, Geschiedene, Alleinerzieher, Kinderlose, Schulabbrecher, Lehrstellenlose, Sozialversicherungspflichtige, Rentner, Migranten, Scheinasylanten, potenzielle Terroristen, Rechtsradikale, Lobbyisten, Abzocker, Steuerhinterzieher, Heuschrecken, Spekulanten und kleine und große Kriminelle.

MisstrauenUnd für all diese Subjekte, die in diesem Staat ihr Unwesen treiben, werden von den Politikern, die seit Jahren in diesem Staat ihr Unwesen treiben, in immer schnellerer Folge Gesetze und Vorschriften erlassen.
Für jede Zielgruppe, für jede Sachlage, zur Vermeidung von diesem und zur Förderung von jenem, egal was auch immer - wir machen dafür ein Gesetz, eine Vorschrift, eine Richtlinie, eine Verordnung.

Und dazwischen drin und meist darunter und schon lange nicht mehr nur dabei, „Otto Normalverbraucher“, mit und ohne Familie im täglichen Kampf gegen den Abstieg oder schon ums nackte Überleben.
Gebeutelt von massivsten Gehaltseinbußen, Jobverlusten, Mini-Jobs, Preissteigerungen und Steuererhöhungen, Gesetzesänderungen und Behördenwillkür.
Degradiert zum politischen Stimmvieh, zur manipulierbaren Melkkuh der Nation, zum behördlichen Drangsalierungssubjekt und zum unmündigen Staatsangehörigen. Mit hohlen Sprechblasen zugelabert, mit Paragraphen erschlagen, mit leeren Versprechungen abgewimmelt und voll Wonne in den Arsch getreten.

Das sind wir!
Wir sind vielleicht ein Volk!
Die staatsverdrossenen Deutschen, unverkennbar misstrauisch mit fundamental zunehmender Tendenz gegenüber „demokratischen Institutionen“ und besonders den Parteien und Regenten.
Wen wundert’s?
Mich nicht!
Aber ich kann mich ja auch noch an die erfolgreiche Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik und die grausliche Vertrauensfrage vom Herrn Schröder erinnern.
Spätestens damals hat man nicht nur ihm das Vertrauen entzogen.


(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. November 2006 um 05:45:27 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Unverkennbar misstrauisch”

  1. Minotaurus meint:

    Ja, wir sind vielleicht ein Volk!

    Und ich wäre froh darüber, wenn es nicht nur das Ergebnis irgendeiner Spiegel-Studie wäre, sondern Realität!
    Die Realität sieht leider völlig anders aus: Der Wähler interessiert sich immer weniger für die langfristige Zielsetzung der politischen Parteien, sondern läßt sich in seinem Wahlverhalten immer mehr vom aktuellen Tagesgeschehen oder vom Modedesign der jeweils führenden Köpfe beeinflussen.
    Etwas mehr inhaltliche Auseinandersetzung wäre deshalb wünschenswert, dann wäre die allgemeine Politikverdrossenheit auch nicht so groß und die Rattenfänger am linken und rechten Rand hätten weniger Zulauf.

    Liberale Grüße vom Minotaurus

  2. xy12 meint:

    “Langfristige Zielsetzung einer Partei…?” - Wo gibt´s denn noch so etwas? Die Jungens und Mädels von der Partei haben doch nur noch ein Ziel: Wie man mit maximaler Inkompetenz maximales Vermögen zusammenraffen kann. Anders ausgedückt: Wie soll man sich mit dem Inhalt einer leeren Kloschüssel auseinandersetzen?

  3. Machopan meint:

    Bei einer leeren Kloschüssel weiß ich leider keinen Rat.
    Aber bei einer vollen Kloschlüssel gibt es nur eines … ab in die Kanalisation und ins Klärwerk. Das Wasser anschließend ab in den Bach und die Scheiße auf den Acker.
    Und wenn die Scheiße in der Schüssel nicht von alleine durchs Rohr will, dann gibt es “Rohrreiniger” und mechanischen Nachhilfeunterricht.

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Unverkennbar misstrauisch

10. November 2006 05:45

«Unverkennbar misstrauisch, mit fundamental zunehmender Tendenz, begegne das „Volk“ den „demokratischen Institutionen“ und besonders den Parteien und Regenten», kann man im Spiegel und anderswo lesen.

Na wen wundert’s?
Auf jeden Fall niemand, der in den letzten Jahren mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand seinen Aufenthalt in diesem Land hatte.
Schauen Sie sich doch mal um.
Überall nur noch Sozialschmarotzer, Langzeitfaulenzer, Arbeitslose, Geringverdiener, Ungelernte, Schwervermittelbare, Zeitarbeiter, Schwarzarbeiter, Steuerzahler, Geschiedene, Alleinerzieher, Kinderlose, Schulabbrecher, Lehrstellenlose, Sozialversicherungspflichtige, Rentner, Migranten, Scheinasylanten, potenzielle Terroristen, Rechtsradikale, Lobbyisten, Abzocker, Steuerhinterzieher, Heuschrecken, Spekulanten und kleine und große Kriminelle.

MisstrauenUnd für all diese Subjekte, die in diesem Staat ihr Unwesen treiben, werden von den Politikern, die seit Jahren in diesem Staat ihr Unwesen treiben, in immer schnellerer Folge Gesetze und Vorschriften erlassen.
Für jede Zielgruppe, für jede Sachlage, zur Vermeidung von diesem und zur Förderung von jenem, egal was auch immer - wir machen dafür ein Gesetz, eine Vorschrift, eine Richtlinie, eine Verordnung.

Und dazwischen drin und meist darunter und schon lange nicht mehr nur dabei, „Otto Normalverbraucher“, mit und ohne Familie im täglichen Kampf gegen den Abstieg oder schon ums nackte Überleben.
Gebeutelt von massivsten Gehaltseinbußen, Jobverlusten, Mini-Jobs, Preissteigerungen und Steuererhöhungen, Gesetzesänderungen und Behördenwillkür.
Degradiert zum politischen Stimmvieh, zur manipulierbaren Melkkuh der Nation, zum behördlichen Drangsalierungssubjekt und zum unmündigen Staatsangehörigen. Mit hohlen Sprechblasen zugelabert, mit Paragraphen erschlagen, mit leeren Versprechungen abgewimmelt und voll Wonne in den Arsch getreten.

Das sind wir!
Wir sind vielleicht ein Volk!
Die staatsverdrossenen Deutschen, unverkennbar misstrauisch mit fundamental zunehmender Tendenz gegenüber „demokratischen Institutionen“ und besonders den Parteien und Regenten.
Wen wundert’s?
Mich nicht!
Aber ich kann mich ja auch noch an die erfolgreiche Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik und die grausliche Vertrauensfrage vom Herrn Schröder erinnern.
Spätestens damals hat man nicht nur ihm das Vertrauen entzogen.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. November 2006 um 05:45:27 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Unverkennbar misstrauisch”

  1. Minotaurus meint:

    Ja, wir sind vielleicht ein Volk!

    Und ich wäre froh darüber, wenn es nicht nur das Ergebnis irgendeiner Spiegel-Studie wäre, sondern Realität!
    Die Realität sieht leider völlig anders aus: Der Wähler interessiert sich immer weniger für die langfristige Zielsetzung der politischen Parteien, sondern läßt sich in seinem Wahlverhalten immer mehr vom aktuellen Tagesgeschehen oder vom Modedesign der jeweils führenden Köpfe beeinflussen.
    Etwas mehr inhaltliche Auseinandersetzung wäre deshalb wünschenswert, dann wäre die allgemeine Politikverdrossenheit auch nicht so groß und die Rattenfänger am linken und rechten Rand hätten weniger Zulauf.

    Liberale Grüße vom Minotaurus

  2. xy12 meint:

    “Langfristige Zielsetzung einer Partei…?” - Wo gibt´s denn noch so etwas? Die Jungens und Mädels von der Partei haben doch nur noch ein Ziel: Wie man mit maximaler Inkompetenz maximales Vermögen zusammenraffen kann. Anders ausgedückt: Wie soll man sich mit dem Inhalt einer leeren Kloschüssel auseinandersetzen?

  3. Machopan meint:

    Bei einer leeren Kloschüssel weiß ich leider keinen Rat.
    Aber bei einer vollen Kloschlüssel gibt es nur eines … ab in die Kanalisation und ins Klärwerk. Das Wasser anschließend ab in den Bach und die Scheiße auf den Acker.
    Und wenn die Scheiße in der Schüssel nicht von alleine durchs Rohr will, dann gibt es “Rohrreiniger” und mechanischen Nachhilfeunterricht.

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