Fidel auf Kuba

17. November 2006 05:45

Wer bisher geglaubt hatte, dass Sex, Drugs and Rock’n Roll für eine kurzes, aber ereignisreiches Leben verantwortlich sind, der muss jetzt umdenken.
Denn wie eine kubanische Studie jetzt ergab ist wirklich lebensverkürzend nur der Rock’n Roll und man kann mit wenig Alkohol, aber viel Kaffee, Zigarren und SEX ein langes Leben haben.

Zumindest auf Kuba!!!

Für die Studie waren mehr als 50 Kubaner im Alter über 100 Jahre befragt worden.
Der Studie zufolge ist der Großteil der alten Leute geistig äußerst rege, die meisten von ihnen verrichteten noch immer für ihr Alter schwere Arbeiten, was nach Informationen aus Regierungskreisen in Berlin zur sofortigen Bildung einer Task-Force mit Mitarbeitern des Bundesgesundheits- und Arbeitsministerium geführt haben soll..

Fidel CastroKeiner der Hundertjährigen ist Alkoholiker, aber fast alle trinken viel Kaffee und rauchen Zigarren. Zudem hätten sie vielfältige Interessen “auch sexueller Natur”, hieß es in der am Zentrum für Geriatrie und Sozialarbeit vorgestellten Untersuchung.
Kuba will nun die durchschnittliche Lebenserwartung seiner Bewohner auf 80 Jahre erhöhen und betreibt zu diesem Zweck zahlreiche Studien.

Also, auf was warten die Senioren Deutschlands noch?
Statt in einem Land auszuharren, das sie zunehmend als Last und Problem betrachtet, sollten sie sich doch besser als Studienteilnehmer nach Kuba umsiedeln.
Jede Menge Kaffee, jeden Tag eine gute Zigarre und sicher auch nicht zu verachten die Befriedigung gewisser vielfältiger Interessen - „auch sexueller Natur“, sind auch für ältere Deutsche nicht gänzlich uninteressant.
Und statt hier in irgendein Altenheim gestopft zu werden und langsam dem Tod entgegenzudämmern, könnte man(n) ja ein bisschen Spanisch lernen und …

Und jetzt wo gerade der älteste Mann Kuba’s, Benito Martinez Abogan, im Alter von 126 Jahren verstorben ist, könnte es durchaus sein, dass die Kubaner es mit der Einreise von Ausländern nicht so eng sehen.
War doch Benito gar kein Kubaner, sondern hatte am 19. Juni 1880 auf Haiti das Licht der Welt erblickt. Erst im Alter von 45 Jahren wanderte er nach Kuba aus um dort auf den Zucker- und Kaffeeplantagen zu arbeiten. 80 Jahre lang hat er dort noch gelebt, Kaffee getrunken, Zigarren geraucht und äähmmm ja …

Im Alter von 45 Jahren werden Männer bei uns doch schon fast als „arbeitspolitische Problemfälle“ angesehen, die den Anforderungen einer modernen Informations- und Dienstleistungsgesellschaft nicht mehr gewachsen sind. Ab 50 dann auch noch auf dem unter Globalisierungsdruck stehenden Arbeitsmarkt besonders schwer vermittelbar und nur unter Einsatz hoch motivierter Fallmanager überhaupt noch in 1-Euro-Jobs unterzubringen.

Da wäre so eine Entsorgung als kubanisches Studienobjekt doch sicher auch im Interesse unseres chronisch klammen Sozialstaates und die Übernahme der Flugkosten durch die Agentur für Arbeitslosenverwaltung käme sicher billiger als diverse Schulungsmaßnahmen zum Thema „Wie schreibe ich eine erfolgreiche Bewerbung“.

Wissen Sie zufällig, ob zwischen der wiedervereinten BRddr und dem Staat Kuba eigentlich (noch) diplomatische Beziehungen bestehen?
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Antwort, dass die Beziehungen der DDR zu Kuba schon immer besonders gut waren. Bewohner der ehemaligen SBZ werden daraus heute sicher keinen Vorteil mehr ableiten können, auch wenn sie anno 1962 schon mal dort gewesen sind um Land und Leute kennenzulernen.


(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 17. November 2006 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Fidel auf Kuba”

  1. Bollermann meint:

    Wenn noch mehr bestens versorgte Beamtenpensionäre ihre Granatenkohle im Ausland verbraten als bisher, wird es wirklich eng mit der Belebung des deutschen Binnenmarktes. Und die vielen Muttis mit Renten um die 500 Euro kommen für kubanische “Zigarren” kaum in Betracht.

  2. synchrono meint:

    Naja, ob des 1962 genannten Anlasses waren wohl ausschließlich Bürger der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in Kuba, nicht aber die der ehemalig von ihr besetzten Zone. Allerdings gab es in Folge der Kubakrise später einige DDR-Urlauber in Kubaland. Ob die heute noch die Reisekosten aufbringen könnten…?

  3. Machopan meint:

    Na für ein Last-Minute-Ticket der Bundesagentur für den Flug nach “Schlaraffenland” würden doch die meisten älteren Sozialschmarotzer glatt einen zumutbaren Eigenanteil übernehmen und im Gegenzug eine Planstelle als “potenzieller Staatsfeind” freimachen.
    Ggf. könnte man diese Aktion auch aus dem Topf “Kampf gegen Rechts” gegenfinanzieren.
    Vorbedingung wäre allerdings, dass sich jeder Fluggast vor dem Abflug eine Glatze schneiden lässt und schriftlich erklärt rechtsextrem gefährdet zu sein.

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Fidel auf Kuba

17. November 2006 05:45

Wer bisher geglaubt hatte, dass Sex, Drugs and Rock’n Roll für eine kurzes, aber ereignisreiches Leben verantwortlich sind, der muss jetzt umdenken.
Denn wie eine kubanische Studie jetzt ergab ist wirklich lebensverkürzend nur der Rock’n Roll und man kann mit wenig Alkohol, aber viel Kaffee, Zigarren und SEX ein langes Leben haben.

Zumindest auf Kuba!!!

Für die Studie waren mehr als 50 Kubaner im Alter über 100 Jahre befragt worden.
Der Studie zufolge ist der Großteil der alten Leute geistig äußerst rege, die meisten von ihnen verrichteten noch immer für ihr Alter schwere Arbeiten, was nach Informationen aus Regierungskreisen in Berlin zur sofortigen Bildung einer Task-Force mit Mitarbeitern des Bundesgesundheits- und Arbeitsministerium geführt haben soll..

Fidel CastroKeiner der Hundertjährigen ist Alkoholiker, aber fast alle trinken viel Kaffee und rauchen Zigarren. Zudem hätten sie vielfältige Interessen “auch sexueller Natur”, hieß es in der am Zentrum für Geriatrie und Sozialarbeit vorgestellten Untersuchung.
Kuba will nun die durchschnittliche Lebenserwartung seiner Bewohner auf 80 Jahre erhöhen und betreibt zu diesem Zweck zahlreiche Studien.

Also, auf was warten die Senioren Deutschlands noch?
Statt in einem Land auszuharren, das sie zunehmend als Last und Problem betrachtet, sollten sie sich doch besser als Studienteilnehmer nach Kuba umsiedeln.
Jede Menge Kaffee, jeden Tag eine gute Zigarre und sicher auch nicht zu verachten die Befriedigung gewisser vielfältiger Interessen - „auch sexueller Natur“, sind auch für ältere Deutsche nicht gänzlich uninteressant.
Und statt hier in irgendein Altenheim gestopft zu werden und langsam dem Tod entgegenzudämmern, könnte man(n) ja ein bisschen Spanisch lernen und …

Und jetzt wo gerade der älteste Mann Kuba’s, Benito Martinez Abogan, im Alter von 126 Jahren verstorben ist, könnte es durchaus sein, dass die Kubaner es mit der Einreise von Ausländern nicht so eng sehen.
War doch Benito gar kein Kubaner, sondern hatte am 19. Juni 1880 auf Haiti das Licht der Welt erblickt. Erst im Alter von 45 Jahren wanderte er nach Kuba aus um dort auf den Zucker- und Kaffeeplantagen zu arbeiten. 80 Jahre lang hat er dort noch gelebt, Kaffee getrunken, Zigarren geraucht und äähmmm ja …

Im Alter von 45 Jahren werden Männer bei uns doch schon fast als „arbeitspolitische Problemfälle“ angesehen, die den Anforderungen einer modernen Informations- und Dienstleistungsgesellschaft nicht mehr gewachsen sind. Ab 50 dann auch noch auf dem unter Globalisierungsdruck stehenden Arbeitsmarkt besonders schwer vermittelbar und nur unter Einsatz hoch motivierter Fallmanager überhaupt noch in 1-Euro-Jobs unterzubringen.

Da wäre so eine Entsorgung als kubanisches Studienobjekt doch sicher auch im Interesse unseres chronisch klammen Sozialstaates und die Übernahme der Flugkosten durch die Agentur für Arbeitslosenverwaltung käme sicher billiger als diverse Schulungsmaßnahmen zum Thema „Wie schreibe ich eine erfolgreiche Bewerbung“.

Wissen Sie zufällig, ob zwischen der wiedervereinten BRddr und dem Staat Kuba eigentlich (noch) diplomatische Beziehungen bestehen?
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Antwort, dass die Beziehungen der DDR zu Kuba schon immer besonders gut waren. Bewohner der ehemaligen SBZ werden daraus heute sicher keinen Vorteil mehr ableiten können, auch wenn sie anno 1962 schon mal dort gewesen sind um Land und Leute kennenzulernen.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 17. November 2006 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Fidel auf Kuba”

  1. Bollermann meint:

    Wenn noch mehr bestens versorgte Beamtenpensionäre ihre Granatenkohle im Ausland verbraten als bisher, wird es wirklich eng mit der Belebung des deutschen Binnenmarktes. Und die vielen Muttis mit Renten um die 500 Euro kommen für kubanische “Zigarren” kaum in Betracht.

  2. synchrono meint:

    Naja, ob des 1962 genannten Anlasses waren wohl ausschließlich Bürger der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken in Kuba, nicht aber die der ehemalig von ihr besetzten Zone. Allerdings gab es in Folge der Kubakrise später einige DDR-Urlauber in Kubaland. Ob die heute noch die Reisekosten aufbringen könnten…?

  3. Machopan meint:

    Na für ein Last-Minute-Ticket der Bundesagentur für den Flug nach “Schlaraffenland” würden doch die meisten älteren Sozialschmarotzer glatt einen zumutbaren Eigenanteil übernehmen und im Gegenzug eine Planstelle als “potenzieller Staatsfeind” freimachen.
    Ggf. könnte man diese Aktion auch aus dem Topf “Kampf gegen Rechts” gegenfinanzieren.
    Vorbedingung wäre allerdings, dass sich jeder Fluggast vor dem Abflug eine Glatze schneiden lässt und schriftlich erklärt rechtsextrem gefährdet zu sein.

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