Drei Dinge braucht der …

14. November 2006 05:45

Drei Dinge braucht der Mann des Inneren zur Abwehr des Terrors, der seit einigen Wochen durch unsere Straßen zieht. Zumindest wenn es nach dem Innenminister von Niedersachsen, Uwe Schünemann geht, denn der hat jetzt plötzlich erkannt und auch gleich der BLÖD-Zeitung mitgeteilt, dass „in Deutschland Extremisten leben, die eine erhebliche Gefahr für unsere Sicherheit darstellen“.

Während andere Länder derartige böse Menschen, die sich nicht an Gesetz und Ordnung ihres Gastlandes halten, kurzerhand ins nächste Flugzeug setzen und wieder nach Hause schicken oder zumindest bis zu ihrer Abschiebung hinter schwedischen Gardinen in Sicherheit bringt, sollen wir ihnen „elektronische Fußfesseln“ verpassen, wenn wir sie nicht abschieben können.

Außerdem hält Schünemann eine vorbeugende Telefonüberwachung bei Terrorismusverdacht für notwendig und eine Ausweitung der Videoüberwachung auf belebten Plätzen für erforderlich. Dazu müssten die Polizeigesetze geändert werden.

Dann brauchen wir noch eine Anti-Terror-Datei, blubberte der Innenminister weiter, die Merkmale wie Religionszugehörigkeit oder Berufsausbildung enthält.
Komplettiert werden soll das Ganze durch Rasterfahndung und Großem Lauschangriff.
Es sei zu beklagen, dass das Bundesverfassungsgericht diese Möglichkeiten eingeschränkt habe. “So lässt sich der Terrorismus nicht mehr effektiv bekämpfen.” Die große Koalition “sollte sich Gedanken über eine Verfassungsänderung machen”.

So und jetzt mal ganz cool.
Die BRddr ist das bevölkerungsreichste Land Europas. Hier leben ungefähr 82 Millionen Menschen.
Wie viel potenzielle Terroristen sind da wohl darunter? Die Anzahl ist sicher überschaubar, auch wenn seit Jahren durch eine gegen das gemeine Volk gerichtete Politik die Zahl derer zunimmt, die durchaus mal gerne eine Bombe in bestimmte Gebäude werfen oder unter diverse Sessel legen würden.
Da könnte doch das Volk mal so richtig gemein werden.
Deshalb schlage ich vor, dass wir zur Gefahrenabwehr neben der Religionszugehörigkeit auch noch unbedingt die Staatsangehörigkeit mit in die Anti-Terror-Datei aufnehmen müssen, sonst würde uns doch ein gewaltbereiter katholischer Bäckermeister aus Baden-Württemberg glatt durch das Fahndungsraster fallen.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. November 2006 um 05:45:24 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Drei Dinge braucht der …”

  1. Minotaurus meint:

    Aber natürlich lebt in Deutschland eine große Anzahl von Extremisten, da hat der Innenmensch Schünemann völlig Recht!
    Diese Gruppierung nennt sich - in besonders infamer Weise - “Wähler” und ist mittlerweile völlig unberechenbar geworden, so daß bereits viele Parteien darüber spekulieren, ob es nicht besser wäre, diesen Risikofaktor einfach abzuschaffen.
    Mit den modernen Errungeschaften der Informationstechnk kann es doch gar kein Problem sein, ein paar läppische Millionen Menschen zu katalogisieren, analisieren und somit politisch im Zaum zu halten.
    Das ist inzwischen ein alter Hut, Orson Wells läßt schön grüßen!

    Grüße von “1984″ vom Minotaurus

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Drei Dinge braucht der …

14. November 2006 05:45

Drei Dinge braucht der Mann des Inneren zur Abwehr des Terrors, der seit einigen Wochen durch unsere Straßen zieht. Zumindest wenn es nach dem Innenminister von Niedersachsen, Uwe Schünemann geht, denn der hat jetzt plötzlich erkannt und auch gleich der BLÖD-Zeitung mitgeteilt, dass „in Deutschland Extremisten leben, die eine erhebliche Gefahr für unsere Sicherheit darstellen“.

Während andere Länder derartige böse Menschen, die sich nicht an Gesetz und Ordnung ihres Gastlandes halten, kurzerhand ins nächste Flugzeug setzen und wieder nach Hause schicken oder zumindest bis zu ihrer Abschiebung hinter schwedischen Gardinen in Sicherheit bringt, sollen wir ihnen „elektronische Fußfesseln“ verpassen, wenn wir sie nicht abschieben können.

Außerdem hält Schünemann eine vorbeugende Telefonüberwachung bei Terrorismusverdacht für notwendig und eine Ausweitung der Videoüberwachung auf belebten Plätzen für erforderlich. Dazu müssten die Polizeigesetze geändert werden.

Dann brauchen wir noch eine Anti-Terror-Datei, blubberte der Innenminister weiter, die Merkmale wie Religionszugehörigkeit oder Berufsausbildung enthält.
Komplettiert werden soll das Ganze durch Rasterfahndung und Großem Lauschangriff.
Es sei zu beklagen, dass das Bundesverfassungsgericht diese Möglichkeiten eingeschränkt habe. “So lässt sich der Terrorismus nicht mehr effektiv bekämpfen.” Die große Koalition “sollte sich Gedanken über eine Verfassungsänderung machen”.

So und jetzt mal ganz cool.
Die BRddr ist das bevölkerungsreichste Land Europas. Hier leben ungefähr 82 Millionen Menschen.
Wie viel potenzielle Terroristen sind da wohl darunter? Die Anzahl ist sicher überschaubar, auch wenn seit Jahren durch eine gegen das gemeine Volk gerichtete Politik die Zahl derer zunimmt, die durchaus mal gerne eine Bombe in bestimmte Gebäude werfen oder unter diverse Sessel legen würden.
Da könnte doch das Volk mal so richtig gemein werden.
Deshalb schlage ich vor, dass wir zur Gefahrenabwehr neben der Religionszugehörigkeit auch noch unbedingt die Staatsangehörigkeit mit in die Anti-Terror-Datei aufnehmen müssen, sonst würde uns doch ein gewaltbereiter katholischer Bäckermeister aus Baden-Württemberg glatt durch das Fahndungsraster fallen.


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  1. Minotaurus meint:

    Aber natürlich lebt in Deutschland eine große Anzahl von Extremisten, da hat der Innenmensch Schünemann völlig Recht!
    Diese Gruppierung nennt sich - in besonders infamer Weise - “Wähler” und ist mittlerweile völlig unberechenbar geworden, so daß bereits viele Parteien darüber spekulieren, ob es nicht besser wäre, diesen Risikofaktor einfach abzuschaffen.
    Mit den modernen Errungeschaften der Informationstechnk kann es doch gar kein Problem sein, ein paar läppische Millionen Menschen zu katalogisieren, analisieren und somit politisch im Zaum zu halten.
    Das ist inzwischen ein alter Hut, Orson Wells läßt schön grüßen!

    Grüße von “1984″ vom Minotaurus

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