Schwarz-Rot ohne Gold

16. November 2006 05:45

So sicher wie das „Amen“ in der Kirche, kommt jedes Jahr das Gezänk um die Goldreserven der Bundesbank.
„Verärgert haben führende Politiker der großen Koalition auf die Entscheidung der Bundesbank reagiert, bis September 2007 kein Gold aus ihren Reserven zu verkaufen. Die Politiker betonten, das Gold sei Eigentum des Volkes.“, schrieb die Financial Times Deutschland.

Ja, wenn das so ist, dann gebt das Gold doch endlich mal dem Volk“, möchte man spontan den „großen Politikern der großen Koalition“ zurufen, „wir hätten bestimmt eine bessere Verwendung als die Schuldenmacher in Berlin“.
Doch machen wir uns keine Illusionen, dazu wird es sicher nie kommen, dafür werden die Finanzjongleure und Subventionsraffkes unter der Glaskuppel des Reichtages schon sorgen.

Ich bedauere diese Entscheidung der Bundesbank sehr, weil das dazu führt, dass der Bundesbankgewinn geringer ausfallen wird. Das ist mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung sicher keine gute Meldung“, gab dann auch prompt Otto Bernhardt, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von sich und SPD-Fraktionsvize Joachim Poß meinte: „Das ist eine Trotzkopfhaltung. Für diese Position fehlt jede sachliche Begründung“.

Als ob man noch eine sachliche Begründung dafür brauchen würde, den Jungs und Mädels der politischen Parteien Deutschlands und ihren Lobbyisten, den Zugriff auf die Spargroschen der Bundesbank zu verwehren, beweisen sie doch jedes Jahr auf’s Neue, dass sie mit dem Geld der Steuerzahler nicht umgehen können und an chronischer Dyskalkulie leiden.
Da es außerdem, völlig unabhängig vom Parteibuch, Mode geworden ist Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau durch Steuererhöhungen und Neuverschuldung zu bekämpfen, kann man die Entscheidung der Bundesbank durchaus nachvollziehen, denn wer möchte schon, dass seine Kapitalreserven wirkungslos in den Haushaltslöchern eines durch und durch maroden Staatsapparates verschwinden.

Das möchte doch noch nicht einmal der kleine Steuerzahler.


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. November 2006 um 05:45:34 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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„Verärgert haben führende Politiker der großen Koalition auf die Entscheidung der Bundesbank reagiert, bis September 2007 kein Gold aus ihren Reserven zu verkaufen. Die Politiker betonten, das Gold sei Eigentum des Volkes.“, schrieb die Financial Times Deutschland.

Ja, wenn das so ist, dann gebt das Gold doch endlich mal dem Volk“, möchte man spontan den „großen Politikern der großen Koalition“ zurufen, „wir hätten bestimmt eine bessere Verwendung als die Schuldenmacher in Berlin“.
Doch machen wir uns keine Illusionen, dazu wird es sicher nie kommen, dafür werden die Finanzjongleure und Subventionsraffkes unter der Glaskuppel des Reichtages schon sorgen.

Ich bedauere diese Entscheidung der Bundesbank sehr, weil das dazu führt, dass der Bundesbankgewinn geringer ausfallen wird. Das ist mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung sicher keine gute Meldung“, gab dann auch prompt Otto Bernhardt, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von sich und SPD-Fraktionsvize Joachim Poß meinte: „Das ist eine Trotzkopfhaltung. Für diese Position fehlt jede sachliche Begründung“.

Als ob man noch eine sachliche Begründung dafür brauchen würde, den Jungs und Mädels der politischen Parteien Deutschlands und ihren Lobbyisten, den Zugriff auf die Spargroschen der Bundesbank zu verwehren, beweisen sie doch jedes Jahr auf’s Neue, dass sie mit dem Geld der Steuerzahler nicht umgehen können und an chronischer Dyskalkulie leiden.
Da es außerdem, völlig unabhängig vom Parteibuch, Mode geworden ist Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau durch Steuererhöhungen und Neuverschuldung zu bekämpfen, kann man die Entscheidung der Bundesbank durchaus nachvollziehen, denn wer möchte schon, dass seine Kapitalreserven wirkungslos in den Haushaltslöchern eines durch und durch maroden Staatsapparates verschwinden.

Das möchte doch noch nicht einmal der kleine Steuerzahler.


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