Radioquote

7. Oktober 2004 05:45


Zuerst habe ich ja gedacht es sei ein Scherz, als ich die Meldung bei Yahoo gesehen habe.
Aber dann konnte ich das Interview mit Antje Vollmer bei Spiegel Online lesen und mir wurde schlagartig klar, dass zumindest die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion das wirklich ernst meint.

Das ist keine nationalistische Deutschtümelei“, hat sie dem Spiegel erzählt und dass das Publikum bemerkt hätte, “dass wir ein unsägliches Formatradio haben, bei dem uns einige wenige Hits und Oldies bis zum Überdruss vorgedudelt werden. Außerdem haben immer mehr deutsche Musiker verstanden, dass sie auf dem Markt - so konzentriert wie er ist - keinerlei Chance haben, egal wie gut sie sind. Es gibt einen Aufruf, den inzwischen über 500 Künstler unterschrieben haben. Das reicht von etablierten Leuten wie Peter Maffay und Xavier Naidoo bis zu ganz jungen Immigranten, die sich mittels Musik ausdrücken. Sie alle sagen: Wir wollen, dass die Musik, die hier entsteht, auch via Radio zur Kenntnis genommen werden kann. Dabei haben sie sich allerdings bewusst nicht festgelegt, welche Musikrichtungen gefördert werden sollen, und auch nicht darauf, dass nur Musik mit deutschen Texten gefördert werden soll.”

Nachdem ich das gelesen hatte, war mir nicht ganz klar welche Musik denn nun unter die Quotenregelung fallen soll. Eigentlich hätte ich mir ja schon vorher denken können, dass wenn Antje Vollmer mitmischt, “Multi Kulti” zumindest eine gesonderte Erwähnung finden würde.

Falls die Frau Vollmer es noch nicht bemerkt hat, es gibt seit vielen Jahrzehnten eine “Multi Kulti” Liedgutbewegung in Deutschland. Dazu brauchen wir keine Vorschriften über Quoten und Sanktionen bis hin zum Entzug der Sendelizenz, wie von Frau Vollmer gefordert.

Es gab schon immer deutsche Künstler, die ihre Lieder in deutscher Sprache oder auch in anderen Sprachen sangen.
Und es gab ausländische Künstler, die mit ihren Songs in deutscher und ausländischer Sprache in Deutschland erfolgreich waren.
Sogar ausländische Interpreten die mit Songs in deutscher Sprache international erfolgreich waren, hat es schon gegeben.
Und last but not least gab es auch deutsche Künstler, die es mit Songs in englischer Sprache in die internationalen Charts geschafft haben.
Selten allerdings, ganz selten ist es deutschen Künstler gelungen mit Songs in deutscher Sprache international erfolgreich zu sein.

Wen will denn die Frau Vollmer jetzt quotieren?
The Egerländers?
Die Herzkasper Buam?
Oder den König von Mallorca?
Den Anton aus Tirol?
Udo Lindentee?
Das Küblböck?
Oder etwa Heino?
Eventuell den Jürgen Bockelmann?
Böhze Onkelz? Scorpions? James Last? Sascha? Drafi Deutscher? Rudolf Schock? Peter Kraus? Peter Alexander? Vico Torriani? Gus Backus? Roberto Blanco? Xavier Naidoo? Grönnemeyer? Westernhagen? Maffay? Gitte? Tote Hosen? Rammstein? Tic Tac Toe?
Oder Mirelle Mathieu?
Wie wäre es denn mit Nana Mouskouri oder Bata Illic, Karel Gott, Rudi Carell, Truckstop, Münchner Freiheit, Stefan Waggershausen, Spider Murphy Gang, Reinhard Mey, Rosenstolz, Pur, Puhdys, Roy Black, Geier Sturzflug oder den Kastelruther Spatzen
Und nicht zu vergessen beim Quote bemessen: Landser, Sachsenfront, Volle Härte und Zillertaler Türkenjäger, um nur mal einige zu nennen. Denn auch das ist deutsche Musik!!

Was macht denn eigentlich Dildo Horn? Hat der jetzt Singen gelernt?
Muss man 2Raumwohnung wirklich kennen?
Und von Maffay habe ich auch schon lange nichts mehr gehört und Udo Lindenberg – lebt der noch?

Also mal ganz ehrlich, ich für mich - brauche keine Quote.
Ich hab kein Problem mit Musik, denn ich höre (wenn ich höre) nur die Radiosender, die die Musik bringen die MIR gefällt!
Aber ich hätte eine andere Aufgabe, oder sagen wir mal “Wunsch”, an die Frau Vollmer, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion:
Müssen die Bürger dieser Republik für das unsägliche Formatradio, bei dem uns einige wenige Hits und Oldies bis zum Überdruss vorgedudelt werden, auch zukünftig an die öffentlichen-rechtlichen Medienanstalten Gebühren bezahlen?

Ach übrigens, ist Ihnen aufgefallen, dass die Antje Vollmer eine gewisse Ähnlichkeit mit Mireille Mathieu hat?
Zumindest was die Frisur angeht.
Ist halt nur ein bisschen mehr Öko.

© Copyright Machopan – Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 7. Oktober 2004 um 05:45:17 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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7. Oktober 2004 05:45


Zuerst habe ich ja gedacht es sei ein Scherz, als ich die Meldung bei Yahoo gesehen habe.
Aber dann konnte ich das Interview mit Antje Vollmer bei Spiegel Online lesen und mir wurde schlagartig klar, dass zumindest die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion das wirklich ernst meint.

Das ist keine nationalistische Deutschtümelei“, hat sie dem Spiegel erzählt und dass das Publikum bemerkt hätte, “dass wir ein unsägliches Formatradio haben, bei dem uns einige wenige Hits und Oldies bis zum Überdruss vorgedudelt werden. Außerdem haben immer mehr deutsche Musiker verstanden, dass sie auf dem Markt - so konzentriert wie er ist - keinerlei Chance haben, egal wie gut sie sind. Es gibt einen Aufruf, den inzwischen über 500 Künstler unterschrieben haben. Das reicht von etablierten Leuten wie Peter Maffay und Xavier Naidoo bis zu ganz jungen Immigranten, die sich mittels Musik ausdrücken. Sie alle sagen: Wir wollen, dass die Musik, die hier entsteht, auch via Radio zur Kenntnis genommen werden kann. Dabei haben sie sich allerdings bewusst nicht festgelegt, welche Musikrichtungen gefördert werden sollen, und auch nicht darauf, dass nur Musik mit deutschen Texten gefördert werden soll.”

Nachdem ich das gelesen hatte, war mir nicht ganz klar welche Musik denn nun unter die Quotenregelung fallen soll. Eigentlich hätte ich mir ja schon vorher denken können, dass wenn Antje Vollmer mitmischt, “Multi Kulti” zumindest eine gesonderte Erwähnung finden würde.

Falls die Frau Vollmer es noch nicht bemerkt hat, es gibt seit vielen Jahrzehnten eine “Multi Kulti” Liedgutbewegung in Deutschland. Dazu brauchen wir keine Vorschriften über Quoten und Sanktionen bis hin zum Entzug der Sendelizenz, wie von Frau Vollmer gefordert.

Es gab schon immer deutsche Künstler, die ihre Lieder in deutscher Sprache oder auch in anderen Sprachen sangen.
Und es gab ausländische Künstler, die mit ihren Songs in deutscher und ausländischer Sprache in Deutschland erfolgreich waren.
Sogar ausländische Interpreten die mit Songs in deutscher Sprache international erfolgreich waren, hat es schon gegeben.
Und last but not least gab es auch deutsche Künstler, die es mit Songs in englischer Sprache in die internationalen Charts geschafft haben.
Selten allerdings, ganz selten ist es deutschen Künstler gelungen mit Songs in deutscher Sprache international erfolgreich zu sein.

Wen will denn die Frau Vollmer jetzt quotieren?
The Egerländers?
Die Herzkasper Buam?
Oder den König von Mallorca?
Den Anton aus Tirol?
Udo Lindentee?
Das Küblböck?
Oder etwa Heino?
Eventuell den Jürgen Bockelmann?
Böhze Onkelz? Scorpions? James Last? Sascha? Drafi Deutscher? Rudolf Schock? Peter Kraus? Peter Alexander? Vico Torriani? Gus Backus? Roberto Blanco? Xavier Naidoo? Grönnemeyer? Westernhagen? Maffay? Gitte? Tote Hosen? Rammstein? Tic Tac Toe?
Oder Mirelle Mathieu?
Wie wäre es denn mit Nana Mouskouri oder Bata Illic, Karel Gott, Rudi Carell, Truckstop, Münchner Freiheit, Stefan Waggershausen, Spider Murphy Gang, Reinhard Mey, Rosenstolz, Pur, Puhdys, Roy Black, Geier Sturzflug oder den Kastelruther Spatzen
Und nicht zu vergessen beim Quote bemessen: Landser, Sachsenfront, Volle Härte und Zillertaler Türkenjäger, um nur mal einige zu nennen. Denn auch das ist deutsche Musik!!

Was macht denn eigentlich Dildo Horn? Hat der jetzt Singen gelernt?
Muss man 2Raumwohnung wirklich kennen?
Und von Maffay habe ich auch schon lange nichts mehr gehört und Udo Lindenberg – lebt der noch?

Also mal ganz ehrlich, ich für mich - brauche keine Quote.
Ich hab kein Problem mit Musik, denn ich höre (wenn ich höre) nur die Radiosender, die die Musik bringen die MIR gefällt!
Aber ich hätte eine andere Aufgabe, oder sagen wir mal “Wunsch”, an die Frau Vollmer, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion:
Müssen die Bürger dieser Republik für das unsägliche Formatradio, bei dem uns einige wenige Hits und Oldies bis zum Überdruss vorgedudelt werden, auch zukünftig an die öffentlichen-rechtlichen Medienanstalten Gebühren bezahlen?

Ach übrigens, ist Ihnen aufgefallen, dass die Antje Vollmer eine gewisse Ähnlichkeit mit Mireille Mathieu hat?
Zumindest was die Frisur angeht.
Ist halt nur ein bisschen mehr Öko.

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