Das Letzte im Ersten

21. November 2006 05:45

Das mumifizierte Gruselkabinett der „Reformierenden Inkompetenz“ traf sich bei Maischberger im Ersten zum Thema „Wut auf die Mächtigen - warum lassen sie uns im Stich?”.

Dabei war neben der vierzigjährigen Moderatorin auch Paul Kirchhof (63), Norbert Blüm (71), Kurt Biedenkopf (76) und Erhard Eppler (80).
Mit und über Paul Kirchhof kann man sich ja durchaus noch unterhalten, aber was die Moderatorin veranlasst hat die drei anderen Mumien aus der Gruft zu zerren, dafür wird sie sich irgendwann mal vor ihrem Schöpfer verantworten müssen.

Wir sind es ja gewöhnt, dass Politiker am Ende ihrer aktiven Laufbahn plötzlich mit der „göttlichen Erleuchtung der Allwissenden“ geschlagen scheinen, während sie in den Jahren zuvor auf ihrem Weg zum Licht am Ende des Tunnels meist vom Weg der Tugend abgekommen und in die Irre gegangen sind.

So überraschte wohl niemand dass Norbi Blüm, dem zu Lebzeiten der Spruch „Die Rente is sischer“ zugeschrieben wurde, sich nun sicher ist, dass „das Volk sich die Politik der Großen Koalition nicht mehr lange gefallen lassen wird.“

Und dem Prof. Dr. Kurt Biedenkopf ist nunmehr gewahr geworden, dass „wir auf Kosten unserer Kinder leben und ihnen einen gigantischen Schuldenberg hinterlassen. Die Menschen müssen sich von der Illusion verabschieden, dass die Politik alles regelt.“
Am besten hat mir in den ausführlichen, aber im Kern nichtssagenden Ausführungen des Herrn Professor Biedenkopf der Satz: „die Regierung kann nicht länger Vormund der Bürger sein, auch wenn die Mehrheit der Bürger nichts dagegen habe“ gefallen.

Erhard Eppler, dem einstigen Vordenker seiner Partei, kann attestiert werden, dass er noch immer in der Lage ist über Themen zu diskutieren, die er ideologisch und inhaltlich nicht begriffen hat.

Der Beitrag des Steuerrechtlers und ehemaligen Verfassungsrichters Prof. Dr. Paul Kirchhof, der sich längere Zeit geduldig die Fabulierungen von Erhard Eppler über progressive Steuermodelle anhörte, resümierte abschließend, dass „mächtige Interessengruppen für den steten Anstieg von Steuern und Staatsleistungen verantwortlich sind. Wir müssen der Hydra alle Köpfe abschlagen und dazu auch Parteien und Parlamente reformieren.

Hydra

Na, das ist doch immerhin schon mal ein Ansatz in die richtige Richtung.
Wobei mir der Vorschlag mit der Hydra viel besser gefällt.

Oh Iolaos, wirf mir die Fackel zu!


(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. November 2006 um 05:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Das mumifizierte Gruselkabinett der „Reformierenden Inkompetenz“ traf sich bei Maischberger im Ersten zum Thema „Wut auf die Mächtigen - warum lassen sie uns im Stich?”.

Dabei war neben der vierzigjährigen Moderatorin auch Paul Kirchhof (63), Norbert Blüm (71), Kurt Biedenkopf (76) und Erhard Eppler (80).
Mit und über Paul Kirchhof kann man sich ja durchaus noch unterhalten, aber was die Moderatorin veranlasst hat die drei anderen Mumien aus der Gruft zu zerren, dafür wird sie sich irgendwann mal vor ihrem Schöpfer verantworten müssen.

Wir sind es ja gewöhnt, dass Politiker am Ende ihrer aktiven Laufbahn plötzlich mit der „göttlichen Erleuchtung der Allwissenden“ geschlagen scheinen, während sie in den Jahren zuvor auf ihrem Weg zum Licht am Ende des Tunnels meist vom Weg der Tugend abgekommen und in die Irre gegangen sind.

So überraschte wohl niemand dass Norbi Blüm, dem zu Lebzeiten der Spruch „Die Rente is sischer“ zugeschrieben wurde, sich nun sicher ist, dass „das Volk sich die Politik der Großen Koalition nicht mehr lange gefallen lassen wird.“

Und dem Prof. Dr. Kurt Biedenkopf ist nunmehr gewahr geworden, dass „wir auf Kosten unserer Kinder leben und ihnen einen gigantischen Schuldenberg hinterlassen. Die Menschen müssen sich von der Illusion verabschieden, dass die Politik alles regelt.“
Am besten hat mir in den ausführlichen, aber im Kern nichtssagenden Ausführungen des Herrn Professor Biedenkopf der Satz: „die Regierung kann nicht länger Vormund der Bürger sein, auch wenn die Mehrheit der Bürger nichts dagegen habe“ gefallen.

Erhard Eppler, dem einstigen Vordenker seiner Partei, kann attestiert werden, dass er noch immer in der Lage ist über Themen zu diskutieren, die er ideologisch und inhaltlich nicht begriffen hat.

Der Beitrag des Steuerrechtlers und ehemaligen Verfassungsrichters Prof. Dr. Paul Kirchhof, der sich längere Zeit geduldig die Fabulierungen von Erhard Eppler über progressive Steuermodelle anhörte, resümierte abschließend, dass „mächtige Interessengruppen für den steten Anstieg von Steuern und Staatsleistungen verantwortlich sind. Wir müssen der Hydra alle Köpfe abschlagen und dazu auch Parteien und Parlamente reformieren.

Hydra

Na, das ist doch immerhin schon mal ein Ansatz in die richtige Richtung.
Wobei mir der Vorschlag mit der Hydra viel besser gefällt.

Oh Iolaos, wirf mir die Fackel zu!


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