Bevölkerungsvorausberechnung

23. November 2006 05:45

Mit „Deutschland altert dramatisch“ meldet die Frankfurter Rundschau auf der Titelseite nichts grundsätzlich Neues, denn dass Deutschland schon seit Jahren alt aussieht wissen wir schon lange.
Nur über die Gründe wird kontrovers diskutiert, wobei die Farbe des Parteibuches und das Volumen des Geldbeutels meist Basis für „Reformen“ bei den Anderen sind.
Auch dieses Problem ist bekannt.
Nun hat das „Statistische Bundesamt“ in seiner „11. Bevölkerungsvorausberechnung“ vorausberechnet wie viel Bevölkerung im Jahr 2050 unter den andauernden Reformen der Regierungspartei(en) zu leiden haben werden.
Es sollen erstaunlich wenige sein, die sich dieses zweifelhafte Vergnügen dann noch antun wollen, denn ca. 12 Millionen Mitmenschen werden bis 2050 die Fliege gemacht haben. Wäre ja, auf den ersten Blick, nicht weiter tragisch, wenn es dadurch endlich mehr Platz auf den Autobahnen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln geben würde.
Außerdem haben die Wiesbadener Statistiker errechnet, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 immer älter werden wird und sich dadurch naturbedingt der Geburtenrückgang verstärkt, denn ältere Menschen sind ja schließlich keine Karnickel.
Daher werden wohl im Jahr 2050 auf einen Enkel mehr als zwei Großväter und zwei Großmütter kommen.

BevölkerungspyramideDas soll aus Sicht der Enkel aber gar nicht so vorteilhaft sein, meint dazu der Bundesinnenwolfgang Schäuble und sieht (erwartungsgemäß) in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine Bestätigung für die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. Das sei die logische Folge aus der gestiegenen Lebenserwartung und dem Geburtenrückgang: „Immer länger leben ohne länger zu arbeiten – diese Rechnung geht nicht auf“, schwafelte der Innenschäuble daher und auch die Bundesfruchtbarkeitsgöttin Ursula von der Leyen hat die Zahlen der dramatischen demographischen Entwicklung ganz klar vor Augen: „Es ist höchste Zeit, die Weichen neu zu stellen um dieser Entwicklung entgegen zu wirken“
Jetzt kann man nur hoffen, dass die Bundesgebärmutter auf diese „Herausforderung“ nicht mit einer „Fibel für Familienglück und erfolgreiche Befruchtung“ reagiert oder gar während der fruchtbaren Tage auf speziell ausgebildete Fallmanager am Bettrand besteht.

Auch die Seite 2 der Frankfurter Rundschau wird dann ganz dem „Thema des Tages“ gewidmet und mit Grafiken über die „Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland“ von 1910 bis 2050 und die „Geburtenziffern – Kinder je Frau in Deutschland“ von 1970 bis 2004 der Beweis angetreten, dass Deutschland schrumpft und sich damit dem Hirnvolumen seiner Politiker anpasst. Denn die Message lautet: „Der Trend ist unumkehrbar. Auch von außen kommt keine Rettung. Die Zuwanderung kann die Entwicklung höchstens abfedern. Die Folgen für die Sozialsysteme sind unabsehbar.

Hurra wir sind verloren!
Und was machen wir jetzt?

Wer sich auf Seite 2 der Frankfurter Rundschau bis ganz nach unten durchgelesen hat erfährt in einem Interview mit dem Statistiker Prof. Gerd Bosbach wirklich Erstaunliches:
Der Kuchen wird größer, und jeder kann ein Stück abbekommen“ denn:

  1. Wir sterben nicht aus, es gibt 2050 nur 10% weniger Deutsche, was man für das bevölkerungsreichste Land Europas nicht unbedingt als Katastrophe sehen muss.
  2. Wenn die Menschen, die arbeiten wollen, Arbeit bekämen, könnten wir bis zum Jahr 2030 sogar die Alterung der Gesellschaft auffangen.
  3. Steigende Produktivität macht den Kuchen größer und jeder kann ein Stück davon abbekommen, außer es gibt eine Bevölkerungsgruppe, die sich davon ein besonders großes Stück abschneiden will.
  4. Um das ewige Gejammer um die unter Stress stehenden Sozialsysteme zu beenden und sich die Zeit zu verschaffen diese Schneeballsystem grundlegend zu ändern müssten nur:
    • mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und
    • die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse erhöht werden
    • die Produktivitätszuwächse sich auch in höheren Löhnen widerspiegeln, denn dann
    • könnte man sogar darauf verzichten Kapitalerträge sozialversicherungspflichtig zu machen :-)

Aber solange wir uns damit begnügen Millionen von Menschen in der Arbeitslosigkeit zu alimentieren und mit Hungerlöhnen oder 1-Euro Jobs abspeisen, wird das nicht möglich sein.

Da die Rezepte zur nachhaltigen Behebung dieser (gewollten?) Misere eigentlich allgemein bekannt sind und auch durch meine persönliche Meinung nicht substanziell verbessert würden, habe ich die folgenden Ratschläge der Einfachheit halber einfach aus der Frankfurter Rundschau abgeschrieben:

Erstens:
Ein Hauptproblem ist, dass viele, die arbeiten wollen, nicht arbeiten können. Es ist unlogisch über künftige Versorgerprobleme zu jammern, wenn man den heutigen und potenziellen Versorgern keine Gelegenheit gibt, ihrer Aufgabe jetzt und künftig nachzukommen.
Zweitens:
Wir haben heute eine Generation auf der Schulbank, die uns 2050 ernähren wird. Aber wir bieten ihr nur eine unzureichende Bildung und zu wenige Ausbildungsplätze. Das gefährdet die Steigerung der Produktivität. Der Aufruf, mehr Kinder zu zeugen, ist eine Schnapsidee. Kinder bedeuten rund 20 Jahre Investition, erst dann können sie Versorger sein.

Und solange diese Maßnahmen nicht wirklich nachhaltig in Angriff genommen und zügig umgesetzt werden, ist alles andere nur ein tumbes Ablenkungsmanöver deren, die aus der bestehenden Situation und den Zahlen zur „Bevölkerungsvorausberechnung“ weiter ihren Nutzen ziehen wollen.
Und durch die Verhaltensweise unserer Politiker wird ihnen das seit Jahren sehr leicht gemacht!


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. November 2006 um 05:45:07 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

2 Antworten zu “Bevölkerungsvorausberechnung”

  1. erphschwester meint:

    so´n quatsch! deutschland altert dramatisch!

    meinereiner kann ja von einer hohen lebenserwartung träumen, aber angesichts des größeren stresses in der arbeitswelt (des stresses auch, wenn man keinen job hat), der längeren lebensarbeitszeit und der schlechter werdenden gesundheitsfürsorge sollten wir doch nicht allzu viel erwarten. es geht nicht ewig so weiter. (”die fetten jahre sind vorbei”) und ich bin zuversichtlich, daß wir so alt wie die heutigen alten dann doch nicht mehr werden.
    eine meinung übrigens, die mit mir inzwischen auch die wissenschaft teilt.

    domm´s g´schwätz also!

  2. Bollermann meint:

    Die Entwicklung bis 2050 steht fest. Basta. Die Kinder blieben einfach aus und können nicht einmal annähernd durch Zuwanderung ersetzt werden. Außerdem kommt es noch viel schlimmer. Die offiziellen Zahlen über Auswanderer liegen bei ca. 150.000 pro Jahr. Doch inoffiziell wird von ca. 350.000 gesprochen. Viele melden sich nicht mal ab. Sie gehen ganz einfach. Doch wer glaubt, ausgerechnet im Herzen von Europa entstünde nun ein Vakuum, kennt offensichtlich nicht die physikalischen Gesetze. Natürlich werden Migranten aus allen möglichen Ecken kommen und niemand wird sie aufhalten können. Aber selbst damit ist das Desaster nicht mehr aufzuhalten, denn wir werden schließlich noch mehr Sozialfälle haben als jetzt.

    Was ist also zu tun ?

    Wenn, so wie es gegenwärtig die GroKO macht, Familienpolitik nichts anderes als die totale finanzielle Demontage der Familien und Kinder bei gleichzeitiger Umverteilung des geringsten Teils der Einsparungen zum Vorteil von Besserverdienenden ist, dann wird selbst jetzt noch in die falsche Richtung gelenkt. Die aberwitzige Hoffnung, Besserverdienende werfen nun wie die Karnickel Kinder, ist abstrus.

    Solange die Schul- und Bildungspolitik für Eltern eine Belastung ist die fast immer die Möglichkeiten der Eltern übersteigt, solange Kinder den Absturz in die Verarmung bedeuten, solange erziehende Mütter im Alter Sozialfälle werden und solange Familienpolitik ein leeres Schlagwort ist, wird es mit Deutschland bergab gehen.

    Doch sei auch gesagt, dass man die Ohnmacht des Staates anbetracht der Tatsache, dass die aus dem TV bekannte Familie Schmitz aus Bonn-Beuel mit ihren 14 Problemkindern immer mehr Problemfälle in das Land setzt, nicht mehr glauben kann. Dieses von Beamten und Verwaltern zum Nachteil der Bürger geschaffene Monster, das uns selbst noch bei Verrichtung der Notdurft kontrolliert, schafft es auf der anderen Seite nicht mit übelsten Exzessen fertig zu werden.

    Wir wollen eine Zukunft haben ? Stimmt - doch was verstehen wir darunter ?

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Bevölkerungsvorausberechnung

23. November 2006 05:45

Mit „Deutschland altert dramatisch“ meldet die Frankfurter Rundschau auf der Titelseite nichts grundsätzlich Neues, denn dass Deutschland schon seit Jahren alt aussieht wissen wir schon lange.
Nur über die Gründe wird kontrovers diskutiert, wobei die Farbe des Parteibuches und das Volumen des Geldbeutels meist Basis für „Reformen“ bei den Anderen sind.
Auch dieses Problem ist bekannt.
Nun hat das „Statistische Bundesamt“ in seiner „11. Bevölkerungsvorausberechnung“ vorausberechnet wie viel Bevölkerung im Jahr 2050 unter den andauernden Reformen der Regierungspartei(en) zu leiden haben werden.
Es sollen erstaunlich wenige sein, die sich dieses zweifelhafte Vergnügen dann noch antun wollen, denn ca. 12 Millionen Mitmenschen werden bis 2050 die Fliege gemacht haben. Wäre ja, auf den ersten Blick, nicht weiter tragisch, wenn es dadurch endlich mehr Platz auf den Autobahnen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln geben würde.
Außerdem haben die Wiesbadener Statistiker errechnet, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 immer älter werden wird und sich dadurch naturbedingt der Geburtenrückgang verstärkt, denn ältere Menschen sind ja schließlich keine Karnickel.
Daher werden wohl im Jahr 2050 auf einen Enkel mehr als zwei Großväter und zwei Großmütter kommen.

BevölkerungspyramideDas soll aus Sicht der Enkel aber gar nicht so vorteilhaft sein, meint dazu der Bundesinnenwolfgang Schäuble und sieht (erwartungsgemäß) in den Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine Bestätigung für die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre. Das sei die logische Folge aus der gestiegenen Lebenserwartung und dem Geburtenrückgang: „Immer länger leben ohne länger zu arbeiten – diese Rechnung geht nicht auf“, schwafelte der Innenschäuble daher und auch die Bundesfruchtbarkeitsgöttin Ursula von der Leyen hat die Zahlen der dramatischen demographischen Entwicklung ganz klar vor Augen: „Es ist höchste Zeit, die Weichen neu zu stellen um dieser Entwicklung entgegen zu wirken“
Jetzt kann man nur hoffen, dass die Bundesgebärmutter auf diese „Herausforderung“ nicht mit einer „Fibel für Familienglück und erfolgreiche Befruchtung“ reagiert oder gar während der fruchtbaren Tage auf speziell ausgebildete Fallmanager am Bettrand besteht.

Auch die Seite 2 der Frankfurter Rundschau wird dann ganz dem „Thema des Tages“ gewidmet und mit Grafiken über die „Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland“ von 1910 bis 2050 und die „Geburtenziffern – Kinder je Frau in Deutschland“ von 1970 bis 2004 der Beweis angetreten, dass Deutschland schrumpft und sich damit dem Hirnvolumen seiner Politiker anpasst. Denn die Message lautet: „Der Trend ist unumkehrbar. Auch von außen kommt keine Rettung. Die Zuwanderung kann die Entwicklung höchstens abfedern. Die Folgen für die Sozialsysteme sind unabsehbar.

Hurra wir sind verloren!
Und was machen wir jetzt?

Wer sich auf Seite 2 der Frankfurter Rundschau bis ganz nach unten durchgelesen hat erfährt in einem Interview mit dem Statistiker Prof. Gerd Bosbach wirklich Erstaunliches:
Der Kuchen wird größer, und jeder kann ein Stück abbekommen“ denn:

  1. Wir sterben nicht aus, es gibt 2050 nur 10% weniger Deutsche, was man für das bevölkerungsreichste Land Europas nicht unbedingt als Katastrophe sehen muss.
  2. Wenn die Menschen, die arbeiten wollen, Arbeit bekämen, könnten wir bis zum Jahr 2030 sogar die Alterung der Gesellschaft auffangen.
  3. Steigende Produktivität macht den Kuchen größer und jeder kann ein Stück davon abbekommen, außer es gibt eine Bevölkerungsgruppe, die sich davon ein besonders großes Stück abschneiden will.
  4. Um das ewige Gejammer um die unter Stress stehenden Sozialsysteme zu beenden und sich die Zeit zu verschaffen diese Schneeballsystem grundlegend zu ändern müssten nur:
    • mehr Arbeitsplätze geschaffen werden und
    • die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse erhöht werden
    • die Produktivitätszuwächse sich auch in höheren Löhnen widerspiegeln, denn dann
    • könnte man sogar darauf verzichten Kapitalerträge sozialversicherungspflichtig zu machen :-)

Aber solange wir uns damit begnügen Millionen von Menschen in der Arbeitslosigkeit zu alimentieren und mit Hungerlöhnen oder 1-Euro Jobs abspeisen, wird das nicht möglich sein.

Da die Rezepte zur nachhaltigen Behebung dieser (gewollten?) Misere eigentlich allgemein bekannt sind und auch durch meine persönliche Meinung nicht substanziell verbessert würden, habe ich die folgenden Ratschläge der Einfachheit halber einfach aus der Frankfurter Rundschau abgeschrieben:

Erstens:
Ein Hauptproblem ist, dass viele, die arbeiten wollen, nicht arbeiten können. Es ist unlogisch über künftige Versorgerprobleme zu jammern, wenn man den heutigen und potenziellen Versorgern keine Gelegenheit gibt, ihrer Aufgabe jetzt und künftig nachzukommen.
Zweitens:
Wir haben heute eine Generation auf der Schulbank, die uns 2050 ernähren wird. Aber wir bieten ihr nur eine unzureichende Bildung und zu wenige Ausbildungsplätze. Das gefährdet die Steigerung der Produktivität. Der Aufruf, mehr Kinder zu zeugen, ist eine Schnapsidee. Kinder bedeuten rund 20 Jahre Investition, erst dann können sie Versorger sein.

Und solange diese Maßnahmen nicht wirklich nachhaltig in Angriff genommen und zügig umgesetzt werden, ist alles andere nur ein tumbes Ablenkungsmanöver deren, die aus der bestehenden Situation und den Zahlen zur „Bevölkerungsvorausberechnung“ weiter ihren Nutzen ziehen wollen.
Und durch die Verhaltensweise unserer Politiker wird ihnen das seit Jahren sehr leicht gemacht!


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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. November 2006 um 05:45:07 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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  1. erphschwester meint:

    so´n quatsch! deutschland altert dramatisch!

    meinereiner kann ja von einer hohen lebenserwartung träumen, aber angesichts des größeren stresses in der arbeitswelt (des stresses auch, wenn man keinen job hat), der längeren lebensarbeitszeit und der schlechter werdenden gesundheitsfürsorge sollten wir doch nicht allzu viel erwarten. es geht nicht ewig so weiter. (”die fetten jahre sind vorbei”) und ich bin zuversichtlich, daß wir so alt wie die heutigen alten dann doch nicht mehr werden.
    eine meinung übrigens, die mit mir inzwischen auch die wissenschaft teilt.

    domm´s g´schwätz also!

  2. Bollermann meint:

    Die Entwicklung bis 2050 steht fest. Basta. Die Kinder blieben einfach aus und können nicht einmal annähernd durch Zuwanderung ersetzt werden. Außerdem kommt es noch viel schlimmer. Die offiziellen Zahlen über Auswanderer liegen bei ca. 150.000 pro Jahr. Doch inoffiziell wird von ca. 350.000 gesprochen. Viele melden sich nicht mal ab. Sie gehen ganz einfach. Doch wer glaubt, ausgerechnet im Herzen von Europa entstünde nun ein Vakuum, kennt offensichtlich nicht die physikalischen Gesetze. Natürlich werden Migranten aus allen möglichen Ecken kommen und niemand wird sie aufhalten können. Aber selbst damit ist das Desaster nicht mehr aufzuhalten, denn wir werden schließlich noch mehr Sozialfälle haben als jetzt.

    Was ist also zu tun ?

    Wenn, so wie es gegenwärtig die GroKO macht, Familienpolitik nichts anderes als die totale finanzielle Demontage der Familien und Kinder bei gleichzeitiger Umverteilung des geringsten Teils der Einsparungen zum Vorteil von Besserverdienenden ist, dann wird selbst jetzt noch in die falsche Richtung gelenkt. Die aberwitzige Hoffnung, Besserverdienende werfen nun wie die Karnickel Kinder, ist abstrus.

    Solange die Schul- und Bildungspolitik für Eltern eine Belastung ist die fast immer die Möglichkeiten der Eltern übersteigt, solange Kinder den Absturz in die Verarmung bedeuten, solange erziehende Mütter im Alter Sozialfälle werden und solange Familienpolitik ein leeres Schlagwort ist, wird es mit Deutschland bergab gehen.

    Doch sei auch gesagt, dass man die Ohnmacht des Staates anbetracht der Tatsache, dass die aus dem TV bekannte Familie Schmitz aus Bonn-Beuel mit ihren 14 Problemkindern immer mehr Problemfälle in das Land setzt, nicht mehr glauben kann. Dieses von Beamten und Verwaltern zum Nachteil der Bürger geschaffene Monster, das uns selbst noch bei Verrichtung der Notdurft kontrolliert, schafft es auf der anderen Seite nicht mit übelsten Exzessen fertig zu werden.

    Wir wollen eine Zukunft haben ? Stimmt - doch was verstehen wir darunter ?

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