Ein leichtes Lächeln

8. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Nach einem Bericht im Spiegel soll der Marokkaner Mounir al Motassadeq ein „leichtes Lächeln auf den Lippen“ gehabt haben, als man ihn am Abend des 17. November 2006 in Hamburg erneut festnahm.
Ein leichtes Lächeln Der Festnahme vorausgegangen war nach einem 5-jährigen juristischem Trauerspiel eine Verurteilung des Marokkaners durch den Bundesgerichtshof wegen Beihilfe zum Mord in 246 Fällen. Über das Strafmaß muss nun wieder das Oberlandesgericht Hamburg entscheiden, bei dessen seltsamen Rechtsansichten im Fall Motassadeq schon so mancher Bürger die Augen verdrehte.

Und so auch diesmal wieder.
Kaum hatte der BGH den Marokkaner schuldig gesprochen, da war auch schon wieder auf freiem Fuß, denn das OLG Hamburg „sah in der Erwartung einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren zwar einen erhöhten Fluchtanreiz für den Angeklagten. Eine Verschärfung der Meldeauflagen reiche aber aus, um dieser Fluchtgefahr wirksam zu begegnen.

Zu einem „leichten Lächeln“ ob so viel juristischer Naivität hat es bei mir leider nicht mehr gereicht, aber ein „anoskopisches Arschrunzeln“ konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. Dezember 2006 um 05:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Ein leichtes Lächeln”

  1. mitdenker meint:

    Ich kann mich bei einigen der Urteile deutscher Gerichte des Eindrucks nicht erwehren, dass die Unabhängigkeit der Richter durch diese in schier endloser Unlogik mündet, so man einen durchschnittlichen “Menschenverstand” voraussetzt. Vielleicht (vielleicht als sehr vorsichtig formuliert) sind dies ja auch Gründe für den einen oder anderen menschlichen “Serienausrutscher” bezüglich der Einhaltung von Gesetzlichkeiten. Frei nach dem Motto: “ach, mir passiert ja doch nicht viel in Deutschland…”.
    Vielleicht…
    An dieser Stelle meinen Dank dafür an die endlose Zahl der ehemaligen so genannter 68er neoliberalen Vordenker.

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Ein leichtes Lächeln

8. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Nach einem Bericht im Spiegel soll der Marokkaner Mounir al Motassadeq ein „leichtes Lächeln auf den Lippen“ gehabt haben, als man ihn am Abend des 17. November 2006 in Hamburg erneut festnahm.
Ein leichtes Lächeln Der Festnahme vorausgegangen war nach einem 5-jährigen juristischem Trauerspiel eine Verurteilung des Marokkaners durch den Bundesgerichtshof wegen Beihilfe zum Mord in 246 Fällen. Über das Strafmaß muss nun wieder das Oberlandesgericht Hamburg entscheiden, bei dessen seltsamen Rechtsansichten im Fall Motassadeq schon so mancher Bürger die Augen verdrehte.

Und so auch diesmal wieder.
Kaum hatte der BGH den Marokkaner schuldig gesprochen, da war auch schon wieder auf freiem Fuß, denn das OLG Hamburg „sah in der Erwartung einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren zwar einen erhöhten Fluchtanreiz für den Angeklagten. Eine Verschärfung der Meldeauflagen reiche aber aus, um dieser Fluchtgefahr wirksam zu begegnen.

Zu einem „leichten Lächeln“ ob so viel juristischer Naivität hat es bei mir leider nicht mehr gereicht, aber ein „anoskopisches Arschrunzeln“ konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.

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  1. mitdenker meint:

    Ich kann mich bei einigen der Urteile deutscher Gerichte des Eindrucks nicht erwehren, dass die Unabhängigkeit der Richter durch diese in schier endloser Unlogik mündet, so man einen durchschnittlichen “Menschenverstand” voraussetzt. Vielleicht (vielleicht als sehr vorsichtig formuliert) sind dies ja auch Gründe für den einen oder anderen menschlichen “Serienausrutscher” bezüglich der Einhaltung von Gesetzlichkeiten. Frei nach dem Motto: “ach, mir passiert ja doch nicht viel in Deutschland…”.
    Vielleicht…
    An dieser Stelle meinen Dank dafür an die endlose Zahl der ehemaligen so genannter 68er neoliberalen Vordenker.

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