Opa DFB

15. September 2004 05:45

Mein lieber Freund!

Gerhard Mayer-Vorfelder, der Opa vom DFB hat mal wieder jemand gefunden, dem er sein Leid klagen kann!
Diesmal ist es unter anderen auch der Spiegel, der dem alten Herrn die Plattform für sein Wehklagen bietet.

MV, der sich noch immer mit Händen und Füßen an seinem DFB-Präsidentensessel klammert und sich mit den Dritten in der Schreibtischkante verbissen hat, meint eben, dass ohne ihn des deutschen Fußballs letztes Stündlein geschlagen hat und ohnehin alles böse enden wird.
Und überhaupt werden sich die jungen Burschen schon noch blutige Köpfe holen, wenn sie nicht auf MV hören wollen.
Und wenn Sturkopf Klinsi glauben sollte, dass seine radikalen Reformpläne beim DFB auf Gegenliebe stoßen, dann hat er die Rechnung ohne Gerhard Mayer-Hinterhalt gemacht, der glaubt, dass Klinsi sicher noch einige Enttäuschungen erleben wird.
Hofft MV zumindest.
Und wenn der Klinsi schon jeden Stein umdrehen will, dann muss er erst wissen wo die Steine liegen, die ihm der MV in den Weg legt. «Und wenn er dann die Steine aufhebt, dann soll er sie aufheben und die, die vorher schon richtig gepasst haben, wieder dort hinlegen», sagte MV in einem “Tagesspiegel”-Interview, und weiter: «Er wird die Erfahrung machen, dass man sich, wenn man viel bewegen will, einen blutigen Kopf holen kann. Aber diese Erfahrung ist wertvoll.»

Für mich hört sich das etwas verwirrt und wie das Genöle einer beleidigten Leberwurst an, oder die ungeschickte Ankündigung eines angedrohten Mobbings.

Auch für “Kaiser” Franz Beckenbauer dem DFB-Vizepräsidenten, der in der so genannten Trainerfindungskommission (TFK) lange den Vorsitz inne hatte, fand MV Worte der Kritik:
«Alles, was in der TFK hinsichtlich der Völler-Nachfolge besprochen worden ist, musste ich in der Zeitung lesen», beklagte sich MV. «Aber Beckenbauer, der bei der “Bild”-Zeitung und dem ZDF unter Vertrag steht, ins Abseits zu stellen, gehe jedoch nicht. Du kannst innerhalb des Fußballs nicht einen ausschließen, der die größte Erfahrung als Spieler und Teamchef hat und international höchst angesehen ist.»

Ja, ja, es ist nicht so einfach gegen den ehemals besten Bananenflanker der Republik anzustinken, wenn man selbst seine aktive Fußballerkarriere als Balljunge und Feierabendkicker beendet hat.

Ausdrücklich stellt sich Mayer-Vorfelder jedoch hinter das neue Konstrukt der DFB-Doppelspitze und seinen Präsidentenkollegen Theo Zwanziger. «Ich kann Theo Zwanziger an die internationalen Dinge heranführen und den professionellen Bereich, den er weniger kennt»

Da kann ich nur hoffen, dass das der Herr Theo Zwanziger auch so sieht. Es könnte aber durchaus auch sein, dass er sich eher wenig von diesem “Wissenstransfer” verspricht und ihm das Angebot von MV am Arsch vorbei geht.

Die Kritik an seiner Person nimmt MV indes gelassen. «In unserer Gesellschaft eine Position einzunehmen, die abstrahlt nach außen, führt zwangsläufig zu Angriffen. Es sei denn, Du bist ein Weichei oder ein rundgeschliffener Kieselstein

Also als alter Flipperspieler kann ich dem Herrn Mayer-Vorfelder einen ganz privaten Rat geben. Wenn das Signal “Tilt” und “Game over” aufleuchtet, dann nützt es auch nix mehr, wenn man weiter auf die Flipper haut und mit dem Arsch wackelt. “Tilt” ist “Tilt” und “Game over” ist ganz einfach “Game over”

MV's Phantom der Oper

Der Europaabgeordnete der Grünen, Daniel Cohn-Bendit, hat das weit weniger nett ausgedrückt, denn er hat sich abfällig über das Aussehen des DFB-Präsidenent Gerhard Mayer-Vorfelder und seiner Frau Margit geäußert. Der 59-Jährige Cohn-Bendit sagte der Tageszeitung «taz» (Mittwochausgabe): «Es ist mir ein ästhetisches Bedürfnis, dass das Ehepaar Mayer-Vorfelder von der Ehrentribüne verbannt wird

Also das kann doch der Cohn-Bandit, dieser Gangster, doch nicht verlangen!
Wie soll denn das Ehepaar Mayer-Vorfelder sonst ins Stadion kommen?
Jetzt wo der Klinsmann überall diese neuen Methoden einführt, wie Bungee-Jumping am kurzen Seil für bewegungsfaule Ligastars und Stadionumrundung in der bei den Golfern abgeguckten Kackhaltung.
Sowie die zur Optimierung der guten Stimmung und Erhöhung des Gute-Laune-Faktors eingeführte Gesichtskontrolle mit Vermummungsverbot am Stadioneingang.
Natürlich alles ohne den hälftigen DFB-Präsidenten vorher zu fragen.

Machopan

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 15. September 2004 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Sport | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Mein lieber Freund!

Gerhard Mayer-Vorfelder, der Opa vom DFB hat mal wieder jemand gefunden, dem er sein Leid klagen kann!
Diesmal ist es unter anderen auch der Spiegel, der dem alten Herrn die Plattform für sein Wehklagen bietet.

MV, der sich noch immer mit Händen und Füßen an seinem DFB-Präsidentensessel klammert und sich mit den Dritten in der Schreibtischkante verbissen hat, meint eben, dass ohne ihn des deutschen Fußballs letztes Stündlein geschlagen hat und ohnehin alles böse enden wird.
Und überhaupt werden sich die jungen Burschen schon noch blutige Köpfe holen, wenn sie nicht auf MV hören wollen.
Und wenn Sturkopf Klinsi glauben sollte, dass seine radikalen Reformpläne beim DFB auf Gegenliebe stoßen, dann hat er die Rechnung ohne Gerhard Mayer-Hinterhalt gemacht, der glaubt, dass Klinsi sicher noch einige Enttäuschungen erleben wird.
Hofft MV zumindest.
Und wenn der Klinsi schon jeden Stein umdrehen will, dann muss er erst wissen wo die Steine liegen, die ihm der MV in den Weg legt. «Und wenn er dann die Steine aufhebt, dann soll er sie aufheben und die, die vorher schon richtig gepasst haben, wieder dort hinlegen», sagte MV in einem “Tagesspiegel”-Interview, und weiter: «Er wird die Erfahrung machen, dass man sich, wenn man viel bewegen will, einen blutigen Kopf holen kann. Aber diese Erfahrung ist wertvoll.»

Für mich hört sich das etwas verwirrt und wie das Genöle einer beleidigten Leberwurst an, oder die ungeschickte Ankündigung eines angedrohten Mobbings.

Auch für “Kaiser” Franz Beckenbauer dem DFB-Vizepräsidenten, der in der so genannten Trainerfindungskommission (TFK) lange den Vorsitz inne hatte, fand MV Worte der Kritik:
«Alles, was in der TFK hinsichtlich der Völler-Nachfolge besprochen worden ist, musste ich in der Zeitung lesen», beklagte sich MV. «Aber Beckenbauer, der bei der “Bild”-Zeitung und dem ZDF unter Vertrag steht, ins Abseits zu stellen, gehe jedoch nicht. Du kannst innerhalb des Fußballs nicht einen ausschließen, der die größte Erfahrung als Spieler und Teamchef hat und international höchst angesehen ist.»

Ja, ja, es ist nicht so einfach gegen den ehemals besten Bananenflanker der Republik anzustinken, wenn man selbst seine aktive Fußballerkarriere als Balljunge und Feierabendkicker beendet hat.

Ausdrücklich stellt sich Mayer-Vorfelder jedoch hinter das neue Konstrukt der DFB-Doppelspitze und seinen Präsidentenkollegen Theo Zwanziger. «Ich kann Theo Zwanziger an die internationalen Dinge heranführen und den professionellen Bereich, den er weniger kennt»

Da kann ich nur hoffen, dass das der Herr Theo Zwanziger auch so sieht. Es könnte aber durchaus auch sein, dass er sich eher wenig von diesem “Wissenstransfer” verspricht und ihm das Angebot von MV am Arsch vorbei geht.

Die Kritik an seiner Person nimmt MV indes gelassen. «In unserer Gesellschaft eine Position einzunehmen, die abstrahlt nach außen, führt zwangsläufig zu Angriffen. Es sei denn, Du bist ein Weichei oder ein rundgeschliffener Kieselstein

Also als alter Flipperspieler kann ich dem Herrn Mayer-Vorfelder einen ganz privaten Rat geben. Wenn das Signal “Tilt” und “Game over” aufleuchtet, dann nützt es auch nix mehr, wenn man weiter auf die Flipper haut und mit dem Arsch wackelt. “Tilt” ist “Tilt” und “Game over” ist ganz einfach “Game over”

MV's Phantom der Oper

Der Europaabgeordnete der Grünen, Daniel Cohn-Bendit, hat das weit weniger nett ausgedrückt, denn er hat sich abfällig über das Aussehen des DFB-Präsidenent Gerhard Mayer-Vorfelder und seiner Frau Margit geäußert. Der 59-Jährige Cohn-Bendit sagte der Tageszeitung «taz» (Mittwochausgabe): «Es ist mir ein ästhetisches Bedürfnis, dass das Ehepaar Mayer-Vorfelder von der Ehrentribüne verbannt wird

Also das kann doch der Cohn-Bandit, dieser Gangster, doch nicht verlangen!
Wie soll denn das Ehepaar Mayer-Vorfelder sonst ins Stadion kommen?
Jetzt wo der Klinsmann überall diese neuen Methoden einführt, wie Bungee-Jumping am kurzen Seil für bewegungsfaule Ligastars und Stadionumrundung in der bei den Golfern abgeguckten Kackhaltung.
Sowie die zur Optimierung der guten Stimmung und Erhöhung des Gute-Laune-Faktors eingeführte Gesichtskontrolle mit Vermummungsverbot am Stadioneingang.
Natürlich alles ohne den hälftigen DFB-Präsidenten vorher zu fragen.

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