Killerspiele

12. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Also ich bin ja ganz gegen Killerspiele!
Und wenn man Sie schon nicht gänzlich verbieten kann, dann zumindest für Kinder bis 21 Jahre.
Weil, wenn nicht so ein Auf- und Heranwachsender seinen Wehrdienst für Volk und Vaterland unter erschwerten Bedingungen im Ausland absolviert und durch ein paar Schädelknochenfotos dokumentiert hat, dann braucht er sich auch gar nicht mit solchen Killerspielen die Zeit vertreiben.
Früher gab‘ sowas auch nicht und wir sind schließlich auch groß geworden ohne unseren Mathelehrer mit der Kettensäge zerlegt zu haben.
Wenn uns damals danach war, dann hat halt der Nächste der daher kam einfach ein paar auf die Schnauze gekriegt, dass ihm Hören und Sehen verging und der blutige Rotz aus der Nase lief. Das war echt oder wie man heute dazu sagen würde „echt reality“ zur Stärkung der Manneskraft und nicht so ein „virtueller Digitalscheiß“ der nur den Charakter verdirbt.

Also in dieser Beziehung hat der Beckstein da schon recht.
Der ist doch auch noch zu einer Zeit groß geworden, wo man den Weg zur Schule oder zur Lehrstelle bei Wind und Wetter noch zu Fuß erledigt hat, das Schulfach „Sport“ noch „Leibesübungen“ hieß und Lehrherr und Lehrer in der Lage und berechtigt waren auch „körperliche“ Erziehungsmaßnahmen einzusetzen.

Und für die schon etwas Älteren war am Samstag Abend beim Schwofen im Bahnhofsaal die Schlägerei noch inklusive.
Mein Gott was wurde da geschwoft, gesoffen und geraucht. Sowas wäre heute undenkbar.
Und weil damals nicht jeder davon ausgehen konnte, dass er auf dem (Fuß-)Weg nach Hause mit seinem Mädel noch rasch ne Nummer schieben konnte, da hat man sich halt sicherheitshalber vorher noch ein bisschen mit den anderen Jungs gehauen.
Irgendwo musste die über die Woche angestaute Männlichkeit ja hin.
Und am Sonntag, pünktlich um 10:00 Uhr war Kirchgang, Pflicht, mit der ganzen Familie. Da wurde nicht bis in die Puppen gepennt. Nein, spätestens um acht Uhr war Frühstück, dann Schuhe putzen und Viertel vor Zehn, exakt beim ersten Glockenschlag marschierte die Familie in den Sonntagsklamotten zur Kirche um den Herrn zu loben und um Vergebung für die wochentags begangenen Sünden zu bitten.
Und nach dem Mittagessen ging es zum Fußballspiel auf den Sportplatz. Nicht so ein Stadion mit Rasen und Tribünen. Nein, eine ackerartige Wiese mit einem leichten Buckel in der Mitte und ein paar Pfosten und Balken am Rand, damit sich die Zuschauer anlehnen konnten und beim Biertrinken nicht auf’s Spielfeld fielen.
Die Spieler, die da auf dem Spielfeld waren, die waren alle weiß und der einzig Schwarze war der Schiedsrichter. Und beim Spiel ging’s ordentlich zur Sache, damals ging Kraft noch vor Technik! Spielunterbrechung gab’s nur wenn einer am Boden lag und geblutet hat. Wer ohne zu bluten umfiel, war ein Simulant und bekam entweder vom Schiedsrichter die gelbe Karte oder von seinem Gegenspieler einen Tritt … oder beides.

Damals gab’s noch kein Fernsehen und wenn einer Fußball gucken oder sonst wie „die Sau rauslassen“ wollte, dann musste er aus dem Haus gehen und nicht zu Hause vor der Glotze auf der Couch rumhocken.
Damals gab’s noch kein Handy und kein Rumgesmse und Rumgedaddel.
Damals hat sich eine Mutter erst Sorgen um ihr Kind gemacht, wenn es ohne Schrammen nach Hause kam und nicht dreckig war.
Badetag war einmal in der Woche, in einem Blech- oder Holzzuber in der Küche oder der Waschküche. Der Jüngste zuerst, der Älteste zuletzt, alle im gleichen Wasser. Das warme Wasser kam noch nicht aus der Wasserleitung und der Ofen wurde mit Holz geheizt, das die „Männer“ der Familie im Schweiße ihres Angesichts aus dem Gemeindewald gezerrt, gesägt, gespalten und mit dem Leiterwagen bis zum Haus geschleppt hatten.
Gesägt wurde damals noch nicht mit der Kettensäge, sondern von Hand..
Und Killerspiele gab‘ s auch nicht.
Wir haben damals noch richtig geblutet.

Der Beckstein hat schon recht … diese Killerspiele müssen unbedingt verboten werden.

Killerspiele

Und wenn wir dann noch den „Struwwelpeter“ zur Pflichtlektüre der heranwachsenden Staatsbürger machen, führt das zusammen mit den Märchen vom Onkel Beckstein sicher zu einer ganz erheblichen Verbesserung der Sicherheitslage an deutschen Schulen.

Davon bin ich fest überzeugt!

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. Dezember 2006 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

7 Antworten zu “Killerspiele”

  1. Fenrirs Ecke » Blog Archiv » Amüsantes meint:

    […] Amüsante Betrachtung zum Thema “Killerspiele” bei Machopan. Ich hab echt gelacht. […]

  2. lyriost meint:

    Wie man aus der Abbildung ersieht, sind Amokläufe auch mit einfachstem Gerät möglich. Schußwaffen und Sprengstoffe werden nicht benötigt.

  3. mitdenker meint:

    Hab’ ich mich schon wieder so geirrt? Seit Jahren hätte ich mein schütteres Resthaar darauf verwettet, dass der Struwwelpeter längst zur Pflichtlektüre gehört. Wo sie doch überall herumliegen, in diversen Warteräumen und so. Heißen eben nur anders – neu und zeitgemäß wie Amica, Vogue, Freundin, Brigitte, Petra, Max, Cosmopolitan, Fashion today, Seventeen usw. Also ganz in Anlehnung an die einzelnen Geschichten des Struwelpeter.
    Ganz modern und wieder zeitgemäß ist ja auch die Geschichte vom Suppenkaspar. Heute nennen sie es eben nur Model.
    Und was die diversen gewaltlüsternen so genannten Spiele betrifft (Gewalt und Spiel im Kontext ist allein schon einmal nachdenkenswert), was sind die denn gegen die guten alten deutschen Märchen. Man denke nur an’s „Kalte Herz“ (die erste Form einer Herztransplantation?) oder an Hänsel und Gretel (Kannibalismus – heut’ wieder „in“ in Rotenburg) oder Rotkäppchen, das vom Wolf gefressen werden soll oder Dornröschen – die erste Form langzeitkomatöser Menschen oder Rumpelstilchen als eine Form geplantem Kidnappings oder das jüngst erst von den Ossis wiederholte Märchen vom Fischer und seiner Frau. Da sind doch die anschliessenden Ballerspiele nach der abendlichen Vorlesezeit nur eine Form intensiver Vorbereitung auf geplante kommende Dinge, die heute Balkan, Afghanistan, Kongo, Libanon heissen und nach altem überlieferten Singsang – „…und morgen die ganze Welt“.
    Na ja, das vorbereitende Üben gehört doch eigentlich irgendwie dazu.

  4. Fred Sky meint:

    Wir hatten beide, außer der Kirche, die gleiche Jugend, daher lese ich auch hier die Beiträge so gern. Inzwischen sind die Leute völlig degeneriert, der IQ sinkt, die Intelligenz muß sich auf mehr Menschen dieser Erde aufteilen. Nichts ist mehr so wie früher, aber ist es denn besser? Nur noch Hast und “Zeit ist Geld” und “Wachstum”, wofür das alles? Der Mensch lebt nicht mehr, er läßt leben. Ich will kein Auto, vollautomatisch, das selbst fährt, ich will fahren! Verblödung rundherum und Hilflosigkeit bei Katastrophen, die Spezialisierung für Spezies, die daran untergehen werden!
    MfG

  5. Alex meint:

    Denke nicht, dass sich der IQ minimalisiert, er wird verschoben. die Ansprüche an ihn werden nicht mehr gerecht. Wesentliches wird von modernem zu schnell verdrängt. Kinder zu oft alleine gelassen und von der Politik nicht als unser wichtigstes Gut akzeptiert und gefördert.
    Der Wirtschaft wird Vorrang gegeben, auch wichtig, aber wer ist morgen unsere Wirtschaft. Die setzt sich nun mal nicht nur aus Denkern, sondern auch Klotzern zusammen und die dürfen auch nicht hohl sein. Auch kann man sich nicht die Kinder von anderes “Deutschen” zurechtziehen, da bedarf es schon gewisser kultureller Übereinstimmung, sonst wird das nie was. Die ersten 30 Jahre sind ja bewiesener Maßen so schon in die Hose gegangen. Fortschritt ist gut. Zuviel Fortschritt ist Tod. Was nützt einem der Fortschritt, wenn niemand mehr da ist ihn zu händeln. Manchmal ist der Schritt zurück nicht der verkehrteste. Thema Auto @ Fred, sehe ich auch so, weil, man kann ja noch nichtmal mehr selber eine Gühlampe wechseln. Welches in der Technik begründet liegt.

  6. Alex meint:

    Noch einen: Den Schwarzen nehmen wir raus! Dann stimm ich Dir zu 95% zu.
    Ja damals, schwer war die Zeit, wie alt bist Du alter Mann?
    Nicht alles ist gut gewesen, siehe vorjüngste Vergangenheit, auch die jüngste Vergangenheit (Wiedervereinigung)hatte ihre Probleme gebracht, trotzdem hat es die Gesellschaft “wachsen” lassen. Viele Fehler müssen begangen werden, um sie zu erkennen. Die “Killerspiele” betrachte ich zweigeteilt. Einerseits setzt die Verwendung dieser, einen gefestigten Charakter voraus (wer will den beurteilen)und zum anderen sollten die wirklich erst einem bestimmten Alter zugänglich gemacht werden (wie will man das managen?)- Somit müsse die Überlassung von Erwachsenen, dieser Spiele, an Minderjährige, ebenso unter harte Strafe gestellt werden.
    Und nicht als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. [Sitze diesbezüglich selber im Glashaus]. Sehe darin aber eine Hilfe, für durchsetzungsschwache Erziehungsberechtigte sich so Gehör zu verschaffen, das hieße, dass der Beamtenappart aufgestockt werden müsste, um diese Mithilfe zu leisten. Und kreative Leistung, Sport, Musik und Kunst sollte staatlich geförderter Bestandteil des Nachmittags eines Jugendlichen sein. Sämtliche Angebote diesbezüglich müssten enorm gesteigert werden. Schaffung der Arbeitsplätze. Gelder müssten, so hart es sich auch anhört aus den Pflegebereichen abgezogen werden. Es ist schön wenn ein behindertes Kind einen Computer nutzen kann, den der Staat bezahlt hat. Es ist aber auch schön, wenn von dem Geld 10 - 20 Kinder einen Monat, oder zwei, nachmittags einen Gruppenlehrer erhalten, z.B. für die oben genannten AGs. Ebenso sehe ich nicht ein, dass Familien von Sozialhilfeempfängern über Gebühr gefördert werden. Vermietern sollten ebenso die Mieten und Nebenkosten vom Sozialamt direkt überwiesen werden, anstatt sich das Mietnomadentum ranzuziehen und rechtschaffende Bürger an den Rand des Existenzminnimums zu bringen.
    Es gibt soviel zu tun, Deutschland, lassen wir es nicht auf sich beruhen! Es hat sich schon gerächt - bleiben wir aufmerksam - die Richtung kann stimmen, machen wir sie passen. Uns viel Glück *g*.

  7. Machopan meint:

    Wieso sollen wir den Schwarzen rausnehmen?
    Der hat doch nix gemacht, nur manchmal falsch gepfiffen auch wenn er nicht Hoyzer hieß.

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Killerspiele

12. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Also ich bin ja ganz gegen Killerspiele!
Und wenn man Sie schon nicht gänzlich verbieten kann, dann zumindest für Kinder bis 21 Jahre.
Weil, wenn nicht so ein Auf- und Heranwachsender seinen Wehrdienst für Volk und Vaterland unter erschwerten Bedingungen im Ausland absolviert und durch ein paar Schädelknochenfotos dokumentiert hat, dann braucht er sich auch gar nicht mit solchen Killerspielen die Zeit vertreiben.
Früher gab‘ sowas auch nicht und wir sind schließlich auch groß geworden ohne unseren Mathelehrer mit der Kettensäge zerlegt zu haben.
Wenn uns damals danach war, dann hat halt der Nächste der daher kam einfach ein paar auf die Schnauze gekriegt, dass ihm Hören und Sehen verging und der blutige Rotz aus der Nase lief. Das war echt oder wie man heute dazu sagen würde „echt reality“ zur Stärkung der Manneskraft und nicht so ein „virtueller Digitalscheiß“ der nur den Charakter verdirbt.

Also in dieser Beziehung hat der Beckstein da schon recht.
Der ist doch auch noch zu einer Zeit groß geworden, wo man den Weg zur Schule oder zur Lehrstelle bei Wind und Wetter noch zu Fuß erledigt hat, das Schulfach „Sport“ noch „Leibesübungen“ hieß und Lehrherr und Lehrer in der Lage und berechtigt waren auch „körperliche“ Erziehungsmaßnahmen einzusetzen.

Und für die schon etwas Älteren war am Samstag Abend beim Schwofen im Bahnhofsaal die Schlägerei noch inklusive.
Mein Gott was wurde da geschwoft, gesoffen und geraucht. Sowas wäre heute undenkbar.
Und weil damals nicht jeder davon ausgehen konnte, dass er auf dem (Fuß-)Weg nach Hause mit seinem Mädel noch rasch ne Nummer schieben konnte, da hat man sich halt sicherheitshalber vorher noch ein bisschen mit den anderen Jungs gehauen.
Irgendwo musste die über die Woche angestaute Männlichkeit ja hin.
Und am Sonntag, pünktlich um 10:00 Uhr war Kirchgang, Pflicht, mit der ganzen Familie. Da wurde nicht bis in die Puppen gepennt. Nein, spätestens um acht Uhr war Frühstück, dann Schuhe putzen und Viertel vor Zehn, exakt beim ersten Glockenschlag marschierte die Familie in den Sonntagsklamotten zur Kirche um den Herrn zu loben und um Vergebung für die wochentags begangenen Sünden zu bitten.
Und nach dem Mittagessen ging es zum Fußballspiel auf den Sportplatz. Nicht so ein Stadion mit Rasen und Tribünen. Nein, eine ackerartige Wiese mit einem leichten Buckel in der Mitte und ein paar Pfosten und Balken am Rand, damit sich die Zuschauer anlehnen konnten und beim Biertrinken nicht auf’s Spielfeld fielen.
Die Spieler, die da auf dem Spielfeld waren, die waren alle weiß und der einzig Schwarze war der Schiedsrichter. Und beim Spiel ging’s ordentlich zur Sache, damals ging Kraft noch vor Technik! Spielunterbrechung gab’s nur wenn einer am Boden lag und geblutet hat. Wer ohne zu bluten umfiel, war ein Simulant und bekam entweder vom Schiedsrichter die gelbe Karte oder von seinem Gegenspieler einen Tritt … oder beides.

Damals gab’s noch kein Fernsehen und wenn einer Fußball gucken oder sonst wie „die Sau rauslassen“ wollte, dann musste er aus dem Haus gehen und nicht zu Hause vor der Glotze auf der Couch rumhocken.
Damals gab’s noch kein Handy und kein Rumgesmse und Rumgedaddel.
Damals hat sich eine Mutter erst Sorgen um ihr Kind gemacht, wenn es ohne Schrammen nach Hause kam und nicht dreckig war.
Badetag war einmal in der Woche, in einem Blech- oder Holzzuber in der Küche oder der Waschküche. Der Jüngste zuerst, der Älteste zuletzt, alle im gleichen Wasser. Das warme Wasser kam noch nicht aus der Wasserleitung und der Ofen wurde mit Holz geheizt, das die „Männer“ der Familie im Schweiße ihres Angesichts aus dem Gemeindewald gezerrt, gesägt, gespalten und mit dem Leiterwagen bis zum Haus geschleppt hatten.
Gesägt wurde damals noch nicht mit der Kettensäge, sondern von Hand..
Und Killerspiele gab‘ s auch nicht.
Wir haben damals noch richtig geblutet.

Der Beckstein hat schon recht … diese Killerspiele müssen unbedingt verboten werden.

Killerspiele

Und wenn wir dann noch den „Struwwelpeter“ zur Pflichtlektüre der heranwachsenden Staatsbürger machen, führt das zusammen mit den Märchen vom Onkel Beckstein sicher zu einer ganz erheblichen Verbesserung der Sicherheitslage an deutschen Schulen.

Davon bin ich fest überzeugt!

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 12. Dezember 2006 um 05:45:05 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

7 Antworten zu “Killerspiele”

  1. Fenrirs Ecke » Blog Archiv » Amüsantes meint:

    […] Amüsante Betrachtung zum Thema “Killerspiele” bei Machopan. Ich hab echt gelacht. […]

  2. lyriost meint:

    Wie man aus der Abbildung ersieht, sind Amokläufe auch mit einfachstem Gerät möglich. Schußwaffen und Sprengstoffe werden nicht benötigt.

  3. mitdenker meint:

    Hab’ ich mich schon wieder so geirrt? Seit Jahren hätte ich mein schütteres Resthaar darauf verwettet, dass der Struwwelpeter längst zur Pflichtlektüre gehört. Wo sie doch überall herumliegen, in diversen Warteräumen und so. Heißen eben nur anders – neu und zeitgemäß wie Amica, Vogue, Freundin, Brigitte, Petra, Max, Cosmopolitan, Fashion today, Seventeen usw. Also ganz in Anlehnung an die einzelnen Geschichten des Struwelpeter.
    Ganz modern und wieder zeitgemäß ist ja auch die Geschichte vom Suppenkaspar. Heute nennen sie es eben nur Model.
    Und was die diversen gewaltlüsternen so genannten Spiele betrifft (Gewalt und Spiel im Kontext ist allein schon einmal nachdenkenswert), was sind die denn gegen die guten alten deutschen Märchen. Man denke nur an’s „Kalte Herz“ (die erste Form einer Herztransplantation?) oder an Hänsel und Gretel (Kannibalismus – heut’ wieder „in“ in Rotenburg) oder Rotkäppchen, das vom Wolf gefressen werden soll oder Dornröschen – die erste Form langzeitkomatöser Menschen oder Rumpelstilchen als eine Form geplantem Kidnappings oder das jüngst erst von den Ossis wiederholte Märchen vom Fischer und seiner Frau. Da sind doch die anschliessenden Ballerspiele nach der abendlichen Vorlesezeit nur eine Form intensiver Vorbereitung auf geplante kommende Dinge, die heute Balkan, Afghanistan, Kongo, Libanon heissen und nach altem überlieferten Singsang – „…und morgen die ganze Welt“.
    Na ja, das vorbereitende Üben gehört doch eigentlich irgendwie dazu.

  4. Fred Sky meint:

    Wir hatten beide, außer der Kirche, die gleiche Jugend, daher lese ich auch hier die Beiträge so gern. Inzwischen sind die Leute völlig degeneriert, der IQ sinkt, die Intelligenz muß sich auf mehr Menschen dieser Erde aufteilen. Nichts ist mehr so wie früher, aber ist es denn besser? Nur noch Hast und “Zeit ist Geld” und “Wachstum”, wofür das alles? Der Mensch lebt nicht mehr, er läßt leben. Ich will kein Auto, vollautomatisch, das selbst fährt, ich will fahren! Verblödung rundherum und Hilflosigkeit bei Katastrophen, die Spezialisierung für Spezies, die daran untergehen werden!
    MfG

  5. Alex meint:

    Denke nicht, dass sich der IQ minimalisiert, er wird verschoben. die Ansprüche an ihn werden nicht mehr gerecht. Wesentliches wird von modernem zu schnell verdrängt. Kinder zu oft alleine gelassen und von der Politik nicht als unser wichtigstes Gut akzeptiert und gefördert.
    Der Wirtschaft wird Vorrang gegeben, auch wichtig, aber wer ist morgen unsere Wirtschaft. Die setzt sich nun mal nicht nur aus Denkern, sondern auch Klotzern zusammen und die dürfen auch nicht hohl sein. Auch kann man sich nicht die Kinder von anderes “Deutschen” zurechtziehen, da bedarf es schon gewisser kultureller Übereinstimmung, sonst wird das nie was. Die ersten 30 Jahre sind ja bewiesener Maßen so schon in die Hose gegangen. Fortschritt ist gut. Zuviel Fortschritt ist Tod. Was nützt einem der Fortschritt, wenn niemand mehr da ist ihn zu händeln. Manchmal ist der Schritt zurück nicht der verkehrteste. Thema Auto @ Fred, sehe ich auch so, weil, man kann ja noch nichtmal mehr selber eine Gühlampe wechseln. Welches in der Technik begründet liegt.

  6. Alex meint:

    Noch einen: Den Schwarzen nehmen wir raus! Dann stimm ich Dir zu 95% zu.
    Ja damals, schwer war die Zeit, wie alt bist Du alter Mann?
    Nicht alles ist gut gewesen, siehe vorjüngste Vergangenheit, auch die jüngste Vergangenheit (Wiedervereinigung)hatte ihre Probleme gebracht, trotzdem hat es die Gesellschaft “wachsen” lassen. Viele Fehler müssen begangen werden, um sie zu erkennen. Die “Killerspiele” betrachte ich zweigeteilt. Einerseits setzt die Verwendung dieser, einen gefestigten Charakter voraus (wer will den beurteilen)und zum anderen sollten die wirklich erst einem bestimmten Alter zugänglich gemacht werden (wie will man das managen?)- Somit müsse die Überlassung von Erwachsenen, dieser Spiele, an Minderjährige, ebenso unter harte Strafe gestellt werden.
    Und nicht als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. [Sitze diesbezüglich selber im Glashaus]. Sehe darin aber eine Hilfe, für durchsetzungsschwache Erziehungsberechtigte sich so Gehör zu verschaffen, das hieße, dass der Beamtenappart aufgestockt werden müsste, um diese Mithilfe zu leisten. Und kreative Leistung, Sport, Musik und Kunst sollte staatlich geförderter Bestandteil des Nachmittags eines Jugendlichen sein. Sämtliche Angebote diesbezüglich müssten enorm gesteigert werden. Schaffung der Arbeitsplätze. Gelder müssten, so hart es sich auch anhört aus den Pflegebereichen abgezogen werden. Es ist schön wenn ein behindertes Kind einen Computer nutzen kann, den der Staat bezahlt hat. Es ist aber auch schön, wenn von dem Geld 10 - 20 Kinder einen Monat, oder zwei, nachmittags einen Gruppenlehrer erhalten, z.B. für die oben genannten AGs. Ebenso sehe ich nicht ein, dass Familien von Sozialhilfeempfängern über Gebühr gefördert werden. Vermietern sollten ebenso die Mieten und Nebenkosten vom Sozialamt direkt überwiesen werden, anstatt sich das Mietnomadentum ranzuziehen und rechtschaffende Bürger an den Rand des Existenzminnimums zu bringen.
    Es gibt soviel zu tun, Deutschland, lassen wir es nicht auf sich beruhen! Es hat sich schon gerächt - bleiben wir aufmerksam - die Richtung kann stimmen, machen wir sie passen. Uns viel Glück *g*.

  7. Machopan meint:

    Wieso sollen wir den Schwarzen rausnehmen?
    Der hat doch nix gemacht, nur manchmal falsch gepfiffen auch wenn er nicht Hoyzer hieß.

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