Visa wie?

13. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Kaum haben unsere Sicherheitsexperten die Republik mit einer „Antiterrordatei“ beglückt, da hält der Herr Bosbach die Gelegenheit für günstig und legt noch die „Einlader- und Warndatei“ nach.
Weil nicht jeder gleich drauf kommt, warum um alles in der Welt man nun auch noch diese Datei benötigt, hat der Herr Bosbach die Begründung gleich der WELT verraten: „Wir brauchen diese Datei um damit die Sicherheitslücke beim Visa-Missbrauch zu schließen, denn damit könnte die Einreise von Verdächtigen nach Deutschland verhindert werden.

Man kann sich das richtig vorstellen, wie der Herr Bosbach dieses Sicherheitslückendateistückwerg zum Kalfatern in die Risse der Bordwand unserer maroden Ausflugsgaleere „Deutschland“ stopft.

In die gleiche Sicherheitslücke hieb dann der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm und warnte in der „BLÖD am Sonntag“ vor Anschlägen in Deutschland, denn „die Anschlagsgefahr in Deutschland sei erheblich und die Menschen in Deutschland müssten sich auf Selbstmordattentate einstellen.
Blöd war dabei halt nur, dass es ausgerechnet ein deutscher Schüler aus Emsdetten war, der sich diese Prophezeiung als erster zu eigen machte und sich anschließend mit einem „Vorderlader“ die Visa-Genehmigung ins Jenseits ausstellte.

Doch damit ist überraschend schnell deutlich geworden, dass es sicher nicht reichen wird nur die Visa-Besitzer in dieser „Einlader- und Warndatei“ zu erfassen. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Datenstruktur generell so auszulegen, dass ohne Probleme auch Eurocard- und American-Express-Besitzer erfasst werden können.

Visa Missbrauch

Also nicht nur die mit „Visa wie“, sondern auch alle „vis-à-vis“.
Zumindest die vis-à-vis vom Herrn Bosbach.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. Dezember 2006 um 05:45:57 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Visa wie?”

  1. mitdenker meint:

    Ausflugsgaleere?????
    ‘Tschuldigung, aber Deutschland dümpelt doch scheins immer im gleichen stinkigen und modernden Teich herum. Was soll denn das für ein Ausflug sein? Das erinnert mich doch sehr an die „Brigadeausflüge“ in der Ex-DDR und deren déjà vu.
    Und wegen eben diesen déjà vu scheint’s mir, dass die Idee (und Verwirklichung), eine Bundesstelle für die Aufarbeitung der Stasiunterlagen zu etablieren, für die Menschen im alten neuen Deutschland nicht sehr hilfreich war. Zu viele, viel zu viele Gedanken und Methoden der Stasi der DDR fließen offensichtlich in die neue schizophräne Gedankenwelt Buntestäuschender Politiker mit ein. Ob es die eines Herrn Bosbach sind, ob er nun Schäuble heißt oder es sich um die Staatsanwaltschaft München handelt, die Rechtsanwälte belauscht einschließlich der Gespräche mit Journalisten. Alles ein allzu reales déjà vu.
    Oder sie interpretieren den alten Leninspruch neu: „Von politischen Feinden lernen heißt siegen lernen“.

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Visa wie?

13. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Kaum haben unsere Sicherheitsexperten die Republik mit einer „Antiterrordatei“ beglückt, da hält der Herr Bosbach die Gelegenheit für günstig und legt noch die „Einlader- und Warndatei“ nach.
Weil nicht jeder gleich drauf kommt, warum um alles in der Welt man nun auch noch diese Datei benötigt, hat der Herr Bosbach die Begründung gleich der WELT verraten: „Wir brauchen diese Datei um damit die Sicherheitslücke beim Visa-Missbrauch zu schließen, denn damit könnte die Einreise von Verdächtigen nach Deutschland verhindert werden.

Man kann sich das richtig vorstellen, wie der Herr Bosbach dieses Sicherheitslückendateistückwerg zum Kalfatern in die Risse der Bordwand unserer maroden Ausflugsgaleere „Deutschland“ stopft.

In die gleiche Sicherheitslücke hieb dann der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm und warnte in der „BLÖD am Sonntag“ vor Anschlägen in Deutschland, denn „die Anschlagsgefahr in Deutschland sei erheblich und die Menschen in Deutschland müssten sich auf Selbstmordattentate einstellen.
Blöd war dabei halt nur, dass es ausgerechnet ein deutscher Schüler aus Emsdetten war, der sich diese Prophezeiung als erster zu eigen machte und sich anschließend mit einem „Vorderlader“ die Visa-Genehmigung ins Jenseits ausstellte.

Doch damit ist überraschend schnell deutlich geworden, dass es sicher nicht reichen wird nur die Visa-Besitzer in dieser „Einlader- und Warndatei“ zu erfassen. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Datenstruktur generell so auszulegen, dass ohne Probleme auch Eurocard- und American-Express-Besitzer erfasst werden können.

Visa Missbrauch

Also nicht nur die mit „Visa wie“, sondern auch alle „vis-à-vis“.
Zumindest die vis-à-vis vom Herrn Bosbach.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. Dezember 2006 um 05:45:57 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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  1. mitdenker meint:

    Ausflugsgaleere?????
    ‘Tschuldigung, aber Deutschland dümpelt doch scheins immer im gleichen stinkigen und modernden Teich herum. Was soll denn das für ein Ausflug sein? Das erinnert mich doch sehr an die „Brigadeausflüge“ in der Ex-DDR und deren déjà vu.
    Und wegen eben diesen déjà vu scheint’s mir, dass die Idee (und Verwirklichung), eine Bundesstelle für die Aufarbeitung der Stasiunterlagen zu etablieren, für die Menschen im alten neuen Deutschland nicht sehr hilfreich war. Zu viele, viel zu viele Gedanken und Methoden der Stasi der DDR fließen offensichtlich in die neue schizophräne Gedankenwelt Buntestäuschender Politiker mit ein. Ob es die eines Herrn Bosbach sind, ob er nun Schäuble heißt oder es sich um die Staatsanwaltschaft München handelt, die Rechtsanwälte belauscht einschließlich der Gespräche mit Journalisten. Alles ein allzu reales déjà vu.
    Oder sie interpretieren den alten Leninspruch neu: „Von politischen Feinden lernen heißt siegen lernen“.

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