Volkes Trauertag

14. Dezember 2006 05:45

Es war ein wahrhaft trauriger Tag.
Nicht nur, dass es den ganzen Tag (zumindest in Frankfurt) Niesel regnete, nein das Angela ließ es sich nicht nehmen zur vorbereitenden Seelenmassage dem Volk auf die Tränendrüse zu drücken und bezeichnete es am Staatstrauertag als „Vermächtnis der Kriegstoten, dass Deutschland sich nicht seiner gewachsenen Rolle entziehen dürfe. Das Land müsse vielmehr auch deshalb Verantwortung in der Welt übernehmen.

Dieser Spruch nominiert die mächtigste Merkelin aller Zeiten nun endgültig zum aussichtreichen Kandidaten für den „Foot in Mouth Award 2006“ denn es ist schlicht eine dreiste Verdrehung der geschichtlichen Ereignisse dieses „Vermächtnis der Kriegstoten“ als Glied in der Argumentationskette zur Teilnahme deutscher Soldaten an kriegerischen Auseinandersetzungen zu benützen.

Während ein stadtbekannter SPD-Politiker im Großraum Frankfurt diesen, nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Gedenktag, für die gefallenen deutschen Soldaten als rassistisch geprägten „Happy Cadaver Day“ bezeichnete, sprach der Bundeshotte im Bundestag das traditionelle Totengedenken: „Wir trauern um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren haben.
Er vergaß dabei allerdings zu erwähnen, dass diese Toten ihre Fahrkarte ins Jenseits über das Reisebüro der Regierung in Berlin bekommen haben.

Genauso wie die Toten der beiden Weltkriege davor.
Das ist nun todsicher kein Tag den man unbedingt feiern muss.
Zumindest nicht, wenn man zu den Opfern gehört.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. Dezember 2006 um 05:45:59 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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14. Dezember 2006 05:45

Es war ein wahrhaft trauriger Tag.
Nicht nur, dass es den ganzen Tag (zumindest in Frankfurt) Niesel regnete, nein das Angela ließ es sich nicht nehmen zur vorbereitenden Seelenmassage dem Volk auf die Tränendrüse zu drücken und bezeichnete es am Staatstrauertag als „Vermächtnis der Kriegstoten, dass Deutschland sich nicht seiner gewachsenen Rolle entziehen dürfe. Das Land müsse vielmehr auch deshalb Verantwortung in der Welt übernehmen.

Dieser Spruch nominiert die mächtigste Merkelin aller Zeiten nun endgültig zum aussichtreichen Kandidaten für den „Foot in Mouth Award 2006“ denn es ist schlicht eine dreiste Verdrehung der geschichtlichen Ereignisse dieses „Vermächtnis der Kriegstoten“ als Glied in der Argumentationskette zur Teilnahme deutscher Soldaten an kriegerischen Auseinandersetzungen zu benützen.

Während ein stadtbekannter SPD-Politiker im Großraum Frankfurt diesen, nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Gedenktag, für die gefallenen deutschen Soldaten als rassistisch geprägten „Happy Cadaver Day“ bezeichnete, sprach der Bundeshotte im Bundestag das traditionelle Totengedenken: „Wir trauern um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren haben.
Er vergaß dabei allerdings zu erwähnen, dass diese Toten ihre Fahrkarte ins Jenseits über das Reisebüro der Regierung in Berlin bekommen haben.

Genauso wie die Toten der beiden Weltkriege davor.
Das ist nun todsicher kein Tag den man unbedingt feiern muss.
Zumindest nicht, wenn man zu den Opfern gehört.

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