Electronic Ticket

18. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Es geht voran mit der Republik, was dem LKW-Fahrer schon lange recht ist, ist jetzt auch dem Bahn-Fahrer billig. Auch er kann jetzt per Drahtlos seine Transportgebühren abdrücken.

Vorausgesetzt er hat ein Handy, das den Multi Media Messaging Service (MMS), eine Weiterentwicklung des Short Message Systems (SMS) als Communication Standard beherrscht, dann kann er mittels General Packet Radio Service (GPRS) und Wireless Application Protocol (WAP) über ein Media-Gateway und einigen Interfaces, die auf dem Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) beruhen, die Value Added Service (VAS ) in einem Multimedia Messaging Center erreichen um mittels Simple Object Access Protokoll (SOAP) eine nach Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) kodierte Message abzusetzen – und eine Fahrkarte der Deutschen Bundesbahn (FDB) von Hintertupfing nach Katzenelnbogen erwerben.
Selbstverständlich erfolgt die Bezahlung dieser Leistung bargeldlos per Online-Banking. Die Beschreibung des technischen Ablauf möchte ich Ihnen aber aus zeitlichen Gründen ersparen.

Dieser lange erwartete Kundenservice für das “Electronic Ticket” entspricht sogar modernsten Kommunikations- und Sicherheitsstandards im Electronic Business.
«Wer zum Bespiel meint, per Handy leichter schwarzfahren zu können, indem er im Zug kurz vor Eintreffen des Kontrolleurs noch schnell ein Ticket ordert, irrt: Buchungen nimmt das System nur bis zehn Minuten vor Abfahrt an.» schreibt das Handelsblatt.

Electronic TicketUnd ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit woher das Multi Media Message Center der Deutschen Bundesbahn weiß, dass der Zug pünktlich abgefahren ist, kennt doch der Fahrgast im Bahnverkehr mindestens drei verschiedene Abfahrtzeiten – die Abfahrt laut Fahrplan, die per Durchsage mehrfach angekündigte Abfahrt und die tatsächliche Abfahrt.
Weil sonst könnte es ja passieren, dass ein Fahrgast der noch am Bahnsteig steht, gar keine Fahrkarte mehr kaufen kann, wenn der Zug eine halbe Stunde Verspätung hat aber das MMC glaubt dass der Mann schon im Zug sitzt und den Kondukteur nahen sieht.
Und das wäre doch echt peinlich.

Übrigens ist es ein unbestätigtes Gerücht, dass Fahrkarten für verspätete Züge per Handy jetzt billiger als Last-Minute-Ticket zu buchen sind.
Aber das wird nach dem Börsengang der Deutschen Bahn sicher die nächste Innovation sein, mit der sich der Kunde während der Wartezeit auf dem zugigen Bahnsteig die Zeit vertreiben kann.
Es können dann auch per Handy Wetten abgeschlossen werden, mit wieviel Minuten Verspätung der Zug nach Kleinkleckersdorf eintrifft - wenn überhaupt.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 18. Dezember 2006 um 05:45:56 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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18. Dezember 2006 05:45

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Es geht voran mit der Republik, was dem LKW-Fahrer schon lange recht ist, ist jetzt auch dem Bahn-Fahrer billig. Auch er kann jetzt per Drahtlos seine Transportgebühren abdrücken.

Vorausgesetzt er hat ein Handy, das den Multi Media Messaging Service (MMS), eine Weiterentwicklung des Short Message Systems (SMS) als Communication Standard beherrscht, dann kann er mittels General Packet Radio Service (GPRS) und Wireless Application Protocol (WAP) über ein Media-Gateway und einigen Interfaces, die auf dem Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) beruhen, die Value Added Service (VAS ) in einem Multimedia Messaging Center erreichen um mittels Simple Object Access Protokoll (SOAP) eine nach Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) kodierte Message abzusetzen – und eine Fahrkarte der Deutschen Bundesbahn (FDB) von Hintertupfing nach Katzenelnbogen erwerben.
Selbstverständlich erfolgt die Bezahlung dieser Leistung bargeldlos per Online-Banking. Die Beschreibung des technischen Ablauf möchte ich Ihnen aber aus zeitlichen Gründen ersparen.

Dieser lange erwartete Kundenservice für das “Electronic Ticket” entspricht sogar modernsten Kommunikations- und Sicherheitsstandards im Electronic Business.
«Wer zum Bespiel meint, per Handy leichter schwarzfahren zu können, indem er im Zug kurz vor Eintreffen des Kontrolleurs noch schnell ein Ticket ordert, irrt: Buchungen nimmt das System nur bis zehn Minuten vor Abfahrt an.» schreibt das Handelsblatt.

Electronic TicketUnd ich frage mich jetzt schon die ganze Zeit woher das Multi Media Message Center der Deutschen Bundesbahn weiß, dass der Zug pünktlich abgefahren ist, kennt doch der Fahrgast im Bahnverkehr mindestens drei verschiedene Abfahrtzeiten – die Abfahrt laut Fahrplan, die per Durchsage mehrfach angekündigte Abfahrt und die tatsächliche Abfahrt.
Weil sonst könnte es ja passieren, dass ein Fahrgast der noch am Bahnsteig steht, gar keine Fahrkarte mehr kaufen kann, wenn der Zug eine halbe Stunde Verspätung hat aber das MMC glaubt dass der Mann schon im Zug sitzt und den Kondukteur nahen sieht.
Und das wäre doch echt peinlich.

Übrigens ist es ein unbestätigtes Gerücht, dass Fahrkarten für verspätete Züge per Handy jetzt billiger als Last-Minute-Ticket zu buchen sind.
Aber das wird nach dem Börsengang der Deutschen Bahn sicher die nächste Innovation sein, mit der sich der Kunde während der Wartezeit auf dem zugigen Bahnsteig die Zeit vertreiben kann.
Es können dann auch per Handy Wetten abgeschlossen werden, mit wieviel Minuten Verspätung der Zug nach Kleinkleckersdorf eintrifft - wenn überhaupt.

Machopan
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