Pensionsnachzahlung

20. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Da den Rentnern und Pensionären eine Nullrunde nach der anderen zugemutet wird und reale Einkommenskürzungen zur Normalität geworden sind, war es nur eine Frage der Zeit bis sich endlich jemand mit juristischen Mitteln gegen diesen staatlich verordneten Betrug am ehemals arbeitenden Individuum wehrt.

Vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt wurde nun der Fall eines Pensionärs verhandelt, dessen Pension nach der unehrenhaften Entlassung aus dem Dienstverhältnis „nur“ 8.000 Euro betrug.
Sein Arbeitgeber hatte ihn durch einseitige Willenserklärung aus dem Dienste entfernt, nachdem der Arbeitnehmer mitsamt Familie ein Gratiswochenende in einem Nobelhotel verbracht hatte, da die Kosten des Aufenthalts von einem Kunden des Arbeitgebers übernommen worden waren.

Gut, man muss dabei berücksichtigen, dass das noch vor den als Betriebskosten abgerechneten Rammeltouren der VW-Manager, den Schmiergeldzahlungen bei Infinion, den „betriebsbedingten Entnahmen“ aus der Portokasse bei Mannesmann und den verschwiegenen doppelten Gehaltszahlungen von RWE war.
Derartige Vorteile im Amt sind zwischenzeitlich nach der neueste Rechtsansicht deutscher Juristen durch den §17 StGB bestens abgesichert:
Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte. Konnte der Täter den Irrtum vermeiden, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 StGB gemildert werden.

Das Strafverfahren wegen Verdachts der Vorteilsnahme gegen den nun vor dem Verwaltungsgericht klagenden Pensionär war im Jahr 2004 von der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen eine Zahlung von 25.000 Euro eingestellt worden.
Vergleicht man das mit dem finanziellen Ausgang des Verfahrens im Mannesmann-Prozess, dann war das wahrlich ein sehr teures Wochenende.

Das schien nun auch dem Zwangspensionär klar geworden zu sein und nachdem sein langjähriger Kumpel Hans Eichel auch aus dem Amt entfernt worden war und mit seiner Pension als Anerkennung für seine Dienst am Vaterland nicht zufrieden war, klagte er jetzt auf Verdreifachung seiner Pension.
Ja, wenn man den Medien noch was glauben darf, dann wollte der Ex-Bundesbankpräsident Welteke wohl in Anerkennung seiner Dienste eine Pension in Höhe von 24.000 Euro einklagen.

Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt und ausrechnet, dass das ja nur 2.000 Euro im Monat wären und damit doch nicht die Welt für den Herrn Welteke, so sei dem gesagt, dass der Herr schon jetzt eine Pension von 8.000 Euro im Monat hat und er sich sicher sozial nicht verschlechtern wollte.

Der Mann wollte im Monat mehr als 8.000 Euro haben!
Zusätzlich!
Manche in unserer gebeutelten Republik klagen und leiden eben doch auf ganz anderem (hohem) Niveau.

In einem Interview, das Welteke der “BLÖD”-Zeitung unmittelbar nach seinem Rücktritt im Juli 2004 gab, hatte Welteke seinen Kampf gegen die unzureichende Pension wie folgt verteidigt:
„Ich weiß, dass sich 8000 Euro für einen normalen Rentner toll anhört. Der Betrag sei aber erstens brutto und zweitens habe er seine erste Frau großzügig abgesichert und unterstütze seine Söhne im Studium. “Wenn ich dann noch Miete und die üblichen Versicherungen bezahlt habe, ist das Geld fast weg”.

Pensionszahlung

Und alles was recht ist und wo der Herr Welteke Recht hat, wenn er Recht hat, denn das kann ihm jeder ALG II Empfänger bestätigen, dass man mit 8.000 Euro nicht weit kommt.
Im Jahr natürlich!

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. Dezember 2006 um 05:45:10 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Pensionsnachzahlung

20. Dezember 2006 05:45

Mein lieber Freund!

Da den Rentnern und Pensionären eine Nullrunde nach der anderen zugemutet wird und reale Einkommenskürzungen zur Normalität geworden sind, war es nur eine Frage der Zeit bis sich endlich jemand mit juristischen Mitteln gegen diesen staatlich verordneten Betrug am ehemals arbeitenden Individuum wehrt.

Vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt wurde nun der Fall eines Pensionärs verhandelt, dessen Pension nach der unehrenhaften Entlassung aus dem Dienstverhältnis „nur“ 8.000 Euro betrug.
Sein Arbeitgeber hatte ihn durch einseitige Willenserklärung aus dem Dienste entfernt, nachdem der Arbeitnehmer mitsamt Familie ein Gratiswochenende in einem Nobelhotel verbracht hatte, da die Kosten des Aufenthalts von einem Kunden des Arbeitgebers übernommen worden waren.

Gut, man muss dabei berücksichtigen, dass das noch vor den als Betriebskosten abgerechneten Rammeltouren der VW-Manager, den Schmiergeldzahlungen bei Infinion, den „betriebsbedingten Entnahmen“ aus der Portokasse bei Mannesmann und den verschwiegenen doppelten Gehaltszahlungen von RWE war.
Derartige Vorteile im Amt sind zwischenzeitlich nach der neueste Rechtsansicht deutscher Juristen durch den §17 StGB bestens abgesichert:
Fehlt dem Täter bei Begehung der Tat die Einsicht, Unrecht zu tun, so handelt er ohne Schuld, wenn er diesen Irrtum nicht vermeiden konnte. Konnte der Täter den Irrtum vermeiden, so kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 StGB gemildert werden.

Das Strafverfahren wegen Verdachts der Vorteilsnahme gegen den nun vor dem Verwaltungsgericht klagenden Pensionär war im Jahr 2004 von der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen eine Zahlung von 25.000 Euro eingestellt worden.
Vergleicht man das mit dem finanziellen Ausgang des Verfahrens im Mannesmann-Prozess, dann war das wahrlich ein sehr teures Wochenende.

Das schien nun auch dem Zwangspensionär klar geworden zu sein und nachdem sein langjähriger Kumpel Hans Eichel auch aus dem Amt entfernt worden war und mit seiner Pension als Anerkennung für seine Dienst am Vaterland nicht zufrieden war, klagte er jetzt auf Verdreifachung seiner Pension.
Ja, wenn man den Medien noch was glauben darf, dann wollte der Ex-Bundesbankpräsident Welteke wohl in Anerkennung seiner Dienste eine Pension in Höhe von 24.000 Euro einklagen.

Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt und ausrechnet, dass das ja nur 2.000 Euro im Monat wären und damit doch nicht die Welt für den Herrn Welteke, so sei dem gesagt, dass der Herr schon jetzt eine Pension von 8.000 Euro im Monat hat und er sich sicher sozial nicht verschlechtern wollte.

Der Mann wollte im Monat mehr als 8.000 Euro haben!
Zusätzlich!
Manche in unserer gebeutelten Republik klagen und leiden eben doch auf ganz anderem (hohem) Niveau.

In einem Interview, das Welteke der “BLÖD”-Zeitung unmittelbar nach seinem Rücktritt im Juli 2004 gab, hatte Welteke seinen Kampf gegen die unzureichende Pension wie folgt verteidigt:
„Ich weiß, dass sich 8000 Euro für einen normalen Rentner toll anhört. Der Betrag sei aber erstens brutto und zweitens habe er seine erste Frau großzügig abgesichert und unterstütze seine Söhne im Studium. “Wenn ich dann noch Miete und die üblichen Versicherungen bezahlt habe, ist das Geld fast weg”.

Pensionszahlung

Und alles was recht ist und wo der Herr Welteke Recht hat, wenn er Recht hat, denn das kann ihm jeder ALG II Empfänger bestätigen, dass man mit 8.000 Euro nicht weit kommt.
Im Jahr natürlich!

Machopan
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