Lefiso

10. Januar 2007 05:45

Mein lieber Freund!

Sicher haben Sie schon von Lefiso gehört.
Und wenn nicht gehört, dann doch zumindest gelesen.
Zumindest wenn Sie den Spiegel, den Kurier, die Frankfurter Neue Presse, die Mitteldeutsche Zeitung oder die NetZeitung lesen
Denn die haben über Lefiso geschrieben, weil es dort so furchtbar laut zu ging und sich die Leute über den Lärm beschwert haben.

Lefiso liegt in der Mpumalanga-Provinz zwischen Tuinplaas und Marble Hall in der Nähe der R33 und der N1 nördlich von Pretoria.
Das ist in Südafrika!
Und jetzt fragen Sie sich sicher, warum der Spiegel, der Kurier, die Frankfurter Neue Presse, die Mitteldeutsche Zeitung und die NetZeitung etwas über den Lärm in Lefiso schreiben.

Das ist das Schöne an den so hoch entwickelten Kulturen des Abendlandes, dass ihre Medien sogar über die frühabendlichen Lustschreie eines kopulierenden Hetero-Paares in einem Dorf in Südafrika berichten und dass die Kinder dort fragen „Warum schreit die Frau denn so?“

LefisoDaher hat der Dorfälteste von Lefiso mit Namen Ben Letsoalo (der darf sowas!) dem Pärchen die Leviten gelesen und einen Bann auferlegt. Fortan dürfen sich die 21-jährige Frau und ihr zehn Jahre älterer Freund nur noch zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens miteinander im Bett vergnügen, denn „schläft des Nachbars Kind nicht ein, muss man(n) beim Bumsen leise sein“.

Übrigens sind die Hetero kein Volksstamm in Afrika, sondern auch in Europa durchaus weit verbreitet und bekommen in Deutschland seit 1. Januar 2007 auch noch Geld für’s erfolgreiche Bumsen.
Wenn das die Hetero in Afrika erfahren sollten, zum Beispiel weil südafrikanische Medien darüber berichten, dann können wir uns hier vor Asylanträgen wegen „Benachteiligung aufgrund sexueller Identität im Ursprungsland“ gar nicht mehr retten und müssten auch noch dafür Sorge tragen, dass die Asylanten nach dem „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) nicht benachteiligt werden.
Denn nach §2 des AGG fallen unter dieses Gesetz alle „Beschäftigten“ und können Sie sich eine schönere Beschäftigung vorstellen, als rund um die Uhr an den Voraussetzungen für das „Elterngeld“ der Bundesgebärmutter von der Leyen zu arbeiten?

Es wird sicher laut werden in unserer Republik.
Lauter als in Eschweiler allemal, denn als dort nach zweistündigem, lautstarkem Liebesspiel die Nerven der Nachbarn blank lagen, hat die hinzugerufene Polizei, wie es im Polizeibericht hieß, das Pärchen aufgefordert, jetzt doch „möglichst rasch zum Ende zu kommen“.
Ob sich eine solche Vorgehensweise in einem Land mit rapide schlechter werdenden Demographieprognosen längerfristig durchhalten lässt, darf wohl ernsthaft bezweifelt werden.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 10. Januar 2007 um 05:45:21 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Lefiso”

  1. pathologe meint:

    Nun, die Aufforderung, möglichst rasch zum Ende zu kommen, hat doch auch Vorteile für die Rentenkasse, oder? Zum Einen dient es verkürzten Empfangszeiten gebärwilliger Frauen, zum Anderen hat diese Aufforderung auch bei alten Leuten Berechtigung, wird so doch der Rentenbezug deutlich kürzer ausfallen. Und damit die Demographieprognose langfristig geschönt.

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Lefiso

10. Januar 2007 05:45

Mein lieber Freund!

Sicher haben Sie schon von Lefiso gehört.
Und wenn nicht gehört, dann doch zumindest gelesen.
Zumindest wenn Sie den Spiegel, den Kurier, die Frankfurter Neue Presse, die Mitteldeutsche Zeitung oder die NetZeitung lesen
Denn die haben über Lefiso geschrieben, weil es dort so furchtbar laut zu ging und sich die Leute über den Lärm beschwert haben.

Lefiso liegt in der Mpumalanga-Provinz zwischen Tuinplaas und Marble Hall in der Nähe der R33 und der N1 nördlich von Pretoria.
Das ist in Südafrika!
Und jetzt fragen Sie sich sicher, warum der Spiegel, der Kurier, die Frankfurter Neue Presse, die Mitteldeutsche Zeitung und die NetZeitung etwas über den Lärm in Lefiso schreiben.

Das ist das Schöne an den so hoch entwickelten Kulturen des Abendlandes, dass ihre Medien sogar über die frühabendlichen Lustschreie eines kopulierenden Hetero-Paares in einem Dorf in Südafrika berichten und dass die Kinder dort fragen „Warum schreit die Frau denn so?“

LefisoDaher hat der Dorfälteste von Lefiso mit Namen Ben Letsoalo (der darf sowas!) dem Pärchen die Leviten gelesen und einen Bann auferlegt. Fortan dürfen sich die 21-jährige Frau und ihr zehn Jahre älterer Freund nur noch zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens miteinander im Bett vergnügen, denn „schläft des Nachbars Kind nicht ein, muss man(n) beim Bumsen leise sein“.

Übrigens sind die Hetero kein Volksstamm in Afrika, sondern auch in Europa durchaus weit verbreitet und bekommen in Deutschland seit 1. Januar 2007 auch noch Geld für’s erfolgreiche Bumsen.
Wenn das die Hetero in Afrika erfahren sollten, zum Beispiel weil südafrikanische Medien darüber berichten, dann können wir uns hier vor Asylanträgen wegen „Benachteiligung aufgrund sexueller Identität im Ursprungsland“ gar nicht mehr retten und müssten auch noch dafür Sorge tragen, dass die Asylanten nach dem „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“ (AGG) nicht benachteiligt werden.
Denn nach §2 des AGG fallen unter dieses Gesetz alle „Beschäftigten“ und können Sie sich eine schönere Beschäftigung vorstellen, als rund um die Uhr an den Voraussetzungen für das „Elterngeld“ der Bundesgebärmutter von der Leyen zu arbeiten?

Es wird sicher laut werden in unserer Republik.
Lauter als in Eschweiler allemal, denn als dort nach zweistündigem, lautstarkem Liebesspiel die Nerven der Nachbarn blank lagen, hat die hinzugerufene Polizei, wie es im Polizeibericht hieß, das Pärchen aufgefordert, jetzt doch „möglichst rasch zum Ende zu kommen“.
Ob sich eine solche Vorgehensweise in einem Land mit rapide schlechter werdenden Demographieprognosen längerfristig durchhalten lässt, darf wohl ernsthaft bezweifelt werden.

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  1. pathologe meint:

    Nun, die Aufforderung, möglichst rasch zum Ende zu kommen, hat doch auch Vorteile für die Rentenkasse, oder? Zum Einen dient es verkürzten Empfangszeiten gebärwilliger Frauen, zum Anderen hat diese Aufforderung auch bei alten Leuten Berechtigung, wird so doch der Rentenbezug deutlich kürzer ausfallen. Und damit die Demographieprognose langfristig geschönt.

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