Sicherheitsabstand

23. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Nach der Straßenverkehrsordnung wird bestraft, wer keinen genügenden Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhält.
Dies gilt sowohl für den Abstand zu Vorausfahrenden, als auch für den Abstand zu Vorbeifahrenden, wobei der Abstand zu Vorbeifahrenden mit einem Abstandshalter geregelt werden kann und wesentlich geringer ist als der Abstand zu einem Vorausfahrenden.
Der Abstand zum Vorausfahrenden ist geschwindigkeitsabhängig und wird nach der Faustformel „Geschwindigkeit halbe“ berechnet, im Volksmund oft auch fälschlicherweise als „Tacho halbe“ bezeichnet, denn Tachos haben, zumindest in den Autos die ich fahre, meist einen Durchmesser von nur 10 – 12 Zentimeter.
Daher wird vom Gesetzgeber als Messgröße für den Sicherheitsabstand in Metern die vom Tacho angezeigte „Geschwindigkeit“ in Kilometer je Stunde bevorzugt.

Daraus errechnet sich zum Beispiel bei einer Geschwindigkeit von 100 Km/h ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern. Entsprechende Messgeräte zur Überprüfung dieses Abstandes haben die Sicherheitsbehörden unseres Landes seit Jahren im Einsatz. Das ist allgemein bekannt und auch mir selbst liegt der fotographische und aktenkundige Existenznachweis dieser Geräte vor.

Vielen unbekannt ist aber, dass man umgekehrt aus dem benötigten Sicherheitsabstand auch Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit ziehen kann.
Diesen Umstand haben sich die Sicherheitsbehörden unseres Landes jetzt zu Nutzen gemacht und einen Sicherheitsabstand von 12.000 Metern berechnet, was für ein Mitte des Jahres 2007 stattfindendes Ereignis auf eine Bewegungsgeschwindigkeit von ca. 24.000 km/h schließen lässt.
Das ist zwar wesentlich langsamer als das Licht, aber immer noch erheblich schneller als der Schall.

SicherheitszaunDieses Ereignis mit dem hohen Sicherheitsabstand findet Anfang Juni 2007 in Heiligendamm statt. Es handelt sich dabei nicht, wie der Name des Ortes vermuten lässt, um eine Heiligenerscheinung die Hunderttausende anlocken wird, denn dann würde man ja diesen enormen Sicherheitsabstand nicht benötigen, steht doch bereits in der Bibel, dass Jesus die Kindlein zu sich kommen lassen wollte um ihnen die Hand aufzulegen und sie zu segnen.

Nein, Anfang Juni 2007 erscheint in Heiligendamm die „Trippelschritt- Angela“ zusammen mit einigen anderen Scheinheiligen in Begleitung ihrer Pharisäer. Und die schlagen dort bei ihrer Zwischenlandung aus dem All mit einer derartigen Geschwindigkeit auf, dass man einen Sicherheitsabstand von 12 Kilometern benötigt um die Schaulustigen vor der „Globalen Verblendung“ dieser Lichtgestalten zu schützen, denen dazu auch noch ein extrem schlechter Ruf vorauseilt.

Damit die „Jungfrau aus der Uckermark“ und die anderen Scheinheiligen während ihrer zweitägigen Menstruationsklausurtagung auf Mittelerde nicht durch die Rufe ihrer Bewunderer gestört oder aus den globalen Träumereien gerissen werden, hat man einen Sicherheitsabstand gewählt, der es auch den größten Rufern in der Wüste unmöglich macht akustisch in den Meditationsbereich einzudringen.
Während die irdischen Erfüllungsgehilfen schon dabei sind den Zaun zur Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu errichten, wird auf höchster Ebene noch „schönes Wetter“ gemacht und mit Petrus über eine sicherheitstechnisch notwendige Änderung der Windrichtung verhandelt, damit den Teilnehmern an diesem ergötzlichen Happening der kalte Wind aus den durch die Globalisierung entstandenen blühenden Landschaften der widerlich vereinten BRddr nicht zu sehr ins Gesicht bläst.

Wenn Sie mangels anderer Beschäftigung nichts besseres zu tun haben sollten, dann fahren Sie doch mal hin und schauen sich die Vorbereitungen auf dieses „göttliche“ Ereignis an, bei dem allein für den „Sicherheitsabstand“ mehr als zwölf Millionen Euro im märkischen Sand verbuddelt werden-
Oder noch besser, Sie sind am D-Day, dem 6. Juni 2007 (dem Jahrestag der Landung der Allierten in der Normandie) bei der Operation Overlord mit dabei, wenn die geballte Inkarnation des Hades mit einer Geschwindigkeit von mehr als 24.000 km/h meteoritenartig nach Heiligendamm einfällt.

Mehr fällt mir, zumindest im Moment, dazu nicht ein.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Januar 2007 um 05:45:38 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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23. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Nach der Straßenverkehrsordnung wird bestraft, wer keinen genügenden Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern einhält.
Dies gilt sowohl für den Abstand zu Vorausfahrenden, als auch für den Abstand zu Vorbeifahrenden, wobei der Abstand zu Vorbeifahrenden mit einem Abstandshalter geregelt werden kann und wesentlich geringer ist als der Abstand zu einem Vorausfahrenden.
Der Abstand zum Vorausfahrenden ist geschwindigkeitsabhängig und wird nach der Faustformel „Geschwindigkeit halbe“ berechnet, im Volksmund oft auch fälschlicherweise als „Tacho halbe“ bezeichnet, denn Tachos haben, zumindest in den Autos die ich fahre, meist einen Durchmesser von nur 10 – 12 Zentimeter.
Daher wird vom Gesetzgeber als Messgröße für den Sicherheitsabstand in Metern die vom Tacho angezeigte „Geschwindigkeit“ in Kilometer je Stunde bevorzugt.

Daraus errechnet sich zum Beispiel bei einer Geschwindigkeit von 100 Km/h ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern. Entsprechende Messgeräte zur Überprüfung dieses Abstandes haben die Sicherheitsbehörden unseres Landes seit Jahren im Einsatz. Das ist allgemein bekannt und auch mir selbst liegt der fotographische und aktenkundige Existenznachweis dieser Geräte vor.

Vielen unbekannt ist aber, dass man umgekehrt aus dem benötigten Sicherheitsabstand auch Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit ziehen kann.
Diesen Umstand haben sich die Sicherheitsbehörden unseres Landes jetzt zu Nutzen gemacht und einen Sicherheitsabstand von 12.000 Metern berechnet, was für ein Mitte des Jahres 2007 stattfindendes Ereignis auf eine Bewegungsgeschwindigkeit von ca. 24.000 km/h schließen lässt.
Das ist zwar wesentlich langsamer als das Licht, aber immer noch erheblich schneller als der Schall.

SicherheitszaunDieses Ereignis mit dem hohen Sicherheitsabstand findet Anfang Juni 2007 in Heiligendamm statt. Es handelt sich dabei nicht, wie der Name des Ortes vermuten lässt, um eine Heiligenerscheinung die Hunderttausende anlocken wird, denn dann würde man ja diesen enormen Sicherheitsabstand nicht benötigen, steht doch bereits in der Bibel, dass Jesus die Kindlein zu sich kommen lassen wollte um ihnen die Hand aufzulegen und sie zu segnen.

Nein, Anfang Juni 2007 erscheint in Heiligendamm die „Trippelschritt- Angela“ zusammen mit einigen anderen Scheinheiligen in Begleitung ihrer Pharisäer. Und die schlagen dort bei ihrer Zwischenlandung aus dem All mit einer derartigen Geschwindigkeit auf, dass man einen Sicherheitsabstand von 12 Kilometern benötigt um die Schaulustigen vor der „Globalen Verblendung“ dieser Lichtgestalten zu schützen, denen dazu auch noch ein extrem schlechter Ruf vorauseilt.

Damit die „Jungfrau aus der Uckermark“ und die anderen Scheinheiligen während ihrer zweitägigen Menstruationsklausurtagung auf Mittelerde nicht durch die Rufe ihrer Bewunderer gestört oder aus den globalen Träumereien gerissen werden, hat man einen Sicherheitsabstand gewählt, der es auch den größten Rufern in der Wüste unmöglich macht akustisch in den Meditationsbereich einzudringen.
Während die irdischen Erfüllungsgehilfen schon dabei sind den Zaun zur Einhaltung des Sicherheitsabstandes zu errichten, wird auf höchster Ebene noch „schönes Wetter“ gemacht und mit Petrus über eine sicherheitstechnisch notwendige Änderung der Windrichtung verhandelt, damit den Teilnehmern an diesem ergötzlichen Happening der kalte Wind aus den durch die Globalisierung entstandenen blühenden Landschaften der widerlich vereinten BRddr nicht zu sehr ins Gesicht bläst.

Wenn Sie mangels anderer Beschäftigung nichts besseres zu tun haben sollten, dann fahren Sie doch mal hin und schauen sich die Vorbereitungen auf dieses „göttliche“ Ereignis an, bei dem allein für den „Sicherheitsabstand“ mehr als zwölf Millionen Euro im märkischen Sand verbuddelt werden-
Oder noch besser, Sie sind am D-Day, dem 6. Juni 2007 (dem Jahrestag der Landung der Allierten in der Normandie) bei der Operation Overlord mit dabei, wenn die geballte Inkarnation des Hades mit einer Geschwindigkeit von mehr als 24.000 km/h meteoritenartig nach Heiligendamm einfällt.

Mehr fällt mir, zumindest im Moment, dazu nicht ein.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Januar 2007 um 05:45:38 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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