Öffentliche Auspeitschung

25. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Nachdem seit Jahren Politik in unserem Lande nach dem Motto „Wir können es nicht besser und deshalb muss es gut sein“ praktiziert wird und die Umsetzung dann getreu nach Friedrich Nietsches „wir sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, weniger in Bezug auf das Ziel“ erfolgt, muss man sich über absolut gar nichts mehr wundern.

Vor derartigem Hintergrund fällt es auch kaum noch auf, wenn sich die Unfähigsten der Unfähigen mit stolzgeschwellter Brust vor die Mikrofone der Medien drängen und über ihre Übeltaten berichten, die sie zum Wohle des gemeinen Volkes verbrechen konnten.
So bezeichnet die Gesundheitsulla das Machwerk, an dem sie nun seit fast einem Jahrzehnt herumdoktert als die „größte Reform des Gesundheitswesen seit Bismarck“ und es findet sich niemand, der ihr dafür vor versammelter Mannschaft den Arsch versohlt.
Man muss als Bürger dieses Landes ja nicht unbedingt für die Wiedereinführung der „öffentlichen Hinrichtung“ sein, aber kann dennoch in immer kürzer werdenden Zeitabständen das heftige Verlangen verspüren, die „öffentlichen Anhörung“ durch die „öffentlichen Auspeitschung“ zu ersetzen.

Öffentliche Auspeitschung

Auch und gerade dann, wenn dazu eine Änderung des Grundgesetzes notwendig wäre.
Wenn wir sowieso schon dabei sind an diesem offensichtlichen Fehlkonstrukt herumzubasteln, da es offensichtlich ja nicht mehr zur Ideologie unserer Volksvertreter passt, dann kann man doch zur Abwechslung auch mal einen Paragraphen einbauen, dem die prekären Massen unseres Landes mit Sicherheit einen gewissen Spaßfaktor abgewinnen würden.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 25. Januar 2007 um 05:45:10 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

7 Antworten zu “Öffentliche Auspeitschung”

  1. erphschwester meint:

    abgesehen davon, daß ich fürchte, das gesetz über die auspeitschung gab es schon und es wurde mit den 199 anderen neulich sang- und klanglos abgeschafft, frage ich:

    wer will schon ullas arsch sehen???

  2. Machopan meint:

    ICH !!!!
    In meinem Alter kann mich nichts mehr erschrecken. Schlimmer als der von Angie, den ich schon in der SUN gesehen habe, kann der von der Gesundheitsulla auch nicht sein.
    Ich würde mich sogar freiwillig melden um die Auspeitschung persönlich vorzunehmen. Dafür würde ich im Gegenzug sogar auf mein Wahlrecht verzichten, denn die Wirkung der Auspeitschung dürfte sicherlich größer sein, als mein Kreuz auf einem Wahlzettel, der nach seiner Abgabe in der Urne begraben wird.

  3. Pathologe meint:

    Sehen wir diese Ärsche eigentlich nicht täglich in unseren Gazetten und auf unseren Bildschirmen? Gut, nicht so nackt, wenn ich da an den Ministerpräsidenten aus MZ denke, aber immerhin…

    Frau erphschwester, was hat denn Herr Schmidt mit dieser Angelegenheit zu tun?

  4. erphschwester meint:

    herr schmidt?
    frau erphschwester steht wieder mal auf der leitung …

  5. Pathologe meint:

    ich zitiere: wer will schon ullas arsch sehen???

  6. Machopan meint:

    Es gibt (offiziell) keinen “Herrn Schmidt”.
    Laut Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Ulla_Schmidt ist die Gesundheitsulla geschieden und alleinerziehende Mutter einer Tochter.

    Daher wird die Frage wer außer mir den Arsch sehen möchte, wohl weiterhin unbeantwortet bleiben müssen.
    Außer es melden sich noch ein paar Freiwillige.
    Nur Mut, es gibt Schlimmeres :-)

  7. Pathologe meint:

    Schlimmeres? Die verhartzte Urteilsverkündung zählt ja inzwischen zu so etwas wie “Alltag”.

    Man könnte die Kandidaten ja inzwischen an der A5, wahlweise A9, mit unbekleideter Sitzgelegenheit auf die Leitplanke spannen, jeder Autofahrer bekäme eine Zaunlatte, wahlweise auch Stahlgerte, und dürfte dann einige Kilometer “Spießrutenfahren”. Begleitung durch diese Motorradkameras, die auch bei der Tour de France eingesetzt werden, und Live-Übertragung im Fernsehen.
    Denn solch große Plätze, dass alle öffentlich Interessierten teilnehmen könnten, solch große Plätze gibt es wohl nicht in dieser Demokratur.

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Öffentliche Auspeitschung

25. Januar 2007 05:45

Lieber Freund

Nachdem seit Jahren Politik in unserem Lande nach dem Motto „Wir können es nicht besser und deshalb muss es gut sein“ praktiziert wird und die Umsetzung dann getreu nach Friedrich Nietsches „wir sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, weniger in Bezug auf das Ziel“ erfolgt, muss man sich über absolut gar nichts mehr wundern.

Vor derartigem Hintergrund fällt es auch kaum noch auf, wenn sich die Unfähigsten der Unfähigen mit stolzgeschwellter Brust vor die Mikrofone der Medien drängen und über ihre Übeltaten berichten, die sie zum Wohle des gemeinen Volkes verbrechen konnten.
So bezeichnet die Gesundheitsulla das Machwerk, an dem sie nun seit fast einem Jahrzehnt herumdoktert als die „größte Reform des Gesundheitswesen seit Bismarck“ und es findet sich niemand, der ihr dafür vor versammelter Mannschaft den Arsch versohlt.
Man muss als Bürger dieses Landes ja nicht unbedingt für die Wiedereinführung der „öffentlichen Hinrichtung“ sein, aber kann dennoch in immer kürzer werdenden Zeitabständen das heftige Verlangen verspüren, die „öffentlichen Anhörung“ durch die „öffentlichen Auspeitschung“ zu ersetzen.

Öffentliche Auspeitschung

Auch und gerade dann, wenn dazu eine Änderung des Grundgesetzes notwendig wäre.
Wenn wir sowieso schon dabei sind an diesem offensichtlichen Fehlkonstrukt herumzubasteln, da es offensichtlich ja nicht mehr zur Ideologie unserer Volksvertreter passt, dann kann man doch zur Abwechslung auch mal einen Paragraphen einbauen, dem die prekären Massen unseres Landes mit Sicherheit einen gewissen Spaßfaktor abgewinnen würden.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 25. Januar 2007 um 05:45:10 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

7 Antworten zu “Öffentliche Auspeitschung”

  1. erphschwester meint:

    abgesehen davon, daß ich fürchte, das gesetz über die auspeitschung gab es schon und es wurde mit den 199 anderen neulich sang- und klanglos abgeschafft, frage ich:

    wer will schon ullas arsch sehen???

  2. Machopan meint:

    ICH !!!!
    In meinem Alter kann mich nichts mehr erschrecken. Schlimmer als der von Angie, den ich schon in der SUN gesehen habe, kann der von der Gesundheitsulla auch nicht sein.
    Ich würde mich sogar freiwillig melden um die Auspeitschung persönlich vorzunehmen. Dafür würde ich im Gegenzug sogar auf mein Wahlrecht verzichten, denn die Wirkung der Auspeitschung dürfte sicherlich größer sein, als mein Kreuz auf einem Wahlzettel, der nach seiner Abgabe in der Urne begraben wird.

  3. Pathologe meint:

    Sehen wir diese Ärsche eigentlich nicht täglich in unseren Gazetten und auf unseren Bildschirmen? Gut, nicht so nackt, wenn ich da an den Ministerpräsidenten aus MZ denke, aber immerhin…

    Frau erphschwester, was hat denn Herr Schmidt mit dieser Angelegenheit zu tun?

  4. erphschwester meint:

    herr schmidt?
    frau erphschwester steht wieder mal auf der leitung …

  5. Pathologe meint:

    ich zitiere: wer will schon ullas arsch sehen???

  6. Machopan meint:

    Es gibt (offiziell) keinen “Herrn Schmidt”.
    Laut Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Ulla_Schmidt ist die Gesundheitsulla geschieden und alleinerziehende Mutter einer Tochter.

    Daher wird die Frage wer außer mir den Arsch sehen möchte, wohl weiterhin unbeantwortet bleiben müssen.
    Außer es melden sich noch ein paar Freiwillige.
    Nur Mut, es gibt Schlimmeres :-)

  7. Pathologe meint:

    Schlimmeres? Die verhartzte Urteilsverkündung zählt ja inzwischen zu so etwas wie “Alltag”.

    Man könnte die Kandidaten ja inzwischen an der A5, wahlweise A9, mit unbekleideter Sitzgelegenheit auf die Leitplanke spannen, jeder Autofahrer bekäme eine Zaunlatte, wahlweise auch Stahlgerte, und dürfte dann einige Kilometer “Spießrutenfahren”. Begleitung durch diese Motorradkameras, die auch bei der Tour de France eingesetzt werden, und Live-Übertragung im Fernsehen.
    Denn solch große Plätze, dass alle öffentlich Interessierten teilnehmen könnten, solch große Plätze gibt es wohl nicht in dieser Demokratur.

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