Rassismusalarm

19. Juni 2006 05:45

Nach dem “Puller-Alarm” von Stefan Raab gibt es nun an allem Ecken und Kanten “Rassismus-Alarm” in Deutschland.
Kaum fällt irgendwo in der Republik ein Undeutscher um und zieht sich Verletzungen des Kopfes zu, schon setzt bei einem Teil unserer Mitbürger reflexartig der Verstand aus und schon wieder waren es natürlich - nein, diesmal nicht die Schweizer, sondern die Kahl- und Glatzköpfigen.
Jetzt war im Handelblatt zu lesen, dass der Angriff von Neonazis auf einen Italiener in Berlin wohl nur vorgetäuscht war. Südlich des Brenner hatte der Bericht in den Medien hohe Wellen geschlagen und für Empörung gegen “Rassismus-Deutschland” gesorgt.

Der Italiener hatte angegeben, am Wochenende im Stadtteil Prenzlauer Berg von drei kahlköpfigen Tätern nach seiner Nationalität befragt worden zu sein. Als er geantwortet habe, er sei Italiener, sollen sie ihn als „Scheiß Ausländer“ beschimpft und mit einem Baseballschläger geschlagen haben. Der Mann war mit Kopf- und Knieverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Fakt ist aber nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wohl nun, dass er gegen 1 Uhr morgens am S-Bahnhof Alexanderplatz ohne Fremdeinwirkung volltrunken vom Bahnsteig ins Kiesbett der Gleisanlage gestürzt war.
Konfrontiert mit den Aufnahmen einer Überwachungskamera habe der italienische “Ausländer” von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht.

Statt Rassismus-Alarm also mal wieder Puller-Alarm:
«Da gehen zwei Polizisten nachts um 2 Uhr Streife durch die Stadt und finden auf der Straße einen offensichtlich betrunkenen Verletzten.
Sagt der eine Polizist zum anderen: “Schau mal nach was er für einen Pass hat”.
“Wieso denn das”, will der andere Polizist wissen.
“Tja”, meint der Erste, “wenn es ein Deutscher ist rufen wir den Notarzt und wenn es ein Ausländer ist, dann rufen wir vorher den Generalbundesanwalt und die Presse.»

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 19. Juni 2006 um 05:45:58 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Nach dem “Puller-Alarm” von Stefan Raab gibt es nun an allem Ecken und Kanten “Rassismus-Alarm” in Deutschland.
Kaum fällt irgendwo in der Republik ein Undeutscher um und zieht sich Verletzungen des Kopfes zu, schon setzt bei einem Teil unserer Mitbürger reflexartig der Verstand aus und schon wieder waren es natürlich - nein, diesmal nicht die Schweizer, sondern die Kahl- und Glatzköpfigen.
Jetzt war im Handelblatt zu lesen, dass der Angriff von Neonazis auf einen Italiener in Berlin wohl nur vorgetäuscht war. Südlich des Brenner hatte der Bericht in den Medien hohe Wellen geschlagen und für Empörung gegen “Rassismus-Deutschland” gesorgt.

Der Italiener hatte angegeben, am Wochenende im Stadtteil Prenzlauer Berg von drei kahlköpfigen Tätern nach seiner Nationalität befragt worden zu sein. Als er geantwortet habe, er sei Italiener, sollen sie ihn als „Scheiß Ausländer“ beschimpft und mit einem Baseballschläger geschlagen haben. Der Mann war mit Kopf- und Knieverletzung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Fakt ist aber nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wohl nun, dass er gegen 1 Uhr morgens am S-Bahnhof Alexanderplatz ohne Fremdeinwirkung volltrunken vom Bahnsteig ins Kiesbett der Gleisanlage gestürzt war.
Konfrontiert mit den Aufnahmen einer Überwachungskamera habe der italienische “Ausländer” von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht.

Statt Rassismus-Alarm also mal wieder Puller-Alarm:
«Da gehen zwei Polizisten nachts um 2 Uhr Streife durch die Stadt und finden auf der Straße einen offensichtlich betrunkenen Verletzten.
Sagt der eine Polizist zum anderen: “Schau mal nach was er für einen Pass hat”.
“Wieso denn das”, will der andere Polizist wissen.
“Tja”, meint der Erste, “wenn es ein Deutscher ist rufen wir den Notarzt und wenn es ein Ausländer ist, dann rufen wir vorher den Generalbundesanwalt und die Presse.»

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