Muskelzucken

13. Februar 2007 05:45

Lieber Freund

Aus medizinischer Sicht kann es durchaus als „normal“ angesehen werden, wenn Bürger auf bestimmte (ich wollte jetzt nicht verallgemeinern) Politiker mit einer „vegetativen Dystonie“ reagieren.
Oft genügt schon das geschriebene Wort mit der Erwähnung eines Namens um unwillkürliche heftige körperliche Reaktionen auszulösen. Unwillkürlich heißt, dass es sich um nicht mehr willentlich gesteuerte funktionelle Beschwerden handelt, mit denen sich körpereigene Organe bei ihrem Besitzer beschweren.
Diese Beschwerden reichen von Magenkrämpfen, starken Blähungen, Schwindelgefühlen, Herzbeschwerden, Muskel- und Wadenkrämpfen bis zum spontanen Harn- und Stuhldrang und können sogar den Verlust der sexuellen Lust nach sich ziehen.

So schlimm hat es mich beim Lesen der Niederschrift eines Interviews mit unserer Bundesgebärmutter Ursula von der Leyen nun nicht erwischt, aber zu einem Muskelzucken hat es doch gereicht, wobei das zuckende Körperteil für die weitere Betrachtung des Vorgangs unwesentlich und daher vernachlässigbar ist.
Erwähnenswert ist eigentlich nur die Tatsache, dass es zunehmend Mitmenschen beiderlei Geschlechts gibt, die bei der Nennung des Namens „Ursula von der Leyen“ von Schüttel- und Weinkrämpfen befallen werden und Gefahr laufen, die Kontrolle über ihren Verdauungsapparat zu verlieren.

Doch zurück zum Interview, das zwei mutige Reporter des STERN mit der Frau von Leyen führten und wie die denen dann ihre Sicht zum Stand der Dinge und zum Verhalten deutscher Männer verklickert hat.

Mit „die männliche Rolle hinkt hinterher“ hat sie erst mal sachkundig den Claim ihrer Gedankenwelt abgesteckt und kämpferisch nachgelegt, dass der deutsche Mann ein „Gehabe“ wie ein Platzhirsch habe und liebend gerne das Alpha-Tier markiere, die Arbeit am heimische Herd aber genauso scheue wie das Pampern der Milchvampire und so weiter und so weiter …

Muskelzucken by Ursula von der Leyen

Nun muss man(n) der Frau Ministerin schon zugestehen, dass es für sie sicher nicht einfach ist, sich aus der Welt ihrer Vorstellungen in die Realität einer „normalen“ Zweierbeziehung in unserer Republik einzufühlen. Ich habe jetzt absichtlich nicht das Wort „einzudenken“ verwendet, denn Menschen, die in einer Mission unterwegs sind lassen sich meist weniger vom Verstand leiten, als vom Glauben.

Nun muss man die Parolen und Verlautbarungen der Frau Ministerin nicht unbedingt so kritisieren wie das der Edmund Stoiber kurz vor Ende seiner politischen Laufbahn durch seinen Generalsekretär erklären ließ, dass „der Staat nicht vorschreiben soll, von welchem Elternteil die Kinder erzogen werden“. Und dass sich ausgerechnet „das Guido“ von der FDP mit dem Satz „wenn man Frau von der Leyen reden hört, gewinnt man den Eindruck, dass der Bundesadler demnächst durch einen Storch ersetzt werden soll“ zu profilieren suchte, kann man nun wirklich auch nur mit „da brat mir aber einer nen Storch“ kommentieren.

Aber bei aller Toleranz gegenüber einer Vertreterin des „schwachen Geschlechts“ kann man als Mann solche klassenkämpferischen Sprüche der Ministerin wie „Frauen greifen nach der Hälfte der Macht“ und „Hey, bekommen Sie Angst?“ nicht einfach nur im Raum stehen lassen und sich seinen Teil dabei denken.

Wehret den Anfängen“ habe ich in der Schule gelernt und dem Besitzer der ersten Hand, die versuchte sich mein Vesperbrot zu greifen, einen Faustschlag mitten auf die Nase verpasst. Mein Pech war nur, dass es ein Mädchen war, das zum ersten Mal seinen biologischen Vorteil zum eigenen Nutzen einsetzen wollte, denn „Mädchen schlägt man(n) nicht“.
Ich habe für dieses frühkindliche Fehlverhalten zwar mit einer Woche Stubenarrest gebüßt, aber bis heute nicht die Absicht mir von jemand anderem, sei es Mann oder Weib, die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Die vormalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt hat sich während ihrer Amtszeit nur durch die Präsentation des Berichts zur „permanent schlechten Lage der Familien in der BRD“ und ihre „angeborene“ Körbchengröße hervorgetan.
Gegen diese „Körbchengröße“ kann Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nicht anstinken, aber bei den Angeborenen hat sie als siebenfache Mutter eindeutig die Nase vorne.
Wenn sie jetzt noch nachempfinden könnte, dass das Paarungsverhalten eines sehr großen Teils unserer Gesellschaft sich eher am „Bedarf einer Gemeinschaft“ als an einer „Bedarfsgemeinschaft“ orientiert und die Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau primär durch biologische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen bestimmt wird, als durch die Verhaltensweise eines „brünftigen Alpha-Männchens“, dann könnte aus der Bundesgebärmutter Ursula von der Leyen vielleicht auch noch mal eine Familienministerin werden, die sich diese Amtbezeichnung auch verdient hat.

Dann würde sich sicher meine zuckenden Mundwinkel ebenso beruhigen, wie die krampfartig zuckende rechte Schlaghand, die –dessen können Sie sicher sein- seit der Kindergartenzeit nichts verlernt hat.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. Februar 2007 um 05:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

8 Antworten zu “Muskelzucken”

  1. Bollermann meint:

    v. d. L. im Interview mit der Süddeutschen:

    ####
    Eine Mutter, die frustriert zuhause sitzt, ihr Kind fernsehen lässt und mit Süßigkeiten abfüllt, hat keine aktive Beziehung zu dem Kind.
    ####

    Mit dieser Aussage will Frau v. d. L. offensichtlich etwas ausdrücken.
    1.
    Zuhause sitzen nur frustrierte Mütter.
    2.
    Diese Mütter füllen ihre Kinder mit Süßigkeiten ab und lassen sie den ganzen Tag fernsehen.
    3.
    Diese Mütter haben keine aktive Beziehung zu ihren Kindern.

    Wie war eigentlich im Hause v. d. L. die aktive Beziehung zu den Kindern ? Kann es sein, dass v. d. L. das, was sie selbst praktizierte (egal ob es von Vor- oder Nachteil für die Kinder war) nun dem Volk aufs Auge drücken will ?

    Kann sich v. d. L. überhaupt vorstellen, dass es Familien gibt, die mit ihrem sozialistischen Erziehungsmodell nichts zu tun haben wollen ?

    Sie sollte sich mal mehr mit den Menschen unterhalten, die vom DDR-Erziehungsmodell die Nase voll haben und weniger in Fettnäpfchen treten.

    Und dann vergleicht v. d. L. in dem Interview die erfolgreiche Erziehungsarbeit in Frankreich und Skandinavien mit dem Müll der in Deutschland passiert.

    v. d. L. hat bis heute offensichtlich nicht kapiert, dass gerade in solchen Ländern akademisch geschultes Personal für die Betreuung der Kinder da ist und mit Hauptschulniveau nur die Putzfrau aufwarten kann.

    Bei uns beginnt das Desaster mit der Bildungsvoraussetzung für Erzieherinnen. Da ist doch glatt Hauptschulniveau gefordert und in Bremen und Bayern muss man in Deutsch mindestens ein “befriedigend” haben.

  2. Bollermann meint:

    Moin, moin, Machopan,

    Frage: kann ich Deinen Beitrag im CDU-Forum unter Wirtschaft + Soziales zum Theman: “Schämen Sie sich Frau v. d. Leyen!” einstellen ?

  3. pathologe meint:

    Irgendwie fehlt mir in dem obigen Artikel der Ausdruck “Ausgeburten” (also nicht “Hausgeburten”). Sowohl für die physischen als auch die mentalen. Machopan, Sie verlieren an Schärfe. ;-)

  4. Machopan meint:

    @Bollermann: Jauh, Erlaubnis erteilt.
    @pathologe: Wie wäre es mit “erstgeborene Nachgeburt” oder “hausgeborene Ausgeburt”? Oder wollen wir uns etwas niveauvoller auf “genetisch schlechtes Humanmaterial” einigen?

  5. Minotaurus meint:

    Nun, grundsätzlich denke ich, daß man eine Familienministerin weder an ihrer Körbchengrüße, noch an ihren (H)ausgeburten messen sollte, sondern - wie ihre männlichen Kollegen auch - eben an ihren Taten und an ihrer politischen Kompetenz, bzw. an dem, was sie damit auf den Weg gebracht haben.
    Deshalb bin ich der Meinung, daß U.v.d.L. nicht die schlechteste unserer derzeitigen, zumeist recht ineffektiven Poltgestalten ist.
    Angefangen vom IM Zweirad über die Gesundheits(tr)ulla bis hin zu “Waschen und Schneiden” und der Trippelmaid aus der Uckermark gibt es Beispiele zuhauf, wobei sich dem kritischen Bürger der Magen umdrehen könnte.
    Was die äußere Erscheinung von U.v.d.L. angeht, so würde sie bei mir eher ein Muskelzucken an einer VÖLLIG ANDEREN STELLE verursachen, aber nachdem das hier ein jugendfreies Forum ist, möchte ich auf eine nähere Ortsangabe gerne verzichten.
    Außerdem sollte man eine Politikerin nicht an ihren Äußerlichkeiten… aber ich glaube, das hatten wir bereits?

    Liberale Grüße vom Minotaurus

  6. Machopan meint:

    Was Frau von der Leyen hier abzieht ist nichts als eine, einigermaßen gut gemachte, Show um sich und ihre Politik in Szene zu setzen.
    Wenn U.v.d.L wirklich nachhaltige Veränderungen erreichen möchte, dann ist ihre Strategie der Provokation falsch, denn die Qualität einer Gesellschaft bemisst sich sicher nicht (nur) am Beschäftigungsgrad von Frauen im gebärfähigen Alter.
    Es sind viele Dinge, die hier eine Rolle spielen. So wie vorhandene und gefühlte Sicherheit aus vielen verschiedenen Faktoren besteht, die jedes Individuum für sich anders gewichtet.
    Es ist sicher unbestritten, dass in den letzten Jahrzehnten in der Familienpolitik, der Gesellschaftspolitik und der Wirtschaftspolitik wüste Fehler zu Lasten großer Bevölkerungsteile gemacht worden sind, die uns jetzt in Summe um die Ohren fliegen.

    Wie bei einem Schiff, das durch irgendwelche wetterbedingten und/oder selbst gemachten „widrigen“ Umstände in Schieflage geraten ist, Wasser nimmt und droht auf Grund zu laufen, genügt es eben nicht, wenn unter den Kapitänen und Mannschaften, jeder nach eigenem Gusto „am Steuer herumreißt“, „volle Kraft voraus“ und „alle Maschinen Stop“ im gleichen Atemzug ruft oder wie die Gesundheitsulla „Land in Sicht“ ruft.
    U.v.d.L. mit ihren Schwimmwesten für die Kleinsten passt da gut ins allgemeine Fiasko, auch wenn es unter normalen Umständen durchaus Sinn machen würde, Mutter und Kind zuerst in die Boote zu bringen.
    Aber was ist heute noch normal?

    Auf der Titanic der Großen Koalition geht es doch nicht darum SOS zu funken, sondern seit Jahren nur noch darum, wem es bei der nächsten Möglichkeit gelingt das Kommando wieder an sich zu reißen und Zugriff auf die Schiffskasse zu haben.
    Wen kümmert da schon das Schicksal der Passagiere in der 3. Klasse?

  7. Lonesome Walker » Blog Archive » Bundesgebärmutter meint:

    […] Nachtrag: DER BRÜLLER! Unbedingt lesen!!! Wehret den Anfängen… *zu köstlich* […]

  8. renate meint:

    Ein Dank an “Lonesome Walker”, dessen Hinweis auf seinem Blog mich hier her geführt hat.

    Köstlicher Beitrag!!! Meine Mundwinkel haben gezuckt. Mehrfach! Und das Zucken ging eindeutig nach oben…

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)
 

Muskelzucken

13. Februar 2007 05:45

Lieber Freund

Aus medizinischer Sicht kann es durchaus als „normal“ angesehen werden, wenn Bürger auf bestimmte (ich wollte jetzt nicht verallgemeinern) Politiker mit einer „vegetativen Dystonie“ reagieren.
Oft genügt schon das geschriebene Wort mit der Erwähnung eines Namens um unwillkürliche heftige körperliche Reaktionen auszulösen. Unwillkürlich heißt, dass es sich um nicht mehr willentlich gesteuerte funktionelle Beschwerden handelt, mit denen sich körpereigene Organe bei ihrem Besitzer beschweren.
Diese Beschwerden reichen von Magenkrämpfen, starken Blähungen, Schwindelgefühlen, Herzbeschwerden, Muskel- und Wadenkrämpfen bis zum spontanen Harn- und Stuhldrang und können sogar den Verlust der sexuellen Lust nach sich ziehen.

So schlimm hat es mich beim Lesen der Niederschrift eines Interviews mit unserer Bundesgebärmutter Ursula von der Leyen nun nicht erwischt, aber zu einem Muskelzucken hat es doch gereicht, wobei das zuckende Körperteil für die weitere Betrachtung des Vorgangs unwesentlich und daher vernachlässigbar ist.
Erwähnenswert ist eigentlich nur die Tatsache, dass es zunehmend Mitmenschen beiderlei Geschlechts gibt, die bei der Nennung des Namens „Ursula von der Leyen“ von Schüttel- und Weinkrämpfen befallen werden und Gefahr laufen, die Kontrolle über ihren Verdauungsapparat zu verlieren.

Doch zurück zum Interview, das zwei mutige Reporter des STERN mit der Frau von Leyen führten und wie die denen dann ihre Sicht zum Stand der Dinge und zum Verhalten deutscher Männer verklickert hat.

Mit „die männliche Rolle hinkt hinterher“ hat sie erst mal sachkundig den Claim ihrer Gedankenwelt abgesteckt und kämpferisch nachgelegt, dass der deutsche Mann ein „Gehabe“ wie ein Platzhirsch habe und liebend gerne das Alpha-Tier markiere, die Arbeit am heimische Herd aber genauso scheue wie das Pampern der Milchvampire und so weiter und so weiter …

Muskelzucken by Ursula von der Leyen

Nun muss man(n) der Frau Ministerin schon zugestehen, dass es für sie sicher nicht einfach ist, sich aus der Welt ihrer Vorstellungen in die Realität einer „normalen“ Zweierbeziehung in unserer Republik einzufühlen. Ich habe jetzt absichtlich nicht das Wort „einzudenken“ verwendet, denn Menschen, die in einer Mission unterwegs sind lassen sich meist weniger vom Verstand leiten, als vom Glauben.

Nun muss man die Parolen und Verlautbarungen der Frau Ministerin nicht unbedingt so kritisieren wie das der Edmund Stoiber kurz vor Ende seiner politischen Laufbahn durch seinen Generalsekretär erklären ließ, dass „der Staat nicht vorschreiben soll, von welchem Elternteil die Kinder erzogen werden“. Und dass sich ausgerechnet „das Guido“ von der FDP mit dem Satz „wenn man Frau von der Leyen reden hört, gewinnt man den Eindruck, dass der Bundesadler demnächst durch einen Storch ersetzt werden soll“ zu profilieren suchte, kann man nun wirklich auch nur mit „da brat mir aber einer nen Storch“ kommentieren.

Aber bei aller Toleranz gegenüber einer Vertreterin des „schwachen Geschlechts“ kann man als Mann solche klassenkämpferischen Sprüche der Ministerin wie „Frauen greifen nach der Hälfte der Macht“ und „Hey, bekommen Sie Angst?“ nicht einfach nur im Raum stehen lassen und sich seinen Teil dabei denken.

Wehret den Anfängen“ habe ich in der Schule gelernt und dem Besitzer der ersten Hand, die versuchte sich mein Vesperbrot zu greifen, einen Faustschlag mitten auf die Nase verpasst. Mein Pech war nur, dass es ein Mädchen war, das zum ersten Mal seinen biologischen Vorteil zum eigenen Nutzen einsetzen wollte, denn „Mädchen schlägt man(n) nicht“.
Ich habe für dieses frühkindliche Fehlverhalten zwar mit einer Woche Stubenarrest gebüßt, aber bis heute nicht die Absicht mir von jemand anderem, sei es Mann oder Weib, die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Die vormalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt hat sich während ihrer Amtszeit nur durch die Präsentation des Berichts zur „permanent schlechten Lage der Familien in der BRD“ und ihre „angeborene“ Körbchengröße hervorgetan.
Gegen diese „Körbchengröße“ kann Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nicht anstinken, aber bei den Angeborenen hat sie als siebenfache Mutter eindeutig die Nase vorne.
Wenn sie jetzt noch nachempfinden könnte, dass das Paarungsverhalten eines sehr großen Teils unserer Gesellschaft sich eher am „Bedarf einer Gemeinschaft“ als an einer „Bedarfsgemeinschaft“ orientiert und die Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau primär durch biologische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen bestimmt wird, als durch die Verhaltensweise eines „brünftigen Alpha-Männchens“, dann könnte aus der Bundesgebärmutter Ursula von der Leyen vielleicht auch noch mal eine Familienministerin werden, die sich diese Amtbezeichnung auch verdient hat.

Dann würde sich sicher meine zuckenden Mundwinkel ebenso beruhigen, wie die krampfartig zuckende rechte Schlaghand, die –dessen können Sie sicher sein- seit der Kindergartenzeit nichts verlernt hat.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 13. Februar 2007 um 05:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

8 Antworten zu “Muskelzucken”

  1. Bollermann meint:

    v. d. L. im Interview mit der Süddeutschen:

    ####
    Eine Mutter, die frustriert zuhause sitzt, ihr Kind fernsehen lässt und mit Süßigkeiten abfüllt, hat keine aktive Beziehung zu dem Kind.
    ####

    Mit dieser Aussage will Frau v. d. L. offensichtlich etwas ausdrücken.
    1.
    Zuhause sitzen nur frustrierte Mütter.
    2.
    Diese Mütter füllen ihre Kinder mit Süßigkeiten ab und lassen sie den ganzen Tag fernsehen.
    3.
    Diese Mütter haben keine aktive Beziehung zu ihren Kindern.

    Wie war eigentlich im Hause v. d. L. die aktive Beziehung zu den Kindern ? Kann es sein, dass v. d. L. das, was sie selbst praktizierte (egal ob es von Vor- oder Nachteil für die Kinder war) nun dem Volk aufs Auge drücken will ?

    Kann sich v. d. L. überhaupt vorstellen, dass es Familien gibt, die mit ihrem sozialistischen Erziehungsmodell nichts zu tun haben wollen ?

    Sie sollte sich mal mehr mit den Menschen unterhalten, die vom DDR-Erziehungsmodell die Nase voll haben und weniger in Fettnäpfchen treten.

    Und dann vergleicht v. d. L. in dem Interview die erfolgreiche Erziehungsarbeit in Frankreich und Skandinavien mit dem Müll der in Deutschland passiert.

    v. d. L. hat bis heute offensichtlich nicht kapiert, dass gerade in solchen Ländern akademisch geschultes Personal für die Betreuung der Kinder da ist und mit Hauptschulniveau nur die Putzfrau aufwarten kann.

    Bei uns beginnt das Desaster mit der Bildungsvoraussetzung für Erzieherinnen. Da ist doch glatt Hauptschulniveau gefordert und in Bremen und Bayern muss man in Deutsch mindestens ein “befriedigend” haben.

  2. Bollermann meint:

    Moin, moin, Machopan,

    Frage: kann ich Deinen Beitrag im CDU-Forum unter Wirtschaft + Soziales zum Theman: “Schämen Sie sich Frau v. d. Leyen!” einstellen ?

  3. pathologe meint:

    Irgendwie fehlt mir in dem obigen Artikel der Ausdruck “Ausgeburten” (also nicht “Hausgeburten”). Sowohl für die physischen als auch die mentalen. Machopan, Sie verlieren an Schärfe. ;-)

  4. Machopan meint:

    @Bollermann: Jauh, Erlaubnis erteilt.
    @pathologe: Wie wäre es mit “erstgeborene Nachgeburt” oder “hausgeborene Ausgeburt”? Oder wollen wir uns etwas niveauvoller auf “genetisch schlechtes Humanmaterial” einigen?

  5. Minotaurus meint:

    Nun, grundsätzlich denke ich, daß man eine Familienministerin weder an ihrer Körbchengrüße, noch an ihren (H)ausgeburten messen sollte, sondern - wie ihre männlichen Kollegen auch - eben an ihren Taten und an ihrer politischen Kompetenz, bzw. an dem, was sie damit auf den Weg gebracht haben.
    Deshalb bin ich der Meinung, daß U.v.d.L. nicht die schlechteste unserer derzeitigen, zumeist recht ineffektiven Poltgestalten ist.
    Angefangen vom IM Zweirad über die Gesundheits(tr)ulla bis hin zu “Waschen und Schneiden” und der Trippelmaid aus der Uckermark gibt es Beispiele zuhauf, wobei sich dem kritischen Bürger der Magen umdrehen könnte.
    Was die äußere Erscheinung von U.v.d.L. angeht, so würde sie bei mir eher ein Muskelzucken an einer VÖLLIG ANDEREN STELLE verursachen, aber nachdem das hier ein jugendfreies Forum ist, möchte ich auf eine nähere Ortsangabe gerne verzichten.
    Außerdem sollte man eine Politikerin nicht an ihren Äußerlichkeiten… aber ich glaube, das hatten wir bereits?

    Liberale Grüße vom Minotaurus

  6. Machopan meint:

    Was Frau von der Leyen hier abzieht ist nichts als eine, einigermaßen gut gemachte, Show um sich und ihre Politik in Szene zu setzen.
    Wenn U.v.d.L wirklich nachhaltige Veränderungen erreichen möchte, dann ist ihre Strategie der Provokation falsch, denn die Qualität einer Gesellschaft bemisst sich sicher nicht (nur) am Beschäftigungsgrad von Frauen im gebärfähigen Alter.
    Es sind viele Dinge, die hier eine Rolle spielen. So wie vorhandene und gefühlte Sicherheit aus vielen verschiedenen Faktoren besteht, die jedes Individuum für sich anders gewichtet.
    Es ist sicher unbestritten, dass in den letzten Jahrzehnten in der Familienpolitik, der Gesellschaftspolitik und der Wirtschaftspolitik wüste Fehler zu Lasten großer Bevölkerungsteile gemacht worden sind, die uns jetzt in Summe um die Ohren fliegen.

    Wie bei einem Schiff, das durch irgendwelche wetterbedingten und/oder selbst gemachten „widrigen“ Umstände in Schieflage geraten ist, Wasser nimmt und droht auf Grund zu laufen, genügt es eben nicht, wenn unter den Kapitänen und Mannschaften, jeder nach eigenem Gusto „am Steuer herumreißt“, „volle Kraft voraus“ und „alle Maschinen Stop“ im gleichen Atemzug ruft oder wie die Gesundheitsulla „Land in Sicht“ ruft.
    U.v.d.L. mit ihren Schwimmwesten für die Kleinsten passt da gut ins allgemeine Fiasko, auch wenn es unter normalen Umständen durchaus Sinn machen würde, Mutter und Kind zuerst in die Boote zu bringen.
    Aber was ist heute noch normal?

    Auf der Titanic der Großen Koalition geht es doch nicht darum SOS zu funken, sondern seit Jahren nur noch darum, wem es bei der nächsten Möglichkeit gelingt das Kommando wieder an sich zu reißen und Zugriff auf die Schiffskasse zu haben.
    Wen kümmert da schon das Schicksal der Passagiere in der 3. Klasse?

  7. Lonesome Walker » Blog Archive » Bundesgebärmutter meint:

    […] Nachtrag: DER BRÜLLER! Unbedingt lesen!!! Wehret den Anfängen… *zu köstlich* […]

  8. renate meint:

    Ein Dank an “Lonesome Walker”, dessen Hinweis auf seinem Blog mich hier her geführt hat.

    Köstlicher Beitrag!!! Meine Mundwinkel haben gezuckt. Mehrfach! Und das Zucken ging eindeutig nach oben…

Eine Nachricht hinterlassen

*Notwendig
*Notwendig (wird nicht veröffentlicht)