Falscher Hase, falscher Hund

16. Februar 2007 05:45

Lieber Freund

Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen“, sagt etwas derb der Mund des Volkes.

Hätte ich frühzeitiger mehr Augenmerk darauf gerichtet, hätte ich frühzeitiger eingegriffen“, sagt der im Kreis Bergstraße für den Eigenbetrieb „Neue Wege“ zur „Förderung und Forderung“ der von HARTZ IV Betroffenen, zuständige und politisch verantwortliche Dezernent Jürgen Lehmberg (CDU) und so mancher im Volk hätte ihm dafür eine auf’s Maul hauen mögen.

Nach einer, vom Kreistag beschlossen Sonderprüfung des Eigenbetriebs, liegt nun das Prüfungsergebnis vor und testiert dem Betrieb seinem Namen „Neue Wege“ wohl gerecht geworden zu sein, denn man hätte „bei der Prüfung erhebliche Mängel und Versäumnisse sowohl bei der Beachtung haushaltsrechtlicher Bestimmungen und gesetzlicher Vorgaben als auch in der Organisation des Eigenbetriebes festgestellt. Auch habe der entstandene finanzielle Schaden wegen fehlender Dokumente nicht ermittelt werden können.“

So steht das in den Lokalnachrichten von FR-Online exakt an dem Tag , an dem in Berlin die „Jahrhundertreform des deutschen Gesundheitswesen“ nach dem gleichen „Fraktionszwangmuster“ abgenickt wird, wie das vor Jahren mit den HARTZ IV-Gesetzen der Fall war.

Falscher Hase„Gravierende Mängel bei der Umsetzung von Hartz IV“ titelt FR-Online und berichtet von einem „angenommenen materiellem Schaden“ in Höhe etwa einer halben Million Euro mal zu Lasten des Landes, mal zu Lasten des Bundes, jedoch habe der „entstandene finanzielle Schaden“ wegen fehlender Dokumente nicht ermittelt werden können.
Noch höher werde jedoch der „immaterielle Schaden“ für die betroffenen Hartz IV-Empfänger eingestuft.

Dennoch sieht der für diesen HARTZ IV „Kollateralschaden“ verantwortliche Jürgen Lehmberg, getreu nach dem Motto „mein Name ist Hase und ich weiß von nichts“ überhaupt keinen Anlass dafür die Verantwortung zu übernehmen oder gar die „politischen“ Konsequenzen zu ziehen, sondern möchte am 5. März 2007 lieber zur Wiederwahl antreten.

Nun wird es wohl auch an den betroffenen HARTZ IV Empfängern liegen, ihm an diesem Tag ihren speziellen Dank für den „immateriellen Schaden“ in unbekannter Größe auszusprechen, denn, um es mit den Worten von Jürgen Lehmberg zu sagen, „um frühzeitig eingreifen zu können, muss man frühzeitig das Augenmerk darauf richten“.

Denn die „alten“ Hasen wissen, das man sich besser nicht auf „kackende“ Hunde verlassen sollte.Gerade deshalb sind diese Hasen überhaupt so alt geworden und außerdem kennen sie den Unterschied zwischen einem „falschen Hasen“ und einem „falschen Hund“ ganz genau.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. Februar 2007 um 05:45:04 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Falscher Hase, falscher Hund

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Lieber Freund

Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen“, sagt etwas derb der Mund des Volkes.

Hätte ich frühzeitiger mehr Augenmerk darauf gerichtet, hätte ich frühzeitiger eingegriffen“, sagt der im Kreis Bergstraße für den Eigenbetrieb „Neue Wege“ zur „Förderung und Forderung“ der von HARTZ IV Betroffenen, zuständige und politisch verantwortliche Dezernent Jürgen Lehmberg (CDU) und so mancher im Volk hätte ihm dafür eine auf’s Maul hauen mögen.

Nach einer, vom Kreistag beschlossen Sonderprüfung des Eigenbetriebs, liegt nun das Prüfungsergebnis vor und testiert dem Betrieb seinem Namen „Neue Wege“ wohl gerecht geworden zu sein, denn man hätte „bei der Prüfung erhebliche Mängel und Versäumnisse sowohl bei der Beachtung haushaltsrechtlicher Bestimmungen und gesetzlicher Vorgaben als auch in der Organisation des Eigenbetriebes festgestellt. Auch habe der entstandene finanzielle Schaden wegen fehlender Dokumente nicht ermittelt werden können.“

So steht das in den Lokalnachrichten von FR-Online exakt an dem Tag , an dem in Berlin die „Jahrhundertreform des deutschen Gesundheitswesen“ nach dem gleichen „Fraktionszwangmuster“ abgenickt wird, wie das vor Jahren mit den HARTZ IV-Gesetzen der Fall war.

Falscher Hase„Gravierende Mängel bei der Umsetzung von Hartz IV“ titelt FR-Online und berichtet von einem „angenommenen materiellem Schaden“ in Höhe etwa einer halben Million Euro mal zu Lasten des Landes, mal zu Lasten des Bundes, jedoch habe der „entstandene finanzielle Schaden“ wegen fehlender Dokumente nicht ermittelt werden können.
Noch höher werde jedoch der „immaterielle Schaden“ für die betroffenen Hartz IV-Empfänger eingestuft.

Dennoch sieht der für diesen HARTZ IV „Kollateralschaden“ verantwortliche Jürgen Lehmberg, getreu nach dem Motto „mein Name ist Hase und ich weiß von nichts“ überhaupt keinen Anlass dafür die Verantwortung zu übernehmen oder gar die „politischen“ Konsequenzen zu ziehen, sondern möchte am 5. März 2007 lieber zur Wiederwahl antreten.

Nun wird es wohl auch an den betroffenen HARTZ IV Empfängern liegen, ihm an diesem Tag ihren speziellen Dank für den „immateriellen Schaden“ in unbekannter Größe auszusprechen, denn, um es mit den Worten von Jürgen Lehmberg zu sagen, „um frühzeitig eingreifen zu können, muss man frühzeitig das Augenmerk darauf richten“.

Denn die „alten“ Hasen wissen, das man sich besser nicht auf „kackende“ Hunde verlassen sollte.Gerade deshalb sind diese Hasen überhaupt so alt geworden und außerdem kennen sie den Unterschied zwischen einem „falschen Hasen“ und einem „falschen Hund“ ganz genau.

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