Nullsummenspiel

16. Juni 2006 05:45

Die Frage “Wieviel Nullen hat eine Milliarde?” können viele Bürger nicht auf Anhieb beantworten, wobei ihnen auf die Frage “Wieviel Nullen hat eine Regierung?” sicher spontan die Antwort “zu viele” einfällt.

Dieser Tage konnte man in Berlin das Zusammentreffen vieler Nullen zum gegenfinanzierten Nullsummenspiel um das „Notopfer Berlin“ erleben, als der Steuerminister Peer “der” Steindrück
a. die geplanten Steuererhöhungen rechtfertigte, weil “der Staat diese Milliarden braucht”
b. die erwarteten Steuermehreinnahmen verteidigte, weil “der Staat diese Milliarden schon ausgegeben hat”

Schließlich muss man ja das “Elterngeld” finanzieren um steuernd in die Arterhaltung der Deutschen einzugreifen. Es trifft allerdings auf wenig Verständnis, dass das ausgerechnet durch die Kürzung der Pendlerpauschale geschehen soll, denn was nützt dem Papa das Elterngeld, wenn gleichzeitig sein Weg zum Arbeitsplatz (sofern er noch einen hat) zu seinem
Privatvergnügen wird.
Werktorprinzip” nennt das der Herr Finanzminister Steindrück rotzfrech, der als offensichtlich vor hat, als Finanzminister „Steinreich“ in die Analen der wiedervereinten BRddr einzugehen.

Heimschläfer“ nennt dagegen die Bundeswehr die Wehrpflichtigen, denen das Übernachten außerhalb der Kaserne erlaubt wird.
Die Kosten für die tägliche An- und Abreise zum Dienstort zahlt daher selbstverständlich der Wehrpflichtige, der ja schon froh ist, wenn er seine Arbeitsmittel zur Verteidigung des Vaterslandes nicht bei Tchibo selber kaufen muss und wenigsten die Kosten für An- und Abreise zum Hindukusch noch erstattet bekommt.

Während die Wehrpflichtigen sich längst damit abgefunden haben mit ihrem Sold die Arbeitsmittel ihres Arbeitgebers zu finanzieren, zicken die Arbeitnehmer allerdings noch rum.
Das wird sich spätestens dann legen, wenn die Arbeitnehmer als “Arbeitssoldaten” kaserniert werden und neben Steuern und Abgaben auch die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und monatliche Familienheimfahrten (bei Ledigen einmal im Quartal) gleich vom Gehalt/Sold abgezogen werden.

Dass die Nullen der Bundesregierung derzeit entsprechende Pläne zum Werktorprinzip und der Neuordnung des ersten Arbeitsmarktes diskutieren, konnte aus Regierungskreisen weder bestätigt noch dementiert werden.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 16. Juni 2006 um 05:45:54 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Nullsummenspiel

16. Juni 2006 05:45

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Dieser Tage konnte man in Berlin das Zusammentreffen vieler Nullen zum gegenfinanzierten Nullsummenspiel um das „Notopfer Berlin“ erleben, als der Steuerminister Peer “der” Steindrück
a. die geplanten Steuererhöhungen rechtfertigte, weil “der Staat diese Milliarden braucht”
b. die erwarteten Steuermehreinnahmen verteidigte, weil “der Staat diese Milliarden schon ausgegeben hat”

Schließlich muss man ja das “Elterngeld” finanzieren um steuernd in die Arterhaltung der Deutschen einzugreifen. Es trifft allerdings auf wenig Verständnis, dass das ausgerechnet durch die Kürzung der Pendlerpauschale geschehen soll, denn was nützt dem Papa das Elterngeld, wenn gleichzeitig sein Weg zum Arbeitsplatz (sofern er noch einen hat) zu seinem
Privatvergnügen wird.
Werktorprinzip” nennt das der Herr Finanzminister Steindrück rotzfrech, der als offensichtlich vor hat, als Finanzminister „Steinreich“ in die Analen der wiedervereinten BRddr einzugehen.

Heimschläfer“ nennt dagegen die Bundeswehr die Wehrpflichtigen, denen das Übernachten außerhalb der Kaserne erlaubt wird.
Die Kosten für die tägliche An- und Abreise zum Dienstort zahlt daher selbstverständlich der Wehrpflichtige, der ja schon froh ist, wenn er seine Arbeitsmittel zur Verteidigung des Vaterslandes nicht bei Tchibo selber kaufen muss und wenigsten die Kosten für An- und Abreise zum Hindukusch noch erstattet bekommt.

Während die Wehrpflichtigen sich längst damit abgefunden haben mit ihrem Sold die Arbeitsmittel ihres Arbeitgebers zu finanzieren, zicken die Arbeitnehmer allerdings noch rum.
Das wird sich spätestens dann legen, wenn die Arbeitnehmer als “Arbeitssoldaten” kaserniert werden und neben Steuern und Abgaben auch die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und monatliche Familienheimfahrten (bei Ledigen einmal im Quartal) gleich vom Gehalt/Sold abgezogen werden.

Dass die Nullen der Bundesregierung derzeit entsprechende Pläne zum Werktorprinzip und der Neuordnung des ersten Arbeitsmarktes diskutieren, konnte aus Regierungskreisen weder bestätigt noch dementiert werden.

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