Rauchfreie Zone

8. März 2007 05:45

Lieber Freund

Zum Schutz der Nichtraucher und unserer Umwelt wird nun per Gesetz ein bundes- bzw. europaweites Rauchverbot verhängt und Europa zur rauchfreien Zone erklärt in der Verstöße mit drastischen Strafen geahndet werden.

In der Diskussion über Rauchen und Nichtrauchen, über Selbstrauchen und Mitrauchen, über Rauchen am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden, an Schulen, in Autos und in den häuslichen vier Wänden haben sich Gegner und Befürworter alle Argumente mit all dem „Für“ und allem „Wider“ jetzt lange genug um die Ohren gehauen.
Nun ist der politische Durchbruch geschafft und Europa wird zur „Rauchfreien Zone“ erklärt (werden).

Doch nur wenige scheinen sich Gedanken darüber zu machen, wie es nach dem Rauchverbot weitergeht, denn der Verkauf und Besitz von Rauchwaren ist ja weiterhin nicht verboten worden und an die Aufhebung der Tabaksteuer denkt ja auch niemand.
Also werden auch zukünftig irgendwelche unbelehrbar suchtkranke Raucher und Raucherinnen (auch bei Suchtkranken sollte man auf die, so beliebt gewordene geschlechtsspezifische Unterscheidung nicht verzichten) mit Rauchwaren in den Taschen unter uns weilen, um zu jedem Zeitpunkt und völlig überraschend ihr Suchtmittel aus der Tasche zu holen und durch dessen Benutzung ihrer Sucht frönen.

Das ist nicht nur ein wahrhaft widerlicher Gedanke, sondern auch noch eine eklatante Gefahr, die wir auch zukünftig nicht unterschätzen sollten, denn unter Experten mehrt sich schon länger der Verdacht, dass der berechenbare Typ des Kettenrauchers bereits damit begonnen hat zum Spontanraucher zu mutieren, um sich an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen.
Und aus der Evolutionsgeschichte wissen wir, dass gerade bei Lebewesen mit minderwertigem Genmaterial diese Anpassungsfähigkeit besonders stark ausgeprägt ist.

Es steht also zu befürchten, dass die Spezies der Raucher nach Mitteln und Wegen suchen und sie auch finden wird, um das Verbot zur Befriedigung ihrer volksgesundheitsschädigenden Sucht zu umgehen.
Politik und Gesellschaft dürfen daher in ihren Bestrebungen zum Schutz der Nichtraucher nicht nachlassen, sondern müssen den einmal eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen.

Zuerst müssen wirksame Überwachungsmechanismen installiert werden um das „heimliche“ Rauchen zu unterbinden und wirklich drastische Strafen die unausweichliche Konsequenz sein. Gnade ist hier fehl am Platz.

Beginnen wir damit, nicht nur den Erwerb von Tabakwaren mit der Volljährigkeit und vollen Geschäftsfähigkeit zu verbinden sondern weiten dies auch auf den Besitz aus. Wer also Rauchwaren außerhalb der Wohnung oder des befriedeten Besitztums sichtbar oder unsichtbar mit sich tragen will (unabhängig davon, ob er Rauchwaren verwenden will oder nicht), muss über einen „Raucherschein“ verfügen, der von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder dem zuständigen Polizeipräsidium für die Dauer von drei Jahren ausgestellt wird. Voraussetzung sind Volljährigkeit, die persönliche Eignung, Zuverlässigkeit, die erforderliche Sachkunde und eine entsprechende eidesstattliche Versicherung. Weiterhin muss man glaubhaft nachweisen, dass man durch Nikotinentzug gefährdet ist und diese Gefahr durch das Mitführen von Rauchwaren verringert werden kann. Die genauen rechtlichen Umstände werden im §1 des Rauchwarenbesitzgesetzes auf nationaler und europäischer Ebene zu regeln sein.

Da das Rauchen generell verboten und geächtet ist, muss davon ausgegangen werden, dass sich ähnlich wie beim Drogenhandel und der Prostitution in den Städten und Dörfern unseres Landes nicht nur ein entsprechendes „Milieu“ bilden wird, sondern Raucher und Raucherinnen bei jeder Gelegenheit in Nischenbereiche abtauchen werden um ihrer Sucht nachgehen zu können. Besonderes Augenmerk muss dabei auf Kellerabgänge, dunkle Treppenhäuser, Hofeinfahrten und Unterführungen gelegt und in Zusammenarbeit mit den Ministerien für innere Sicherheit ein flächendeckendes Rauchmelde- und Videoüberwachungssystem geschaffen werden.

Außerdem ist in Abstimmung mit den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften ein Konzept zu erarbeiten, wie die Überwachung der Tempel, Moscheen, Gebetshäuser und der Kirchen und Beichtstühle erfolgen kann, ohne die Gläubigen in ihrem Glauben an Erlösung aus dem irdischen Elend, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, zu beeinträchtigen.
Denn nichts wäre fataler, als ein Einsatz des „Mobilen Raucher Einsatz Kommandos (MREK)“ in Mannschaftsstärke und der Festnahme einiger mutmaßlicher Raucher, nur weil im Rahmen einer katholischen Messe etwas viel Weihrauch und Myrre freigesetzt wurde.

Ganz besonderes Augenmerk werden die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden jedoch auf die öffentlichen Sanitärbereiche in Bahnhöfen, Flughäfen, Stadien, Schulen, Behörden, Gaststätten, Restaurants und Kinos richten müssen. Die Überwachung firmeneigener Sanitärbereiche und anderer Einrichtungen zur Verrichtung der menschlichen Notdurft muss vom Gesetzgeber in enger Zusammenarbeit mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften im Gewerbe- und Arbeitsrecht verankert und mit den Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsbeauftragten von Bund- und Ländern abgestimmt werden. Wobei auf die spezifischen Besonderheiten und Rituale von ethnischen und religiösen Minderheiten sowie von Schwulen und Lesben weitgehendst Rücksicht genommen werden sollte.

Rauchfreie ZoneZur Überwachung des rollenden und stehende Straßenverkehrs müssen die Mautstellen auf den Autobahnen sowie die Ampelanlagen auf Bundes- und Landstraßen zusätzlich mit Rauchmeldern oder neuartigen Raucherkennungsanlagen ausgestattet werden.
Im städtischen Bereich wird die Überwachung des Rauchverbots auf die personell zu verstärkenden Ordnungskräfte übertragen, denen außerdem die Befugnis erteilt wird, festgestellte Verstöße per Knöllchen mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zu ahnden.

Beim unerlaubten Rauchen auf Toiletten soll automatisch die Türverrieglung blockiert und im nächstgelegenen Polizeirevier Alarm ausgelöst werden. Betreibern von öffentlichen Bedürfnisanstalten und Gastwirten kann es auf Antrag beim zuständigen Gewerbeamt unter Auferlegung strenger Umweltschutzvorgaben gestattet werden, gegen Entgelt zusätzliche Rauchertoiletten zu vermieten. Die maximale Vermietungsdauer muss allerdings begrenzt werden auf die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ermittelte Dauer für die Verrichtung der Notdurft, in der geschlechtsspezifische und kulturelle Besonderheiten bereits berücksichtigt wurden.

Sobald sichergestellt ist, dass eine flächendeckende Überwachung zur Durchsetzung des Rauchverbotes installiert wurde, muss mit gnadenloser Härte gegen Verstöße vorgegangen werden.
Private PKW, deren Insassen gegen das Rauchverbot verstoßen, werden sofort aus dem Verkehr gezogen, stillgelegt und zu Gunsten der Staatskasse verwertet. Die Insassen werden von den Ordnungskräften ohne aufwendiges Gerichtsverfahren an Ort und Stelle abgeurteilt, wobei die Strafe in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe nicht unter 6 Monaten und einer Geldstrafe in Höhe von mindestens einem Bruttomonatseinkommen geahndet wird.

Generell werden Wiederholungstäter und Wiederholungstäterinnen (auch hier sollte man auf die, so beliebt gewordene geschlechtsspezifische Unterscheidung nicht verzichten) werden dem Haftrichter vorgeführt und bei bis zu 5 Vorstrafen als Schwellentäter, bzw. bei mehr als 10 Vorstrafen als Intensivtäter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, wobei bei Intensivtätern grundsätzlich von der „besonderen Schwere der Schuld“ auszugehen ist um eine frühzeitige Begnadigung zu verhindern. Die Haftstrafe ist unverzüglich anzutreten.
Da zu erwarten ist, dass es bei konsequentem Durchgreifen der Strafverfolgungsbehörden zu einem sprunghaften Anstieg der Verurteilungen kommen wird ist rechtzeitig für genügend Platz in den Strafanstalten der Bundesländer zu sorgen. Sollte es zu Engpässen kommen, werden die Ministerien der Bundesländer verpflichtet durch die frühzeitige Begnadigung von Terroristen, Gewaltstraftätern, Wirtschaftsverbrechern und Sexualstraftätern entsprechend Platz zu schaffen.

Und morgen denken wir darüber nach, was wir mit den Rauchern und Raucherinnen machen, die meinen sich ihrer Sucht in den eigenen vier Wänden hingeben zu können und die Gesundheit ihrer selbstgemachten Kinder gefährden.

Die Bundesregierung hat die Ministerien bereits zur Bildung einer entsprechenden Arbeitsgruppe aufgefordert um Vorschläge für einen Maßnahmenkatalog zu erstellen.
Aus dem Familienministerium war zu hören, dass man sich in leichteren Fällen mit dem dauerhaften Entzug des Sorgerechts zufrieden geben könnte, aber im Wiederholungsfall auch die Zwangssterilisation in Betracht ziehen würde.
Das Innenministerium ist auf jeden Fall dafür, dass die als besonders staatsfeindliche geltende Gruppierung der Raucher stärker überwacht wird und Videokameras auch im häuslichen Bereich installiert werden dürfen.
Das Wirtschaftsministerium sieht durch das bundesweite und europaweite Rauchverbot keine Gefährdung des Aufschwungs und der Stellung Deutschlands als Exportweltmeister. Außerdem wäre damit zu rechnen, dass durch die Strafverfolgung der Raucher weitere Arbeitsplätze bei den Ordnungs- und Sicherheitsdiensten entstehen werden.
Und das Finanzministerium legte besonderen Wert darauf, dass die Strafverfolgung der Raucher kostenneutral gegenfinanziert wird und ohne Auswirkung auf die Einnahmen aus der Tabaksteuer bleibt.

Derweil wird im Justizministerium noch darüber beraten, ob die Suchterkrankung „Rauchen“ per Verordnung in das polizeiliche Führungszeugnis aufgenommen wird und das Verschweigen der Krankheit im Falle einer Bewerbung zur fristlosen Kündigung führen kann.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. März 2007 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Rauchfreie Zone”

  1. mitdenker meint:

    Ooooch, da wurde doch ein ganz wichtiger Bereich vergessen :-) ))
    Immerhin 10% der Erwerbsfähigen oder etwa 5% der buntesreblubblikanischen Bewölkerung. Die, die sowieso schon im Visier diverser Fahnder sind: die ALG 2 - Empfänger. Sollen die schon wieder verschont werden?
    Wie wäre es mit sofortiger Kürzung der Bezüge um sagen wir 80% (wer
    sich Glimmstengel leisten kann, braucht kein Geld…würde ein Müntefering argumentieren) mit gleichzeitiger Zwangsrekrutierung und Verbringung nach Gorleben unter Tage zum Behälter zählen.
    Und die durch den Entzug von Erwerbsmitteln dem Staat entgangene Steuer ist selbstverständlich als Zwangsgebühr zu erheben.
    Das Betreten von Grünanlagen und Bahndämmen ist diesen Personen aufs schärfste verboten, damit auch wirklich kein “Tabakersatz” gepflückt werden kann…
    Dieses Verbot sollte im Übrigen auch allen anderen “auffällig gewordenen” ausgesprochen werden…

  2. Fred Sky meint:

    Endlich mal innovative Ideen von Machopan, die uns weiterbringen auf dem Wege der Degeneration. Man sollte eine Expertenkommission bilden, die nach dem guten Vorbild des SGB ebenfalls ein mehrbändiges Werk schafft, das Pflichten und Rechte eines Rauchers definiert. Dabei können viele der dort genannten Regelungen ausgebaut werden. So wäre es z.B. möglich, den Sozialfahndern in Schnupperkursen das Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, soziale Brenn- und Rauchpunkte zu erkennen. Im Rahmen der Aktion 50+ sollten alle IM reaktiviert werden, eine Umschulung von Schall auf Rauch muß erfolgen. Bereits in den Kindergärten und Schulen ist Einfluß darauf zu nehmen, daß rauchende Eltern öffentlich gemacht werden und so entsprechenden Erziehungs- und Strafmaßnahmen zugeführt werden können. An die Chemieindustrie wird ein Forschungsauftrag vergeben, einen Farbstoff zu entwickeln, der nach Zumischung zum versteuerten Tabak für farbigen Rauch sorgt, um schwarze Schafe sofort erkennen zu können. Diese Maßnahme hat sich auch beim Heizöl bewährt. Der Pathologe kann am Farbspiegel der Lunge erkennen, ob eine Nachversteuerung durch die Erben zu erfolgen hat.
    Also, lieber Machopan, weiter so, Sie sind auf dem richtigen Weg.
    MfG

  3. skobo meint:

    Zur gezielteren Überwachung der Bevölkerung werden alle zukünftigen GPS-Satelliten nur noch mit Rauchmeldern ins All geschickt… :-)

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Rauchfreie Zone

8. März 2007 05:45

Lieber Freund

Zum Schutz der Nichtraucher und unserer Umwelt wird nun per Gesetz ein bundes- bzw. europaweites Rauchverbot verhängt und Europa zur rauchfreien Zone erklärt in der Verstöße mit drastischen Strafen geahndet werden.

In der Diskussion über Rauchen und Nichtrauchen, über Selbstrauchen und Mitrauchen, über Rauchen am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden, an Schulen, in Autos und in den häuslichen vier Wänden haben sich Gegner und Befürworter alle Argumente mit all dem „Für“ und allem „Wider“ jetzt lange genug um die Ohren gehauen.
Nun ist der politische Durchbruch geschafft und Europa wird zur „Rauchfreien Zone“ erklärt (werden).

Doch nur wenige scheinen sich Gedanken darüber zu machen, wie es nach dem Rauchverbot weitergeht, denn der Verkauf und Besitz von Rauchwaren ist ja weiterhin nicht verboten worden und an die Aufhebung der Tabaksteuer denkt ja auch niemand.
Also werden auch zukünftig irgendwelche unbelehrbar suchtkranke Raucher und Raucherinnen (auch bei Suchtkranken sollte man auf die, so beliebt gewordene geschlechtsspezifische Unterscheidung nicht verzichten) mit Rauchwaren in den Taschen unter uns weilen, um zu jedem Zeitpunkt und völlig überraschend ihr Suchtmittel aus der Tasche zu holen und durch dessen Benutzung ihrer Sucht frönen.

Das ist nicht nur ein wahrhaft widerlicher Gedanke, sondern auch noch eine eklatante Gefahr, die wir auch zukünftig nicht unterschätzen sollten, denn unter Experten mehrt sich schon länger der Verdacht, dass der berechenbare Typ des Kettenrauchers bereits damit begonnen hat zum Spontanraucher zu mutieren, um sich an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen.
Und aus der Evolutionsgeschichte wissen wir, dass gerade bei Lebewesen mit minderwertigem Genmaterial diese Anpassungsfähigkeit besonders stark ausgeprägt ist.

Es steht also zu befürchten, dass die Spezies der Raucher nach Mitteln und Wegen suchen und sie auch finden wird, um das Verbot zur Befriedigung ihrer volksgesundheitsschädigenden Sucht zu umgehen.
Politik und Gesellschaft dürfen daher in ihren Bestrebungen zum Schutz der Nichtraucher nicht nachlassen, sondern müssen den einmal eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen.

Zuerst müssen wirksame Überwachungsmechanismen installiert werden um das „heimliche“ Rauchen zu unterbinden und wirklich drastische Strafen die unausweichliche Konsequenz sein. Gnade ist hier fehl am Platz.

Beginnen wir damit, nicht nur den Erwerb von Tabakwaren mit der Volljährigkeit und vollen Geschäftsfähigkeit zu verbinden sondern weiten dies auch auf den Besitz aus. Wer also Rauchwaren außerhalb der Wohnung oder des befriedeten Besitztums sichtbar oder unsichtbar mit sich tragen will (unabhängig davon, ob er Rauchwaren verwenden will oder nicht), muss über einen „Raucherschein“ verfügen, der von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder dem zuständigen Polizeipräsidium für die Dauer von drei Jahren ausgestellt wird. Voraussetzung sind Volljährigkeit, die persönliche Eignung, Zuverlässigkeit, die erforderliche Sachkunde und eine entsprechende eidesstattliche Versicherung. Weiterhin muss man glaubhaft nachweisen, dass man durch Nikotinentzug gefährdet ist und diese Gefahr durch das Mitführen von Rauchwaren verringert werden kann. Die genauen rechtlichen Umstände werden im §1 des Rauchwarenbesitzgesetzes auf nationaler und europäischer Ebene zu regeln sein.

Da das Rauchen generell verboten und geächtet ist, muss davon ausgegangen werden, dass sich ähnlich wie beim Drogenhandel und der Prostitution in den Städten und Dörfern unseres Landes nicht nur ein entsprechendes „Milieu“ bilden wird, sondern Raucher und Raucherinnen bei jeder Gelegenheit in Nischenbereiche abtauchen werden um ihrer Sucht nachgehen zu können. Besonderes Augenmerk muss dabei auf Kellerabgänge, dunkle Treppenhäuser, Hofeinfahrten und Unterführungen gelegt und in Zusammenarbeit mit den Ministerien für innere Sicherheit ein flächendeckendes Rauchmelde- und Videoüberwachungssystem geschaffen werden.

Außerdem ist in Abstimmung mit den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften ein Konzept zu erarbeiten, wie die Überwachung der Tempel, Moscheen, Gebetshäuser und der Kirchen und Beichtstühle erfolgen kann, ohne die Gläubigen in ihrem Glauben an Erlösung aus dem irdischen Elend, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, zu beeinträchtigen.
Denn nichts wäre fataler, als ein Einsatz des „Mobilen Raucher Einsatz Kommandos (MREK)“ in Mannschaftsstärke und der Festnahme einiger mutmaßlicher Raucher, nur weil im Rahmen einer katholischen Messe etwas viel Weihrauch und Myrre freigesetzt wurde.

Ganz besonderes Augenmerk werden die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden jedoch auf die öffentlichen Sanitärbereiche in Bahnhöfen, Flughäfen, Stadien, Schulen, Behörden, Gaststätten, Restaurants und Kinos richten müssen. Die Überwachung firmeneigener Sanitärbereiche und anderer Einrichtungen zur Verrichtung der menschlichen Notdurft muss vom Gesetzgeber in enger Zusammenarbeit mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften im Gewerbe- und Arbeitsrecht verankert und mit den Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsbeauftragten von Bund- und Ländern abgestimmt werden. Wobei auf die spezifischen Besonderheiten und Rituale von ethnischen und religiösen Minderheiten sowie von Schwulen und Lesben weitgehendst Rücksicht genommen werden sollte.

Rauchfreie ZoneZur Überwachung des rollenden und stehende Straßenverkehrs müssen die Mautstellen auf den Autobahnen sowie die Ampelanlagen auf Bundes- und Landstraßen zusätzlich mit Rauchmeldern oder neuartigen Raucherkennungsanlagen ausgestattet werden.
Im städtischen Bereich wird die Überwachung des Rauchverbots auf die personell zu verstärkenden Ordnungskräfte übertragen, denen außerdem die Befugnis erteilt wird, festgestellte Verstöße per Knöllchen mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zu ahnden.

Beim unerlaubten Rauchen auf Toiletten soll automatisch die Türverrieglung blockiert und im nächstgelegenen Polizeirevier Alarm ausgelöst werden. Betreibern von öffentlichen Bedürfnisanstalten und Gastwirten kann es auf Antrag beim zuständigen Gewerbeamt unter Auferlegung strenger Umweltschutzvorgaben gestattet werden, gegen Entgelt zusätzliche Rauchertoiletten zu vermieten. Die maximale Vermietungsdauer muss allerdings begrenzt werden auf die vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ermittelte Dauer für die Verrichtung der Notdurft, in der geschlechtsspezifische und kulturelle Besonderheiten bereits berücksichtigt wurden.

Sobald sichergestellt ist, dass eine flächendeckende Überwachung zur Durchsetzung des Rauchverbotes installiert wurde, muss mit gnadenloser Härte gegen Verstöße vorgegangen werden.
Private PKW, deren Insassen gegen das Rauchverbot verstoßen, werden sofort aus dem Verkehr gezogen, stillgelegt und zu Gunsten der Staatskasse verwertet. Die Insassen werden von den Ordnungskräften ohne aufwendiges Gerichtsverfahren an Ort und Stelle abgeurteilt, wobei die Strafe in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe nicht unter 6 Monaten und einer Geldstrafe in Höhe von mindestens einem Bruttomonatseinkommen geahndet wird.

Generell werden Wiederholungstäter und Wiederholungstäterinnen (auch hier sollte man auf die, so beliebt gewordene geschlechtsspezifische Unterscheidung nicht verzichten) werden dem Haftrichter vorgeführt und bei bis zu 5 Vorstrafen als Schwellentäter, bzw. bei mehr als 10 Vorstrafen als Intensivtäter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, wobei bei Intensivtätern grundsätzlich von der „besonderen Schwere der Schuld“ auszugehen ist um eine frühzeitige Begnadigung zu verhindern. Die Haftstrafe ist unverzüglich anzutreten.
Da zu erwarten ist, dass es bei konsequentem Durchgreifen der Strafverfolgungsbehörden zu einem sprunghaften Anstieg der Verurteilungen kommen wird ist rechtzeitig für genügend Platz in den Strafanstalten der Bundesländer zu sorgen. Sollte es zu Engpässen kommen, werden die Ministerien der Bundesländer verpflichtet durch die frühzeitige Begnadigung von Terroristen, Gewaltstraftätern, Wirtschaftsverbrechern und Sexualstraftätern entsprechend Platz zu schaffen.

Und morgen denken wir darüber nach, was wir mit den Rauchern und Raucherinnen machen, die meinen sich ihrer Sucht in den eigenen vier Wänden hingeben zu können und die Gesundheit ihrer selbstgemachten Kinder gefährden.

Die Bundesregierung hat die Ministerien bereits zur Bildung einer entsprechenden Arbeitsgruppe aufgefordert um Vorschläge für einen Maßnahmenkatalog zu erstellen.
Aus dem Familienministerium war zu hören, dass man sich in leichteren Fällen mit dem dauerhaften Entzug des Sorgerechts zufrieden geben könnte, aber im Wiederholungsfall auch die Zwangssterilisation in Betracht ziehen würde.
Das Innenministerium ist auf jeden Fall dafür, dass die als besonders staatsfeindliche geltende Gruppierung der Raucher stärker überwacht wird und Videokameras auch im häuslichen Bereich installiert werden dürfen.
Das Wirtschaftsministerium sieht durch das bundesweite und europaweite Rauchverbot keine Gefährdung des Aufschwungs und der Stellung Deutschlands als Exportweltmeister. Außerdem wäre damit zu rechnen, dass durch die Strafverfolgung der Raucher weitere Arbeitsplätze bei den Ordnungs- und Sicherheitsdiensten entstehen werden.
Und das Finanzministerium legte besonderen Wert darauf, dass die Strafverfolgung der Raucher kostenneutral gegenfinanziert wird und ohne Auswirkung auf die Einnahmen aus der Tabaksteuer bleibt.

Derweil wird im Justizministerium noch darüber beraten, ob die Suchterkrankung „Rauchen“ per Verordnung in das polizeiliche Führungszeugnis aufgenommen wird und das Verschweigen der Krankheit im Falle einer Bewerbung zur fristlosen Kündigung führen kann.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. März 2007 um 05:45:08 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Rauchfreie Zone”

  1. mitdenker meint:

    Ooooch, da wurde doch ein ganz wichtiger Bereich vergessen :-) ))
    Immerhin 10% der Erwerbsfähigen oder etwa 5% der buntesreblubblikanischen Bewölkerung. Die, die sowieso schon im Visier diverser Fahnder sind: die ALG 2 - Empfänger. Sollen die schon wieder verschont werden?
    Wie wäre es mit sofortiger Kürzung der Bezüge um sagen wir 80% (wer
    sich Glimmstengel leisten kann, braucht kein Geld…würde ein Müntefering argumentieren) mit gleichzeitiger Zwangsrekrutierung und Verbringung nach Gorleben unter Tage zum Behälter zählen.
    Und die durch den Entzug von Erwerbsmitteln dem Staat entgangene Steuer ist selbstverständlich als Zwangsgebühr zu erheben.
    Das Betreten von Grünanlagen und Bahndämmen ist diesen Personen aufs schärfste verboten, damit auch wirklich kein “Tabakersatz” gepflückt werden kann…
    Dieses Verbot sollte im Übrigen auch allen anderen “auffällig gewordenen” ausgesprochen werden…

  2. Fred Sky meint:

    Endlich mal innovative Ideen von Machopan, die uns weiterbringen auf dem Wege der Degeneration. Man sollte eine Expertenkommission bilden, die nach dem guten Vorbild des SGB ebenfalls ein mehrbändiges Werk schafft, das Pflichten und Rechte eines Rauchers definiert. Dabei können viele der dort genannten Regelungen ausgebaut werden. So wäre es z.B. möglich, den Sozialfahndern in Schnupperkursen das Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, soziale Brenn- und Rauchpunkte zu erkennen. Im Rahmen der Aktion 50+ sollten alle IM reaktiviert werden, eine Umschulung von Schall auf Rauch muß erfolgen. Bereits in den Kindergärten und Schulen ist Einfluß darauf zu nehmen, daß rauchende Eltern öffentlich gemacht werden und so entsprechenden Erziehungs- und Strafmaßnahmen zugeführt werden können. An die Chemieindustrie wird ein Forschungsauftrag vergeben, einen Farbstoff zu entwickeln, der nach Zumischung zum versteuerten Tabak für farbigen Rauch sorgt, um schwarze Schafe sofort erkennen zu können. Diese Maßnahme hat sich auch beim Heizöl bewährt. Der Pathologe kann am Farbspiegel der Lunge erkennen, ob eine Nachversteuerung durch die Erben zu erfolgen hat.
    Also, lieber Machopan, weiter so, Sie sind auf dem richtigen Weg.
    MfG

  3. skobo meint:

    Zur gezielteren Überwachung der Bevölkerung werden alle zukünftigen GPS-Satelliten nur noch mit Rauchmeldern ins All geschickt… :-)

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