Geringwertige Gegenstände

14. März 2007 05:45

Lieber Freund

Wer „geringwertige Gegenstände (GWG)“, bisher nur im Zusammenhang mit Abschreibungen kannte, durfte nun aus der Zeitung erfahren, dass es, ganz offiziell auch „nichtauffindbare geringwertige Gegenstände“ gibt.

Ein „geringwertiger Gegenstand“ im Sinne des §6 Absatz 2 des deutschen Einkommensteuergesetzes ist ein Wirtschaftsgut im Anschaffungswert von höchstens 410 Euro ohne Mehrwertsteuer, das mindestens 1 Jahr im Unternehmen verbleibt und zum Betriebsvermögen gehört.
In Hamburg ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Polizei wegen Diebstahl und Unterschlagung solcher „geringwertiger Gegenstände“ die vor Ablauf dieser Zeitspanne spurlos verschwunden sind.
Denn als bei der Hamburger SPD die Stimmzettel der Mitgliederfragung zum Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2008 ausgezählt werden sollten, da waren rund 1000 Briefwahlstimmzettel „nicht auffindbar“.

BriefwahlNun ist man es ja als Wähler (nicht nur der SPD) ja gewohnt, dass so eine Stimme auf dem Zettel vor der Wahl viel und nach der Wahl nix mehr ist, aber als „geringwertiger Gegenstand“ darf so ein Zettel bis zu 430 Euro wert sein um noch innerhalb eines Jahres auf Null abgeschrieben werden zu können.
Nicht nur für einen Liebhaber scheinen die Zettel also durchaus einen Wert zu besitzen, den man, zumindest nach dem Einkommensteuergesetz, mit einem Gesamtwert in der Größenordnung von ca. 430.000 Euro ansetzen kann.
Der ideelle Schaden für die Hamburger SPD dürfte aber noch höher sein, auch sich die beiden „Spitzenkandidaten“ Mathias Petersen und Dorothee Stapelfeldt sich das Verschwinden der Wahlzettel aus der Hamburger SPD-Zentrale nicht erklären können.
Die Polizei hat jetzt erst mal den Raum versiegelt in dem die mit einem Vorhängeschloss gesicherte Wahlurne mit dem Willen der Briefwähler lagerte. Der Schlüssel zur Urne sei in einem Tresor in der Parteizentrale deponiert gewesen.
Der Vorgang hat offenbar einen kriminellen Hintergrund, der nun aufgeklärt werden muss“, sagte der SPD-Landesvorsitzende Mathias Petersen, denn es nicht zum ersten Mal, dass in der Hamburger SPD etwas vermisst wird, denn Klagen über Vertrauensverlust gab es schon länger in der Partei. Und das nicht nur in Hamburg.

Vielleicht ist das ja alles auch nur ein Scherz, wie die versteckten Mikrofone im Büro eines SPD-Abgeordneten in Berlin oder die Hamburger SPD möchte ihre Personalprobleme ähnlich medienwirksam lösen wie die CSU in Bayern.

Dass jetzt der gesamte Vorstand zurückgetreten ist wirft natürlich, völlig anders als in Bayern, die Frage auf, welche Narren mit diesem Karnevalsverein im Rücken ernsthaft die Absicht haben zur nächsten Wahl anzutreten.

Jetzt kann man nur hoffen, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen in Hamburg nicht auch noch versteckte Mikrofone findet und die Wahlzettel aus Hamburg irgendwann in Berlin auftauchen.
Dann hätte die SPD sicher gute Chancen bei der nächsten Bundestagwahl als Spaßmacher Nr. 1 in den Reichstag einziehen zu dürfen, weil verdient hätten sich das die Clowns durch ihre bisherigen Darbietungen nun wirklich.

Und außerdem hätte eine Koalition aus Hamburger SPD und Bayrischer CSU sicher selbst bundesweit einen extrem hohen Unterhaltungswert.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 14. März 2007 um 05:45:46 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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14. März 2007 05:45

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Wer „geringwertige Gegenstände (GWG)“, bisher nur im Zusammenhang mit Abschreibungen kannte, durfte nun aus der Zeitung erfahren, dass es, ganz offiziell auch „nichtauffindbare geringwertige Gegenstände“ gibt.

Ein „geringwertiger Gegenstand“ im Sinne des §6 Absatz 2 des deutschen Einkommensteuergesetzes ist ein Wirtschaftsgut im Anschaffungswert von höchstens 410 Euro ohne Mehrwertsteuer, das mindestens 1 Jahr im Unternehmen verbleibt und zum Betriebsvermögen gehört.
In Hamburg ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Polizei wegen Diebstahl und Unterschlagung solcher „geringwertiger Gegenstände“ die vor Ablauf dieser Zeitspanne spurlos verschwunden sind.
Denn als bei der Hamburger SPD die Stimmzettel der Mitgliederfragung zum Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2008 ausgezählt werden sollten, da waren rund 1000 Briefwahlstimmzettel „nicht auffindbar“.

BriefwahlNun ist man es ja als Wähler (nicht nur der SPD) ja gewohnt, dass so eine Stimme auf dem Zettel vor der Wahl viel und nach der Wahl nix mehr ist, aber als „geringwertiger Gegenstand“ darf so ein Zettel bis zu 430 Euro wert sein um noch innerhalb eines Jahres auf Null abgeschrieben werden zu können.
Nicht nur für einen Liebhaber scheinen die Zettel also durchaus einen Wert zu besitzen, den man, zumindest nach dem Einkommensteuergesetz, mit einem Gesamtwert in der Größenordnung von ca. 430.000 Euro ansetzen kann.
Der ideelle Schaden für die Hamburger SPD dürfte aber noch höher sein, auch sich die beiden „Spitzenkandidaten“ Mathias Petersen und Dorothee Stapelfeldt sich das Verschwinden der Wahlzettel aus der Hamburger SPD-Zentrale nicht erklären können.
Die Polizei hat jetzt erst mal den Raum versiegelt in dem die mit einem Vorhängeschloss gesicherte Wahlurne mit dem Willen der Briefwähler lagerte. Der Schlüssel zur Urne sei in einem Tresor in der Parteizentrale deponiert gewesen.
Der Vorgang hat offenbar einen kriminellen Hintergrund, der nun aufgeklärt werden muss“, sagte der SPD-Landesvorsitzende Mathias Petersen, denn es nicht zum ersten Mal, dass in der Hamburger SPD etwas vermisst wird, denn Klagen über Vertrauensverlust gab es schon länger in der Partei. Und das nicht nur in Hamburg.

Vielleicht ist das ja alles auch nur ein Scherz, wie die versteckten Mikrofone im Büro eines SPD-Abgeordneten in Berlin oder die Hamburger SPD möchte ihre Personalprobleme ähnlich medienwirksam lösen wie die CSU in Bayern.

Dass jetzt der gesamte Vorstand zurückgetreten ist wirft natürlich, völlig anders als in Bayern, die Frage auf, welche Narren mit diesem Karnevalsverein im Rücken ernsthaft die Absicht haben zur nächsten Wahl anzutreten.

Jetzt kann man nur hoffen, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen in Hamburg nicht auch noch versteckte Mikrofone findet und die Wahlzettel aus Hamburg irgendwann in Berlin auftauchen.
Dann hätte die SPD sicher gute Chancen bei der nächsten Bundestagwahl als Spaßmacher Nr. 1 in den Reichstag einziehen zu dürfen, weil verdient hätten sich das die Clowns durch ihre bisherigen Darbietungen nun wirklich.

Und außerdem hätte eine Koalition aus Hamburger SPD und Bayrischer CSU sicher selbst bundesweit einen extrem hohen Unterhaltungswert.

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