Landegebühren

20. März 2007 05:45

Lieber Freund

Mit zunehmender Amtszeit wird das unerschöpfliche Potential an kindlich-naiver Kreativität bei unserem Bundesverkehrsminister Tiefensee immer offensichtlicher.
Hatte schon sein Vorgänger im Amt, der Verkehrsstolperer Manfred, einen hohen Unterhaltungswert und mit der Autobahnmaut sein Dauerthema, so wird nun der Schutz der Umwelt zur Mission des Wolfgang Tiefensee.

Nach der Umweltschutzplakette für Porsche 911 Carrera und Mercedes 500 SL, der Benzinverbrauchsanzeige und dem Hochschaltpfeil am Armaturenbrett, wendet sich der vom Flachwassertaucher zum Tiefflieger mutierte Herr Tiefensee samt seiner geballter Inkompetenz nunmehr dem Flugverkehr zu.
Landegebühren «„Wir werden künftig die Landegebühren nach Emissionen staffeln“, verkündete „Ihre Verkehrsflatulenz“ der „Welt“. Bis zum Jahresende werde sein Ministerium entsprechende Schadstoffeckwerte erarbeiten. Geplant sei ein dreijähriger Feldversuch mit Fluglinien auf freiwilliger Basis. Für die Flugpassagiere solle dies “aufkommensneutral” bleiben, kündigte Tiefensee an.», war in den Medien zu lesen.

Selbst als Atheist ist man versucht „Oh Gott wirf Hirn vom Himmel“ zu rufen, in der Hoffnung, dass es unseren Verkehrsminister im Amte erschlagen möge.
Erstens gibt es neben den Gebühren für Sicherheit bereits auch Gebühren für Start und Landung, die sehr wohl vom Flugpassagier bezahlt werden müssen.
Und zweitens wäre es sehr viel einfacher zur Reglementierung des Flugverkehrs Steuern auf Flugbenzin und Flugticket zu erheben, als über „Feldversuche mit nach Emissionswerten gestaffelten Landegebühren auf freiwilliger Basis“ zu philosophieren.

Ist zukünftig der „Sturzflug“ kostengünstiger als der „Sinkflug“, oder ist etwa der „kontinuierliche Gleitflug mit linksseitig gedrosselten Triebwerk“ dem „gezielten Aufschlag vor Terminal 1“ vorzuziehen und wird dabei auch zwischen Punktlandung, Notlandung und einfachem Durchstarten differenziert?

Mit so einer Bundeslandeanflugsgebührenordnung alleine ist es ja in unserer Republik nicht getan, man braucht ja auch noch mindestens ein Ministerium das sich darum kümmert, Verstöße ahndet, Experten beauftragt, Änderungen einbaut und das ganze Machwerk auf europäischer Ebene abstimmt.

Vielleicht sollte man zur umweltverträglichen Beschäftigung des Herrn Tiefensee und um größeren Schaden von unserer Gesellschaft abzuwenden, das Augenmerk unseres Verkehrsministers auf den Abriss der Schallmauer richten, damit die Flugzeuge nicht immer dagegen knallen und so weite Umwege fliegen müssen.
Das wäre doch endlich mal ein Beitrag zum Umweltschutz, mit dem unser Verkehrsminister nicht überfordert wäre.
Und wenn doch, dann bleibt immer noch seine umweltverträgliche Kompostierung bei der nächsten Wahl.
Das ist ein gutes Stichwort und wäre für den Herrn Tiefensee sicher auch eine dankbare Aufgabe, sich mit einer neuen „Friedhofsordnung zur umweltverträglichen Entsorgung von schadstoffbelasteten Humanmaterial“ einen Namen zu machen.
Und ob Raucher zukünftig noch zusammen mit ihrer Lunge begraben werden dürfen, darüber könnte man auch einen mehrjährigen Feldversuch auf freiwilliger Basis machen.

Jetzt brauchen wir nur noch einen Lobbyisten, der diese Furzidee dem Herrn Minister Tiefensee steckt!

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 20. März 2007 um 05:45:01 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Landegebühren”

  1. Fred Sky meint:

    Wenn ich den Namen Tiefensee höre, sehe ich vor mir sein publiziertes Bild, heroische Haltung mit wissendem Blick in die Ferne. Der Bau der ersten Autobahnen in Deutschland war eine heroische Tat, der Bau intelligenter Ampelanlagen im Zeitalter der Mikroelektronik könnte seine heroische Tat werden, die Vorteile muß ich nicht nennen. Heute waren wieder mal von 12 Ampeln 10 rot, lediglich 2 Fußgängerampeln grün. Die Wut steigt enorm, wenn kein Seitenverkehr da ist, man wird zum dressierten Affen gemacht. Nachdem die Ossis sich in kürzester Zeit alle Gesetze der BRD aneignen mußten, sind aber heute noch unsere dortigen Landsleute vom grünen Pfeil überfordert - also wartet man auf grün. Kein Wunder, daß der roten SPD die Mitglieder weglaufen, die tägliche Rot-Werbung an den Ampeln ist nicht mehr erträglich. Einfache Sensoren zur Zählung der zur Ampel fahrenden Fahrzeuge könnten diese steuern, beim Blitzkasten geht es ja auch. Wir aber wollen zum Mars, Terraforming, später dann Ampeln. Ob sich das die kleinen grünen Männchen dort gefallen lassen?
    Tiefensee wird sicher mit der BA dafür Lehrgänge und Weiterbildung veranlassen - wie ampele ich richtig.
    MfG

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Landegebühren

20. März 2007 05:45

Lieber Freund

Mit zunehmender Amtszeit wird das unerschöpfliche Potential an kindlich-naiver Kreativität bei unserem Bundesverkehrsminister Tiefensee immer offensichtlicher.
Hatte schon sein Vorgänger im Amt, der Verkehrsstolperer Manfred, einen hohen Unterhaltungswert und mit der Autobahnmaut sein Dauerthema, so wird nun der Schutz der Umwelt zur Mission des Wolfgang Tiefensee.

Nach der Umweltschutzplakette für Porsche 911 Carrera und Mercedes 500 SL, der Benzinverbrauchsanzeige und dem Hochschaltpfeil am Armaturenbrett, wendet sich der vom Flachwassertaucher zum Tiefflieger mutierte Herr Tiefensee samt seiner geballter Inkompetenz nunmehr dem Flugverkehr zu.
Landegebühren «„Wir werden künftig die Landegebühren nach Emissionen staffeln“, verkündete „Ihre Verkehrsflatulenz“ der „Welt“. Bis zum Jahresende werde sein Ministerium entsprechende Schadstoffeckwerte erarbeiten. Geplant sei ein dreijähriger Feldversuch mit Fluglinien auf freiwilliger Basis. Für die Flugpassagiere solle dies “aufkommensneutral” bleiben, kündigte Tiefensee an.», war in den Medien zu lesen.

Selbst als Atheist ist man versucht „Oh Gott wirf Hirn vom Himmel“ zu rufen, in der Hoffnung, dass es unseren Verkehrsminister im Amte erschlagen möge.
Erstens gibt es neben den Gebühren für Sicherheit bereits auch Gebühren für Start und Landung, die sehr wohl vom Flugpassagier bezahlt werden müssen.
Und zweitens wäre es sehr viel einfacher zur Reglementierung des Flugverkehrs Steuern auf Flugbenzin und Flugticket zu erheben, als über „Feldversuche mit nach Emissionswerten gestaffelten Landegebühren auf freiwilliger Basis“ zu philosophieren.

Ist zukünftig der „Sturzflug“ kostengünstiger als der „Sinkflug“, oder ist etwa der „kontinuierliche Gleitflug mit linksseitig gedrosselten Triebwerk“ dem „gezielten Aufschlag vor Terminal 1“ vorzuziehen und wird dabei auch zwischen Punktlandung, Notlandung und einfachem Durchstarten differenziert?

Mit so einer Bundeslandeanflugsgebührenordnung alleine ist es ja in unserer Republik nicht getan, man braucht ja auch noch mindestens ein Ministerium das sich darum kümmert, Verstöße ahndet, Experten beauftragt, Änderungen einbaut und das ganze Machwerk auf europäischer Ebene abstimmt.

Vielleicht sollte man zur umweltverträglichen Beschäftigung des Herrn Tiefensee und um größeren Schaden von unserer Gesellschaft abzuwenden, das Augenmerk unseres Verkehrsministers auf den Abriss der Schallmauer richten, damit die Flugzeuge nicht immer dagegen knallen und so weite Umwege fliegen müssen.
Das wäre doch endlich mal ein Beitrag zum Umweltschutz, mit dem unser Verkehrsminister nicht überfordert wäre.
Und wenn doch, dann bleibt immer noch seine umweltverträgliche Kompostierung bei der nächsten Wahl.
Das ist ein gutes Stichwort und wäre für den Herrn Tiefensee sicher auch eine dankbare Aufgabe, sich mit einer neuen „Friedhofsordnung zur umweltverträglichen Entsorgung von schadstoffbelasteten Humanmaterial“ einen Namen zu machen.
Und ob Raucher zukünftig noch zusammen mit ihrer Lunge begraben werden dürfen, darüber könnte man auch einen mehrjährigen Feldversuch auf freiwilliger Basis machen.

Jetzt brauchen wir nur noch einen Lobbyisten, der diese Furzidee dem Herrn Minister Tiefensee steckt!

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Eine Antwort zu “Landegebühren”

  1. Fred Sky meint:

    Wenn ich den Namen Tiefensee höre, sehe ich vor mir sein publiziertes Bild, heroische Haltung mit wissendem Blick in die Ferne. Der Bau der ersten Autobahnen in Deutschland war eine heroische Tat, der Bau intelligenter Ampelanlagen im Zeitalter der Mikroelektronik könnte seine heroische Tat werden, die Vorteile muß ich nicht nennen. Heute waren wieder mal von 12 Ampeln 10 rot, lediglich 2 Fußgängerampeln grün. Die Wut steigt enorm, wenn kein Seitenverkehr da ist, man wird zum dressierten Affen gemacht. Nachdem die Ossis sich in kürzester Zeit alle Gesetze der BRD aneignen mußten, sind aber heute noch unsere dortigen Landsleute vom grünen Pfeil überfordert - also wartet man auf grün. Kein Wunder, daß der roten SPD die Mitglieder weglaufen, die tägliche Rot-Werbung an den Ampeln ist nicht mehr erträglich. Einfache Sensoren zur Zählung der zur Ampel fahrenden Fahrzeuge könnten diese steuern, beim Blitzkasten geht es ja auch. Wir aber wollen zum Mars, Terraforming, später dann Ampeln. Ob sich das die kleinen grünen Männchen dort gefallen lassen?
    Tiefensee wird sicher mit der BA dafür Lehrgänge und Weiterbildung veranlassen - wie ampele ich richtig.
    MfG

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