Sommerzeit

28. März 2007 05:45

Lieber Freund

In the summertime when the weather is fine“ sang einst mit einprägsamen Rhythmus eine Gruppe namens „Mungo Jerry“.

Nicht nur „mungo und jerry“, sondern auch noch „fix und foxi“ krabbelt so manche Gruppe von Volksgenossen am Morgen nach der Umstellung der Zeit auf „Sommerzeit“ aus den Federn, die die Welt bedeuten.
Nichts geht mehr, der Körper ist aus dem Rhythmus, aus seinem biologischen Rhythmus. Und das alles nur, damit die Wirtschaft im Takt bleibt und Energie gespart wird.
Dass das mit dem Sparen von Energie nicht so ganz funktioniert, merkt man meist nicht erst dann wenn die jährliche Nebenkostenabrechnung auf dem Tisch liegt, sondern gleich am ersten Morgen nach der Zeitumstellung.
Der Accu ist zwar leer, aber es ist höchste Zeit aufzustehen. Eines Stunde hat zwar nur sechzig Minuten, aber das sind bei einem normalen Menschen mindestens 4000 Herzschläge in stabiler Seitenlage.
Das kann extrem gefährlich werden, denn wer es gewohnt ist um 7 Uhr mit dem höchsten Kortikosteroidgeahlt im Blut aufzustehen, steht jetzt nach seiner inneren Uhr um 6 Uhr auf und läuft Gefahr die Zahl der spontanen Geburten zu erhöhen.
Und wer es gewohnt war um 8 Uhr die Blase zu entleeren, geht jetzt um 7 Uhr auf die Toilette und es kommt nix.
Ob das wirklich so gesund ist?

Und Männer, die sonst ihre Morgenerektion im familiären Bereich entsorgen konnten, nehmen ihr „Hörnchen“ jetzt mit zur Arbeit. Stellen sie mal vor, sie müssen derart freudig erregt in eine vollbesetzte Straßenbahn oder einem Bus einsteigen, das kann am frühen Morgen schon heftigen Ärger geben und der Tag ist gelaufen.

Sommerzeit

Ob das durch die Vorteile am Abend wirklich aufgewogen werden kann, muss man bezweifeln.
Gut Ok, der heftige Zahnschmerz kommt schon zur „Tagesschau“ und nicht erst bei „Heute“. Das könnte man(n) ja noch verschmerzen.
Aber dass der diastolische Blutdruck statt um 23 Uhr schon eine Stunde früher seinen höchsten Stand erreicht, wird sich in so mancher Partnerschaft auch auf das Liebesleben auswirken und gravierende Folgen für die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft haben.
Noch viel schlimmer als das verschobene „Morgenhörnchen“, das nur zu vermehrten Anzeigen wegen sexueller Belästigung und dem Verlust des Arbeitsplatzes führen wird.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 28. März 2007 um 05:45:04 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Alltag | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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28. März 2007 05:45

Lieber Freund

In the summertime when the weather is fine“ sang einst mit einprägsamen Rhythmus eine Gruppe namens „Mungo Jerry“.

Nicht nur „mungo und jerry“, sondern auch noch „fix und foxi“ krabbelt so manche Gruppe von Volksgenossen am Morgen nach der Umstellung der Zeit auf „Sommerzeit“ aus den Federn, die die Welt bedeuten.
Nichts geht mehr, der Körper ist aus dem Rhythmus, aus seinem biologischen Rhythmus. Und das alles nur, damit die Wirtschaft im Takt bleibt und Energie gespart wird.
Dass das mit dem Sparen von Energie nicht so ganz funktioniert, merkt man meist nicht erst dann wenn die jährliche Nebenkostenabrechnung auf dem Tisch liegt, sondern gleich am ersten Morgen nach der Zeitumstellung.
Der Accu ist zwar leer, aber es ist höchste Zeit aufzustehen. Eines Stunde hat zwar nur sechzig Minuten, aber das sind bei einem normalen Menschen mindestens 4000 Herzschläge in stabiler Seitenlage.
Das kann extrem gefährlich werden, denn wer es gewohnt ist um 7 Uhr mit dem höchsten Kortikosteroidgeahlt im Blut aufzustehen, steht jetzt nach seiner inneren Uhr um 6 Uhr auf und läuft Gefahr die Zahl der spontanen Geburten zu erhöhen.
Und wer es gewohnt war um 8 Uhr die Blase zu entleeren, geht jetzt um 7 Uhr auf die Toilette und es kommt nix.
Ob das wirklich so gesund ist?

Und Männer, die sonst ihre Morgenerektion im familiären Bereich entsorgen konnten, nehmen ihr „Hörnchen“ jetzt mit zur Arbeit. Stellen sie mal vor, sie müssen derart freudig erregt in eine vollbesetzte Straßenbahn oder einem Bus einsteigen, das kann am frühen Morgen schon heftigen Ärger geben und der Tag ist gelaufen.

Sommerzeit

Ob das durch die Vorteile am Abend wirklich aufgewogen werden kann, muss man bezweifeln.
Gut Ok, der heftige Zahnschmerz kommt schon zur „Tagesschau“ und nicht erst bei „Heute“. Das könnte man(n) ja noch verschmerzen.
Aber dass der diastolische Blutdruck statt um 23 Uhr schon eine Stunde früher seinen höchsten Stand erreicht, wird sich in so mancher Partnerschaft auch auf das Liebesleben auswirken und gravierende Folgen für die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft haben.
Noch viel schlimmer als das verschobene „Morgenhörnchen“, das nur zu vermehrten Anzeigen wegen sexueller Belästigung und dem Verlust des Arbeitsplatzes führen wird.

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