Fahrten zur Arbeitsstätte

30. März 2007 05:45

Lieber Freund

Haben Sie sich eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum ausgerechnet die „ersten 20 Kilometer“ der Fahrt zur Arbeitsstätte ab 2007 nicht mehr steuerlich anerkannt werden?
Es hätten ja schließlich auch ein paar Kilometer mehr oder weniger sein können.
Oder angesichts der maroden Finanzlage unseres Staates war es doch am besten gewesen, man hätte die steuerliche Anerkennung der Fahrten zur Arbeitsstätte gleich ganz wegfallen lassen.

Aber diese Grenze von 20 Kilometern um den Arbeitsort ist nicht etwa zufällig gezogen oder aus irgendeiner Glaskugel abgelesen worden.
Man hat sich dabei sehr wohl was gedacht und das hat, Sie können es mir glauben, nicht wirklich etwas mit Steuergerechtigkeit oder Gleichverteilung der Lasten oder gar Förderung zur Förderung von Arbeitsplätzen in strukturschwachen Gebieten zu tun.
Nichts von alle dem ist wahr.
Die Grenze von 20 Kilometern wurde nur deshalb so gezogen, weil man damit mehr als 13 Millionen von etwa 15 Millionen Berufspendlern erwischt und trotzdem behaupten kann, man hätte die Pendlerpauschale nicht gestrichen.

Fahrten zur Arbeitsstätte

So kann man den Berufspendler mehr Steuern aus der Tasche ziehen, was sich für den Fiskus auf satte 400 Millionen Euro Steuermehreinnahmen im Monat summiert ohne sich dem Vorwurf der „sozialen Härte“ ausgesetzt zu sehen.
Ein derartiges Konstrukt wird oft auch als betriebswirtschaftliches „Optimum“ bezeichnet, da es für den Fiskus das beste erreichbare Resultat darstellt, ohne sich lange mit einer für die Beteiligten „idealen“ Lösung herumschlagen zu müssen.
So ist die Pendlerpauschale noch da und der Widerstand gegen ihre vollständige Abschaffung wurde auf einfache Weise verhindert.Ein solches System funktioniert längerfristig aber nur, wenn man die Betroffenen für absolut doof hält und seine Gegner maßlos unterschätzt.
Das könnte sich ändern, spätestens dann wenn das Ergebnis dieser Maßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes und Senkung der Neuverschuldung in den Lohnabrechnungen und Lohnsteuererklärungen der „Fahrer und Fahrerinnen zur Arbeitsstätte“ angekommen ist.
Wer auf seiner Lohnsteuerkarte im Jahr 2006 die Pendlerpauschale als Steuerfreibetrag eingetragen hatte und dies nun in 2007 nicht mehr kann, der sieht bereits in der Gehaltsabrechnung für den Januar 2007, dass er trotz Absenkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung weniger Netto auf dem Lohnzettel hat.
Der höhere Mehrwertsteuersatz und die gestiegenen Preise sind da noch gar nicht berücksichtigt.

Und wenn dann so ein abgezockter „Arbeitsstättenfahrer“ in den Medien auch noch die Diskussion über die Verwendung der „Steuermehreinnahmen“ liest …
Aber darüber mag man gar nicht nachdenken.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. März 2007 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Fahrten zur Arbeitsstätte”

  1. pathologe meint:

    Einspruch, Herr Machopan. Wenn schon Meinungsmache, dann mit den richtigen Zahlen. Das mit den falschen Zahlen kennen wir ja nun schon zur Genüge von den Herren und Damen Arbeitsminister et al, sowie den Vertretern der deutschen Wirtschaft.

    Bei grober Zusammenfassung der Zahlen obiger Tabelle sind es nämlich “nur” 8,1 Millionen Pendler, die da entleichtert werden. Von den angegebenen 15,9 Millionen. Also nur etwas mehr als 50 Prozent.

    Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass die Tabelle von 2001 ist. Heute, 6 Jahre später unter dunkelbunter Regierung und lobbyistischen Sparmaßnahmen, dürfte die Zahl der Berufspendler doch gesunken sein. Oder sie hat sich verlagert, denn die Agenturen für Arbeit, zu denen nun die meisten pendeln, befinden sich wohl mehr im Bereich 1 - 6 Kilometer.

  2. Robert Detzel meint:

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Sie machen sich Gedanken über eine paar Killometer, die man nicht mehr bezuschusst und merken gar nicht, dass wir schon längst von einer Bande krimineller als angebliche Regierung in Schach gehalten werden.
    Schauen Sie auf www.teredo.cl und Sie finden die kömmplette Maßlosigkeit der sogenannten Regierung.

    Auch sollten Sie mal die Protokolle der Weisen von Zion lesen um Ihre Zukunft zu erfahren. Denn Merkel und die restliche Bande wollen so schnell wie möglich das Deutsche Volk Mundtot machen.
    Oder glauben Sie wirklich , dass die sogenannte Politik für das Deutsche Volk da ist?
    Wachen Sie auf, denn wenn ein Herr Schäuble sich 2005 ins Fernsehen setzt und ganz lapidar sagt”das Deutsche Volk ist zu blöd um über die EU Verfassung ab zu stimmen, dafür haben wir den Bundestag”
    Dann muss ich Sie leider fragen, haben wir nur noch Scheinbürger in Deutschland, oder stehen endlich die Massen auf und fordern die Menschenrechte, wie es sich für einen standhaften Staatsbürger gehört?

    Siehe hierzu auch
    www.unwissenheit-schuetzt-vor-strafe-nicht.de

    mit freundlichem Gruß
    ein Arbeiter des Lichts
    Die Wahrheit wird kommen!!

    Robert Detzel

  3. Lazarus meint:

    … ja, die wahrheit wird kommen, aber (leider) erst am tag des jüngsten gerichts - und nicht einen tag früher !! auch herr schäuble bestätigt nur, was schon der inka wußte : jedes volk hat die regierung, die es verdient - und das dt. verspielt damit zunehmend sein ansehen als hoffnungsträger in der islam. welt, gewinnt aber permanent in seiner rolle als zahlmeister - weltmeisterlich eben …

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Fahrten zur Arbeitsstätte

30. März 2007 05:45

Lieber Freund

Haben Sie sich eigentlich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum ausgerechnet die „ersten 20 Kilometer“ der Fahrt zur Arbeitsstätte ab 2007 nicht mehr steuerlich anerkannt werden?
Es hätten ja schließlich auch ein paar Kilometer mehr oder weniger sein können.
Oder angesichts der maroden Finanzlage unseres Staates war es doch am besten gewesen, man hätte die steuerliche Anerkennung der Fahrten zur Arbeitsstätte gleich ganz wegfallen lassen.

Aber diese Grenze von 20 Kilometern um den Arbeitsort ist nicht etwa zufällig gezogen oder aus irgendeiner Glaskugel abgelesen worden.
Man hat sich dabei sehr wohl was gedacht und das hat, Sie können es mir glauben, nicht wirklich etwas mit Steuergerechtigkeit oder Gleichverteilung der Lasten oder gar Förderung zur Förderung von Arbeitsplätzen in strukturschwachen Gebieten zu tun.
Nichts von alle dem ist wahr.
Die Grenze von 20 Kilometern wurde nur deshalb so gezogen, weil man damit mehr als 13 Millionen von etwa 15 Millionen Berufspendlern erwischt und trotzdem behaupten kann, man hätte die Pendlerpauschale nicht gestrichen.

Fahrten zur Arbeitsstätte

So kann man den Berufspendler mehr Steuern aus der Tasche ziehen, was sich für den Fiskus auf satte 400 Millionen Euro Steuermehreinnahmen im Monat summiert ohne sich dem Vorwurf der „sozialen Härte“ ausgesetzt zu sehen.
Ein derartiges Konstrukt wird oft auch als betriebswirtschaftliches „Optimum“ bezeichnet, da es für den Fiskus das beste erreichbare Resultat darstellt, ohne sich lange mit einer für die Beteiligten „idealen“ Lösung herumschlagen zu müssen.
So ist die Pendlerpauschale noch da und der Widerstand gegen ihre vollständige Abschaffung wurde auf einfache Weise verhindert.Ein solches System funktioniert längerfristig aber nur, wenn man die Betroffenen für absolut doof hält und seine Gegner maßlos unterschätzt.
Das könnte sich ändern, spätestens dann wenn das Ergebnis dieser Maßnahmen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes und Senkung der Neuverschuldung in den Lohnabrechnungen und Lohnsteuererklärungen der „Fahrer und Fahrerinnen zur Arbeitsstätte“ angekommen ist.
Wer auf seiner Lohnsteuerkarte im Jahr 2006 die Pendlerpauschale als Steuerfreibetrag eingetragen hatte und dies nun in 2007 nicht mehr kann, der sieht bereits in der Gehaltsabrechnung für den Januar 2007, dass er trotz Absenkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung weniger Netto auf dem Lohnzettel hat.
Der höhere Mehrwertsteuersatz und die gestiegenen Preise sind da noch gar nicht berücksichtigt.

Und wenn dann so ein abgezockter „Arbeitsstättenfahrer“ in den Medien auch noch die Diskussion über die Verwendung der „Steuermehreinnahmen“ liest …
Aber darüber mag man gar nicht nachdenken.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. März 2007 um 05:45:48 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Fahrten zur Arbeitsstätte”

  1. pathologe meint:

    Einspruch, Herr Machopan. Wenn schon Meinungsmache, dann mit den richtigen Zahlen. Das mit den falschen Zahlen kennen wir ja nun schon zur Genüge von den Herren und Damen Arbeitsminister et al, sowie den Vertretern der deutschen Wirtschaft.

    Bei grober Zusammenfassung der Zahlen obiger Tabelle sind es nämlich “nur” 8,1 Millionen Pendler, die da entleichtert werden. Von den angegebenen 15,9 Millionen. Also nur etwas mehr als 50 Prozent.

    Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass die Tabelle von 2001 ist. Heute, 6 Jahre später unter dunkelbunter Regierung und lobbyistischen Sparmaßnahmen, dürfte die Zahl der Berufspendler doch gesunken sein. Oder sie hat sich verlagert, denn die Agenturen für Arbeit, zu denen nun die meisten pendeln, befinden sich wohl mehr im Bereich 1 - 6 Kilometer.

  2. Robert Detzel meint:

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Sie machen sich Gedanken über eine paar Killometer, die man nicht mehr bezuschusst und merken gar nicht, dass wir schon längst von einer Bande krimineller als angebliche Regierung in Schach gehalten werden.
    Schauen Sie auf www.teredo.cl und Sie finden die kömmplette Maßlosigkeit der sogenannten Regierung.

    Auch sollten Sie mal die Protokolle der Weisen von Zion lesen um Ihre Zukunft zu erfahren. Denn Merkel und die restliche Bande wollen so schnell wie möglich das Deutsche Volk Mundtot machen.
    Oder glauben Sie wirklich , dass die sogenannte Politik für das Deutsche Volk da ist?
    Wachen Sie auf, denn wenn ein Herr Schäuble sich 2005 ins Fernsehen setzt und ganz lapidar sagt”das Deutsche Volk ist zu blöd um über die EU Verfassung ab zu stimmen, dafür haben wir den Bundestag”
    Dann muss ich Sie leider fragen, haben wir nur noch Scheinbürger in Deutschland, oder stehen endlich die Massen auf und fordern die Menschenrechte, wie es sich für einen standhaften Staatsbürger gehört?

    Siehe hierzu auch
    www.unwissenheit-schuetzt-vor-strafe-nicht.de

    mit freundlichem Gruß
    ein Arbeiter des Lichts
    Die Wahrheit wird kommen!!

    Robert Detzel

  3. Lazarus meint:

    … ja, die wahrheit wird kommen, aber (leider) erst am tag des jüngsten gerichts - und nicht einen tag früher !! auch herr schäuble bestätigt nur, was schon der inka wußte : jedes volk hat die regierung, die es verdient - und das dt. verspielt damit zunehmend sein ansehen als hoffnungsträger in der islam. welt, gewinnt aber permanent in seiner rolle als zahlmeister - weltmeisterlich eben …

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