Hast du la Vista?

21. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

„Was lange währt wird endlich gut“.
Mit dieser Erfolg versprechenden Einleitung beginnt ein Artikel in einer Zeitschrift mit der sich Bahnreisende die Zeit vertreiben dürfen und verspricht unter der Überschrift „Schön und sicher“, dass Microsoft mit dem neuen Windows-Betriebssystem Vista ganz neue Perspektiven eröffnet.

„Aaaaaahaaaaaaa“, denkt sich der Anwender von Produkten der Firma „Kleinweich“, der in den letzten Jahren schon viel Zeit und ganze Nächte mit den innovativen Produkten dieser Firma aus Seattle verbringen (oder muss man richtigerweise „vergeuden“ sagen?) durfte.
Sinnigerweise wirft der Autor dieses Artikels gleich zu Beginn die Frage auf, ob der Firma Kleinweich mit dem neuen Betriebssystem nun der ganz große Wurf gelungen ist, denn immer wieder wurde der der Start verschoben und immer wieder wurden angekündigte Funktionen aus dem Leistungsumfang gestrichen.
Die Frage scheint berechtigt, war doch der Vorgänger dieses innovativen Produktes allein durch die Tatsache zu seinem Namen gekommen, dass die Anschaffungskosten zum Windows hinausgeworfenes Geld waren.

Grund für die verspätete Fertigstellung mit vermindertem Funktionsumfang waren nach Ansicht des Autors die umfangreichen Verbesserungen der Sicherheitsfunktionen.
Man sollte ihn in seinem Glauben lassen, denn die Firma „Kleinweich“ war schon immer bekannt für ihre innovativen Sicherheitslöcher, die alle paar Tage durch den Anwender „gepatcht“ werden mussten. Früher nannte man das Ergebnis eines solchen Entwicklungsprozesses einen „Flickenteppich“, heute ist das „Patchware“ und jeder Entwickler weiß, dass dies die zwangläufige Folge einer kopf- und konzeptlosen Vorgehensweise zur Produktentwicklung ist.
Das ganze Code-Gefrickel bekommt dann eine grafische Oberfläche verpasst, wird als innovatives Produkt beworben und ……………………… na, ja.

Der Computerlaie muss sich das ungefähr so vorstellen, wie die Veredelung eines Haufen Kot (englisch: Code) durch farbenfreudiges, individuell auswählbares Graffiti.
Wer da reinfasst, stellt den Unterschied sicher sehr rasch fest. Spätestes dann, wenn er hinter die Farbe schaut oder, wie man im Deutschen sagt, der Lack ab ist.

Sinnigerweise fehlt im Lieferumfang des Vista-Betriebssystems ein Virenschutz !!!
Hier muss der Anwender weiterhin selbst die Initiative ergreifen.
Ein wichtiges Plus an Sicherheit bringt jedoch eine äußerst innovative Neuerung, denn man muss beim Installieren eines neuen Programms bestätigen, dass man es wirklich installieren will.
Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass sich schädliche Programme heimlich und unbemerkt selbst installieren.

Weitere Infos gibt es unter www.windowsvista.de und bei Wikipedia.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. Mai 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Wirtschaft, Persönliches | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Hast du la Vista?”

  1. Achim Wolfrum meint:

    Ich bleibe erst mal bei Windows2000, zumal sich vista wohl eh nicht auf meiner Krücke von Rechner installieren lassen wird. Nach 4 Servicepacks dürften bei Windows2000 wohl alle Kinderkrankheiten raus sein.

  2. Machopan meint:

    Kinderkrankheiten bei Produkten der Firma Kleinweich?
    Die ganze Software ist eine Krankheit. Außen immer neue Farbe und unten drunter DOS 3.1 ;-)
    Na ja, ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber es ist schon erstaunlich wie man mit einer so miesen Software so viel Geld verdienen kann.
    Und dabei auch noch innovative Konkurrenten ausbremsen kann.
    Ich werd demnächst Win98 auf WinXP umsteigen.
    Zu LINUX fehlt mir der Mut und die Zeit.

  3. PCSUPPORT meint:

    Das M$ Windoofs ein Marketingkonzept und kein Betriebssystem ist, sollte bekannt sein, trotzdem kann ich das eitle Stammtischgenöhle von nachschulungsresistenten DAUs nicht mehr hören, die privat womöglich noch mit Win95, oder ME wursteln und den Nachbarn mit dem nagelneuen Vista PC beneiden, während sie an ihren Arbeitsplatz-PCs mit einem inzwischen recht zuverlässigen und bedienungsfreundlichen Windows XP verwöhnt werden. Von LINUX kann man nur abraten, denn das hat auf Endbenutzersystemen nichts zu suchen-das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. LINUX als Server und für die Sicherheit-JA-als Daddelkiste auf einem Konsumentensystem-besser nich.

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21. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

„Was lange währt wird endlich gut“.
Mit dieser Erfolg versprechenden Einleitung beginnt ein Artikel in einer Zeitschrift mit der sich Bahnreisende die Zeit vertreiben dürfen und verspricht unter der Überschrift „Schön und sicher“, dass Microsoft mit dem neuen Windows-Betriebssystem Vista ganz neue Perspektiven eröffnet.

„Aaaaaahaaaaaaa“, denkt sich der Anwender von Produkten der Firma „Kleinweich“, der in den letzten Jahren schon viel Zeit und ganze Nächte mit den innovativen Produkten dieser Firma aus Seattle verbringen (oder muss man richtigerweise „vergeuden“ sagen?) durfte.
Sinnigerweise wirft der Autor dieses Artikels gleich zu Beginn die Frage auf, ob der Firma Kleinweich mit dem neuen Betriebssystem nun der ganz große Wurf gelungen ist, denn immer wieder wurde der der Start verschoben und immer wieder wurden angekündigte Funktionen aus dem Leistungsumfang gestrichen.
Die Frage scheint berechtigt, war doch der Vorgänger dieses innovativen Produktes allein durch die Tatsache zu seinem Namen gekommen, dass die Anschaffungskosten zum Windows hinausgeworfenes Geld waren.

Grund für die verspätete Fertigstellung mit vermindertem Funktionsumfang waren nach Ansicht des Autors die umfangreichen Verbesserungen der Sicherheitsfunktionen.
Man sollte ihn in seinem Glauben lassen, denn die Firma „Kleinweich“ war schon immer bekannt für ihre innovativen Sicherheitslöcher, die alle paar Tage durch den Anwender „gepatcht“ werden mussten. Früher nannte man das Ergebnis eines solchen Entwicklungsprozesses einen „Flickenteppich“, heute ist das „Patchware“ und jeder Entwickler weiß, dass dies die zwangläufige Folge einer kopf- und konzeptlosen Vorgehensweise zur Produktentwicklung ist.
Das ganze Code-Gefrickel bekommt dann eine grafische Oberfläche verpasst, wird als innovatives Produkt beworben und ……………………… na, ja.

Der Computerlaie muss sich das ungefähr so vorstellen, wie die Veredelung eines Haufen Kot (englisch: Code) durch farbenfreudiges, individuell auswählbares Graffiti.
Wer da reinfasst, stellt den Unterschied sicher sehr rasch fest. Spätestes dann, wenn er hinter die Farbe schaut oder, wie man im Deutschen sagt, der Lack ab ist.

Sinnigerweise fehlt im Lieferumfang des Vista-Betriebssystems ein Virenschutz !!!
Hier muss der Anwender weiterhin selbst die Initiative ergreifen.
Ein wichtiges Plus an Sicherheit bringt jedoch eine äußerst innovative Neuerung, denn man muss beim Installieren eines neuen Programms bestätigen, dass man es wirklich installieren will.
Auf diesem Weg soll verhindert werden, dass sich schädliche Programme heimlich und unbemerkt selbst installieren.

Weitere Infos gibt es unter www.windowsvista.de und bei Wikipedia.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. Mai 2007 um 05:45:40 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Wirtschaft, Persönliches | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

3 Antworten zu “Hast du la Vista?”

  1. Achim Wolfrum meint:

    Ich bleibe erst mal bei Windows2000, zumal sich vista wohl eh nicht auf meiner Krücke von Rechner installieren lassen wird. Nach 4 Servicepacks dürften bei Windows2000 wohl alle Kinderkrankheiten raus sein.

  2. Machopan meint:

    Kinderkrankheiten bei Produkten der Firma Kleinweich?
    Die ganze Software ist eine Krankheit. Außen immer neue Farbe und unten drunter DOS 3.1 ;-)
    Na ja, ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber es ist schon erstaunlich wie man mit einer so miesen Software so viel Geld verdienen kann.
    Und dabei auch noch innovative Konkurrenten ausbremsen kann.
    Ich werd demnächst Win98 auf WinXP umsteigen.
    Zu LINUX fehlt mir der Mut und die Zeit.

  3. PCSUPPORT meint:

    Das M$ Windoofs ein Marketingkonzept und kein Betriebssystem ist, sollte bekannt sein, trotzdem kann ich das eitle Stammtischgenöhle von nachschulungsresistenten DAUs nicht mehr hören, die privat womöglich noch mit Win95, oder ME wursteln und den Nachbarn mit dem nagelneuen Vista PC beneiden, während sie an ihren Arbeitsplatz-PCs mit einem inzwischen recht zuverlässigen und bedienungsfreundlichen Windows XP verwöhnt werden. Von LINUX kann man nur abraten, denn das hat auf Endbenutzersystemen nichts zu suchen-das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen. LINUX als Server und für die Sicherheit-JA-als Daddelkiste auf einem Konsumentensystem-besser nich.

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