In froher Erwartung

22. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Wir schrieben den 7. Mai im Jahr 2007 und die Politiker unserer Republik befanden sich nach dem Rausch über den Wirtschaftsaufschwung und Friede, Freude, Eierkuchen wegen den sinkenden Arbeitslosenzahlen (nicht zu Verwechseln mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit) nun im Zustand der frohen Erwartung, denn die Weisen des Wirtschaftswunderlandes haben ihnen prophezeit, dass es Dukaten regnen wird und die Republik im Reichtum zu ersaufen drohe.

So ist es nicht verwunderlich, dass vor lauter Vorfreude so manchem „Big-Spender“ jetzt schon die Hose feucht wird, wenn er darüber fabuliert was man mit dem vielen Geld denn so alles anstellen könnte.

Zoff und den Vorwurf einer „seltsamen Geschwätzigkeit“ gab es natürlich auch schon, denn der Finanzpeer, dem angesichts des unerwarteten Geldsegens das Herz voll und der Mund übergelaufen war, hatte die Nachricht über den „wind fall profit“ nicht für sich behalten können und war von einer „seltsamen Geschwätzigkeit“ befallen worden.
Dadurch kamen wohl einige seiner Kollegen in Zugzwang und reagierten äußerst angefressen, denn sie konnten ihr Denkmodelle von „wie ziehe ich dem Volk das Geld aus der Tasche“ nicht so schnell auf „wie mache ich das Geld des Volkes zu Asche“ umschalten.

Nach Informationen des Spiegel haben sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Franz Müntefering (SPD), Kanzleramtsminister Thomas de Maizière mit Finanzminister Steinbrück schon getroffen, um auszubaldowern was man mit der Kohle alles anstellen könnte.
Als Grund nennt der Spiegel, dass „die unverhofften Milliarden die bisherigen Planungen über den Haufen werfen und Finanzminister Steinbrück unter anderem zu einem ehrgeizigeren Abbau der Neuverschuldung zwingen.“

Also diesen bemerkenswerten Satz sollte sich der Leser erst mal langsam ins Hirn eindringen lassen, denn das Hirn des Schreibers kann er nur kurz gestreift haben.
Ich kenne auf Anhieb also mindestens …. wenn nicht sogar noch mehr Personen, die dem Finanzpeer diesen Zwang gerne abnehmen würden.
So sehen es wohl auch die vom Volke erwählten Volksvertreter und Wortverdreher und werden nicht müde sich Gedanken über die Verwendung des Geldes zu machen.
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen - das Geld ist noch nicht da, es wäre nur möglich dass etwas mehr kommt als bisher prophezeit war.
Aber es soll ja schon Scheinschwangerschaften gegeben haben von denen sich sogar manche als reine Verdauungsstörung oder ganz üble Blähung entpuppt haben.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Mai 2007 um 05:45:19 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “In froher Erwartung”

  1. otti meint:

    Unsere Volksvertreter in froher Erwartung angesichts des sprudelnden volkseigenen Dukatenesels? Die dadurch hervor gerufene Geschwätzigkeit unserer Interessenvertreter könnte sich in der Tat als eine Blähung entpuppen.
    Schlußendlich kommt es zwar darauf an, was hinten rauskommt. Was das ist, ist normalerweise genau das, was halt hinten rauskommt.
    Da kann man nichts erzwingen.

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In froher Erwartung

22. Mai 2007 05:45

Lieber Freund

Wir schrieben den 7. Mai im Jahr 2007 und die Politiker unserer Republik befanden sich nach dem Rausch über den Wirtschaftsaufschwung und Friede, Freude, Eierkuchen wegen den sinkenden Arbeitslosenzahlen (nicht zu Verwechseln mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit) nun im Zustand der frohen Erwartung, denn die Weisen des Wirtschaftswunderlandes haben ihnen prophezeit, dass es Dukaten regnen wird und die Republik im Reichtum zu ersaufen drohe.

So ist es nicht verwunderlich, dass vor lauter Vorfreude so manchem „Big-Spender“ jetzt schon die Hose feucht wird, wenn er darüber fabuliert was man mit dem vielen Geld denn so alles anstellen könnte.

Zoff und den Vorwurf einer „seltsamen Geschwätzigkeit“ gab es natürlich auch schon, denn der Finanzpeer, dem angesichts des unerwarteten Geldsegens das Herz voll und der Mund übergelaufen war, hatte die Nachricht über den „wind fall profit“ nicht für sich behalten können und war von einer „seltsamen Geschwätzigkeit“ befallen worden.
Dadurch kamen wohl einige seiner Kollegen in Zugzwang und reagierten äußerst angefressen, denn sie konnten ihr Denkmodelle von „wie ziehe ich dem Volk das Geld aus der Tasche“ nicht so schnell auf „wie mache ich das Geld des Volkes zu Asche“ umschalten.

Nach Informationen des Spiegel haben sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Franz Müntefering (SPD), Kanzleramtsminister Thomas de Maizière mit Finanzminister Steinbrück schon getroffen, um auszubaldowern was man mit der Kohle alles anstellen könnte.
Als Grund nennt der Spiegel, dass „die unverhofften Milliarden die bisherigen Planungen über den Haufen werfen und Finanzminister Steinbrück unter anderem zu einem ehrgeizigeren Abbau der Neuverschuldung zwingen.“

Also diesen bemerkenswerten Satz sollte sich der Leser erst mal langsam ins Hirn eindringen lassen, denn das Hirn des Schreibers kann er nur kurz gestreift haben.
Ich kenne auf Anhieb also mindestens …. wenn nicht sogar noch mehr Personen, die dem Finanzpeer diesen Zwang gerne abnehmen würden.
So sehen es wohl auch die vom Volke erwählten Volksvertreter und Wortverdreher und werden nicht müde sich Gedanken über die Verwendung des Geldes zu machen.
Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen - das Geld ist noch nicht da, es wäre nur möglich dass etwas mehr kommt als bisher prophezeit war.
Aber es soll ja schon Scheinschwangerschaften gegeben haben von denen sich sogar manche als reine Verdauungsstörung oder ganz üble Blähung entpuppt haben.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. Mai 2007 um 05:45:19 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “In froher Erwartung”

  1. otti meint:

    Unsere Volksvertreter in froher Erwartung angesichts des sprudelnden volkseigenen Dukatenesels? Die dadurch hervor gerufene Geschwätzigkeit unserer Interessenvertreter könnte sich in der Tat als eine Blähung entpuppen.
    Schlußendlich kommt es zwar darauf an, was hinten rauskommt. Was das ist, ist normalerweise genau das, was halt hinten rauskommt.
    Da kann man nichts erzwingen.

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