Regierungsbilanz

23. Juli 2007 14:45

Lieber Freund

Kurz vor dem Urlaub war es der Bundesangela, wieder mal ganz in Schweinchenrosa, ein sichtliches Vergnügen, den Vertretern der Mainstream-Presse die gleichfarbige Bilanz ihrer Regierung vorzustellen. Zusammenfassend ist es schon faszinierend, welch weite Wege diese Frau mit ihrer Trippelschrittpolitik in den zwei Jahren ihrer Regierungszeit gegangen sein will „um Deutschland zu dienen“.
Nun möchte Sie daran gehen „die Grundlagen des Aufschwungs zu stärken und mit der GroKo die Weichen zu stellen für eine bessere Integration, verstärkte Forschung, mehr Klimaschutz und mehr Kinderfreundlichkeit”.
Außerdem werde ab Herbst, die Beteiligung von Arbeitnehmern an ihren Unternehmen gefördert, sowie die Erbschaftsteuerreform, die zweite Stufe der Föderalismusreform und der nationale Energieplan auf den Weg gebracht werden.

Besondere und namentliche Erwähnung fanden auch ausgewählte Scharfmacher und Mitläufer dieser Politik, die Deutschland dient. Während die Kanzlerin dem Bundesinnenminister Schäuble den Rücken stärkte, denn solange sie Kanzlerin sei, dürfe man auch ruhig über die Erschießung von Terroristen nachdenken, gab es ein aufmunterndes Schulterklopfen für die Vizebundeskanzlerin Franziska Müntefering, die entgegen anderslautenden Gerüchten ihre Geschlechtsumwandlung wohl doch noch vor sich zu haben scheint.

Von den 4 Millionen Arbeitslosen, den Familien in finanzieller Not und den Kindern in sozialer Armut war in der rosafarbenen und von Eigenlob triefenden Regierungsbilanz nicht die Rede.
Natürlich auch nicht die Rede war von Detlef Rochner, bekannter als „Detti der Kampfrentner“, der sich im zweiten Regierungsjahr der mächtigsten Kanzlerin aller Zeiten, zermürbt vom jahrelangen Kampf um die Überlebensbedingungen seines Sohnes Danny und die Lebensbedingungen seiner Familie am 16. Juli des Jahres 2007 im Alter von 47 Jahren das Leben genommen hat.

Und während „Detti“ zu Grabe getragen wird und die Familie nicht weiß wie es weitergehen kann, macht die Bundesangela jetzt erst mal Urlaub bevor sie ihre erfolgreiche Regierungspolitik fortsetzt um „Deutschland zu dienen“.
Die Republik wird also in den nächsten Wochen im Reformkoma versinken, während die Reporter der SUN in hektische Aktivitäten verfallen, denn wenn „Angie“ Urlaub macht bietet sich doch wieder die Möglichkeit das „rosa Arschfaltenportrait“ auf die Titelseite zu bekommen.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Juli 2007 um 14:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

9 Antworten zu “Regierungsbilanz”

  1. cassiOpeia meint:

    Ich bin dem Link “Danny” gefolgt und war nach dem Lesen in Tränen.
    Tränen der Trauer - Tränen der WUT !!!
    Die Antworten und Reaktionen der verschiedenen Ämter, Behörden, Instanzen zeigen in klarer Deutlichkeit, dass der Bürger nicht mehr als MENSCH angesehen wird.
    Warum nur lassen wir das mit uns machen ???
    Wann jagen wir dieses abgehobene selbstgefällige inkompetente Pack dahin, wo es hingehört ???
    An anderer Stelle habe ich gelesen, dass Detti´s Entscheidung auch darin begründet war, dass er nicht mehr ertragen konnte dass trotz aller Bemühungen keine breite Solidarität zustandekommt, die diesen Unmenschen aktiv Einhalt gebietet.
    Das kann ich nachvollziehen.
    Was können wir nur tun ??? WAS ??? WIE ???
    Verdammt!
    Verdammt !!!
    VERDAMMT !!!!!

  2. otti meint:

    Die Frage ist, wie lange die Dame aus dem Osten dem Michel weismachen kann, dass sie ihm ‘dient’ und nicht den Geld- und Machteliten Deutschlands.
    Tatsache ist, dass die einfachen Menschen die Auswüchse der Globaliserung und des neoliberalen Terrors selbst zu bezahlen haben.
    Was den Link anbelangt, so sei auch an den verhungerten Arbeitslosen aus Speyer erinnert.
    Deutschland, ein Land ohne Menschlichkeit und Solidarität im politischen Raum?

  3. cassiOpeia meint:

    Wem die “Dame” und Konsorten zu Diensten sind, dürfte ganz schön vielen Michels und Michelinnen inzwischen klar sein. Man lese sich nur durch die Blogsphäre (alles nur verschwindende Minderheiten?). Was ist mit den Millionen, denen Hartz serviert wurde etc. etc.? Alle taub, blind ???
    Ich glaube nicht! Ich glaube, genug wissen was läuft ….
    Nur - PASSIERT NIX !!!
    Ja, wir “kleinen Leute” werden schmerzhaft bezahlen (vielleicht wir noch nicht direkt - aber spätestens unsere Kinder und Enkelkinder …).
    Und welche Konsequenzen müssen die Verusacher fürchten???
    NIX !!!
    Montagsdemos? Gipfelproteste? Abwahl?
    Das verursacht denen nicht mal ein Arschrunzeln (wie es der Gastgeber dieser Seite öfters auszudrücken pflegt ;)
    Der rosafarbene Hosenanzug und seine Kumpane werden aus dem Sommerloch herauskriechen und munter weiter “dienen”, wie zuvor.
    Und Michel / Michelin werden weiter grummeln wie besch… das alles ist und weiter versuchen bestmöglich in der Kacke zu überleben und noch ein paar, die es nicht mehr aushalten, werden sich vom Balkon stürzen (und damit auch kein Arschrunzeln hervorbringen, eher ein hämisches Grinsen - prima, ein unbequemer Esser weniger - ) und …
    ich muß jetzt aufhören, sonst drehe ich vor lauter Frust, Verzweiflung und machtloser Wut noch am Rad ! Sorry ….
    (und Herr Otti: das Fragezeichen hinter Ihrem letzten Satz - hat das noch eine Daseinsberechtigung???)

  4. Machopan meint:

    Legale Möglichkeiten zur Systemveränderung gibt es nicht, denn das System und die Nutznießer des Systems wissen das zu verhindern. Deshalb ist auch die „Hoffnung“ auf eine Verbesserung illusorisch.
    Das System muss entweder gewaltsam verändert oder ersetzt werden, was in Deutschland wenig wahrscheinlich ist, denn
    a-tens neigt der Deutsche nicht zur politischen Gewalt und
    b-tens wurde das Gesellschaftssystem gezielt mit Millionen Menschen aufgefüllt, die hier in der Sozialhilfe besser leben, als in der Erwerbstätigkeit ihres Heimatlandes und
    c-tens zeigt die seit Jahren laufende Kampagne zur Desinformation und Volksverdummung bei der „breiten“ Masse Wirkung.

    Es gibt kaum noch jemand, der nicht bereit ist auf Bürgerrechte zu verzichten, sofern ihm im Gegenzug Schutz vor „Terrorismus“ und „Gewalt von rechts“ versprochen wird. Und „soziale“ Gerechtigkeit kann es natürlich gegenüber arbeitsscheuen Staatsschädlingen, Sozialheuschrecken, Langzeitfaulenzern, unqualifizierten Tagelöhnern und Saison/Zeitarbeitern nicht geben.
    Das alles ist kein Zufall, kein Unglück, sondern reine Absicht. Denn gebaut wird in Wirklichkeit (wieder) an einer „Deutschen Großmacht“ in wirtschaftlichem, politischem und militärischem Sinn.
    Dazu braucht man viel Kapital, viel Volk und außen/innenpolitische Präsenz der Sicherheitskräfte zur Demonstration der Staatsmacht.

    Das läuft eigentlich alles ganz gut und von der Masse größtenteils unbemerkt ab. Wirtschaft, Politik und Staat sind sich dabei weitgehendst einig und, bedingt durch das politische System, sind aus „dem Volk“ auch keine wirklich nennenswerten Störungen zu erwarten.

    Die Menschen hat man durch unzählige Gesetze, eine zunehmende Bürokratisierung und drastisch erhöhte Steuern und Abgaben mehr und mehr in eine staatliche Abhängigkeit gebracht und ihnen damit weitgehendst die Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung genommen. Die dadurch entstandene Verdrossenheit und Politikmüdigkeit breiter Bevölkerungsteile bleibt, dank der Konstruktion des politischen Systems, ohne wesentliche Auswirkungen auf das System selbst.

    Die durch „Wiedervereinigung“ und „Währungsreform“ entstandenen Möglichkeiten zur Plünderung der „Sozialsysteme“ und zur Enteignung des „Volksvermögens“ wurden konsequent genutzt.
    Die „Globalisierung“ lieferte dann im großen Stil den Vorwand zum Abbau von Arbeitsplätzen und entzog Millionen von Menschen die wirtschaftliche Grundlage. Quasi zeitgleich wurden durch „Reformen“ die sozialen Sicherungssysteme zurückgefahren und auf „Selbstfinanzierung“ umgestellt.
    Während also auf der einen Seite, mit voller Absicht, Profit und Macht optimiert und an einem „großen Deutschland“ gearbeitet wird, herrscht auf der anderen Seite Frustration, Wut, Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und, auch das gibt es (noch), ein erhebliches Desinteresse und der Glaube, dass die Zeiten eben nun mal schlecht sind und es sicher irgendwann wieder besser werden muss.
    Denn, so die Logik, dass die Zustände so sind wie sie sind, das kann doch niemand ernsthaft wollen.
    Natürlich kann das jemand ernsthaft wollen!
    Und „die“ wollen das auch!!
    Diese Zustände sind nicht Gott gegeben.
    Hier hilft Glaube nicht mehr!

    Hier sollte man nicht mehr auf „Einsicht der Oberen“ oder gar „Göttliche Fügung“ hoffen, hier müsste man(n) selbst Hand anlegen. Ob sich diese Einsicht jemals breit macht und „den Deutschen“ auf die Straße bringt, muss aus heutiger Sicht bezweifelt werden.
    Viel wahrscheinlicher ist, dass sich das politische und wirtschaftliche System in seiner Unersättlichkeit und Gier nach mehr Macht und Kapital selbst zerstört und das Land und seine Menschen mit in den Abgrund reißt.

    Wer sich dieses „Erlebnis“ ersparen möchte, muss heute die Konsequenzen ziehen.
    Wie auch immer diese aussehen mögen.

  5. cassiOpeia meint:

    Welche Konsequenzen stehen zur Wahl??
    Auswandern? Kann und will ich nicht; habe Kinder und (bald auch) Kindeskind hier, eine Mutter, die mich in absehbarer Zeit vielleicht brauchen wird … HIER ist mein Lebensumfeld und das will ich nicht zerstören lassen!
    Wenn es keine legalen Möglichkeiten gibt, könnte ich ja Amoklaufen - fürchte aber, das würde nix ändern. Bringt mir vielleicht einen Wohnortwechsel hinter die “Schwedischen”, oder gleich den finalen Fangschuss von Zweirad´s Schergen … :-(
    Zum Fenstersprung bin ich NOCH nicht bereit.
    Also was bleibt ?????????
    ” Frustration, Wut, Ratlosigkeit, Hilflosigkeit ”
    Vorschläge irgendwer ????

  6. Machopan meint:

    Konsequenzen muss jeder für sich selbst ziehen. Dazu muss sich aber der Einzelne bewusst sein, was hier eigentlich geschieht, die Zusammenhänge erkennen und für sich bewerten. Schon daran mangelt es in unserem Lande erheblich.

    Wer erkennt, welche Auswirkungen die Entwicklung dieses Staates nicht nur für das Gemeinwesen sondern auch für ihn persönlich haben, muss reagieren und die Konsequenzen ziehen. Diese werden so unterschiedlich wie die Menschen sein und die gesamte Bandbreite des menschlichen Verhaltensspektrums umfassen.
    Wie einst in der DDR reicht das vom „Rübermachen“ bis zum „Kopf in den Sand stecken“, „Schnauze halten“ und „im System einrichten“.
    Ganz bewusst habe ich jetzt den „Widerstand“ vergessen, denn, sind wir doch ganz ehrlich, die meisten von uns sind doch nicht zum Einzelkämpfer und Helden geboren. Und wenn, dann landen sie irgendwann als Terroristen und Staatsfeinde hinter Gittern oder springen über den Balkon in die Tiefe.

    So wenden sich viele nur enttäuscht, frustriert, wütend und angewidert ab. Andere machen (gezwungenermaßen) mit oder packen ihre Sachen und gehen, solange sie dazu noch in der Lage sind. Und so seltsam es auch ist, die Mehrheit versucht es mit Ignoranz und „Kopf in den Sand stecken“.
    Ich persönlich halte das für die schlechteste Möglichkeit, wird doch dem Würmchen, das aus Furcht vor dem Rasenmäher den Kopf in den Sand steckt ganz einfach der Arsch abrasiert.
    Dem Rasenmäher ist das vollkommen gleichgültig.
    Auch wenn die Würmer sich irgendwann nach langen Diskussionen dazu durchringen gegen die existenzgefährdende Sichel des Mähers zu kämpfen, dann kann das nur böse und blutig enden.

    Statt dessen sollte man sich darüber klar werden, wer denn ein so großes Interesse an einem gemähten Rasen hat um darauf Golf spielen zu können und wo denn die Energie für den Betrieb des Mähers herkommt.
    Und genau diese Energiequelle gilt es auszuschalten.
    Alles andere ist verlorene Liebesmüh.

  7. karl-heinz meint:

    Als gesellschaftliche “Energiequelle” sehe ich die geistige und materielle Wertschöpfung. Der Schalter hieße dann wohl Streik, der Hauptschalter Generalstreik.
    In Zeiten wachsender Globalisierung werden nationale Aktionen allein keine Lösung bringen. Nicht umsonst sind Boykottaufrufe u. ä. im Web wohl unbeliebt (und evt. sogar verboten).

  8. Machopan meint:

    Natürlich kann man streiken.
    Man kann auch die Arbeit, den Konsum und den Gehorsam verweigern. Auch kann man extrem rechts oder links wählen, oder gar nicht mehr.
    Das wird nichts ändern, solange das System nicht verändert wird, mit dem sich Parteien und Personen an der Macht halten und in der Lage sind, Rechtsgrundlagen nach eigenem Gutdünken und zum eigenen Vorteil zu schaffen. Und das ohne jegliche persönliche Konsequenzen.

    Glaubt wirklich noch jemand, dass Lafontaine besser ist als Merkel oder anders als Schröder?
    Glaubt wirklich jemand, dass die Ideologie der Linken für eine Gesellschaft besser ist als das Sozialverhalten der SPD? Ist christlich-demokratisch besser als frei-demokratisch, wenn die Demokratie nur noch darin besteht alle paar Jahre ein Kreuz auf einem Zettel in einer Urne zu beerdigen?

    Und vor allem hat die wirtschaftliche und soziale Unterdrückung und Ausbeutung eines Volkes nichts mit Globalisierung zu tun, sondern nur etwas mit Profitgier und persönlichem Machtstreben.

  9. Fred Sky meint:

    @ karl-heinz (Doppelname Doppelbeitrag)
    Geistige und materielle Wertschöpfung?
    Da sitzen viele um den Kessel und schöpfen fleißig heraus. Die mit den großen Löffeln sind bekannt, einen kleineren werden sie nie nehmen. Die einen kleinen Löffel haben vergrößern diesen dank Gewerkschaft und Streik, auf der Strecke bleiben Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Azubis, Praktikanten und und …
    Das Löffeln ist Volkssport Nummer eins, aber um nicht nach sinkendem Pegelstand den Bodenschlamm futtern zu müssen, erhöht man nach jedem Streik die Preise, das Wetter oder China ist Schuld. Ist das solidarisch? Möge jedem sein hastiger Bissen im Halse stecken bleiben! Wo sind denn die geistigen Quellen und wie werden sie gepflegt und gehegt? Materielle Wertschöpfung findet nur noch im Baumarkt statt, da wird mit Material abgeschöpft. Rationalisierung sollte einst dem Menschen das Leben erleichtern und ihn von der Arbeit befreien, heute wird geschuftet bist zum burn-out, um sich und den anderen die Taschen zu füllen. Das Ticket ins Jenseits kostet jeden Besitz, Arme bekommen die Reise umsonst.
    MfG
    http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

    “Die Reichen leben von den Dummen - und die Dummen von der Arbeit.”

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Regierungsbilanz

23. Juli 2007 14:45

Lieber Freund

Kurz vor dem Urlaub war es der Bundesangela, wieder mal ganz in Schweinchenrosa, ein sichtliches Vergnügen, den Vertretern der Mainstream-Presse die gleichfarbige Bilanz ihrer Regierung vorzustellen. Zusammenfassend ist es schon faszinierend, welch weite Wege diese Frau mit ihrer Trippelschrittpolitik in den zwei Jahren ihrer Regierungszeit gegangen sein will „um Deutschland zu dienen“.
Nun möchte Sie daran gehen „die Grundlagen des Aufschwungs zu stärken und mit der GroKo die Weichen zu stellen für eine bessere Integration, verstärkte Forschung, mehr Klimaschutz und mehr Kinderfreundlichkeit”.
Außerdem werde ab Herbst, die Beteiligung von Arbeitnehmern an ihren Unternehmen gefördert, sowie die Erbschaftsteuerreform, die zweite Stufe der Föderalismusreform und der nationale Energieplan auf den Weg gebracht werden.

Besondere und namentliche Erwähnung fanden auch ausgewählte Scharfmacher und Mitläufer dieser Politik, die Deutschland dient. Während die Kanzlerin dem Bundesinnenminister Schäuble den Rücken stärkte, denn solange sie Kanzlerin sei, dürfe man auch ruhig über die Erschießung von Terroristen nachdenken, gab es ein aufmunterndes Schulterklopfen für die Vizebundeskanzlerin Franziska Müntefering, die entgegen anderslautenden Gerüchten ihre Geschlechtsumwandlung wohl doch noch vor sich zu haben scheint.

Von den 4 Millionen Arbeitslosen, den Familien in finanzieller Not und den Kindern in sozialer Armut war in der rosafarbenen und von Eigenlob triefenden Regierungsbilanz nicht die Rede.
Natürlich auch nicht die Rede war von Detlef Rochner, bekannter als „Detti der Kampfrentner“, der sich im zweiten Regierungsjahr der mächtigsten Kanzlerin aller Zeiten, zermürbt vom jahrelangen Kampf um die Überlebensbedingungen seines Sohnes Danny und die Lebensbedingungen seiner Familie am 16. Juli des Jahres 2007 im Alter von 47 Jahren das Leben genommen hat.

Und während „Detti“ zu Grabe getragen wird und die Familie nicht weiß wie es weitergehen kann, macht die Bundesangela jetzt erst mal Urlaub bevor sie ihre erfolgreiche Regierungspolitik fortsetzt um „Deutschland zu dienen“.
Die Republik wird also in den nächsten Wochen im Reformkoma versinken, während die Reporter der SUN in hektische Aktivitäten verfallen, denn wenn „Angie“ Urlaub macht bietet sich doch wieder die Möglichkeit das „rosa Arschfaltenportrait“ auf die Titelseite zu bekommen.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 23. Juli 2007 um 14:45:36 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

9 Antworten zu “Regierungsbilanz”

  1. cassiOpeia meint:

    Ich bin dem Link “Danny” gefolgt und war nach dem Lesen in Tränen.
    Tränen der Trauer - Tränen der WUT !!!
    Die Antworten und Reaktionen der verschiedenen Ämter, Behörden, Instanzen zeigen in klarer Deutlichkeit, dass der Bürger nicht mehr als MENSCH angesehen wird.
    Warum nur lassen wir das mit uns machen ???
    Wann jagen wir dieses abgehobene selbstgefällige inkompetente Pack dahin, wo es hingehört ???
    An anderer Stelle habe ich gelesen, dass Detti´s Entscheidung auch darin begründet war, dass er nicht mehr ertragen konnte dass trotz aller Bemühungen keine breite Solidarität zustandekommt, die diesen Unmenschen aktiv Einhalt gebietet.
    Das kann ich nachvollziehen.
    Was können wir nur tun ??? WAS ??? WIE ???
    Verdammt!
    Verdammt !!!
    VERDAMMT !!!!!

  2. otti meint:

    Die Frage ist, wie lange die Dame aus dem Osten dem Michel weismachen kann, dass sie ihm ‘dient’ und nicht den Geld- und Machteliten Deutschlands.
    Tatsache ist, dass die einfachen Menschen die Auswüchse der Globaliserung und des neoliberalen Terrors selbst zu bezahlen haben.
    Was den Link anbelangt, so sei auch an den verhungerten Arbeitslosen aus Speyer erinnert.
    Deutschland, ein Land ohne Menschlichkeit und Solidarität im politischen Raum?

  3. cassiOpeia meint:

    Wem die “Dame” und Konsorten zu Diensten sind, dürfte ganz schön vielen Michels und Michelinnen inzwischen klar sein. Man lese sich nur durch die Blogsphäre (alles nur verschwindende Minderheiten?). Was ist mit den Millionen, denen Hartz serviert wurde etc. etc.? Alle taub, blind ???
    Ich glaube nicht! Ich glaube, genug wissen was läuft ….
    Nur - PASSIERT NIX !!!
    Ja, wir “kleinen Leute” werden schmerzhaft bezahlen (vielleicht wir noch nicht direkt - aber spätestens unsere Kinder und Enkelkinder …).
    Und welche Konsequenzen müssen die Verusacher fürchten???
    NIX !!!
    Montagsdemos? Gipfelproteste? Abwahl?
    Das verursacht denen nicht mal ein Arschrunzeln (wie es der Gastgeber dieser Seite öfters auszudrücken pflegt ;)
    Der rosafarbene Hosenanzug und seine Kumpane werden aus dem Sommerloch herauskriechen und munter weiter “dienen”, wie zuvor.
    Und Michel / Michelin werden weiter grummeln wie besch… das alles ist und weiter versuchen bestmöglich in der Kacke zu überleben und noch ein paar, die es nicht mehr aushalten, werden sich vom Balkon stürzen (und damit auch kein Arschrunzeln hervorbringen, eher ein hämisches Grinsen - prima, ein unbequemer Esser weniger - ) und …
    ich muß jetzt aufhören, sonst drehe ich vor lauter Frust, Verzweiflung und machtloser Wut noch am Rad ! Sorry ….
    (und Herr Otti: das Fragezeichen hinter Ihrem letzten Satz - hat das noch eine Daseinsberechtigung???)

  4. Machopan meint:

    Legale Möglichkeiten zur Systemveränderung gibt es nicht, denn das System und die Nutznießer des Systems wissen das zu verhindern. Deshalb ist auch die „Hoffnung“ auf eine Verbesserung illusorisch.
    Das System muss entweder gewaltsam verändert oder ersetzt werden, was in Deutschland wenig wahrscheinlich ist, denn
    a-tens neigt der Deutsche nicht zur politischen Gewalt und
    b-tens wurde das Gesellschaftssystem gezielt mit Millionen Menschen aufgefüllt, die hier in der Sozialhilfe besser leben, als in der Erwerbstätigkeit ihres Heimatlandes und
    c-tens zeigt die seit Jahren laufende Kampagne zur Desinformation und Volksverdummung bei der „breiten“ Masse Wirkung.

    Es gibt kaum noch jemand, der nicht bereit ist auf Bürgerrechte zu verzichten, sofern ihm im Gegenzug Schutz vor „Terrorismus“ und „Gewalt von rechts“ versprochen wird. Und „soziale“ Gerechtigkeit kann es natürlich gegenüber arbeitsscheuen Staatsschädlingen, Sozialheuschrecken, Langzeitfaulenzern, unqualifizierten Tagelöhnern und Saison/Zeitarbeitern nicht geben.
    Das alles ist kein Zufall, kein Unglück, sondern reine Absicht. Denn gebaut wird in Wirklichkeit (wieder) an einer „Deutschen Großmacht“ in wirtschaftlichem, politischem und militärischem Sinn.
    Dazu braucht man viel Kapital, viel Volk und außen/innenpolitische Präsenz der Sicherheitskräfte zur Demonstration der Staatsmacht.

    Das läuft eigentlich alles ganz gut und von der Masse größtenteils unbemerkt ab. Wirtschaft, Politik und Staat sind sich dabei weitgehendst einig und, bedingt durch das politische System, sind aus „dem Volk“ auch keine wirklich nennenswerten Störungen zu erwarten.

    Die Menschen hat man durch unzählige Gesetze, eine zunehmende Bürokratisierung und drastisch erhöhte Steuern und Abgaben mehr und mehr in eine staatliche Abhängigkeit gebracht und ihnen damit weitgehendst die Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung genommen. Die dadurch entstandene Verdrossenheit und Politikmüdigkeit breiter Bevölkerungsteile bleibt, dank der Konstruktion des politischen Systems, ohne wesentliche Auswirkungen auf das System selbst.

    Die durch „Wiedervereinigung“ und „Währungsreform“ entstandenen Möglichkeiten zur Plünderung der „Sozialsysteme“ und zur Enteignung des „Volksvermögens“ wurden konsequent genutzt.
    Die „Globalisierung“ lieferte dann im großen Stil den Vorwand zum Abbau von Arbeitsplätzen und entzog Millionen von Menschen die wirtschaftliche Grundlage. Quasi zeitgleich wurden durch „Reformen“ die sozialen Sicherungssysteme zurückgefahren und auf „Selbstfinanzierung“ umgestellt.
    Während also auf der einen Seite, mit voller Absicht, Profit und Macht optimiert und an einem „großen Deutschland“ gearbeitet wird, herrscht auf der anderen Seite Frustration, Wut, Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und, auch das gibt es (noch), ein erhebliches Desinteresse und der Glaube, dass die Zeiten eben nun mal schlecht sind und es sicher irgendwann wieder besser werden muss.
    Denn, so die Logik, dass die Zustände so sind wie sie sind, das kann doch niemand ernsthaft wollen.
    Natürlich kann das jemand ernsthaft wollen!
    Und „die“ wollen das auch!!
    Diese Zustände sind nicht Gott gegeben.
    Hier hilft Glaube nicht mehr!

    Hier sollte man nicht mehr auf „Einsicht der Oberen“ oder gar „Göttliche Fügung“ hoffen, hier müsste man(n) selbst Hand anlegen. Ob sich diese Einsicht jemals breit macht und „den Deutschen“ auf die Straße bringt, muss aus heutiger Sicht bezweifelt werden.
    Viel wahrscheinlicher ist, dass sich das politische und wirtschaftliche System in seiner Unersättlichkeit und Gier nach mehr Macht und Kapital selbst zerstört und das Land und seine Menschen mit in den Abgrund reißt.

    Wer sich dieses „Erlebnis“ ersparen möchte, muss heute die Konsequenzen ziehen.
    Wie auch immer diese aussehen mögen.

  5. cassiOpeia meint:

    Welche Konsequenzen stehen zur Wahl??
    Auswandern? Kann und will ich nicht; habe Kinder und (bald auch) Kindeskind hier, eine Mutter, die mich in absehbarer Zeit vielleicht brauchen wird … HIER ist mein Lebensumfeld und das will ich nicht zerstören lassen!
    Wenn es keine legalen Möglichkeiten gibt, könnte ich ja Amoklaufen - fürchte aber, das würde nix ändern. Bringt mir vielleicht einen Wohnortwechsel hinter die “Schwedischen”, oder gleich den finalen Fangschuss von Zweirad´s Schergen … :-(
    Zum Fenstersprung bin ich NOCH nicht bereit.
    Also was bleibt ?????????
    ” Frustration, Wut, Ratlosigkeit, Hilflosigkeit ”
    Vorschläge irgendwer ????

  6. Machopan meint:

    Konsequenzen muss jeder für sich selbst ziehen. Dazu muss sich aber der Einzelne bewusst sein, was hier eigentlich geschieht, die Zusammenhänge erkennen und für sich bewerten. Schon daran mangelt es in unserem Lande erheblich.

    Wer erkennt, welche Auswirkungen die Entwicklung dieses Staates nicht nur für das Gemeinwesen sondern auch für ihn persönlich haben, muss reagieren und die Konsequenzen ziehen. Diese werden so unterschiedlich wie die Menschen sein und die gesamte Bandbreite des menschlichen Verhaltensspektrums umfassen.
    Wie einst in der DDR reicht das vom „Rübermachen“ bis zum „Kopf in den Sand stecken“, „Schnauze halten“ und „im System einrichten“.
    Ganz bewusst habe ich jetzt den „Widerstand“ vergessen, denn, sind wir doch ganz ehrlich, die meisten von uns sind doch nicht zum Einzelkämpfer und Helden geboren. Und wenn, dann landen sie irgendwann als Terroristen und Staatsfeinde hinter Gittern oder springen über den Balkon in die Tiefe.

    So wenden sich viele nur enttäuscht, frustriert, wütend und angewidert ab. Andere machen (gezwungenermaßen) mit oder packen ihre Sachen und gehen, solange sie dazu noch in der Lage sind. Und so seltsam es auch ist, die Mehrheit versucht es mit Ignoranz und „Kopf in den Sand stecken“.
    Ich persönlich halte das für die schlechteste Möglichkeit, wird doch dem Würmchen, das aus Furcht vor dem Rasenmäher den Kopf in den Sand steckt ganz einfach der Arsch abrasiert.
    Dem Rasenmäher ist das vollkommen gleichgültig.
    Auch wenn die Würmer sich irgendwann nach langen Diskussionen dazu durchringen gegen die existenzgefährdende Sichel des Mähers zu kämpfen, dann kann das nur böse und blutig enden.

    Statt dessen sollte man sich darüber klar werden, wer denn ein so großes Interesse an einem gemähten Rasen hat um darauf Golf spielen zu können und wo denn die Energie für den Betrieb des Mähers herkommt.
    Und genau diese Energiequelle gilt es auszuschalten.
    Alles andere ist verlorene Liebesmüh.

  7. karl-heinz meint:

    Als gesellschaftliche “Energiequelle” sehe ich die geistige und materielle Wertschöpfung. Der Schalter hieße dann wohl Streik, der Hauptschalter Generalstreik.
    In Zeiten wachsender Globalisierung werden nationale Aktionen allein keine Lösung bringen. Nicht umsonst sind Boykottaufrufe u. ä. im Web wohl unbeliebt (und evt. sogar verboten).

  8. Machopan meint:

    Natürlich kann man streiken.
    Man kann auch die Arbeit, den Konsum und den Gehorsam verweigern. Auch kann man extrem rechts oder links wählen, oder gar nicht mehr.
    Das wird nichts ändern, solange das System nicht verändert wird, mit dem sich Parteien und Personen an der Macht halten und in der Lage sind, Rechtsgrundlagen nach eigenem Gutdünken und zum eigenen Vorteil zu schaffen. Und das ohne jegliche persönliche Konsequenzen.

    Glaubt wirklich noch jemand, dass Lafontaine besser ist als Merkel oder anders als Schröder?
    Glaubt wirklich jemand, dass die Ideologie der Linken für eine Gesellschaft besser ist als das Sozialverhalten der SPD? Ist christlich-demokratisch besser als frei-demokratisch, wenn die Demokratie nur noch darin besteht alle paar Jahre ein Kreuz auf einem Zettel in einer Urne zu beerdigen?

    Und vor allem hat die wirtschaftliche und soziale Unterdrückung und Ausbeutung eines Volkes nichts mit Globalisierung zu tun, sondern nur etwas mit Profitgier und persönlichem Machtstreben.

  9. Fred Sky meint:

    @ karl-heinz (Doppelname Doppelbeitrag)
    Geistige und materielle Wertschöpfung?
    Da sitzen viele um den Kessel und schöpfen fleißig heraus. Die mit den großen Löffeln sind bekannt, einen kleineren werden sie nie nehmen. Die einen kleinen Löffel haben vergrößern diesen dank Gewerkschaft und Streik, auf der Strecke bleiben Rentner, Arbeitslose, Studenten, Schüler, Azubis, Praktikanten und und …
    Das Löffeln ist Volkssport Nummer eins, aber um nicht nach sinkendem Pegelstand den Bodenschlamm futtern zu müssen, erhöht man nach jedem Streik die Preise, das Wetter oder China ist Schuld. Ist das solidarisch? Möge jedem sein hastiger Bissen im Halse stecken bleiben! Wo sind denn die geistigen Quellen und wie werden sie gepflegt und gehegt? Materielle Wertschöpfung findet nur noch im Baumarkt statt, da wird mit Material abgeschöpft. Rationalisierung sollte einst dem Menschen das Leben erleichtern und ihn von der Arbeit befreien, heute wird geschuftet bist zum burn-out, um sich und den anderen die Taschen zu füllen. Das Ticket ins Jenseits kostet jeden Besitz, Arme bekommen die Reise umsonst.
    MfG
    http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

    “Die Reichen leben von den Dummen - und die Dummen von der Arbeit.”

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