Maxwell und Waldherr

8. August 2007 05:45

Lieber Freund

Während die Republik im Rahmen der Sicherheitsdebatte den Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der inneren Sicherheit und die Online-Durchsuchung der heimischen Festplatte diskutiert, hat Max Strauss, Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, in weiser Voraussicht schon vor zwölf Jahren das einzig Richtige gemacht, als ihm die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen Steuerhinterziehung auf den Fersen war.
Denn Max Strauß hat damals die Festplatte seines Computers zur Beweissicherung in Polizeigewahrsam gegeben und genau das hat ihn nun vermutlich vor einer Verurteilung bewahrt, denn das Landgericht hat ihn wegen „Mangel an Beweisen“ freigesprochen.
Sie erinnern sich sicher, dass die Strauß’sche Festplatte aus polizeilichem Gewahrsam auf wundersame, bis heute ungeklärte Weise „verschwunden“ ist und niemand wurde bisher dafür angeklagt oder gar bestraft.
Man muss ganz klar zugestehen, dass ein derartiges Missgeschick mit den von Bundesinnenminister Schäuble geplanten Online-Durchsuchungsmaßnahmen des heimischen Computers nicht passiert wäre, denn mit diesem „Beweissicherungsverfahren“ kann man immer auf aktuelle Datenbestände zugreifen ohne dass der Computerbesitzer das überhaupt bemerkt.

So aber kam es nach zwölfjährige Prozessdauer zu einem glücklichen Ende für den Beklagten Max Strauß, dem die Staatsanwaltschaft nicht beweisen konnte, dass er unter dem Decknamen „Max Well“ vom Waffenschieber Schreiber 5,2 Millionen Deutsche Mark auf ein Schweizer Tarnkonto erhalten und dem deutschen Finanzamt verschwiegen hat.
In dem Prozess ging es nicht mehr darum, für welche Art von „Gefälligkeit“ Max Strauß dieses Geld bekommen hat, sondern nur noch darum, warum er den deutschen Fiskus nicht daran beteiligen wollte.

Strauß war deswegen im Juli 2004 von der 10. Strafkammer des Landgerichts Augsburg zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil im Oktober 2005 jedoch auf und wies das Verfahren an eine andere Strafkammer des Landgerichts Augsburg zurück, weil die „Beweiskette“ des Schreiber’schen Kontensystems nicht „schlüssig“ sei. Dabei funktioniert dieses Kontensystem ganz einfach, wie man am Falle des Holger Pfahls, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium, der in Augsburg wegen Steuerhinterziehung und Vorteilsannahme verurteilt worden ist, weil er (ebenfalls) von Schreiber Geld erhalten und nicht versteuert hatte.
Auch der ehemalige Schatzmeister der CDU, Walther Leisler Kiep, der von Schreiber eine Millionenspende zugunsten der CDU angenommen hatte, konnte sich nicht an geschäftliche Beziehungen zwischen Schreiber und Strauß erinnern, auch wenn die Staatsanwaltschaft Augsburg behauptete, dass Schreiber für den Herrn Walter Kiep ein Konto mit dem sinnigen Decknamen „Waldherr“ geführt habe.

Wer sich jetzt überlegt, dass es in diesem Lande neben dem „Verbotsirrtum“ noch weitere Möglichkeiten gibt um „aus Mangel an Beweisen“ freigesprochen zu werden, der sollte sich ins Gedächtnis rufen, dass derartige Legalisierungsmöglichkeiten nur bei größeren Beträgen und Zugehörigkeit zu bestimmten Gesellschaftskreisen möglich sind. Auch wenn es manchmal ein bisschen länger dauert.

Man muss eben nur Geduld und Beziehungen haben und, wie in diesem Falle, Festplatten die sich selbst verdampfen und „Geschäftspartner“ die sich durch eine hohe Zuverlässigkeit bei der Verwaltung ihrer Gedächtnislücken auszeichnen.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. August 2007 um 05:45:57 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

8 Antworten zu “Maxwell und Waldherr”

  1. Doris Matt meint:

    Als „Otto normal Verbraucher“ stelle ich mir eine Überwachung recht schwierig vor.
    Das heißt ein Leben auf dem Präsentierteller zu führen. Jede noch so kleine Unregelmäßigkeit wirft einen fast aus der Bahn. Da kann das Telefon einen ganzen Sonntag lang nicht funktionieren, sodass der Sohn nicht anrufen kann mit dem Ergebnis das man sich schon Sorgen macht auch wenn der Sohn 19 Jahre alt ist. Es kann passieren, dass im Zuge der Privatisierung geschriebene Briefe nicht ankommen. Ach, „wenn ich einmal reich wär“ ein alter Schlager den ich heute des Öfteren vor mich hinsumme.
    Wie schreibt Egon-W-Kreutzer in seiner Gebrauchslyrik für Anfang August:
    „Ora et labora, und schweig!…oder zahl!“

  2. Machopan meint:

    Die Überwachung der „Kleinen“ läuft bereits auf vollen Touren und von allen Seiten, während die Schaffung und Bewahrung der „Freiräume“ für die Großen nun auch zunehmend mit juristischer Hilfe gewährleistet werden kann.
    Regierung, Wirtschaft und Behörden arbeiten seit Jahren Hand in Hand um den Bürger und Konsumenten nachhaltig vom Individuum zur kontrollierbaren und manipulierbaren Biomasse umzugestalten.
    Dazu ist es zwingend notwendig Abweichler, Andersdenkende und Andersartige, Querulanten, Selbstdenker, Besserwisser, Aufmüpfige und Systemgegner zu erfassen, zu überwachen und ggf. „umzuerziehen oder aus dem Verkehr zu ziehen“.

    Der Lauscher an der Wand wurde durch die Wanze, die Telefonüberwachung und die Online-Durchsuchung ersetzt, der verdeckte Ermittler durch den Videoüberwachung und den Autoscan biometrischer Daten.
    Eine eindeutige Personenidentifizierung und -klassifizierung ermöglicht in wenigen Jahren die Zusammenführung der gesammelten Daten zu langzeitgespeicherten Bewegungs-, Wirtschaft und Sozialprofilen inklusive aller Kommunikationsdaten und Kontaktpersonen.
    Selbstverständlich alles nur zum Schutz vor Terroristen und zur Erhöhung der inneren Sicherheit.
    Wer ahnt schon, zu was das alles gut ist und was da sonst noch kommt.

    Früher wurden die „Volksschädlinge“ zuerst per Gesetz gezwungen ihren Vornamen zu ändern und sich zur optischen Kennzeichnung einen gelben Stern auf die Kleidung nähen. Dann mussten sie ihre Koffer packen.
    Ich habe nie verstanden, warum das Volk damals nichts bemerkt haben will.

    Aber das ist vermutlich wie beim Mauerbau, der die Republik und die innere Sicherheit gegen den Staatsfeind im Westen geschützt hat.
    Da hat es auch mehr als 40 Jahre gedauert bis das Volk was bemerkte und mit dem Ruf „Wir sind ein Volk“ rübergemacht hat.
    Und jetzt sind wir eines.
    Wir sind vielleicht ein Volk!

  3. mitdenker meint:

    Nur eine kleine Ergänzung. “Da hat es auch mehr als 40 Jahre gedauert bis das Volk was bemerkte…”
    Gemerkt haben wir das schon eher, einige 1953, einige viele zwischen 1948 und 61 und haben mit den Füßen abgestimmt. Dann trugen die Füße nicht mehr weit genug. War was dazwischen. Aber die Situation ist wie heute: “ja, aber was kann ich schon machen…”. Es bedarf eigentlich immer eines Anstoßes, um Ereignisse ins Rollen zu bringen. Und viele denken “wieso ich”.
    Zugegeben - ich auch…

  4. Fred Sky meint:

    Zum Überwachen gehören doch immer zwei - einer, der überwacht und einer, der sich überwachen läßt. Durch systematische Verblödung der Leute wird es auch möglich, das wenige viele überwachen, z.B. ca. 600 Abgeordnete überwachen 80 Millionen Wähler, ihre Wähler. Dabei wäre es viel einfacher, wenn 80 Millionen Bürger dieses Landes ihre paar Abgeordneten überwachen würden, alles, was sie so über die wissen ins Internet schreiben - da käme eine Menge an Informationen zusammen.
    Aber nein, man jammert und läßt sich überwachen. Wer nicht für das Internet einen zweiten PC oder ein leeres System auf einem Wechseleinschub hat, der soll jammern, über seine eigene Blödheit. Wer mit seinen privaten Daten nicht online ist, kann auch nicht überwacht werden, also Stecker ziehen! Die Terroristen wissen das natürlich nicht und stellen alles online zum Lesen für den Schäuble, natürlich ins Deutsche übersetzt, arabisch liest sich schlecht. Datencodierung in Bildern ist für die ein Fremdwort.
    MfG

  5. JFK meint:

    Eieieieieieiei……….der gute Max Strauss. Nicht nur Festplatten verdampfen heut zu Tage. Ja ganze Akten, Dateien ja sogar Menschen. Hmmmmmm kommt mir irgendwie bekannt vor. Bei meinen Reisen durch die Arabischen Welten bin ich immer wieder auf Menschen gestoßen die hier in Deutschland auf wundersame Weise verdampft seien sollen. Zu Beginn dachte ich bei den einzelnen Personen erst immer an eine Fatamorgana….bei näheren Betrachten war dies aber keine Luftspiegelung sondern wirklich ein lebendiger Mensch. Wundersames Deutschland????? Aber es ist nicht ungewöhnlich das wenn es Politikern zu heiß unter den Füßen wird weil sie die Menschen die sie als Schlüsselmeister benutzt haben( dabei handelte es sich meist auch um erliche Menschen)plötzlich morgens in der früh oder mitten in der Nacht diese immer noch aus ihren Wohnungen oder Häusern holen lassen und aus dem Land werfen. Sie dabei ganz nebenbei enteignen und alles nehmen was sie kriegen können und die Familien stehen vor einem plötzlichem Nichts und verstehen die Welt nicht mehr. Gell Herr Kinkel! Ich hoffe Sie wohnen immer noch angenehm? Um die Machenschaften unserer Politiker ans Licht zu bringen brauch es mehr als nur eine Person die alles schwarz auf weiß hat. Es benötigt eine ganze Organisation für solch ein Projekt meine Herren denn alleine wäre man ganz schnell von heut auf morgen auf wundersame Weise verdampft. Denn wenn dies jemand macht begibt er sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und wissen Sie was: Die Warheit tut verdammt weh und wer will das schon? Ich liebe reisen…………

  6. otti meint:

    “wir sind vielleicht ein Volk!”, und was für eines, das immer noch an die Unabhängigkeit der Justiz, insbesondere der Staatsanwaltschaft (Weisungsrecht) glaubt, obwohl im Falle einer Anklage oder auch Verurteilung von ‘Persönlichkeiten’ gerade daran zu zweifeln ist.
    Es gibt in diesem unserem Vaterlande zu viele Machthaber, die sich als Gutsherren aufspielen, obwohl sie nur als Gutsverwalter beauftrage sind und bei Lichte betrachtet, nicht einmal dazu taugen.
    Ja, wir sind ein Volk, das in seiner Geschichte Gesindel den geforderten Freiraum gewährt und das Maul gehalten hat. Daran, dass sich das nicht ändert, wird gearbeitet - mit freiheitlich demokratischem Hochdruck.

  7. Jim Sanders meint:

    Hey Olde Man —, I placed a link of your crazy website on my Blog. Hope you don’t mind. BTW, how are you? I occassionaly pop in to your website to see if you’re still living. Guess you are. I’m impressed by the fact that you have some much time on your hands these days. Kind of reminds me of a dog howling at the moon what with the shit you write about. But hey, that’s neither here nor there. Here’s wishing your crazy ass a good week, Rolfi boy! Take care —, JiMi!

  8. Jim Sanders meint:

    …say, what in the hell is a “machoplan”. is it similar to “marzipan”, that delicious almond nougat? hmmmm! yummm!

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Maxwell und Waldherr

8. August 2007 05:45

Lieber Freund

Während die Republik im Rahmen der Sicherheitsdebatte den Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der inneren Sicherheit und die Online-Durchsuchung der heimischen Festplatte diskutiert, hat Max Strauss, Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, in weiser Voraussicht schon vor zwölf Jahren das einzig Richtige gemacht, als ihm die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen Steuerhinterziehung auf den Fersen war.
Denn Max Strauß hat damals die Festplatte seines Computers zur Beweissicherung in Polizeigewahrsam gegeben und genau das hat ihn nun vermutlich vor einer Verurteilung bewahrt, denn das Landgericht hat ihn wegen „Mangel an Beweisen“ freigesprochen.
Sie erinnern sich sicher, dass die Strauß’sche Festplatte aus polizeilichem Gewahrsam auf wundersame, bis heute ungeklärte Weise „verschwunden“ ist und niemand wurde bisher dafür angeklagt oder gar bestraft.
Man muss ganz klar zugestehen, dass ein derartiges Missgeschick mit den von Bundesinnenminister Schäuble geplanten Online-Durchsuchungsmaßnahmen des heimischen Computers nicht passiert wäre, denn mit diesem „Beweissicherungsverfahren“ kann man immer auf aktuelle Datenbestände zugreifen ohne dass der Computerbesitzer das überhaupt bemerkt.

So aber kam es nach zwölfjährige Prozessdauer zu einem glücklichen Ende für den Beklagten Max Strauß, dem die Staatsanwaltschaft nicht beweisen konnte, dass er unter dem Decknamen „Max Well“ vom Waffenschieber Schreiber 5,2 Millionen Deutsche Mark auf ein Schweizer Tarnkonto erhalten und dem deutschen Finanzamt verschwiegen hat.
In dem Prozess ging es nicht mehr darum, für welche Art von „Gefälligkeit“ Max Strauß dieses Geld bekommen hat, sondern nur noch darum, warum er den deutschen Fiskus nicht daran beteiligen wollte.

Strauß war deswegen im Juli 2004 von der 10. Strafkammer des Landgerichts Augsburg zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob dieses Urteil im Oktober 2005 jedoch auf und wies das Verfahren an eine andere Strafkammer des Landgerichts Augsburg zurück, weil die „Beweiskette“ des Schreiber’schen Kontensystems nicht „schlüssig“ sei. Dabei funktioniert dieses Kontensystem ganz einfach, wie man am Falle des Holger Pfahls, ehemaliger Staatssekretär im Verteidigungsministerium, der in Augsburg wegen Steuerhinterziehung und Vorteilsannahme verurteilt worden ist, weil er (ebenfalls) von Schreiber Geld erhalten und nicht versteuert hatte.
Auch der ehemalige Schatzmeister der CDU, Walther Leisler Kiep, der von Schreiber eine Millionenspende zugunsten der CDU angenommen hatte, konnte sich nicht an geschäftliche Beziehungen zwischen Schreiber und Strauß erinnern, auch wenn die Staatsanwaltschaft Augsburg behauptete, dass Schreiber für den Herrn Walter Kiep ein Konto mit dem sinnigen Decknamen „Waldherr“ geführt habe.

Wer sich jetzt überlegt, dass es in diesem Lande neben dem „Verbotsirrtum“ noch weitere Möglichkeiten gibt um „aus Mangel an Beweisen“ freigesprochen zu werden, der sollte sich ins Gedächtnis rufen, dass derartige Legalisierungsmöglichkeiten nur bei größeren Beträgen und Zugehörigkeit zu bestimmten Gesellschaftskreisen möglich sind. Auch wenn es manchmal ein bisschen länger dauert.

Man muss eben nur Geduld und Beziehungen haben und, wie in diesem Falle, Festplatten die sich selbst verdampfen und „Geschäftspartner“ die sich durch eine hohe Zuverlässigkeit bei der Verwaltung ihrer Gedächtnislücken auszeichnen.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 8. August 2007 um 05:45:57 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

8 Antworten zu “Maxwell und Waldherr”

  1. Doris Matt meint:

    Als „Otto normal Verbraucher“ stelle ich mir eine Überwachung recht schwierig vor.
    Das heißt ein Leben auf dem Präsentierteller zu führen. Jede noch so kleine Unregelmäßigkeit wirft einen fast aus der Bahn. Da kann das Telefon einen ganzen Sonntag lang nicht funktionieren, sodass der Sohn nicht anrufen kann mit dem Ergebnis das man sich schon Sorgen macht auch wenn der Sohn 19 Jahre alt ist. Es kann passieren, dass im Zuge der Privatisierung geschriebene Briefe nicht ankommen. Ach, „wenn ich einmal reich wär“ ein alter Schlager den ich heute des Öfteren vor mich hinsumme.
    Wie schreibt Egon-W-Kreutzer in seiner Gebrauchslyrik für Anfang August:
    „Ora et labora, und schweig!…oder zahl!“

  2. Machopan meint:

    Die Überwachung der „Kleinen“ läuft bereits auf vollen Touren und von allen Seiten, während die Schaffung und Bewahrung der „Freiräume“ für die Großen nun auch zunehmend mit juristischer Hilfe gewährleistet werden kann.
    Regierung, Wirtschaft und Behörden arbeiten seit Jahren Hand in Hand um den Bürger und Konsumenten nachhaltig vom Individuum zur kontrollierbaren und manipulierbaren Biomasse umzugestalten.
    Dazu ist es zwingend notwendig Abweichler, Andersdenkende und Andersartige, Querulanten, Selbstdenker, Besserwisser, Aufmüpfige und Systemgegner zu erfassen, zu überwachen und ggf. „umzuerziehen oder aus dem Verkehr zu ziehen“.

    Der Lauscher an der Wand wurde durch die Wanze, die Telefonüberwachung und die Online-Durchsuchung ersetzt, der verdeckte Ermittler durch den Videoüberwachung und den Autoscan biometrischer Daten.
    Eine eindeutige Personenidentifizierung und -klassifizierung ermöglicht in wenigen Jahren die Zusammenführung der gesammelten Daten zu langzeitgespeicherten Bewegungs-, Wirtschaft und Sozialprofilen inklusive aller Kommunikationsdaten und Kontaktpersonen.
    Selbstverständlich alles nur zum Schutz vor Terroristen und zur Erhöhung der inneren Sicherheit.
    Wer ahnt schon, zu was das alles gut ist und was da sonst noch kommt.

    Früher wurden die „Volksschädlinge“ zuerst per Gesetz gezwungen ihren Vornamen zu ändern und sich zur optischen Kennzeichnung einen gelben Stern auf die Kleidung nähen. Dann mussten sie ihre Koffer packen.
    Ich habe nie verstanden, warum das Volk damals nichts bemerkt haben will.

    Aber das ist vermutlich wie beim Mauerbau, der die Republik und die innere Sicherheit gegen den Staatsfeind im Westen geschützt hat.
    Da hat es auch mehr als 40 Jahre gedauert bis das Volk was bemerkte und mit dem Ruf „Wir sind ein Volk“ rübergemacht hat.
    Und jetzt sind wir eines.
    Wir sind vielleicht ein Volk!

  3. mitdenker meint:

    Nur eine kleine Ergänzung. “Da hat es auch mehr als 40 Jahre gedauert bis das Volk was bemerkte…”
    Gemerkt haben wir das schon eher, einige 1953, einige viele zwischen 1948 und 61 und haben mit den Füßen abgestimmt. Dann trugen die Füße nicht mehr weit genug. War was dazwischen. Aber die Situation ist wie heute: “ja, aber was kann ich schon machen…”. Es bedarf eigentlich immer eines Anstoßes, um Ereignisse ins Rollen zu bringen. Und viele denken “wieso ich”.
    Zugegeben - ich auch…

  4. Fred Sky meint:

    Zum Überwachen gehören doch immer zwei - einer, der überwacht und einer, der sich überwachen läßt. Durch systematische Verblödung der Leute wird es auch möglich, das wenige viele überwachen, z.B. ca. 600 Abgeordnete überwachen 80 Millionen Wähler, ihre Wähler. Dabei wäre es viel einfacher, wenn 80 Millionen Bürger dieses Landes ihre paar Abgeordneten überwachen würden, alles, was sie so über die wissen ins Internet schreiben - da käme eine Menge an Informationen zusammen.
    Aber nein, man jammert und läßt sich überwachen. Wer nicht für das Internet einen zweiten PC oder ein leeres System auf einem Wechseleinschub hat, der soll jammern, über seine eigene Blödheit. Wer mit seinen privaten Daten nicht online ist, kann auch nicht überwacht werden, also Stecker ziehen! Die Terroristen wissen das natürlich nicht und stellen alles online zum Lesen für den Schäuble, natürlich ins Deutsche übersetzt, arabisch liest sich schlecht. Datencodierung in Bildern ist für die ein Fremdwort.
    MfG

  5. JFK meint:

    Eieieieieieiei……….der gute Max Strauss. Nicht nur Festplatten verdampfen heut zu Tage. Ja ganze Akten, Dateien ja sogar Menschen. Hmmmmmm kommt mir irgendwie bekannt vor. Bei meinen Reisen durch die Arabischen Welten bin ich immer wieder auf Menschen gestoßen die hier in Deutschland auf wundersame Weise verdampft seien sollen. Zu Beginn dachte ich bei den einzelnen Personen erst immer an eine Fatamorgana….bei näheren Betrachten war dies aber keine Luftspiegelung sondern wirklich ein lebendiger Mensch. Wundersames Deutschland????? Aber es ist nicht ungewöhnlich das wenn es Politikern zu heiß unter den Füßen wird weil sie die Menschen die sie als Schlüsselmeister benutzt haben( dabei handelte es sich meist auch um erliche Menschen)plötzlich morgens in der früh oder mitten in der Nacht diese immer noch aus ihren Wohnungen oder Häusern holen lassen und aus dem Land werfen. Sie dabei ganz nebenbei enteignen und alles nehmen was sie kriegen können und die Familien stehen vor einem plötzlichem Nichts und verstehen die Welt nicht mehr. Gell Herr Kinkel! Ich hoffe Sie wohnen immer noch angenehm? Um die Machenschaften unserer Politiker ans Licht zu bringen brauch es mehr als nur eine Person die alles schwarz auf weiß hat. Es benötigt eine ganze Organisation für solch ein Projekt meine Herren denn alleine wäre man ganz schnell von heut auf morgen auf wundersame Weise verdampft. Denn wenn dies jemand macht begibt er sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und wissen Sie was: Die Warheit tut verdammt weh und wer will das schon? Ich liebe reisen…………

  6. otti meint:

    “wir sind vielleicht ein Volk!”, und was für eines, das immer noch an die Unabhängigkeit der Justiz, insbesondere der Staatsanwaltschaft (Weisungsrecht) glaubt, obwohl im Falle einer Anklage oder auch Verurteilung von ‘Persönlichkeiten’ gerade daran zu zweifeln ist.
    Es gibt in diesem unserem Vaterlande zu viele Machthaber, die sich als Gutsherren aufspielen, obwohl sie nur als Gutsverwalter beauftrage sind und bei Lichte betrachtet, nicht einmal dazu taugen.
    Ja, wir sind ein Volk, das in seiner Geschichte Gesindel den geforderten Freiraum gewährt und das Maul gehalten hat. Daran, dass sich das nicht ändert, wird gearbeitet - mit freiheitlich demokratischem Hochdruck.

  7. Jim Sanders meint:

    Hey Olde Man —, I placed a link of your crazy website on my Blog. Hope you don’t mind. BTW, how are you? I occassionaly pop in to your website to see if you’re still living. Guess you are. I’m impressed by the fact that you have some much time on your hands these days. Kind of reminds me of a dog howling at the moon what with the shit you write about. But hey, that’s neither here nor there. Here’s wishing your crazy ass a good week, Rolfi boy! Take care —, JiMi!

  8. Jim Sanders meint:

    …say, what in the hell is a “machoplan”. is it similar to “marzipan”, that delicious almond nougat? hmmmm! yummm!

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