Rowdy Erlass

17. Mai 2006 05:45

Tief blicken lassen nur die Denkmodelle unseres verkehrten Ministers Wolli Tiefensee, denn bei seinen Flachwasser-Aktivitäten kann man meist bis auf den Grund sehen.
Nach der von den Fahrradlobbyisten gesponserten “Fahrradverordnung”, für die sich der Herr Minister mit dem “goldenen Lenker mit Schwerter und Brillianten” zwar die höchste Auszeichnung der Branche verdient hat, dafür aber den Hohn der Presse auf sich zog, folgt nun sein neuester Gag: Der “Rowdy-Erlass”.

Wer als Rowdy vorsätzlich rast oder drängelt, soll künftig bis zu 2000 Euro zahlen“, sagte der Herr Tiefensee der “BLÖD”-Zeitung. Auch wer nach maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer erwischt werde, muss demnach mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen. Diese Vorschläge will der Herr Minister auf der Verkehrsministertagung von Bund und Ländern vorstellen, die am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung stattfindet.

So am Rande bemerkt, ist Ihnen eigentlich auch schon aufgefallen, dass in den Vorschlägen des Herrn Tiefensee die heiße Luft immer den meisten Platz beansprucht. Solche Hirnblähungen hat man normalerweise nur nach exzessiven oder maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum. Daher finde ich die Idee gut, drastische Strafen gegen Mitbürger zu verhängen, die sich in einem derartigen Zustand ans Steuer wagen und ihre Mitmenschen gefährden. Auch wenn sie nur ein Ministerium steuern.

Unklar ließ der Herr Minister in seinen Ausführungen allerdings wie viel Promille Blutalkohol diesen maßlosen Alkoholkonsum juristisch fundiert anzeigen. Damit der eigentliche Zweck, mehr Geld in die Staatskasse zu bringen, erreicht wird müsste dieser kritische Grenzwert so um die 0,5 Promille liegen.
Interessant ist auch die Formulierung des “vorsätzlich rasenden und drängelnden Rowdy”.
Ab wann wird denn gerast und ab wann wird gedrängelt?
Und was ist in diesem Zusammenhang vorsätzlich?
Genügt es dafür schon einen Wagen zu fahren, der theoretisch schneller als 180 km/h fahren kann?
Oder muss dafür auch noch der Sicherheitsabstand von Tacho-Halbe unterschritten werden? Gilt diese Regelung auf allen Straßen?
Wenn ja, dann genügt es schon mit 30 km/h und weniger als 15 Meter Abstand hinter seinem Vordermann durch die verkehrsberuhigte Zone zu rollen um 2.000 Teuronen an die Staatskasse abdrücken zu dürfen.

Wer gedacht hat, dass der alte Verkehrsmanfred nicht zu toppen wäre, sieht sich nun mit dem Verkehrstiefenwolli, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, eines Besseren belehrt.
Man darf noch gespannt sein, welche Blubberblasen dem Beatmungsgerät des Flachwassertauchers Tiefensee bis zum Ende seiner Amtszeit noch entweichen werden.

Ach ja, das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen - die zusätzlichen Einnahmen aus Suff, Hasch und Speed sollen natürlich für Verkehrssicherheits-Projekte eingesetzt werden.
Also spenden Sie für einen guten Zweck.
Jetzt brauchen Sie nur noch jemand, der dicht genug vor Ihnen herfährt.
Sollten Sie selber niemand kennen, können Sie das im Feierabendverkehr auf der A2 ohne Problem mit jedem Wildfremden machen.

(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 17. Mai 2006 um 05:45:02 und abgelegt unter Rauchzeichen | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

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Rowdy Erlass

17. Mai 2006 05:45

Tief blicken lassen nur die Denkmodelle unseres verkehrten Ministers Wolli Tiefensee, denn bei seinen Flachwasser-Aktivitäten kann man meist bis auf den Grund sehen.
Nach der von den Fahrradlobbyisten gesponserten “Fahrradverordnung”, für die sich der Herr Minister mit dem “goldenen Lenker mit Schwerter und Brillianten” zwar die höchste Auszeichnung der Branche verdient hat, dafür aber den Hohn der Presse auf sich zog, folgt nun sein neuester Gag: Der “Rowdy-Erlass”.

Wer als Rowdy vorsätzlich rast oder drängelt, soll künftig bis zu 2000 Euro zahlen“, sagte der Herr Tiefensee der “BLÖD”-Zeitung. Auch wer nach maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer erwischt werde, muss demnach mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen. Diese Vorschläge will der Herr Minister auf der Verkehrsministertagung von Bund und Ländern vorstellen, die am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung stattfindet.

So am Rande bemerkt, ist Ihnen eigentlich auch schon aufgefallen, dass in den Vorschlägen des Herrn Tiefensee die heiße Luft immer den meisten Platz beansprucht. Solche Hirnblähungen hat man normalerweise nur nach exzessiven oder maßlosem Alkohol- oder Drogenkonsum. Daher finde ich die Idee gut, drastische Strafen gegen Mitbürger zu verhängen, die sich in einem derartigen Zustand ans Steuer wagen und ihre Mitmenschen gefährden. Auch wenn sie nur ein Ministerium steuern.

Unklar ließ der Herr Minister in seinen Ausführungen allerdings wie viel Promille Blutalkohol diesen maßlosen Alkoholkonsum juristisch fundiert anzeigen. Damit der eigentliche Zweck, mehr Geld in die Staatskasse zu bringen, erreicht wird müsste dieser kritische Grenzwert so um die 0,5 Promille liegen.
Interessant ist auch die Formulierung des “vorsätzlich rasenden und drängelnden Rowdy”.
Ab wann wird denn gerast und ab wann wird gedrängelt?
Und was ist in diesem Zusammenhang vorsätzlich?
Genügt es dafür schon einen Wagen zu fahren, der theoretisch schneller als 180 km/h fahren kann?
Oder muss dafür auch noch der Sicherheitsabstand von Tacho-Halbe unterschritten werden? Gilt diese Regelung auf allen Straßen?
Wenn ja, dann genügt es schon mit 30 km/h und weniger als 15 Meter Abstand hinter seinem Vordermann durch die verkehrsberuhigte Zone zu rollen um 2.000 Teuronen an die Staatskasse abdrücken zu dürfen.

Wer gedacht hat, dass der alte Verkehrsmanfred nicht zu toppen wäre, sieht sich nun mit dem Verkehrstiefenwolli, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, eines Besseren belehrt.
Man darf noch gespannt sein, welche Blubberblasen dem Beatmungsgerät des Flachwassertauchers Tiefensee bis zum Ende seiner Amtszeit noch entweichen werden.

Ach ja, das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen - die zusätzlichen Einnahmen aus Suff, Hasch und Speed sollen natürlich für Verkehrssicherheits-Projekte eingesetzt werden.
Also spenden Sie für einen guten Zweck.
Jetzt brauchen Sie nur noch jemand, der dicht genug vor Ihnen herfährt.
Sollten Sie selber niemand kennen, können Sie das im Feierabendverkehr auf der A2 ohne Problem mit jedem Wildfremden machen.

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