Was ist “rechts”?

25. August 2004 05:45


Beim Surfen im Internet findet man so Allerlei. Dinge nach denen man gesucht hat und auch Dinge nach denen man nicht gesucht hat.

Ich habe, aus gegebenem Anlass, bei Google Bilder zu dem Thema “Gutmenschen” gesucht.

Gleich das erste Foto zeigte eine Art Demonstrationszug in Berlin(?), der ein großes Plakat mit sich führte.

Was auf dem Plakat stand, war bedingt durch die Größe des angezeigten Bildes nicht erkennbar. Weil mich das aber interessiert hat, habe ich mir einen Doppelklick darauf nicht verkneifen können.

Gelandet bin ich auf einer Internetseite mit folgendem Text:

Fragen eines braven Bürgers zu dem vom Kanzler ausgerufenen Aufstand:

Was ist “rechts”?

  • Ist “rechts”, sich in seinem angestammten Lebensraum so zu betragen, daß auch Kinder und Enkel dort ein gesundes Leben führen können?
  • Ist “rechts”, in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde zuerst sich selbst anzustrengen, Toleranz zu üben und gegenseitiges Verstehen, Rat zu suchen in der Nähe, seinen Kindern zu helfen und sein Alter ihnen anzuvertrauen?
  • Ist “rechts”, das Eigentum anderer zu achten und das eigene zu schützen?
  • Ist “rechts”, Gastfreundschaft zu pflegen und Hilfe zu gewähren nach eigenem Vermögen?
  • Ist “rechts”, seine Vergangenheit zu akzeptieren, seine Fehler zu erkennen und trotzdem die Kraft aufzubringen, die Zukunft zu bestehen?
  • Ist “rechts”, deutsch zu sprechen und zu schreiben?

Jetzt muss ich ehrlich gestehen, dass ich spontan alle diese Fragen mit “Nein” beantwortet habe, sofern das “rechts” im Sinne von politisch “rechts” gemeint ist.

  • Ich spreche Deutsch und schreibe Deutsch, in einer Mixtur aus alter und neuer Rechtschreibung. Und das mehr recht als schlecht.
  • Dann akzeptiere ich die Vergangenheit und setzte meine Kraft zur Bewältigung der Zukunft ein. Als Nachkriegsgeborener fühle ich mich aber nur bedingt und vor allem nicht endlos für die Ereignisse der deutschen Vergangenheit verantwortlich.
  • Ich bin so erzogen worden, dass ich eine gesunde Achtung vor dem Eigentum anderer entwickelt habe, aber auch bereit bin mein Eigentum zu schützen. So wie es unser Recht und Ordnung vorschreibt.
  • Ich denke nicht, dass es “rechts” ist, sich in Familie, Schule, Gemeinde und am Arbeitsplatz anzustrengen und Leistung zu zeigen. Ich denke eher dass es richtig ist, dies zu tun. Auch anderen Menschen zu helfen, ihren Rat zu suchen und zu respektieren, Kinder großzuziehen, ihnen zu helfen anständige und selbstständige Menschen zu werden und ihnen das eigene Leben im Alter anzuvertrauen, halte ich für richtig. Ob es allerdings sinnvoll ist dies zu tun, das wage ich heute zu bezweifeln.
  • Auch die Erhaltung und Sicherung des angestammten Lebensraumes, manchmal auch je nach Gesinnung Heimatland oder Vaterland genannt, halte ich für rechtens. Soweit ich das im Biologieunterricht verstanden habe, handelt es sich dabei um einen Urinstinkt bei Mensch und Tier, der der Existenzsicherung sowohl der eigenen als auch zukünftiger Generationen dient.

Oben auf dem Bild demonstrieren die Menschen friedlich für “Menschlichkeit und Toleranz”, so wie sie es jetzt für “Soziale Gerechtigkeit” tun.

Dass ich über Google und die Bildsuche nach den “Gutmenschen” auf der Website www.der-republikaner.de gelandet bin und dort diesen Text gefunden habe, kann ich ja noch nachvollziehen.

Aber warum dieser Text aus dem “Republikaner” Ausgabe Dezember 2000 “rechtsradikal” sein soll, darüber werde ich wohl noch eine Weile nachgrübeln müssen.

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 25. August 2004 um 05:45:39 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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25. August 2004 05:45


Beim Surfen im Internet findet man so Allerlei. Dinge nach denen man gesucht hat und auch Dinge nach denen man nicht gesucht hat.

Ich habe, aus gegebenem Anlass, bei Google Bilder zu dem Thema “Gutmenschen” gesucht.

Gleich das erste Foto zeigte eine Art Demonstrationszug in Berlin(?), der ein großes Plakat mit sich führte.

Was auf dem Plakat stand, war bedingt durch die Größe des angezeigten Bildes nicht erkennbar. Weil mich das aber interessiert hat, habe ich mir einen Doppelklick darauf nicht verkneifen können.

Gelandet bin ich auf einer Internetseite mit folgendem Text:

Fragen eines braven Bürgers zu dem vom Kanzler ausgerufenen Aufstand:

Was ist “rechts”?

  • Ist “rechts”, sich in seinem angestammten Lebensraum so zu betragen, daß auch Kinder und Enkel dort ein gesundes Leben führen können?
  • Ist “rechts”, in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde zuerst sich selbst anzustrengen, Toleranz zu üben und gegenseitiges Verstehen, Rat zu suchen in der Nähe, seinen Kindern zu helfen und sein Alter ihnen anzuvertrauen?
  • Ist “rechts”, das Eigentum anderer zu achten und das eigene zu schützen?
  • Ist “rechts”, Gastfreundschaft zu pflegen und Hilfe zu gewähren nach eigenem Vermögen?
  • Ist “rechts”, seine Vergangenheit zu akzeptieren, seine Fehler zu erkennen und trotzdem die Kraft aufzubringen, die Zukunft zu bestehen?
  • Ist “rechts”, deutsch zu sprechen und zu schreiben?

Jetzt muss ich ehrlich gestehen, dass ich spontan alle diese Fragen mit “Nein” beantwortet habe, sofern das “rechts” im Sinne von politisch “rechts” gemeint ist.

  • Ich spreche Deutsch und schreibe Deutsch, in einer Mixtur aus alter und neuer Rechtschreibung. Und das mehr recht als schlecht.
  • Dann akzeptiere ich die Vergangenheit und setzte meine Kraft zur Bewältigung der Zukunft ein. Als Nachkriegsgeborener fühle ich mich aber nur bedingt und vor allem nicht endlos für die Ereignisse der deutschen Vergangenheit verantwortlich.
  • Ich bin so erzogen worden, dass ich eine gesunde Achtung vor dem Eigentum anderer entwickelt habe, aber auch bereit bin mein Eigentum zu schützen. So wie es unser Recht und Ordnung vorschreibt.
  • Ich denke nicht, dass es “rechts” ist, sich in Familie, Schule, Gemeinde und am Arbeitsplatz anzustrengen und Leistung zu zeigen. Ich denke eher dass es richtig ist, dies zu tun. Auch anderen Menschen zu helfen, ihren Rat zu suchen und zu respektieren, Kinder großzuziehen, ihnen zu helfen anständige und selbstständige Menschen zu werden und ihnen das eigene Leben im Alter anzuvertrauen, halte ich für richtig. Ob es allerdings sinnvoll ist dies zu tun, das wage ich heute zu bezweifeln.
  • Auch die Erhaltung und Sicherung des angestammten Lebensraumes, manchmal auch je nach Gesinnung Heimatland oder Vaterland genannt, halte ich für rechtens. Soweit ich das im Biologieunterricht verstanden habe, handelt es sich dabei um einen Urinstinkt bei Mensch und Tier, der der Existenzsicherung sowohl der eigenen als auch zukünftiger Generationen dient.

Oben auf dem Bild demonstrieren die Menschen friedlich für “Menschlichkeit und Toleranz”, so wie sie es jetzt für “Soziale Gerechtigkeit” tun.

Dass ich über Google und die Bildsuche nach den “Gutmenschen” auf der Website www.der-republikaner.de gelandet bin und dort diesen Text gefunden habe, kann ich ja noch nachvollziehen.

Aber warum dieser Text aus dem “Republikaner” Ausgabe Dezember 2000 “rechtsradikal” sein soll, darüber werde ich wohl noch eine Weile nachgrübeln müssen.

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