Sozialhilfestatistik

21. August 2007 05:45

Lieber Freund

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, die Bundesrepublik Deutschland hat ein bevölkerungspolitisches Problem. Eigentlich sind es viele Probleme, aber man kann es durchaus auf ein Problem zusammenfassen, denn dieses Land hat nicht nur zu wenig Menschen die sich vermehren wollen, sondern auch noch zu viele Menschen die zu wenig Geld haben.

Deshalb muss dieser Staat nicht nur viel Geld ausgeben, damit die „zielorientierte Populationsfreudigkeit“ unter der Bevölkerung wieder zunimmt, sondern auch um den vielen Menschen sozial unterstützend unter die Arme zu greifen, nachdem er sie vorher durch die Erhebung von Steuern und Sozialabgaben wirtschaftlich erleichtert hat.

Das Statistische Bundesamt Wiesbaden (BRD West) hat ausgerechnet, dass „im bundesweiten Durchschnitt je Einwohner“ exakt 222 Euro Sozialhilfe bezahlt werden. Wobei mit 145 Euro im Osten und 232 Euro im Westen auch hier ein Gefälle zwischen West und Ost aufgezeigt wird, das allerdings noch nicht zur Energiegewinnung herangezogen werden kann.

Weiter meldet das Statistische Bundesamt, dass die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin bei der Sozialhilfe je Einwohner mit 363, 346 und 331 Euro an der Spitzengruppe liegen, während die neuen Bundesländer Thüringen, Brandenburg und Baden-Württemberg mit 146, 150 und 162 Euro das Schlusslicht bilden.

Insgesamt wurden nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2006 rund 20 Milliarden Euro für Sozialhilfeleistungen ausgegeben.
Falls es Sie interessiert, das ist eine Steigerung um 4 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch wenn das Statistische Bundesamt am Weltspartag, dem 30. Oktober, wieder melden wird, dass die Einwohner Deutschlands im Durchschnitt 160 Euro im Monat auf die Seite gelegt haben und gespart haben, so sollten Sie jetzt nicht auf die Idee kommen zur Kostensenkung die durchschnittliche Sozialhilfe pro Einwohner entsprechend zu kürzen.

Politik und Wirtschaft sind sich ja schon seit Jahren einig, dass das so nicht weitergehen kann und haben diese Variante zur Senkung der Sozialkosten bereits durchgerechnet, ja sogar bereits ansatzweise mit Programmen wie AGENDA 2010, Hartz IV und ALG II umgesetzt.

Mit Hilfe von Organisationen und Experten wird aber weiter fieberhaft nach weiteren Einspar- und gesellschaftlichen Umgestaltungsmodelle gesucht und mittels bewährter mathematischer Verfahren durchgerechnet und sukzessive realisiert. Dabei finden selbstverständlich die wichtigsten wirtschaftlichen Parameter wie Profitoptimierung, Machtausweitung, Nachhaltigkeits- und Drangsalierungsfaktor, Geburtenmanipulationsrate, Existenzangstfaktor, Solidarzuschlag, Steuerdynamisierungskonstante, Arbeitsplatzverlagerungsdivisor ihre entsprechende Berücksichtigung.

Sie dürfen es glauben, dass dies keine einfache Aufgabe ist und nur im kooperativen Konsensus der Interessenvertreter aus Wirtschaft und Politik ermöglicht wird, wobei der Last auf den Schulter unserer Politiker besonders schwere Bedeutung zukommt.

Dabei gäbe es zur Lösung dieses „Generationen-Problems“ eine ganz einfache und sozialverträgliche Lösung, denn man könnte die Empfänger von bundesdeutscher Sozialhilfe und sozialer Hilfe im Rahmen eines Kulturaustauschprogramms mit der Volksrepublik China in das Land des Lächelns schicken.

Sie brauchen jetzt gar nicht, wie auch immer, zu lachen, denn dieser ernst gemeinte Vorschlag meinerseits hat bei näherem Hinsehen sehr viele Vorteile - und das für beide Seiten.

Schließlich bekommt so ein Sozialhilfeempfänger im Monat mehr Geld vom Staat, als ein Arbeiter in China im Jahr verdient.

Sie müssen sich einfach mal vor Augen halten, dass 82 Millionen Deutsche in China nur zu einer Erhöhung der Bevölkerung um 6,2 % führen würden, aber ausgestattet mit dem durchschnittlichen bundesdeutschen Sozialhilfebetrag in Höhe von 222 Euro wäre das für China eine nicht zu verachtende Verbesserung des Bruttoinlandproduktes (BIP) je Einwohner.

Unbestritten und nicht nur durch Zahlen des Statistischen Bundesamtes bewiesen, ist die Umstand, dass sich die Deutschen nicht mehr vermehren und in „anderen Umständen“ sind, was den Bemühungen der chinesischen Regierung zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion extrem entgegen kommen würde.

Dieser Effekt würde sich sicher durch den gesetzlichen Zwang zur Mischehe und/oder Vielweiberei noch verstärken lassen.

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 21. August 2007 um 05:45:25 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Soziales | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

Eine Antwort zu “Sozialhilfestatistik”

  1. Lazarus meint:

    Diese Betrachtung ist recht interessant - dort ist eben “unser” TEURO noch richtig etwas wert - und die Chinesen dürften durchaus schlau genug sein, sich der EURO-Zone nie anzuschließen. Interessant auch, daß der chinesische Arbeitnehmer von diesem kargen Einkommen sogar noch angemessen leben kann, der Inlandumsatz an Autos u.ä. “Luxusgütern” soll ja( zum Leidwesen für “unser” Weltklima ) boomen. Und nicht zu vergessen, daß alle unsere Jugendlichen, die hier vergeblich eine Lehrstelle suchen (wieso braucht der Staat denn noch neue Kinder, wenn er den heutigen schon nichts mehr bieten kann ?), dort eine echte Chance hätten, was unsere hierzulande doch soooo gebeutelten Unternehmen weiter entlasten könnte - vielleicht mit einer kräftigen Förderung unseres großzügigen, unternehmerfreundlichen Staates. Dieses Modell sollte dringend umgesetzt werden, könnten dann doch die Chinesen auch gleich noch unsere Pro-Kopf-Verschuldung mitübernehmen - bei der Bevölkerungszahl sähe das doch - rein statistisch - viel besser aus, oder ?

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Sozialhilfestatistik

21. August 2007 05:45

Lieber Freund

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, die Bundesrepublik Deutschland hat ein bevölkerungspolitisches Problem. Eigentlich sind es viele Probleme, aber man kann es durchaus auf ein Problem zusammenfassen, denn dieses Land hat nicht nur zu wenig Menschen die sich vermehren wollen, sondern auch noch zu viele Menschen die zu wenig Geld haben.

Deshalb muss dieser Staat nicht nur viel Geld ausgeben, damit die „zielorientierte Populationsfreudigkeit“ unter der Bevölkerung wieder zunimmt, sondern auch um den vielen Menschen sozial unterstützend unter die Arme zu greifen, nachdem er sie vorher durch die Erhebung von Steuern und Sozialabgaben wirtschaftlich erleichtert hat.

Das Statistische Bundesamt Wiesbaden (BRD West) hat ausgerechnet, dass „im bundesweiten Durchschnitt je Einwohner“ exakt 222 Euro Sozialhilfe bezahlt werden. Wobei mit 145 Euro im Osten und 232 Euro im Westen auch hier ein Gefälle zwischen West und Ost aufgezeigt wird, das allerdings noch nicht zur Energiegewinnung herangezogen werden kann.

Weiter meldet das Statistische Bundesamt, dass die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin bei der Sozialhilfe je Einwohner mit 363, 346 und 331 Euro an der Spitzengruppe liegen, während die neuen Bundesländer Thüringen, Brandenburg und Baden-Württemberg mit 146, 150 und 162 Euro das Schlusslicht bilden.

Insgesamt wurden nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2006 rund 20 Milliarden Euro für Sozialhilfeleistungen ausgegeben.
Falls es Sie interessiert, das ist eine Steigerung um 4 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch wenn das Statistische Bundesamt am Weltspartag, dem 30. Oktober, wieder melden wird, dass die Einwohner Deutschlands im Durchschnitt 160 Euro im Monat auf die Seite gelegt haben und gespart haben, so sollten Sie jetzt nicht auf die Idee kommen zur Kostensenkung die durchschnittliche Sozialhilfe pro Einwohner entsprechend zu kürzen.

Politik und Wirtschaft sind sich ja schon seit Jahren einig, dass das so nicht weitergehen kann und haben diese Variante zur Senkung der Sozialkosten bereits durchgerechnet, ja sogar bereits ansatzweise mit Programmen wie AGENDA 2010, Hartz IV und ALG II umgesetzt.

Mit Hilfe von Organisationen und Experten wird aber weiter fieberhaft nach weiteren Einspar- und gesellschaftlichen Umgestaltungsmodelle gesucht und mittels bewährter mathematischer Verfahren durchgerechnet und sukzessive realisiert. Dabei finden selbstverständlich die wichtigsten wirtschaftlichen Parameter wie Profitoptimierung, Machtausweitung, Nachhaltigkeits- und Drangsalierungsfaktor, Geburtenmanipulationsrate, Existenzangstfaktor, Solidarzuschlag, Steuerdynamisierungskonstante, Arbeitsplatzverlagerungsdivisor ihre entsprechende Berücksichtigung.

Sie dürfen es glauben, dass dies keine einfache Aufgabe ist und nur im kooperativen Konsensus der Interessenvertreter aus Wirtschaft und Politik ermöglicht wird, wobei der Last auf den Schulter unserer Politiker besonders schwere Bedeutung zukommt.

Dabei gäbe es zur Lösung dieses „Generationen-Problems“ eine ganz einfache und sozialverträgliche Lösung, denn man könnte die Empfänger von bundesdeutscher Sozialhilfe und sozialer Hilfe im Rahmen eines Kulturaustauschprogramms mit der Volksrepublik China in das Land des Lächelns schicken.

Sie brauchen jetzt gar nicht, wie auch immer, zu lachen, denn dieser ernst gemeinte Vorschlag meinerseits hat bei näherem Hinsehen sehr viele Vorteile - und das für beide Seiten.

Schließlich bekommt so ein Sozialhilfeempfänger im Monat mehr Geld vom Staat, als ein Arbeiter in China im Jahr verdient.

Sie müssen sich einfach mal vor Augen halten, dass 82 Millionen Deutsche in China nur zu einer Erhöhung der Bevölkerung um 6,2 % führen würden, aber ausgestattet mit dem durchschnittlichen bundesdeutschen Sozialhilfebetrag in Höhe von 222 Euro wäre das für China eine nicht zu verachtende Verbesserung des Bruttoinlandproduktes (BIP) je Einwohner.

Unbestritten und nicht nur durch Zahlen des Statistischen Bundesamtes bewiesen, ist die Umstand, dass sich die Deutschen nicht mehr vermehren und in „anderen Umständen“ sind, was den Bemühungen der chinesischen Regierung zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion extrem entgegen kommen würde.

Dieser Effekt würde sich sicher durch den gesetzlichen Zwang zur Mischehe und/oder Vielweiberei noch verstärken lassen.

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  1. Lazarus meint:

    Diese Betrachtung ist recht interessant - dort ist eben “unser” TEURO noch richtig etwas wert - und die Chinesen dürften durchaus schlau genug sein, sich der EURO-Zone nie anzuschließen. Interessant auch, daß der chinesische Arbeitnehmer von diesem kargen Einkommen sogar noch angemessen leben kann, der Inlandumsatz an Autos u.ä. “Luxusgütern” soll ja( zum Leidwesen für “unser” Weltklima ) boomen. Und nicht zu vergessen, daß alle unsere Jugendlichen, die hier vergeblich eine Lehrstelle suchen (wieso braucht der Staat denn noch neue Kinder, wenn er den heutigen schon nichts mehr bieten kann ?), dort eine echte Chance hätten, was unsere hierzulande doch soooo gebeutelten Unternehmen weiter entlasten könnte - vielleicht mit einer kräftigen Förderung unseres großzügigen, unternehmerfreundlichen Staates. Dieses Modell sollte dringend umgesetzt werden, könnten dann doch die Chinesen auch gleich noch unsere Pro-Kopf-Verschuldung mitübernehmen - bei der Bevölkerungszahl sähe das doch - rein statistisch - viel besser aus, oder ?

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