Fachkräftemangel

22. August 2007 05:45

Lieber Freund

Die deutsche Wirtschaft kommt einfach nicht zur Ruhe!

Waren es bisher nur die Anstrengungen zum Abbau der Arbeitsplätze, so kommen jetzt auch noch die Sorgen um den Fachkräftemangel hinzu.
Das ist nicht einfach für die deutschen Manager!

Im Rahmen ihrer Kabinettsklausur muss sich jetzt sogar die Bundesregierung die Köpfe darüber zerbrechen, denn der Mangel an qualifiziertem Personal gefährdet den Aufschwung. Laut einer Studie des Wirtschaftsministeriums kosten die fehlenden Experten sogar bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Und das ist viel!

“Der aus den nicht besetzbaren Stellen resultierende Wertschöpfungsverlust liegt nach vorläufigen Berechnungen im zweistelligen Milliardenbereich“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einer vom Wirtschaftsglos in Auftrag gegebenen Studie.

Dabei hatten führende Wirtschaftsverbände und ihre Lobbyisten die Bundesregierung in den vergangenen Monaten immer wieder auf den bevorstehenden Fachkräftemangel hingewiesen und einen einfacheren Zuzug von ausländischen Fachkräften gefordert.
Und jetzt wird es langsam eng.

Denn allein mit dem von der Familienministerin von der Leyen angeleierten Nachzuchtprogramm für mehrfach verwendbares Humanmaterial (Fachpersonal, Steuerzahler und Konsument) ist die durch die Globalisierungs- und Demographielüge entstandene Lücke sicher nicht zu schließen.

Das Problem an sich ist sehr vielschichtig.
Oberschichtig, mittelschichtig und unterschichtig. Und jetzt ist die Lage sogar prekär.

Es ist ja nicht so, dass wir keine Kinder hätten.
Aber die sind noch zu jung, oder schon zu dumm oder einfach nur faul.

Auch genügend Arbeitnehmer hat dieses Land.
Aber die sind schon zu alt, zu wenig qualifiziert oder einfach nur faul.

Und ausgebildetes Fachpersonal haben wir auch.
Aber die sind noch zu wenig flexibel, generell zu teuer und zunehmend aufmüpfig.

Um im harten Globalisierungswettbewerb bestehen zu können, braucht unser Land nach der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland deshalb nun unbedingt die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Die Öffnung der Arbeitsmärkte nach Osten alleine genügt nicht um den Gierfaktor der deutschen Wirtschaft zu befriedigen.

Und die Bundesregierung möchte es bitteschön richten, denn der „Fachkräftemangel“ kostet die Wirtschaft mehr als 20 Milliarden Euro.

Halleluja und in Ewigkeit Amen!

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. August 2007 um 05:45:20 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

4 Antworten zu “Fachkräftemangel”

  1. erphschwester meint:

    was sind schon 20 milliarden, wo uns alle die sache teuer zu stehen kommen wird ?

  2. Lazarus meint:

    … also, liebe Gemeinde, diese lächerliche Summe kann doch BuFiMi locker aus der Portokasse als nichtrückzahlbaren Zuschuß für die gebeutelte Wirtschaft aufbringen, wo doch die Kriegsschiffe unseres Landes, wie heute gerade beschlossen, ein weiteres Jahr in fremden Gewässern kreuzen müssen ….

  3. JFK meint:

    Hauptsache wir treiben uns ein weiteres Jahr in Afghanistan rum! Ja ja ich weiß wir haben die Manschaft dort unten stark reduziert damit das Volk bezüglich der Kosten nicht weiter aufheult…..denn der Terrorismus der von diesem Ort ausgeht könnte für unser Land ja gar bedrohlich werden……hmmmm haben wir da irgendetwas verpasst oder warum fühle ich mich immer mehr verarscht? Und ja bei der Befreiung der Deutschen Geisel waren Norwegische Spezialeinheiten ausschlaggebend……wer soll diesen Mist eigentlich noch glauben? Ein Hoch auf unseren Steinbeisser. Und morgen schreibe ich dann aus Lummerland…….Schiff Ahoi

  4. otti meint:

    Warum verschickt die neoliberale Wirtschaft unseren Arbeitskräfteüberschuss oder -ausschuss nicht in ihren leeren Containern nach Indien oder China und holt dafür Inder und Chinesen heim ins Reich?
    Das bringt die von Finanzhaien geforderte Rendite!
    Was wir brauchen, ist mehr Ausbeutung der Arbeitnehmer und keine soziale Marktwirtschaft.
    Dem neoliberalen Terror gehört die Zukunft!

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Fachkräftemangel

22. August 2007 05:45

Lieber Freund

Die deutsche Wirtschaft kommt einfach nicht zur Ruhe!

Waren es bisher nur die Anstrengungen zum Abbau der Arbeitsplätze, so kommen jetzt auch noch die Sorgen um den Fachkräftemangel hinzu.
Das ist nicht einfach für die deutschen Manager!

Im Rahmen ihrer Kabinettsklausur muss sich jetzt sogar die Bundesregierung die Köpfe darüber zerbrechen, denn der Mangel an qualifiziertem Personal gefährdet den Aufschwung. Laut einer Studie des Wirtschaftsministeriums kosten die fehlenden Experten sogar bis zu ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Und das ist viel!

“Der aus den nicht besetzbaren Stellen resultierende Wertschöpfungsverlust liegt nach vorläufigen Berechnungen im zweistelligen Milliardenbereich“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einer vom Wirtschaftsglos in Auftrag gegebenen Studie.

Dabei hatten führende Wirtschaftsverbände und ihre Lobbyisten die Bundesregierung in den vergangenen Monaten immer wieder auf den bevorstehenden Fachkräftemangel hingewiesen und einen einfacheren Zuzug von ausländischen Fachkräften gefordert.
Und jetzt wird es langsam eng.

Denn allein mit dem von der Familienministerin von der Leyen angeleierten Nachzuchtprogramm für mehrfach verwendbares Humanmaterial (Fachpersonal, Steuerzahler und Konsument) ist die durch die Globalisierungs- und Demographielüge entstandene Lücke sicher nicht zu schließen.

Das Problem an sich ist sehr vielschichtig.
Oberschichtig, mittelschichtig und unterschichtig. Und jetzt ist die Lage sogar prekär.

Es ist ja nicht so, dass wir keine Kinder hätten.
Aber die sind noch zu jung, oder schon zu dumm oder einfach nur faul.

Auch genügend Arbeitnehmer hat dieses Land.
Aber die sind schon zu alt, zu wenig qualifiziert oder einfach nur faul.

Und ausgebildetes Fachpersonal haben wir auch.
Aber die sind noch zu wenig flexibel, generell zu teuer und zunehmend aufmüpfig.

Um im harten Globalisierungswettbewerb bestehen zu können, braucht unser Land nach der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland deshalb nun unbedingt die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Die Öffnung der Arbeitsmärkte nach Osten alleine genügt nicht um den Gierfaktor der deutschen Wirtschaft zu befriedigen.

Und die Bundesregierung möchte es bitteschön richten, denn der „Fachkräftemangel“ kostet die Wirtschaft mehr als 20 Milliarden Euro.

Halleluja und in Ewigkeit Amen!

Machopan
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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 22. August 2007 um 05:45:20 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Wirtschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Zum Ende springen und Kommentar hinterlassen. Trackbacks sind geschlossen.

4 Antworten zu “Fachkräftemangel”

  1. erphschwester meint:

    was sind schon 20 milliarden, wo uns alle die sache teuer zu stehen kommen wird ?

  2. Lazarus meint:

    … also, liebe Gemeinde, diese lächerliche Summe kann doch BuFiMi locker aus der Portokasse als nichtrückzahlbaren Zuschuß für die gebeutelte Wirtschaft aufbringen, wo doch die Kriegsschiffe unseres Landes, wie heute gerade beschlossen, ein weiteres Jahr in fremden Gewässern kreuzen müssen ….

  3. JFK meint:

    Hauptsache wir treiben uns ein weiteres Jahr in Afghanistan rum! Ja ja ich weiß wir haben die Manschaft dort unten stark reduziert damit das Volk bezüglich der Kosten nicht weiter aufheult…..denn der Terrorismus der von diesem Ort ausgeht könnte für unser Land ja gar bedrohlich werden……hmmmm haben wir da irgendetwas verpasst oder warum fühle ich mich immer mehr verarscht? Und ja bei der Befreiung der Deutschen Geisel waren Norwegische Spezialeinheiten ausschlaggebend……wer soll diesen Mist eigentlich noch glauben? Ein Hoch auf unseren Steinbeisser. Und morgen schreibe ich dann aus Lummerland…….Schiff Ahoi

  4. otti meint:

    Warum verschickt die neoliberale Wirtschaft unseren Arbeitskräfteüberschuss oder -ausschuss nicht in ihren leeren Containern nach Indien oder China und holt dafür Inder und Chinesen heim ins Reich?
    Das bringt die von Finanzhaien geforderte Rendite!
    Was wir brauchen, ist mehr Ausbeutung der Arbeitnehmer und keine soziale Marktwirtschaft.
    Dem neoliberalen Terror gehört die Zukunft!

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