Stammwähler

24. August 2004 05:45

Früher hat man Rot, Schwarz oder Gelb gewählt, später kam noch Grün dazu. Entweder war man Sozi, Konservativer, Unternehmer oder Vegetarier. :-)
Entweder war die Regierung Rot+ oder Schwarz+.
Irgendwann scheint das den Parteien nicht mehr genügt zu haben und sie fingen plötzlich an Politik gegen ihre Stammwähler zu betreiben und nannten das Fortschritt, Flexibilität oder Globalisierung. Zuerst hat ihnen der Wähler das noch abgenommen, aber jetzt geht es an das Eingemachte.

Wir haben

  1. eine gigantische Staatsverschuldung
  2. offiziell mehr als 4 Millionen Arbeitslose
  3. sicher nochmals 4 Millionen, die in keiner manipulierten Statistik auftauchen
  4. eine Währungsumstellung mit einer Teuerungsrate > 40%
  5. permanente Steuererhöhungen und zusätzliche Steuern
  6. reale Einkommenseinbußen durch Gehaltskürzungen und Wegfall von Sonderzahlungen
  7. rapide steigende Sozialkosten mit gleichzeitiger Leistungskürzung
  8. zunehmende Armut, speziell bei Familien mit Kindern
  9. kein Vertrauen mehr in Politik, Wirtschaft und Sozialsysteme
  10. u.s.w
  11. e.t.c.
  12. p.p.

und last but not least: DIE SCHNAUZE VOLL.

(c) Copyright SCYTALE www.scytale.de

Für den desolaten Zustand unserer Republik sind, glaubt man den Parteien und dem Mainstream-Journalismus, nur einige wenige Bevölkerungsgruppen verantwortlich.
Das sind primär die Langzeitarbeitslosen, die Sozialhilfeempfänger und die Besserverdienenden.
Die politischen Parteien sind ihrer ursprünglichen Farbe und Gesinnung untreu geworden. Ein Konzept ist nicht erkennbar auch wenn es “Agenda 2010″ oder “Masterplan” heißt.
Und jeden Tag wird mit vereinten Kräften eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Das wirkt sich nicht in der Zahl der Wechselwähler aus, sondern viel mehr noch in der Zahl der Nichtwähler.

Was soll denn ein Sozi oder ein Konservativer heute noch wählen?
Was soll denn ein Wähler in diesem politischen selbstzufriedenen Einheitssumpf noch wählen? Das ist doch wie die Wahl zwischen Mickey Mouse und Donald Duck.
Dann wählt er lieber gar nicht, als eine Partei, von der er weiß, dass sie seine Interessen sowieso nur bis zum Wahlabend vertritt.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

>Momentan sind die Herren Politiker alle noch am Jammern.
Dass man sie nicht versteht, die Wähler wohl was falsch verstanden haben oder vielleicht auch gar nicht verstanden haben. Dass eben nicht mehr drin war, weil die böse Opposition wieder mal nur ihre Machtspielchen treiben wollte Dass man jetzt den Gürtel enger schnallen müsse, weil die Situation es eben erfordert. Und überhaupt müsse man ja auch alles global sehen und unter dem Gesichtspunkt des europäischen Gedankens und den Problemen in der dritten Welt und der Umweltzerstörung und so weiter und so fort und et cetera pe pe. In Ewigkeit amen.

Zwischen den Wahlen kümmert sich keiner von “denen da oben” um die Belange des “kleinen Mannes”. Es ist leichter eine Grundgesetzänderung zum Einsatz von Truppen außerhalb der BRD zu beschließen, als den Bürgern innerhalb der BRD das Recht auf Volksabstimmungen einzuräumen oder sie über die EU-Verfassung abstimmen zu lassen. Und wie unendlich schwierig wird es dann erst sein, zu beschließen dass im Wahlrecht neben der 5%-Klausel zur Eliminierung von Kleinstparteien, noch eine 50%-Klausel für die Wahlbeteiligung festgeschrieben wird, damit auch die Nichtwähler von ihren demokratischen Recht des Nein-Sagens Gebrauch machen können.

Langer Rede – kurzer Sinn.
Wer Politik gegen seine Lobby betreibt, wird mit Gegenstimmen oder Stimmenthaltungen bestraft. Das ist leider des Wählers einziges Mittel um sich in die Politik einzumischen.
Deshalb versteh ich das ganze Geschrei und Wehklagen der Politiker nicht.
Das ist doch die logische Konsequenz dieser Art von Politik.

Und wenn die Wähler ihren Unmut mit dem Treiben der politisch Verantwortlichen durch physische Präsenz auf den Straßen zum Ausdruck bringen, dann heißt das ganz konkret “Wir haben die Schnauze voll”.
Und da brauchen “die da oben” auch nicht immer zu befürchten, dass sich “die da unten” von politischen Rattenfängern instrumentalisieren lassen.
Denn was die “da unten wollen” ist ganz einfach eine andere Politik und andere Politiker.

Eine Politik die Arbeitsplätze sichert, Sozial- und Asylmissbrauch beseitigt, Steuern senkt und Arbeit, Familie und wirtschaftlichem Erfolg wieder zu ihrem ursprünglichen Stellenwert verhilft.
Und Politiker, die nicht in einem Atemzug mit Spesenbetrug, Steuerhinterziehung, uneidlicher Falschaussage, Schmiergeld, Bestechung, Subventionsbetrug und Verschwendung von Steuergelder genannt werden.

Copyright (c) Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 24. August 2004 um 05:45:55 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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Stammwähler

24. August 2004 05:45

Früher hat man Rot, Schwarz oder Gelb gewählt, später kam noch Grün dazu. Entweder war man Sozi, Konservativer, Unternehmer oder Vegetarier. :-)
Entweder war die Regierung Rot+ oder Schwarz+.
Irgendwann scheint das den Parteien nicht mehr genügt zu haben und sie fingen plötzlich an Politik gegen ihre Stammwähler zu betreiben und nannten das Fortschritt, Flexibilität oder Globalisierung. Zuerst hat ihnen der Wähler das noch abgenommen, aber jetzt geht es an das Eingemachte.

Wir haben

  1. eine gigantische Staatsverschuldung
  2. offiziell mehr als 4 Millionen Arbeitslose
  3. sicher nochmals 4 Millionen, die in keiner manipulierten Statistik auftauchen
  4. eine Währungsumstellung mit einer Teuerungsrate > 40%
  5. permanente Steuererhöhungen und zusätzliche Steuern
  6. reale Einkommenseinbußen durch Gehaltskürzungen und Wegfall von Sonderzahlungen
  7. rapide steigende Sozialkosten mit gleichzeitiger Leistungskürzung
  8. zunehmende Armut, speziell bei Familien mit Kindern
  9. kein Vertrauen mehr in Politik, Wirtschaft und Sozialsysteme
  10. u.s.w
  11. e.t.c.
  12. p.p.

und last but not least: DIE SCHNAUZE VOLL.

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Für den desolaten Zustand unserer Republik sind, glaubt man den Parteien und dem Mainstream-Journalismus, nur einige wenige Bevölkerungsgruppen verantwortlich.
Das sind primär die Langzeitarbeitslosen, die Sozialhilfeempfänger und die Besserverdienenden.
Die politischen Parteien sind ihrer ursprünglichen Farbe und Gesinnung untreu geworden. Ein Konzept ist nicht erkennbar auch wenn es “Agenda 2010″ oder “Masterplan” heißt.
Und jeden Tag wird mit vereinten Kräften eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Das wirkt sich nicht in der Zahl der Wechselwähler aus, sondern viel mehr noch in der Zahl der Nichtwähler.

Was soll denn ein Sozi oder ein Konservativer heute noch wählen?
Was soll denn ein Wähler in diesem politischen selbstzufriedenen Einheitssumpf noch wählen? Das ist doch wie die Wahl zwischen Mickey Mouse und Donald Duck.
Dann wählt er lieber gar nicht, als eine Partei, von der er weiß, dass sie seine Interessen sowieso nur bis zum Wahlabend vertritt.
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

>Momentan sind die Herren Politiker alle noch am Jammern.
Dass man sie nicht versteht, die Wähler wohl was falsch verstanden haben oder vielleicht auch gar nicht verstanden haben. Dass eben nicht mehr drin war, weil die böse Opposition wieder mal nur ihre Machtspielchen treiben wollte Dass man jetzt den Gürtel enger schnallen müsse, weil die Situation es eben erfordert. Und überhaupt müsse man ja auch alles global sehen und unter dem Gesichtspunkt des europäischen Gedankens und den Problemen in der dritten Welt und der Umweltzerstörung und so weiter und so fort und et cetera pe pe. In Ewigkeit amen.

Zwischen den Wahlen kümmert sich keiner von “denen da oben” um die Belange des “kleinen Mannes”. Es ist leichter eine Grundgesetzänderung zum Einsatz von Truppen außerhalb der BRD zu beschließen, als den Bürgern innerhalb der BRD das Recht auf Volksabstimmungen einzuräumen oder sie über die EU-Verfassung abstimmen zu lassen. Und wie unendlich schwierig wird es dann erst sein, zu beschließen dass im Wahlrecht neben der 5%-Klausel zur Eliminierung von Kleinstparteien, noch eine 50%-Klausel für die Wahlbeteiligung festgeschrieben wird, damit auch die Nichtwähler von ihren demokratischen Recht des Nein-Sagens Gebrauch machen können.

Langer Rede – kurzer Sinn.
Wer Politik gegen seine Lobby betreibt, wird mit Gegenstimmen oder Stimmenthaltungen bestraft. Das ist leider des Wählers einziges Mittel um sich in die Politik einzumischen.
Deshalb versteh ich das ganze Geschrei und Wehklagen der Politiker nicht.
Das ist doch die logische Konsequenz dieser Art von Politik.

Und wenn die Wähler ihren Unmut mit dem Treiben der politisch Verantwortlichen durch physische Präsenz auf den Straßen zum Ausdruck bringen, dann heißt das ganz konkret “Wir haben die Schnauze voll”.
Und da brauchen “die da oben” auch nicht immer zu befürchten, dass sich “die da unten” von politischen Rattenfängern instrumentalisieren lassen.
Denn was die “da unten wollen” ist ganz einfach eine andere Politik und andere Politiker.

Eine Politik die Arbeitsplätze sichert, Sozial- und Asylmissbrauch beseitigt, Steuern senkt und Arbeit, Familie und wirtschaftlichem Erfolg wieder zu ihrem ursprünglichen Stellenwert verhilft.
Und Politiker, die nicht in einem Atemzug mit Spesenbetrug, Steuerhinterziehung, uneidlicher Falschaussage, Schmiergeld, Bestechung, Subventionsbetrug und Verschwendung von Steuergelder genannt werden.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 24. August 2004 um 05:45:55 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

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