Good Vibration

30. August 2007 05:45

Lieber Freund

Zur Abwechslung mal was anderes als das ewige Gejammer um zu wenig Kinder, zu hohe Steuern, keine Arbeit und den Tiefs in den Kassen.
Endlich mal etwas was den Menschen Freude bereitet, sie zum Jubeln bringt und von einem Höhepunkt (oder heißt das jetzt Gipfel?) zum anderen jagt.

“Ein Japaner bringt klanggesteuerten Dildo auf den Markt”“, meldet Heise-Online, “der sich im Rhythmus von Klangimpulsen aus Handys oder anderen Geräten bewegt. Der Vibrator kann unter anderem auch von MP3-Playern und TV-Geräten in Bewegung gesetzt werden und lässt sich sogar ins Mobiltelefon stöpseln“.

“Eine der Ideen ist es, dass Sie es in Tokio verwenden können, wenn Ihr Freund in New York ist und Sie anruft“, meinte der Erfinder, der schon lange vorhatte ein innovatives Produkt zu entwickeln.
Gut, es wird jetzt wenig Deutsche geben, die (noch) einen Freund in New York haben.
Aber sicher wird sich, auch wenn in Deutschland gut ausgebildete Ingenieure Mangelware sind, jemand finden, der diese japanische Innovation für den deutschen Markt adaptiert.
Wenn sich zum Beispiel so ein „gPod“ durch einen Anruf von der ARGE aktivieren lassen würde, könnte man bestimmt mehreren Millionen Menschen in unserem Land, sogar zum Ortstarif, auch eine kleine Freude bereiten.

Sollten Sie also zukünftig aus den Räumlichkeiten der prekären Unterschicht und der Langzeitarbeitslosen ein Stöhnen, Keuchen und Jubeln vernehmen, dann können Sie sicher sein, dass gerade der Fallmanager anruft.
Es muss bei diesen Gesprächen ja auch nicht immer nur um Arbeit gehen. Um ein bisschen Freude zu haben, tut’s manchmal ja auch nur eine neue Stellung.

Nehmen Sie sich doch einfach mal ein Beispiel an Angela Merkel.
Seit die Bundeskanzlerin ist, läuft die auch immer mit einem zufriedenem Grinsen rum und strahlt bei jeder Gelegenheit in die Kameras.
Irgendeinen innovativen Grund muss das ja wohl haben. Es macht sich auf jeden Fall gut, auch wen es nur an den permanenten Telefonanrufen der Lobbyisten und des Kopulationspartners, äähhh Koalitionspartners liegen sollte.

Gmail gibt es übrigens auch schon. Darüber kann man sich bis zu 20 Gigabyte auf den USB-Stick äähhh gPod laden.

Da kommt richtig Freude auf.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. August 2007 um 05:45:11 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Alltag | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

3 Antworten zu “Good Vibration”

  1. Doris Matt meint:

    Danke, ein witziger Kommentar.
    Mit einem herzhaften Lachen fängt der Tag gut an.

  2. otti meint:

    Ein HartzIV-Zuckerle zur Erhaltung der (Re)produktionskarft unserer Arbeitssklaven im neoliberalen Terrorsystem.
    “Wie Hartz IV-Empfänger zu kostenloser Arbeit gezwungen werden
    Hartz-IV-Empfänger werden von den zuständigen Behörden gezwungen umsonst zu arbeiten. Und das nicht in gemeinnützigen Einrichtungen, wie zum Beispiel die Ein-Euro-Jobber, sondern in ganz normalen Unternehmen, auf ganz normalen Arbeitsplätzen, oft monatelang. In dieser Zeit kommt der Steuerzahler für den Lebensunterhalt auf. Eine der Folgen, reguläre Arbeitsplätze verschwinden. Und REPORT MAINZ hat Arbeitgeber gefunden, die von dieser Maßnahme nur zu gerne Gebrauch machen.
    Quelle 1: Report Mainz (Text)
    Quelle 2: Report Mainz (Video)”

    via www.nachdenkseiten.de

  3. otti meint:

    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2478130/lw30hp/index.html

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30. August 2007 05:45

Lieber Freund

Zur Abwechslung mal was anderes als das ewige Gejammer um zu wenig Kinder, zu hohe Steuern, keine Arbeit und den Tiefs in den Kassen.
Endlich mal etwas was den Menschen Freude bereitet, sie zum Jubeln bringt und von einem Höhepunkt (oder heißt das jetzt Gipfel?) zum anderen jagt.

“Ein Japaner bringt klanggesteuerten Dildo auf den Markt”“, meldet Heise-Online, “der sich im Rhythmus von Klangimpulsen aus Handys oder anderen Geräten bewegt. Der Vibrator kann unter anderem auch von MP3-Playern und TV-Geräten in Bewegung gesetzt werden und lässt sich sogar ins Mobiltelefon stöpseln“.

“Eine der Ideen ist es, dass Sie es in Tokio verwenden können, wenn Ihr Freund in New York ist und Sie anruft“, meinte der Erfinder, der schon lange vorhatte ein innovatives Produkt zu entwickeln.
Gut, es wird jetzt wenig Deutsche geben, die (noch) einen Freund in New York haben.
Aber sicher wird sich, auch wenn in Deutschland gut ausgebildete Ingenieure Mangelware sind, jemand finden, der diese japanische Innovation für den deutschen Markt adaptiert.
Wenn sich zum Beispiel so ein „gPod“ durch einen Anruf von der ARGE aktivieren lassen würde, könnte man bestimmt mehreren Millionen Menschen in unserem Land, sogar zum Ortstarif, auch eine kleine Freude bereiten.

Sollten Sie also zukünftig aus den Räumlichkeiten der prekären Unterschicht und der Langzeitarbeitslosen ein Stöhnen, Keuchen und Jubeln vernehmen, dann können Sie sicher sein, dass gerade der Fallmanager anruft.
Es muss bei diesen Gesprächen ja auch nicht immer nur um Arbeit gehen. Um ein bisschen Freude zu haben, tut’s manchmal ja auch nur eine neue Stellung.

Nehmen Sie sich doch einfach mal ein Beispiel an Angela Merkel.
Seit die Bundeskanzlerin ist, läuft die auch immer mit einem zufriedenem Grinsen rum und strahlt bei jeder Gelegenheit in die Kameras.
Irgendeinen innovativen Grund muss das ja wohl haben. Es macht sich auf jeden Fall gut, auch wen es nur an den permanenten Telefonanrufen der Lobbyisten und des Kopulationspartners, äähhh Koalitionspartners liegen sollte.

Gmail gibt es übrigens auch schon. Darüber kann man sich bis zu 20 Gigabyte auf den USB-Stick äähhh gPod laden.

Da kommt richtig Freude auf.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am 30. August 2007 um 05:45:11 und abgelegt unter Rauchzeichen, Gesellschaft, Alltag | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

3 Antworten zu “Good Vibration”

  1. Doris Matt meint:

    Danke, ein witziger Kommentar.
    Mit einem herzhaften Lachen fängt der Tag gut an.

  2. otti meint:

    Ein HartzIV-Zuckerle zur Erhaltung der (Re)produktionskarft unserer Arbeitssklaven im neoliberalen Terrorsystem.
    “Wie Hartz IV-Empfänger zu kostenloser Arbeit gezwungen werden
    Hartz-IV-Empfänger werden von den zuständigen Behörden gezwungen umsonst zu arbeiten. Und das nicht in gemeinnützigen Einrichtungen, wie zum Beispiel die Ein-Euro-Jobber, sondern in ganz normalen Unternehmen, auf ganz normalen Arbeitsplätzen, oft monatelang. In dieser Zeit kommt der Steuerzahler für den Lebensunterhalt auf. Eine der Folgen, reguläre Arbeitsplätze verschwinden. Und REPORT MAINZ hat Arbeitgeber gefunden, die von dieser Maßnahme nur zu gerne Gebrauch machen.
    Quelle 1: Report Mainz (Text)
    Quelle 2: Report Mainz (Video)”

    via www.nachdenkseiten.de

  3. otti meint:

    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=2478130/lw30hp/index.html

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