Volksvermögen

3. September 2007 05:45

Lieber Freund

Auch in schlechten Zeiten, wie diesen, soll man den Tag positiv beginnen.
Was wäre dazu besser geeignet als die Meldung über den Reichtum der Deutschen, denn diese haben nach Berechnungen des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin ein Vermögen von 9.000.000.000.000 (in Worten: neun Billionen) Euro aufgebaut.
Dazu schreibt der Spiegel, dass „somit jeder Deutsche 94.000 Euro besitzt - zumindest wenn man den statistischen Durchschnitt betrachtet“.

Na, das ist doch schon mal was für den Monatsanfang und den ersten Tag der Woche.
Da geht man doch gleich ganz anders motiviert zur Arbeit oder zur ARGE. Selbst auf die Stimmung bei Rentnern und Kleinkindern muss sich doch diese Meldung positiv auswirkeln, solange noch keiner gemerkelt hat, dass „statistischer Durchschnitt“ in diesem Fall so viel bedeutet wie „journalistischer Schwachsinn“.

Noch viel besser liest sich der gleiche Sachverhalt bei der Financial Times Deutschland, diesem lachsroten Senfblatt, bei dem zu lesen ist, dass „Jeder Haushalt im Schnitt 240.000 Euro besitzt“ und sich „das Geldvermögen der Haushalte seit 1999 um fast 1000 Mrd. Euro erhöht“ hat.
Wenn Sie sich recht erinnern, dann ist das kurz nach der Machtergreifung von Rot-Grün unter dem Bundesschröder und der angekündigten Halbierung der Arbeitslosenzahlen gewesen. Und schon jetzt im Jahr 2007 hat jeder Arbeitslose „statistisch“ bereits 94.000 Euro auf dem Konto und jede Bedarfsgemeinschaft und jeder überschuldete Privathaushalt hat sogar ein statistisches Vermögen von 240.000 Euro aufgebaut.

Und was haben die Politiker unseres Staates seit 1999 gebaut?
Ich würde es Ihnen gerne sagen, aber das wäre kontraproduktiv und dem Aufschwung abträglich.
Und außerdem würde Ihnen soviel Unvermögen sicher auch die positive Stimmung verderben.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. September 2007 um 05:45:53 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

13 Antworten zu “Volksvermögen”

  1. JFK meint:

    Nun ja die Visitenkarte hat nur die Überschrift geändert der Rest ist gleich geblieben. Wenn wir hier öffentlich machen würden wie es in Wirklichkeit ausschaut würde uns dies im ersten Moment keiner glauben. Noch viel schlimmer ist das wenn dies mit Fakten belegt wird beginnt eine Jagd auf die jenigen die diese Information preisgegeben haben oder werden. Ein gutes Beispiel ist der Fall Kinkel/Jebara aus dem Jahre 1986. Über Nacht hat er seinen Zögling enteignet und aus dem Land geworfen. Er hat einem Menschen alles genommen was man einer Person oder einer Familie nur nehmen kann. Die Damen und Herren dieser Regierung schützen sich gegenseitig. Das geht nur weil der Bürger dies zulässt! Und warum ist das so……weil er nicht im geringsten eine Ahnung von dem hat was unsere Politiker hier so alles anstellen. Würden Sie als normaler Bürger diese Dinge machen wären Sie binnen 48 Stunden später im Kaffee Viereck, sprich Knast….gell Herr Kinkel und Herr Dr. Urlaub….lassen Sie weiterhin das Volk um 20.00 Uhr mit der Sendung Tagesblau mit guten Nachrichten über dieses ach so schöne Land und seiner Regierung aufpimpen….jaaaa neue Schlagworte braucht der gehorsame Bürger…..pimp my Volk…..ist das nicht Herrrrlich…Stimmmmuuuung ich liebe dieses Land…..badabababdaaa…..

  2. bigbang meint:

    Trotzdem kein uninteressantes Zahlenwerk. Wenn man nämlich mal hochrechnet, wieviele Deutsche an oder unter der Armutsgrenze herumkrebsen, kann man sich ausrechnen, in wie wenigen Händen von sich das “Volksvermögen” befindet. Mein Vorschlag: Raffkes enteignen und Volksvermögen verteilen - deshalb heisst es ja so…

  3. Minotaurus meint:

    Diesen “Raffkes” ist es immerhin zu verdanken, daß sich überhaupt so etwas wie “Volksvermögen” ansammeln konnte. Otto Normalverbraucher hätte es vermutlich sofort in der nächsten Kölner Eckkneipe versoffen.
    Die neokommunistischen Vorschläge von bigbang sind also so absurd wie der Kommunismus an sich, es wäre schicht und einfach der falsche Weg.
    Mit Zahlen kann man sehr vieles, aber auch sehr wenig ausdrücken, je nachdem, wer diese Statistik gefälscht hat. Das wußte schon Sir Winston Churchill.
    Leistung und Engagement muß sich lohnen, das steht hoffentlich außer Frage. Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Raffkes - besonders in der Politik - etwas besser auf die Finger zu schauen.

    Liberale Grüße vom Minotaurus aus dem Labyrinth der Zahlen.

  4. cassiOpeia meint:

    Leistung und Engagement muß sich lohnen, keine Frage - aber auch für “Otto Nomalverbraucher/-verdiener”!!! Und die meisten von denen hängen NICHT in Kölner Eckkneipen rum, sondern erwirtschaften eben dieses Vemögen durch ihre Arbeit und Leistung.
    Die “Raffkes”, die hier gemeint sind, sind nicht diejenigen, die sich ein Vermögen verdienen, d.h. produktiv erwirtschaften. Gemeint sind diejenigen, die durch Ausbeutung, Lobbyismus, Lug und Betrug, Machtmißbrauch und mit grenzenloser Gier das (von anderen) erwirtschafte VOLKSvermögen an sich reissen und Otto Normalverbraucher mehr und mehr die Lebensgrundlagen entziehen!
    Und DAS darf sich einfach nicht mehr lohnen !!!

  5. Minotaurus meint:

    Aber hallo, cassiOpeia,
    welches Märchenbuch hast DU denn gelesen? *fragendguckt*
    Ein Vermögen produktiv (also duch seiner Hände Arbeit) zu erwirtschaften, gehört in das Reich der US-amerikanischen Fabeln vom der Schuhputzer und Tellerwäscher.
    Jedes andere Vermögen wird dadurch verdient, daß man Andere für sich arbeiten läßt, also die Leistungen anderer Menschen für seine Zwecke einsetzt, sie miteinander koordiniert und daraus seine Gewinne zieht.
    Wer zu doof ist, das zu erkennen, der wird vermutlich immer Schuhputzer bleiben, falls er keinen reichen Erbonkel hat.
    Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren, sondern dessen Verwendung, respektive den Rückfluß in den volkswirtschaftlichen Geldkreislauf besser zu kontrollieren.
    Kommunismus pur funktioniert leider nicht, wie uns die Geschichte lehrt und VOLKSvermögen wird IMMER durch Andere erwirtschaftet..
    Offensichtlich hast Du meine Aussage: “Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Raffkes - besonders in der Politik - etwas besser auf die Finger zu schauen.” ein wenig falsch interpretiert?

    Nachdenkliche Grüße vom Mino.

  6. mitdenker meint:

    @Minotaurus
    Gegenfrage: in welcher Märchenwelt hat denn ein Fabelwesen wie der Minotaurus bisher gelebt? Welche Geschichte lehrte denn bisher, dass Kommunismus nicht funktioniert? Geschichte interpretiere ich als all das, was bisher geschehen ist. Und wo gab es denn bisher Kommunismus? Gehört das Hörensagen und vollblabbern von Menschen, die alles (aber auch alles) dafür tun, die Idee einer menschlichen Gesellschaft in den Dreck zu ziehen oder für Utopie zu halten, dazu? Schon allein die eigene Analyse (Leistungen anderer Menschen für eigene Zwecke einsetzen) zeigt doch schon die pure Menschenverachtung. Die Menschheit hat sich zu dem entwickelt, was sie heute darstellt durch eine eigentlich tolle Sache - Arbeitsteilung. Die Pervertierung dieser Grundlage menschlicher Entwicklung von einzelnen und natürlich deren Schranzen zuhauf, wie sich auch selbsternannte Fabelwesen darstellen, führten und führen zu ständigen Schieflagen in der menschlichen Gesellschaft.
    Offenbar weht der geistige Hauch des Sohnes von Alois Schicklgruber und seine Idee des Antikommunismus immer noch so heftig durch viele bundesdeutsche Wohnzimmer und Kneipen, dass einem nur schlecht werden kann.

  7. cassiOpeia meint:

    Oh je, habe ich mich so mißverständlich ausgedrückt? Versuch mal dem Minotaurus den roten Faden aus dem Labyrinth zu legen:
    a) Nein, ich bin nicht so naiv zu glauben, dass es das Tellerwäschermärchen noch gibt - obwohl´s schön wär …:-)
    b) Es geht auch nicht darum, Vermögen zu kriminalisieren. Ich fürchte jedoch, Du setzt “ansammeln” mit “erwirtschaften” gleich. Alles was angesammelt (neg. ‘abgeschöpft’) werden kann, muss erstmal durch produktive Arbeit und Leistung geschaffen, sprich erwirtschaftet werden - u. a. von den “Schuhputzern und Tellerwäschern”. Zu den “produktiv” Wirtschaftenden kann auch der verantwortungsvolle Unternehmer zählen, der steuert, investiert und koordiniert und in dieser Rolle eine Leistung erbringt. Gegen eine angemessene ‘Entlohnung’ dafür ist auch nichts einzuwenden…
    Ich verabscheue ganz einfach das !leistunglose! und maßlose Anraffen von Vermögen, das andere geschaffen haben. Das genau in der Pervertierung endet, die mitdenker zu Recht anprangert!
    Will auch gar nicht groß diskutieren, welcher …-ismus nun der besere ist. Jede Form, die das Prinzip “Leben und leben lassen” ignoriert, kann auf Sicht nicht funktionieren!!
    Mit bekennenden Idealistengrüßen
    CassiOpeia (aka Ariadne)

  8. Minotaurus meint:

    Hallo, CassiOpeia (aka Ariadne),
    herzlichen Dank für den “roten Faden”, aber wer sagt Dir denn, daß ich die LEISTUNGSLOSE Anraffung von Vermögen propagiert habe?
    Ich schrieb: “Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren, …”
    Damit meinte ich die ERWIRTSCHAFTUNG von Vermögen! Und das sollte für einen Unternehmer ebenso legitim sein wie für Fensterputzer und Fließbandarbeiter.
    Aber auch Politiker möchte ich nicht völlig davon ausnehmen, wenngleich die meisten “Vermögensansammlungen” in diesem Bereich wohl eher den Tatbestand der Veruntreuung und der Korruption erfüllen.
    Manchmal wäre es von Vorteil, Textbeiträge etwas genauer zu lesen, dann erübrigt sich auch die Verteilung von roten Fäden, roten Socken und anderen Gegenständen mit dieser herrlichen Farbe.
    Auch die Verteilung von roten Ideologien könnte man damit wieder dorthin verlagern, wohin sie eigentlich gehören: In das Panoptikum der Geschichte.
    Liebe Grüße auch an den vermeintlichen “Mitdenker!” Vielleicht sollte er wirklich seinem Namen einmal etwas Ehre machen, bevor er einfach drauf losblubbert und seine hohlen Phrasen von Alois Schicklgrubers Sohn auf die virtuelle Reise schickt.
    Der gehört nämlich ebenfalls in das beschriebene Panoptikum der Geschichte, auch wenn verschiedene Gestalten ihn immer wieder daraus hervorzerren wollen.

    Liberale Grüße vom Mino.

  9. mitdenker meint:

    @minotaurus
    1.”Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.”
    2.„Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit.“ (Aldous Huxley)
    3.„Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Und Dispute mit Schwarzen oder Braunen Sockenträgern bringen nichts, denn:
    4.„Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

  10. Fred Sky meint:

    @ mitdenker
    Deine Zitate sind zutreffend, und es gab immer schon schlaue Leute, die den Durchblick hatten, aber was hat es geholfen?
    Unser lieber Macho hat wohl eher den genetischen Code von Mark Twain geerbt:
    http://zitate.net/autoren/mark%20twain/zitate.html
    MfG

  11. cassiOpeia meint:

    Hi Mino, mir scheint unsere Meinungen liegen gar nicht soooo weit auseinander:
    Du schriebst “Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren ” und ich sagte, dass ich nur das “leistungslose Anraffen und anderen damit die Lebensgrundlage entziehen” verabscheue. Und dass es auch für den ordentlichen Unternehmer legitim ist, sein Vermögen zu erwirtschften, habe ich doch auch ausgedrückt.
    (’Manchmal wäre es von Vorteil, Textbeiträge etwas genauer zu lesen, …’;-))
    Du scheinst ja ziemlich schnell ROT zu sehen (naja - Taurus halt ;-) )
    Der ‘rote Faden’ war eigentlich nur eine Metapher (ist das das richtige Wort?) und nicht als politischer Leitfaden irgendwelcher Färbung gemeint. Wenn ich überhaupt eine ‘Ideologie’ vertrete, dann die der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, gesunden Menschenverstand, “Leben und leben lassen”, wie bereits gesagt. Und die kann von mir aus rot, blau oder lila oder sonstwas gestrichen sein.
    Beste Grüße von der (früher mal echt Natur)-Rothaarigen :-)
    CassiOpeia (noch´n aka: RedWitch)

  12. Minotaurus meint:

    @ cassiOpeia,
    keine Angst, ich hab die Metapher mit dem roten Faden schon verstanden. Die Assoziation mit roten Socken und roter Gesinnung hatte sich auf Grund der Thematik eben angeboten.
    Im Übrigen scheinen wir mit unseren Ansichten (trotz einiger Mißverständnisse) wirklich nicht allzu weit auseinander zu liegen.
    Den Grundsatz “Leben und leben lassen” hat ohnehin jeder Bayer in sein Glaubensbekenntnis integriert, völlig unabhängig von seiner sonstigen Konfessionszugehörigkeit oder eben Nicht-Zugehörigkeit.

    @ Mitdenker,
    wer nicht gerne selber denkt, der kann immer noch auf eine Fülle von Zitaten zurückgreifen, die andere, SELBSTDENKENDE Menschen von sich gegeben haben.
    Keine Angst, dieses Zitat stammt von mir. *lach* Du brauchst also nicht danach zu suchen.
    Übrigens trage ich nur ganz selten schwarze oder braune Socken, falls Dir das ein wenig weiterhilft.

    Bayrisch-Liberale Atheistengrüße vom Mino, auch an alle Rothaarigen.
    Ich liebe euch alle!

  13. cassiOpeia meint:

    Dachte ich mir doch: jemand der schöne stimmungsvolle Bilder macht und zu schätzen weiß, kann gar so übel nicht sein ;-)
    Aber bekennender Bayer ? Uuuuuuuh, da muss ich als Fränkin wohl nochmal drüber nachdenken ….. Griiiiiiiiins ;-) Nix für ungut! (duck & renn)
    Bin scho wech !!! :-)

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3. September 2007 05:45

Lieber Freund

Auch in schlechten Zeiten, wie diesen, soll man den Tag positiv beginnen.
Was wäre dazu besser geeignet als die Meldung über den Reichtum der Deutschen, denn diese haben nach Berechnungen des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin ein Vermögen von 9.000.000.000.000 (in Worten: neun Billionen) Euro aufgebaut.
Dazu schreibt der Spiegel, dass „somit jeder Deutsche 94.000 Euro besitzt - zumindest wenn man den statistischen Durchschnitt betrachtet“.

Na, das ist doch schon mal was für den Monatsanfang und den ersten Tag der Woche.
Da geht man doch gleich ganz anders motiviert zur Arbeit oder zur ARGE. Selbst auf die Stimmung bei Rentnern und Kleinkindern muss sich doch diese Meldung positiv auswirkeln, solange noch keiner gemerkelt hat, dass „statistischer Durchschnitt“ in diesem Fall so viel bedeutet wie „journalistischer Schwachsinn“.

Noch viel besser liest sich der gleiche Sachverhalt bei der Financial Times Deutschland, diesem lachsroten Senfblatt, bei dem zu lesen ist, dass „Jeder Haushalt im Schnitt 240.000 Euro besitzt“ und sich „das Geldvermögen der Haushalte seit 1999 um fast 1000 Mrd. Euro erhöht“ hat.
Wenn Sie sich recht erinnern, dann ist das kurz nach der Machtergreifung von Rot-Grün unter dem Bundesschröder und der angekündigten Halbierung der Arbeitslosenzahlen gewesen. Und schon jetzt im Jahr 2007 hat jeder Arbeitslose „statistisch“ bereits 94.000 Euro auf dem Konto und jede Bedarfsgemeinschaft und jeder überschuldete Privathaushalt hat sogar ein statistisches Vermögen von 240.000 Euro aufgebaut.

Und was haben die Politiker unseres Staates seit 1999 gebaut?
Ich würde es Ihnen gerne sagen, aber das wäre kontraproduktiv und dem Aufschwung abträglich.
Und außerdem würde Ihnen soviel Unvermögen sicher auch die positive Stimmung verderben.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 3. September 2007 um 05:45:53 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

13 Antworten zu “Volksvermögen”

  1. JFK meint:

    Nun ja die Visitenkarte hat nur die Überschrift geändert der Rest ist gleich geblieben. Wenn wir hier öffentlich machen würden wie es in Wirklichkeit ausschaut würde uns dies im ersten Moment keiner glauben. Noch viel schlimmer ist das wenn dies mit Fakten belegt wird beginnt eine Jagd auf die jenigen die diese Information preisgegeben haben oder werden. Ein gutes Beispiel ist der Fall Kinkel/Jebara aus dem Jahre 1986. Über Nacht hat er seinen Zögling enteignet und aus dem Land geworfen. Er hat einem Menschen alles genommen was man einer Person oder einer Familie nur nehmen kann. Die Damen und Herren dieser Regierung schützen sich gegenseitig. Das geht nur weil der Bürger dies zulässt! Und warum ist das so……weil er nicht im geringsten eine Ahnung von dem hat was unsere Politiker hier so alles anstellen. Würden Sie als normaler Bürger diese Dinge machen wären Sie binnen 48 Stunden später im Kaffee Viereck, sprich Knast….gell Herr Kinkel und Herr Dr. Urlaub….lassen Sie weiterhin das Volk um 20.00 Uhr mit der Sendung Tagesblau mit guten Nachrichten über dieses ach so schöne Land und seiner Regierung aufpimpen….jaaaa neue Schlagworte braucht der gehorsame Bürger…..pimp my Volk…..ist das nicht Herrrrlich…Stimmmmuuuung ich liebe dieses Land…..badabababdaaa…..

  2. bigbang meint:

    Trotzdem kein uninteressantes Zahlenwerk. Wenn man nämlich mal hochrechnet, wieviele Deutsche an oder unter der Armutsgrenze herumkrebsen, kann man sich ausrechnen, in wie wenigen Händen von sich das “Volksvermögen” befindet. Mein Vorschlag: Raffkes enteignen und Volksvermögen verteilen - deshalb heisst es ja so…

  3. Minotaurus meint:

    Diesen “Raffkes” ist es immerhin zu verdanken, daß sich überhaupt so etwas wie “Volksvermögen” ansammeln konnte. Otto Normalverbraucher hätte es vermutlich sofort in der nächsten Kölner Eckkneipe versoffen.
    Die neokommunistischen Vorschläge von bigbang sind also so absurd wie der Kommunismus an sich, es wäre schicht und einfach der falsche Weg.
    Mit Zahlen kann man sehr vieles, aber auch sehr wenig ausdrücken, je nachdem, wer diese Statistik gefälscht hat. Das wußte schon Sir Winston Churchill.
    Leistung und Engagement muß sich lohnen, das steht hoffentlich außer Frage. Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Raffkes - besonders in der Politik - etwas besser auf die Finger zu schauen.

    Liberale Grüße vom Minotaurus aus dem Labyrinth der Zahlen.

  4. cassiOpeia meint:

    Leistung und Engagement muß sich lohnen, keine Frage - aber auch für “Otto Nomalverbraucher/-verdiener”!!! Und die meisten von denen hängen NICHT in Kölner Eckkneipen rum, sondern erwirtschaften eben dieses Vemögen durch ihre Arbeit und Leistung.
    Die “Raffkes”, die hier gemeint sind, sind nicht diejenigen, die sich ein Vermögen verdienen, d.h. produktiv erwirtschaften. Gemeint sind diejenigen, die durch Ausbeutung, Lobbyismus, Lug und Betrug, Machtmißbrauch und mit grenzenloser Gier das (von anderen) erwirtschafte VOLKSvermögen an sich reissen und Otto Normalverbraucher mehr und mehr die Lebensgrundlagen entziehen!
    Und DAS darf sich einfach nicht mehr lohnen !!!

  5. Minotaurus meint:

    Aber hallo, cassiOpeia,
    welches Märchenbuch hast DU denn gelesen? *fragendguckt*
    Ein Vermögen produktiv (also duch seiner Hände Arbeit) zu erwirtschaften, gehört in das Reich der US-amerikanischen Fabeln vom der Schuhputzer und Tellerwäscher.
    Jedes andere Vermögen wird dadurch verdient, daß man Andere für sich arbeiten läßt, also die Leistungen anderer Menschen für seine Zwecke einsetzt, sie miteinander koordiniert und daraus seine Gewinne zieht.
    Wer zu doof ist, das zu erkennen, der wird vermutlich immer Schuhputzer bleiben, falls er keinen reichen Erbonkel hat.
    Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren, sondern dessen Verwendung, respektive den Rückfluß in den volkswirtschaftlichen Geldkreislauf besser zu kontrollieren.
    Kommunismus pur funktioniert leider nicht, wie uns die Geschichte lehrt und VOLKSvermögen wird IMMER durch Andere erwirtschaftet..
    Offensichtlich hast Du meine Aussage: “Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, den Raffkes - besonders in der Politik - etwas besser auf die Finger zu schauen.” ein wenig falsch interpretiert?

    Nachdenkliche Grüße vom Mino.

  6. mitdenker meint:

    @Minotaurus
    Gegenfrage: in welcher Märchenwelt hat denn ein Fabelwesen wie der Minotaurus bisher gelebt? Welche Geschichte lehrte denn bisher, dass Kommunismus nicht funktioniert? Geschichte interpretiere ich als all das, was bisher geschehen ist. Und wo gab es denn bisher Kommunismus? Gehört das Hörensagen und vollblabbern von Menschen, die alles (aber auch alles) dafür tun, die Idee einer menschlichen Gesellschaft in den Dreck zu ziehen oder für Utopie zu halten, dazu? Schon allein die eigene Analyse (Leistungen anderer Menschen für eigene Zwecke einsetzen) zeigt doch schon die pure Menschenverachtung. Die Menschheit hat sich zu dem entwickelt, was sie heute darstellt durch eine eigentlich tolle Sache - Arbeitsteilung. Die Pervertierung dieser Grundlage menschlicher Entwicklung von einzelnen und natürlich deren Schranzen zuhauf, wie sich auch selbsternannte Fabelwesen darstellen, führten und führen zu ständigen Schieflagen in der menschlichen Gesellschaft.
    Offenbar weht der geistige Hauch des Sohnes von Alois Schicklgruber und seine Idee des Antikommunismus immer noch so heftig durch viele bundesdeutsche Wohnzimmer und Kneipen, dass einem nur schlecht werden kann.

  7. cassiOpeia meint:

    Oh je, habe ich mich so mißverständlich ausgedrückt? Versuch mal dem Minotaurus den roten Faden aus dem Labyrinth zu legen:
    a) Nein, ich bin nicht so naiv zu glauben, dass es das Tellerwäschermärchen noch gibt - obwohl´s schön wär …:-)
    b) Es geht auch nicht darum, Vermögen zu kriminalisieren. Ich fürchte jedoch, Du setzt “ansammeln” mit “erwirtschaften” gleich. Alles was angesammelt (neg. ‘abgeschöpft’) werden kann, muss erstmal durch produktive Arbeit und Leistung geschaffen, sprich erwirtschaftet werden - u. a. von den “Schuhputzern und Tellerwäschern”. Zu den “produktiv” Wirtschaftenden kann auch der verantwortungsvolle Unternehmer zählen, der steuert, investiert und koordiniert und in dieser Rolle eine Leistung erbringt. Gegen eine angemessene ‘Entlohnung’ dafür ist auch nichts einzuwenden…
    Ich verabscheue ganz einfach das !leistunglose! und maßlose Anraffen von Vermögen, das andere geschaffen haben. Das genau in der Pervertierung endet, die mitdenker zu Recht anprangert!
    Will auch gar nicht groß diskutieren, welcher …-ismus nun der besere ist. Jede Form, die das Prinzip “Leben und leben lassen” ignoriert, kann auf Sicht nicht funktionieren!!
    Mit bekennenden Idealistengrüßen
    CassiOpeia (aka Ariadne)

  8. Minotaurus meint:

    Hallo, CassiOpeia (aka Ariadne),
    herzlichen Dank für den “roten Faden”, aber wer sagt Dir denn, daß ich die LEISTUNGSLOSE Anraffung von Vermögen propagiert habe?
    Ich schrieb: “Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren, …”
    Damit meinte ich die ERWIRTSCHAFTUNG von Vermögen! Und das sollte für einen Unternehmer ebenso legitim sein wie für Fensterputzer und Fließbandarbeiter.
    Aber auch Politiker möchte ich nicht völlig davon ausnehmen, wenngleich die meisten “Vermögensansammlungen” in diesem Bereich wohl eher den Tatbestand der Veruntreuung und der Korruption erfüllen.
    Manchmal wäre es von Vorteil, Textbeiträge etwas genauer zu lesen, dann erübrigt sich auch die Verteilung von roten Fäden, roten Socken und anderen Gegenständen mit dieser herrlichen Farbe.
    Auch die Verteilung von roten Ideologien könnte man damit wieder dorthin verlagern, wohin sie eigentlich gehören: In das Panoptikum der Geschichte.
    Liebe Grüße auch an den vermeintlichen “Mitdenker!” Vielleicht sollte er wirklich seinem Namen einmal etwas Ehre machen, bevor er einfach drauf losblubbert und seine hohlen Phrasen von Alois Schicklgrubers Sohn auf die virtuelle Reise schickt.
    Der gehört nämlich ebenfalls in das beschriebene Panoptikum der Geschichte, auch wenn verschiedene Gestalten ihn immer wieder daraus hervorzerren wollen.

    Liberale Grüße vom Mino.

  9. mitdenker meint:

    @minotaurus
    1.”Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.”
    2.„Der Glaube an eine größere und bessere Zukunft ist einer der mächtigsten Feinde gegenwärtiger Freiheit.“ (Aldous Huxley)
    3.„Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)
    Und Dispute mit Schwarzen oder Braunen Sockenträgern bringen nichts, denn:
    4.„Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

  10. Fred Sky meint:

    @ mitdenker
    Deine Zitate sind zutreffend, und es gab immer schon schlaue Leute, die den Durchblick hatten, aber was hat es geholfen?
    Unser lieber Macho hat wohl eher den genetischen Code von Mark Twain geerbt:
    http://zitate.net/autoren/mark%20twain/zitate.html
    MfG

  11. cassiOpeia meint:

    Hi Mino, mir scheint unsere Meinungen liegen gar nicht soooo weit auseinander:
    Du schriebst “Es geht also gar nicht darum, die Erwirtschaftung von Vermögen zu kriminalisieren ” und ich sagte, dass ich nur das “leistungslose Anraffen und anderen damit die Lebensgrundlage entziehen” verabscheue. Und dass es auch für den ordentlichen Unternehmer legitim ist, sein Vermögen zu erwirtschften, habe ich doch auch ausgedrückt.
    (’Manchmal wäre es von Vorteil, Textbeiträge etwas genauer zu lesen, …’;-))
    Du scheinst ja ziemlich schnell ROT zu sehen (naja - Taurus halt ;-) )
    Der ‘rote Faden’ war eigentlich nur eine Metapher (ist das das richtige Wort?) und nicht als politischer Leitfaden irgendwelcher Färbung gemeint. Wenn ich überhaupt eine ‘Ideologie’ vertrete, dann die der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, gesunden Menschenverstand, “Leben und leben lassen”, wie bereits gesagt. Und die kann von mir aus rot, blau oder lila oder sonstwas gestrichen sein.
    Beste Grüße von der (früher mal echt Natur)-Rothaarigen :-)
    CassiOpeia (noch´n aka: RedWitch)

  12. Minotaurus meint:

    @ cassiOpeia,
    keine Angst, ich hab die Metapher mit dem roten Faden schon verstanden. Die Assoziation mit roten Socken und roter Gesinnung hatte sich auf Grund der Thematik eben angeboten.
    Im Übrigen scheinen wir mit unseren Ansichten (trotz einiger Mißverständnisse) wirklich nicht allzu weit auseinander zu liegen.
    Den Grundsatz “Leben und leben lassen” hat ohnehin jeder Bayer in sein Glaubensbekenntnis integriert, völlig unabhängig von seiner sonstigen Konfessionszugehörigkeit oder eben Nicht-Zugehörigkeit.

    @ Mitdenker,
    wer nicht gerne selber denkt, der kann immer noch auf eine Fülle von Zitaten zurückgreifen, die andere, SELBSTDENKENDE Menschen von sich gegeben haben.
    Keine Angst, dieses Zitat stammt von mir. *lach* Du brauchst also nicht danach zu suchen.
    Übrigens trage ich nur ganz selten schwarze oder braune Socken, falls Dir das ein wenig weiterhilft.

    Bayrisch-Liberale Atheistengrüße vom Mino, auch an alle Rothaarigen.
    Ich liebe euch alle!

  13. cassiOpeia meint:

    Dachte ich mir doch: jemand der schöne stimmungsvolle Bilder macht und zu schätzen weiß, kann gar so übel nicht sein ;-)
    Aber bekennender Bayer ? Uuuuuuuh, da muss ich als Fränkin wohl nochmal drüber nachdenken ….. Griiiiiiiiins ;-) Nix für ungut! (duck & renn)
    Bin scho wech !!! :-)

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