Waffenpatzer

6. September 2007 05:45

Lieber Freund

Für die Opposition war es mal wieder eine Möglichkeit vor die Mikrofone der Medien zu gelangen, um den „Waffenpatzer“ von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zu kommentieren, wobei auffiel, dass ausgerechnet Claudia Roth von den Grünen „dazu nichts mehr einfiel“.
Grund für die „Aufregung“ war ein Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium zum neuen Waffenrecht, in dem eine Rückkehr zur alten Altersgrenze von 18 Jahren für Besitzer großkalibriger Sportwaffen vorgesehen war. Diese Altersgrenze war nach dem Amoklauf von Erfurt im Jahre 2002, bei dem ein 19-jähriger Schüler, der Mitglied in einem Sportschützenverein und Inhaber einer „Waffenbesitzkarte“ war, mehrere Lehrer und Schüler getötet hatte, auf 21 Jahre angehoben worden.

Dreimal dürfen Sie raten, für welche Altergrenze man sich wohl damals, im Rahmen der in solchen Fällen üblichen „präventiven Spontanmaßnahmen“ entschieden hätte, wenn der Täter zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt gewesen wäre.
Ich persönlich warte ja nur darauf bis der erste, bis an die Zähne bewaffnete 80-Jährige seine ehemalige Grundschule stürmt, um späte Rache für den fehlenden Hauptschulabschluss zu nehmen, der wohl hauptursächlich für seine Altersarmut gewesen sein könnte.

Während sich nun die Opposition noch medienwirksam das Maul über diesen „Waffenpatzer“ zerreißt und die Gelegenheit natürlich dazu benützt sich auch mal wieder bemerkbar zu machen, hatte IM Schäuble kraft seines Amtes bereits eine „politische Entscheidung“ getroffen und es zur „Wahrung der inneren Sicherheit“ mal bei der Altersgrenze von 21 Jahren belassen.

Wobei das (zumindest mir) nicht so ganz logisch erscheint, denn bereits im zarten Alter von 18 Jahren wird von dem männlichen „Bürger in Uniform“ verlangt, dass er die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Landes mit einer (großkalibrigen) Waffe in der Hand verteidigt und sich dabei gegebenenfalls auch erschießen lässt.
Vielleicht ist das aber auch wehrpolitische Absicht, weil dem 18-Jährigen (noch) die notwendige Reife fehlt, um erkennen zu können auf was er sich dabei eigentlich einlässt.

Um aber den „Waffenpatzer“ zu verstehen und in der Gedankenwelt des IM Schäuble richtig einordnen zu können, sollte man bei Wikipedia mal unter dem Begriff „Geplänkel“ nachschlagen, denn der Bundesinnenminister von Merkels Gnaden befindet sich seit seinem Amtsantritt im Kriegszustand mit unserer Gesellschaft. Mit geradezu missionarischem Eifer und besessen von seiner Aufgabe wird mit der Terrorismusschere an der Gesellschaftsordnung unseres Landes und den Bürgerrechten herumgeschnippelt, beschnitten und abgeschnitten. Im Zusammenwirken mit anderen „reformierenden“ Maßnahmen wie „Waschen und Schneiden“ ist die logische Folge eine zunehmende Anzahl Glatzköpfe.

Rückblickend darf man wohl feststellen, dass es einer der bleibenden Verdienste des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl war, neben seinem Versprecher mit den blühenden Landschaften im Osten, Wolfgang Schäuble als Regierungschef verhindert zu haben.
Erst „Hellmut’s Mädchen“ hat dann Jahre später den Bock zum Gärtner gemacht.

Daher reduziert sich wohl die Problematik der „verinnerlichten Sicherheit“ auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Jäger die Flinte ins Korn werfen darf - bevor oder nachdem er diesen Bock geschossen hat.

Machopan
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6 Antworten zu “Waffenpatzer”

  1. Lazarus meint:

    Was mir dazu evtl. einfallen könnte ist, daß es sich bei diesem Vorstoß des IM um eine sog. “Drohne” handelt, um von gleichzeitig vorbereiteten, unser aller Leben drastisch beeinträchtigenden Gesetzen abzulenken. Frei nach dem Motto - wirf Steine unter sie, daß sie sich darum raufen (und gegenseitig fertig machen !)

  2. Machopan meint:

    Besonders vor dem Hintergrund, dass Schäuble zu diesem Zeitpunkt bereits von den drei “mutmaßlichen Terroristen” und ihrem Sprengstoff wusste, ist dieser “Waffenpatzer” doch wohl überaus verzeihlich.
    Beschäftigungstherapie vom Feinsten halt!
    Brot und Spiele!
    “Steine, frische Steine”

  3. Fred Sky meint:

    “… die Plänkler rückten nahe an die Linien des Feindes und bewarfen die feindlichen Soldaten z. B. mit Steinen …”
    http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/

  4. mitdenker meint:

    @machopan
    Welche drei “mutmaßlichen Terroristen”? Waren das nicht verhinderte Friseure, welche den Damen des Kabinetts mittels Wasserstoffperoxyd die Haarfarbe verpassen wollten, die der Legende nach Ihnen zustehen würde?
    Und wenn es denn wirklich Terroristen sein sollten, so gibt es als Antwort auf die bösen Ossis mit Drang in die Bundeswehr doch hier nur eine Schlussfolgerung: echte Terroristen sind Wessis…

    Aber wovor haben wir eigentlich Angst bzw. sollen Angst haben? Vor Terroristen? Wie stellte doch ein Kabarettist fest? Ja, Schläfer gibt es massenweise in Deutschland. Sie sitzen hinterm Lenkrad von LKW’s auf Deutschen Autobahnen. 6000 Verkehrstote jährlich. Von solchen “Erfolgsbilanzen” können Terroristen nur träumen. Oder die Bilanz unserer Ärzte: etwa 15.000 Tote durch Ärztepfusch. Und wieso geben sich Terroristen eigentlich solche Mühe? 11.000 Suizidopfer jährlich. Wen wundern solche Zahlen noch. Etwa 25 -30% der Berliner Bevölkerung haben wegen Stress bzw. Überlastung bei der Arbeit ein psychologisches Problem - sagen Untersuchungen aus. Die wahren Terroristen sitzen doch in den Vorständen, Aufsichtsgremien und ihre Lakaien in den entsprechenden Ausschüssen der Politik.

  5. Machopan meint:

    @mitdenker
    Wie wahr! Terror und Terroristen haben wir seit Jahren selber, da kommt es jetzt auf die paar “Mutmaßlichen” vom Stamm der Haubentaucher und Schleiertänzer auch nicht mehr an. Seit Jahren hat der durch Politik und Wirtschaft produzierte nationale Terror in unserem Land gigantische Schäden angerichtet und unzählige Existenzen vernichtet.

    Im November 2003 habe ich mir darüber so meine Gedanken gemacht und erfreue mich auf dem Posting über die “Bauanleitung” zur Zerstörung einer Demokratie hoher Zugriffszahlen.
    Auch von Ermittlungsbehörden des Bundes und der Länder. :-)
    Nicht dass ich nun in Anspruch nehmen würde ein Visionär zu sein, aber fast alles, was im Jahr 2003 noch gefehlt hat, ist zwischenzeitlich eingetroffen. Und der Rest, angefangen von der virtuellen Fußfessel und dem elektronischen Maulschloss für alle Mit- und Querdenker, bis zur Rundumbespitzelung für alle potentiellen Staatsfeinde, das kommt auch noch.
    Lasst den Schäuble und die GroKo nur mal machen!

  6. otti meint:

    Herr Kurnaz und Herr el Masri können sicher bestätigen, dass die im Zuge des Kampfes gegen den Terror durch die westliche Wertegemeinschaft an ihnen begangenen schwersten Menchenrechtsverletzungen als staatlich betriebener Terror aufzufassen sein könnte.
    Was die weiteren in Schäuble-Land zu beklagenden bisherigen Terroropfer betrifft, so handelt es sich da nur um normale Menschen, die dem rechten Gewaltterror zum Opfer gefallen sind. Um solche bedauernwerte Leute kann sich die Politikerkaste selbstverständlich nicht auch noch kümmern.

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Waffenpatzer

6. September 2007 05:45

Lieber Freund

Für die Opposition war es mal wieder eine Möglichkeit vor die Mikrofone der Medien zu gelangen, um den „Waffenpatzer“ von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zu kommentieren, wobei auffiel, dass ausgerechnet Claudia Roth von den Grünen „dazu nichts mehr einfiel“.
Grund für die „Aufregung“ war ein Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium zum neuen Waffenrecht, in dem eine Rückkehr zur alten Altersgrenze von 18 Jahren für Besitzer großkalibriger Sportwaffen vorgesehen war. Diese Altersgrenze war nach dem Amoklauf von Erfurt im Jahre 2002, bei dem ein 19-jähriger Schüler, der Mitglied in einem Sportschützenverein und Inhaber einer „Waffenbesitzkarte“ war, mehrere Lehrer und Schüler getötet hatte, auf 21 Jahre angehoben worden.

Dreimal dürfen Sie raten, für welche Altergrenze man sich wohl damals, im Rahmen der in solchen Fällen üblichen „präventiven Spontanmaßnahmen“ entschieden hätte, wenn der Täter zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt gewesen wäre.
Ich persönlich warte ja nur darauf bis der erste, bis an die Zähne bewaffnete 80-Jährige seine ehemalige Grundschule stürmt, um späte Rache für den fehlenden Hauptschulabschluss zu nehmen, der wohl hauptursächlich für seine Altersarmut gewesen sein könnte.

Während sich nun die Opposition noch medienwirksam das Maul über diesen „Waffenpatzer“ zerreißt und die Gelegenheit natürlich dazu benützt sich auch mal wieder bemerkbar zu machen, hatte IM Schäuble kraft seines Amtes bereits eine „politische Entscheidung“ getroffen und es zur „Wahrung der inneren Sicherheit“ mal bei der Altersgrenze von 21 Jahren belassen.

Wobei das (zumindest mir) nicht so ganz logisch erscheint, denn bereits im zarten Alter von 18 Jahren wird von dem männlichen „Bürger in Uniform“ verlangt, dass er die freiheitlich-demokratische Grundordnung unseres Landes mit einer (großkalibrigen) Waffe in der Hand verteidigt und sich dabei gegebenenfalls auch erschießen lässt.
Vielleicht ist das aber auch wehrpolitische Absicht, weil dem 18-Jährigen (noch) die notwendige Reife fehlt, um erkennen zu können auf was er sich dabei eigentlich einlässt.

Um aber den „Waffenpatzer“ zu verstehen und in der Gedankenwelt des IM Schäuble richtig einordnen zu können, sollte man bei Wikipedia mal unter dem Begriff „Geplänkel“ nachschlagen, denn der Bundesinnenminister von Merkels Gnaden befindet sich seit seinem Amtsantritt im Kriegszustand mit unserer Gesellschaft. Mit geradezu missionarischem Eifer und besessen von seiner Aufgabe wird mit der Terrorismusschere an der Gesellschaftsordnung unseres Landes und den Bürgerrechten herumgeschnippelt, beschnitten und abgeschnitten. Im Zusammenwirken mit anderen „reformierenden“ Maßnahmen wie „Waschen und Schneiden“ ist die logische Folge eine zunehmende Anzahl Glatzköpfe.

Rückblickend darf man wohl feststellen, dass es einer der bleibenden Verdienste des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl war, neben seinem Versprecher mit den blühenden Landschaften im Osten, Wolfgang Schäuble als Regierungschef verhindert zu haben.
Erst „Hellmut’s Mädchen“ hat dann Jahre später den Bock zum Gärtner gemacht.

Daher reduziert sich wohl die Problematik der „verinnerlichten Sicherheit“ auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Jäger die Flinte ins Korn werfen darf - bevor oder nachdem er diesen Bock geschossen hat.

Machopan
(c) Copyright Machopan - Alle Rechte vorbehalten

Dieser Beitrag wurde geschrieben am 6. September 2007 um 05:45:12 und abgelegt unter Rauchzeichen, Politik, Gesellschaft | Add to mister Wong. Die Kommentare mit diesem RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können ein Kommentar schreiben oder ein Trackback hinterlegen.

6 Antworten zu “Waffenpatzer”

  1. Lazarus meint:

    Was mir dazu evtl. einfallen könnte ist, daß es sich bei diesem Vorstoß des IM um eine sog. “Drohne” handelt, um von gleichzeitig vorbereiteten, unser aller Leben drastisch beeinträchtigenden Gesetzen abzulenken. Frei nach dem Motto - wirf Steine unter sie, daß sie sich darum raufen (und gegenseitig fertig machen !)

  2. Machopan meint:

    Besonders vor dem Hintergrund, dass Schäuble zu diesem Zeitpunkt bereits von den drei “mutmaßlichen Terroristen” und ihrem Sprengstoff wusste, ist dieser “Waffenpatzer” doch wohl überaus verzeihlich.
    Beschäftigungstherapie vom Feinsten halt!
    Brot und Spiele!
    “Steine, frische Steine”

  3. Fred Sky meint:

    “… die Plänkler rückten nahe an die Linien des Feindes und bewarfen die feindlichen Soldaten z. B. mit Steinen …”
    http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/

  4. mitdenker meint:

    @machopan
    Welche drei “mutmaßlichen Terroristen”? Waren das nicht verhinderte Friseure, welche den Damen des Kabinetts mittels Wasserstoffperoxyd die Haarfarbe verpassen wollten, die der Legende nach Ihnen zustehen würde?
    Und wenn es denn wirklich Terroristen sein sollten, so gibt es als Antwort auf die bösen Ossis mit Drang in die Bundeswehr doch hier nur eine Schlussfolgerung: echte Terroristen sind Wessis…

    Aber wovor haben wir eigentlich Angst bzw. sollen Angst haben? Vor Terroristen? Wie stellte doch ein Kabarettist fest? Ja, Schläfer gibt es massenweise in Deutschland. Sie sitzen hinterm Lenkrad von LKW’s auf Deutschen Autobahnen. 6000 Verkehrstote jährlich. Von solchen “Erfolgsbilanzen” können Terroristen nur träumen. Oder die Bilanz unserer Ärzte: etwa 15.000 Tote durch Ärztepfusch. Und wieso geben sich Terroristen eigentlich solche Mühe? 11.000 Suizidopfer jährlich. Wen wundern solche Zahlen noch. Etwa 25 -30% der Berliner Bevölkerung haben wegen Stress bzw. Überlastung bei der Arbeit ein psychologisches Problem - sagen Untersuchungen aus. Die wahren Terroristen sitzen doch in den Vorständen, Aufsichtsgremien und ihre Lakaien in den entsprechenden Ausschüssen der Politik.

  5. Machopan meint:

    @mitdenker
    Wie wahr! Terror und Terroristen haben wir seit Jahren selber, da kommt es jetzt auf die paar “Mutmaßlichen” vom Stamm der Haubentaucher und Schleiertänzer auch nicht mehr an. Seit Jahren hat der durch Politik und Wirtschaft produzierte nationale Terror in unserem Land gigantische Schäden angerichtet und unzählige Existenzen vernichtet.

    Im November 2003 habe ich mir darüber so meine Gedanken gemacht und erfreue mich auf dem Posting über die “Bauanleitung” zur Zerstörung einer Demokratie hoher Zugriffszahlen.
    Auch von Ermittlungsbehörden des Bundes und der Länder. :-)
    Nicht dass ich nun in Anspruch nehmen würde ein Visionär zu sein, aber fast alles, was im Jahr 2003 noch gefehlt hat, ist zwischenzeitlich eingetroffen. Und der Rest, angefangen von der virtuellen Fußfessel und dem elektronischen Maulschloss für alle Mit- und Querdenker, bis zur Rundumbespitzelung für alle potentiellen Staatsfeinde, das kommt auch noch.
    Lasst den Schäuble und die GroKo nur mal machen!

  6. otti meint:

    Herr Kurnaz und Herr el Masri können sicher bestätigen, dass die im Zuge des Kampfes gegen den Terror durch die westliche Wertegemeinschaft an ihnen begangenen schwersten Menchenrechtsverletzungen als staatlich betriebener Terror aufzufassen sein könnte.
    Was die weiteren in Schäuble-Land zu beklagenden bisherigen Terroropfer betrifft, so handelt es sich da nur um normale Menschen, die dem rechten Gewaltterror zum Opfer gefallen sind. Um solche bedauernwerte Leute kann sich die Politikerkaste selbstverständlich nicht auch noch kümmern.

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